Welche Sportart passt zu mit und meinem Hund?

Denisebrbo
  • Forenwelpe
Beiträge: 10
Hallo,

Ich habe eine 9-monate-alte Labbi-Goldie- Hündin. Seit sie 11 Wochen alt ist, besuchen wir regelmäßig die Hundeschule. Auch gehen wir mehrmals die Woche mit einer Gruppe spazieren und treffen uns immer wieder gerne mit anderen Hunden und Haltern. Während der Spaziergänge werden "kleine Sachen" geübt (Sitz, Platz, Platz-bleib, Sitz-bleib, Rückruf, Suchspiele, Sitz-warte, und noch diverse Übungen: z. B. wenn ein anderer Hundehalter meinem Hund ein Leckerli vor die Nase hält, und ich NEIN sage, darf er es nicht nehmen. Wenn sie das befolgt, wird sie von MIR belohnt.)
Alles läuft immer mit viel Leckerchen ab.
In der Hundeschule haben wir vor ca. 1 Monat die Gruppe gewechselt (von der Welpen- zur Junghundegruppe). Hier werden die Grundkommandos vertieft, weitere erlernt und auch ab und an wird mal ein Parcours aufgebaut.

Wir sind mit Spaß und Freude an der Sache dran und ich mache sehr viel mit ihr. Sie ist gut sozialisiert und ausgelastet. Dennoch fehlt mir noch etwas. Ich würde gerne eine geeignete Sportart finden. Allerdings fühle ich micht total überflutet mit den Angeboten.

Unsere Pippa apportiert gerne, sucht und läuft bei fast jedem Spaziergang mit Stöckchen rum, liebt das Wasser, ist freudig bei der Sache, wenn wir gemeinsame Suchspiele machen (bei denen dann allerdings bisher immer nur Leckerli gesucht wird). Sie spielt gerne mit anderen Hundne und vergisst dann auch schon mal ihr Frauchen. Sie ist eher eigenständig als anhänglich. Hat auch nicht immer Lust, meine Komandos zu befolgen.

Ich bin manchmal etwas unsicher, vor allem, wenn es um etwas Neues geht. Wie bringe ich es am besten bei? Und wie am besten von Anfang an richtig? Ich weiß, dass meine Unsicherheit daher kommt, dass sie unser erster Hund ist und ich einfach alles richtig machen möchte.

Aber welchen Sport könnte ich ausüben? Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen, etwas geeignetes zu finden.
caro137
  • Begleithund
Beiträge: 1255
+ 2
Was mich fasziniert und von der Beschreibung zu Deinem Hund passen könnte, ginge in Richtung Rettungshundearbeit - allerdings mit der Einschränkung, dass das tatsächlich ARBEIT und nicht nur eine von vielen Beschäftigungmöglichkeiten ist.

Auch der Hundeführer muss dafür geeignet sein und sich entsprechend engagieren.

Gerade die Kombination aus eigenständigem Arbeiten und gleichzeitiger Zusammenarbeit mit Dir und die Verträglichkeit mit anderen Hunden hat mich bei DEiner Hündin auf die Idee gebracht.


Ansonsten Fährtenarbeit oder Richtung "Trickdog" vorallem mit "Tricks", die auf suchen und apportieren beruhen oder auch Aufgaben aus dem Bereich Behinderten-Hilfshunde...


Natürlich ist es gut wenn es einen Verein bei Dir gibt, der sowas auch anbietet, was nützt die tollste Beschäftigung, wenn Du keine Anleitung zu findest....
The greatness of a nation and its moral progress can be judged by the way its animals are treated (Mahatma Gandhi)
Für ein Hundeleben ist der Mensch verantwortlich.
bullterrier-in-not.de
Bine+Lupo
  • Halbstarker
Beiträge: 571
+ 1
Hi,

erstmal, ihr macht schon echt gute Arbeit zusammen! Schön, dass ihr auch auf normalen Spaziergängen übt und nicht nur in der Huschu wie viele andere.

