Wie verhalte ich mich bei einer Beißerei richtig?

Eleonore
  • Begleithund
Beiträge: 674
Hallo zusammen,
der Vorfall wurde mir von einer Zeugin geschildert, die den gesamten Ablauf von der gegenüberliegenden Straßenseite beobachtet hat.
Ein Pärchen kommt mit vier Hunden auf dem Bürgersteig entlang, das Rudel besteht aus Rüde und Hündin als Alttiere und Rüde und Hündin im Alter von ca. 8 Monaten. Plötzlich kommen 2 Schäferhunde aus einem offen stehendem Hoftor geschossen, der Rüde greift sofort ohne Zögern den vor raus gehenden Altrüden an und verbeißt sich in dessen Fang, die Schäferhündin zögert, sie sieht sich 2 wild tobenden Hündinnen gegen über. Der angegriffene Rüde bleibt angeleint, der HF schreit nach Hilfe, da er mit seinen beiden Hunden nicht klar kommt. Die Frau sichert derzeit ihre Althündin durch anbinden an das Brückengeländer, in der Zeit windet sich die Junghündin aus ihrem Geschirr und greift ihrerseits die Schäferhündin an die sofort flüchtet, verfolgt von der Junghündin. In der Zwischenzeit hat sich das Blatt bei den Rüden gewendet, der Angreifer wird seinerseits festgehalten, so das man ihn am Halsband zu fassen bekommt. Die Junghündin kommt auf Pfiff zurück, der zuerst angegriffene Rüde lässt aus und legt sich auf Kommando 2 Meter neben seinem Kontrahenten ab. Die Schäferhunde werden aufs Grundstük gebracht und das Hoftor geschlossen soweit möglich. Auf dem Rückweg waren beide Schäferhunde wieder frei auf der Straße, das Tor wieder offen. Der Halter der Schäferhunde war auf der Arbeit, seine Frau hat im Wohnhaus Fenster geputzt.
Jetzt meine Fragen:
Wie verhält man sich in so einem Fall richtig?
Sollte man bei so einer Haltung, Hunde frei auf dem Hof, Tor nicht richtig zu sichern, dem OA eine Meldung machen?
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8969
also ich würde vermutlich erstmal versuchen mit den Leuten zu sprechen.Am besten wenn beide zu Hause sind , also abends irgendwann und denen klar mache das es so auf keinen Fall geht und auch das deren Hunde auch problemlos einen alten , kranken und / oder kleinen Hund hätten töten können.
Auch würde ich den beiden Menschen die Folgen ihres Verhaltens klar verdeutlichen ! Also Meldung beim Ordnungsamt und dann die folgende Einstufung der Hunde als gefährlich mit allen Folgen.Erhöhte Steuern , Maulkorbzwang , Wesenstest , u.s.w..
Wenn dann aber nichts passiert von deren Seite würde ich die beim OA melden , denn so etwas kann ja wirklich sehr gefährlich werden und wenn keine Einsicht vorhanden ist , müssen leider wieder die Hunde leiden , aber zur Gefahrenabwehr für andere Tiere und / oder Menschen (z.B. Kinder) geht es dann wohl kaum anders zu händeln
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 29.02.2016 17:59 Uhr
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
Als Unbeteiligter mache ich nichts. Wenn mein Hund zu Schaden kommt, stelle ich die Besitzer zur Rede, überreiche ihnen gegebenenfalls meine Tierarztrechnung persönlich. Ich würde auch auskundschaften, ob die Beisserei ein Einzelfall war, denn prinzipiell stört es mich nicht, wenn Hunde frei herum laufen. Das ist bei mir hier auf den Dörfern noch an der Tagesordnung. Das Ordnungsamt interessiert sich bei uns auch nur im Wiederholungsfall.

Dass sich bestimmte Hunde nicht aufs Fell gucken können, kommt vor. Meine haben auch einen Erzfeindehaushalt (ein Schäfermix mit zwei Jack Russel), wo ich inzwischen nicht mehr sagen könnte, wer eigentlich mit dem Stänkern anfängt. Da drehe ich freiwillig ab, wenn die drei draussen sind.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8969
Ich (!) finde auch nicht schlimm das die Hunde sich "prügeln" und völlig egal ist mir wer (nach Menschenauffassung) "schuld" hat , oder das Hunde nicht immer so handeln wie wir es gerne hätten !
Aber genau weil ich (jeder Hundebesitzer) das alles ganz genau weiß finde ich das Desinteresse der verantwortlichen (!) Hundebesitzerin untragbar !
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Sybille3366
  • Forenwelpe
Beiträge: 7
Interessant wer den Hoftor wieder aufgemacht hat, wenn die Frau Fenster putzt?
Ich habe das jetzt so verstanden, dass die Schäferhunde sehr freundlich und liebevoll sind. Schäferhunde haben ja keinen angegriffen, sondern nur etwas mehr Aufmerksamkeit vorbei laufenden Rudel gewidmet haben.
Das Problem meiner Ansicht nach war das Pärchen, das mit der Situation plötzlich völlig überlastet war.
Ich nehme an, Schäferhunde haben so viel Freiheit, weil die in der Nachbarschaft bekannt sind und wie es scheint haben die Nachbarn kein Problem damit, ansonsten wären die Hunde an der Leine im Hof.
Warum sollten die zwei Schäferhunde in ihrem Revier wegen ein Paar unanständigen Welpen leiden?
Und wenn auch, sollte man ein Mensch bleiben und auf einer anderen Art und Weise den Besitzern irgendetwas Verdeutlichen.

Gruß
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