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Wie kann ich Freudenpinkeln unterbinden?

saluki
  • Begleithund
Beiträge: 689
Was mir am meisten hilft, denn Jaimy fällt es so ungemein schwer ruhig zu sein...den Popo still zu halten...(wenn die sich freut, freut sich der ganze Körper mit, und der Hintern ist schneller als der Kopf...hamma Bild )
Die Gesamtsituation ruhig zu gestalten.
Also dass eben kein riesen Begrüßungszeremoniell gemacht wird, sondern ganz ruhig jedem kurz Hallo sagen und gut ist.

Und wenn der Hund an der Leine ist, kannst du mit ihm ja zur Not auf Abstand gehen...

Du musst halt deiner Umwelt vermitteln, wie sie sich verhalten sollen. Wann und wie sie Kontakt aufnehmen dürfen, und wann sie den Kontakt wieder abbrechen müssen.
Ist bald schwerer, als dem Hund zu vermitteln, was er tun soll...
Aleksandra
  • Forenwelpe
Beiträge: 155
Hihi versuch mir das Bild gerade vorzustellen *gg*
Du sagst es...ist schwierig gleichzeitig den Hund und die Leute rundherum wieder unter Kontrolle zu bringen =)
Mir fällt das auch deswegen schwer weil ich, wenn ich einen neuen Ansatz mach oder etwas neues trainiere, quasi auch erstmal mich selber trainieren muss was meine Körperhaltung, das richtige Timing und so angeht.
Zuletzt geändert am 09.02.2012 14:29 Uhr
saluki
  • Begleithund
Beiträge: 689
+ 1
Japp, das kenn ich

Wenn du merkst, es ist zu hektisch, raus aus der Situation!
Tief durchatmen, und langsam nochmal von vorne.

Es ist schonmal ein wichtiger Schritt, wenn man merkt, dass man selbst unruhig ist...nervös, unsicher...

Und grade diese Ruhe ist prinzipiell bei jedem Hund, und bei Wuselhunden doppelt wichtig.

Bestes Beispiel.
Mein Vater möchte meine Jaimy gern streicheln.
Jaimy ist so aufgeregt, dreht, springt und freut sich, am besten noch mit nem Plüschtier im Maul. Weiß gar nicht, wo sie mit sich hin soll...ein einziger Zappelanfall wenn man so will.
So, mein Vater ist körperlich total ruhig. Er sitzt in der Hocke, langsame Bewegungen...super.
Aber!
Mein Vater ist innerlich unruhig und genervt. Er hat schon so einen gereizten Ton in der Stimme...er faucht das Sitz mehr, als dass er es sagt.
Jaimy pusht das noch mehr hoch, und sie nimmt fast gar nichts mehr war.

Gleiche Situation, nur ICH möchte Jaimy streicheln (zur Begrüßung)
Jaimy mal wieder völlig überdreht...siehe oben.
Ich bleibe erstmal stehen, straffe aber nicht bedrohliche Körperhaltung, einfach aufmerksam und konzentriert.
Ich sage leise und ruhig Sitz, mit dem entsprechenden Sichtzeichen.
Jaimy ist zwar noch innerlich am zappeln, macht aber brav Sitz.
Ich gehe in die Hocke. Jaimy fängt wieder an rumzuhampeln.
Wieder ruhig und leise Sitz!
Jaimy setzt sich.
Ich beginne sie zu streicheln, sie steht wieder auf. Ich höre auf zu streicheln, und gebe wieder Kommando Sitz. Immer noch ruhig und leise.
Von mal zu mal wird das Gezappel weniger.
sie hört zwar nicht ganz damit auf, sie ist nunmal ein Wuselhund. Aber sie entspannt zunehmend...und ich kann sie dann ganz ruhig streicheln, und sie bleibt sitzen bis ich sie wieder frei gebe.

Sie braucht einfach ganz viel Steuerung von außen, um sich selbst zu steuern.
Und jeder kleinste Reiz bringt diese Steuerung zusätzlich durch einander...

Deswegen, achte vor allem darauf, dass deine Umwelt dir die Zeit und das Verständnis gibt, deinen Hund zu steuern.
Dass sie eben warten, bis du den Hund da hast, wo du ihn haben willst, bis du dich ihnen zuwendest. Und dass sie verstehen, wenn du dich innerhalb von Sekunden auch wieder dem Hund zu wendest, wenn er zu unruhig wird, oder aus dem Kommando geht.
Aleksandra
  • Forenwelpe
Beiträge: 155
Genau das mein ich. Ich tendiere leider manchmal dazu dann selber auch hektisch zu werden. Was bei ihm nix bringt weil er ziemlich sensibel auf jegliche Art von Härte reagiert.
Mir wurde in einer anderen Situation mal geraten ich solle mich doch mal durchsetzen und wenn er nochmal etwas macht was ich einfach nicht will (in dem Fall trotz "Sitz" wegrennen) soll ich ihn am Nacken packen und ihn durchaus auch mal zu Boden drücken (er war damals 5 Monate alt) In meiner Naivität hab ich das dann sogar gemacht (habe meiner Trainerin damals ja vertraut) und danach wurde es nur schlimmer mal abgesehen davon dass er nen rießen Bogen um mich gelaufen ist.
Hab dann gottseidank kapiert dass er sich sehr nach meinem emotionalen Befinden richtet und er sobald ich frustriert bin weil er etwas zum wiederholten mal nicht so macht wie ich das gerne hätte, er irgendwie auch frustriert wird und komplett abblockt. Aber durch ihn habe ich gelernt in vielen Situationen viel ruhiger zu bleiben.
Komisch irgendwie, dass ausgerechnet ein Aussie mich dazu bringt ruhiger zu werden =)
saluki
  • Begleithund
Beiträge: 689
+ 2
Tja, bei mir ist es ein Großer Münsterländer

Wie gesagt, wenn du merkst, das klappt nicht wie du willst, und du wirst nervös oder frustriert, dann brich ab.

Brich ab und versuch es später nochmal.

Ich setz mich auch durch aus mal durch, auch in dem ich mal zupacke oder "härter" werde. Aber prinzipiell versuche ich es erstmal gerne freundlich.

Und grad, wenn man Sachen noch übt oder gar erst anfängt zu lernen, dann bringt "Durchsetzen" oder "Härte" gar nix...
Wäre ja fast so, als würde ich mein Baby bestrafen, weil es mit 6 Monaten noch nicht auf den Topf gehen kann.
Durchsetzen kann man sich erst, wenn der Hund grundsätzlich begriffen hat, was man von ihm will.
Aleksandra
  • Forenwelpe
Beiträge: 155
Original von saluki:
Und grad, wenn man Sachen noch übt oder gar erst anfängt zu lernen, dann bringt "Durchsetzen" oder "Härte" gar nix...
Wäre ja fast so, als würde ich mein Baby bestrafen, weil es mit 6 Monaten noch nicht auf den Topf gehen kann.
Durchsetzen kann man sich erst, wenn der Hund grundsätzlich begriffen hat, was man von ihm will.

Find ich auch.
Ich mein man darf sich nicht auf der Nase rumtanzen lassen. Regeln müssen eben sein=) Der Madoc wird durchaus auch zurechtgewiesen wenn er eine deutlich gesetzte Grenze überschreitet. Aber den Grad an Härte sollte man dem Hundetyp anpassen finde ich.

Sobald ich merk es geht nicht mehr dann brech ich jetzt eh ab und spiel bisschen mit ihm zur Auflockerung.

Danke nochmal für deine Hilfe
saluki
  • Begleithund
Beiträge: 689
Gerne

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