Du schreibst sie apportiert schon gerne...dann bau das doch aus,wäre ja auch ne rassegerechte Auslastung.
Würde dann mal ein Dummy besorgen, welches du dann immer benutzt. Übers Apportieren wurde hier auch schon viel geschrieben.
Übers Apportieren kannst du auch schön einüben, dass sie sic gedulden muss bevor sie etwas hinterher rennt bis dein Kommando kommt.
Du kannst such das Dummy gemeinsam mit ihr ablegen,weitergehen, paar Übungen machen und sie dann erst aus der Entfernung das Dummy apportieren lassen.Vorteil hierbei ist, dass das Dummy eben nicht fliegt (Jagdreiz), sie lernt sich die Stelle zu merken wo es liegt.
Dann beim "klassischen" Apport wirfst du, behälst sie aber bei die im Sitz,sie muss dich anschauen (je nachdem noch ein bisschen Fuss laufen,UO) bevor sie los darf..
Später kannst du dann mehrere werfen und sie per Handzeichen zu dem Gewünschten Dummy schicken..

Die Nasenarbeit kannst du auch mit Dummy durchführen,verstecke die Dummys und lass sie suchen und dann eins nach dem anderen apportieren (nach vorheriger Übung mit einem )

LG
Es grüßen ganz lieb: Lupo und Bine
Denisebrbo
  • Forenwelpe
Beiträge: 10
Hallo und lieben Dank für die Antworten.
Für mich ist es selbstverständlich, dass ich mit dem Hund auf jeder Gassirunde übe. Denn in der Hundeschule bekommt man nur die Anleitung, wie es geht. Aber es hieße ja nicht SCHULE, wenn man keine Hausaufgaben aufbekommen würde.

@Caro137:
In diese Richtung hatte ich heute morgen auch schon geschielt. Hier in der Nähe gibt es auch zwei, die ich bisher gefunden hab. Es liest sich alles sehr interessant und ich würde mit Pippa gerne mal dort hingehen, die bieten da Schnupperstunden an. Was mich im Moment nur ein wenig stört ist, dass ich dann gebunden wäre. Ich studiere und habe Familie, auch meine Schwiegermutter wohnt bei uns. Natürlich möchte ich so viel Zeit wie möglich mit dem Hund zusammensein und wir hätten bestimmt Spaß an der Sache. Da müsste ich mich mal schlau machen, vor allem, weil ich auf einer Seite gesehen hab, dass man selbst als Hundehalter dann Ausbildungen machen müsste. Auch weiß ich nicht, ob Pippa dafür wirklich geeignet wäre. Aber wahrscheinlich mach ich mir da grad zu viel nen Kopf drüber und sollte einfach mal zu einer Schnupperstunde gehen. Die werden mir dann sagen können, ob sie dafür geeignet wäre oder lieber nicht.

@Bine+Lupo:
hihi...da hatte ich wohl den Satz nicht vollständig ausgeschrieben...sie apportiert zwar, aber nur wenn sie will. Oft kommt es auch vor, dass sie einfach damit abhaut und sich selbst damit beschäftigt (wir haben einen Wurfring). Da hier mal wieder meine Unsicherheit ins Spiel kommt, weiß ich nicht genau, wie ich darauf reagieren soll. Bisher hab ich es geduldet und trotzdem belohnt, wenn sie dann mit dem Ring angekommen ist. Was sie allerdings schon gut drauf hat: Sie gibt ihn mir in die Hand und wirft ihn mir nicht vor die Füße. Aber das dauert halt alles eine Weile.

Aber mit dem Dummy-Suchspiel hört sich das auch gut an. Muss nur noch genau schauen, wie ich es Schritt für Schritt aufbaue. Ich denke, dass sie erst einmal lernen sollte mir sofort das Apportierstück zu bringen. Aber ich lass mich da gerne beraten. Hier gibt es zwar viele Hundeschulen, aber sie bieten nicht sehr viel an. Und wenn, dann zahlt man sich doof und dämlich.
Zuletzt geändert am 11.01.2012 15:01 Uhr
britta504
  • Forenwelpe
Beiträge: 129
+ 1
Wenn die Rettungshundearbeit dich zu sehr bindet, wie wäre es mit Mantrailing mit Privatpersonen/Verein? Wenn ihr zwei viel Spaß an Suchspielen habt, wäre das doch bestimmt was für euch.
http://www.lumpiswelt.de
bluedance
  • Forenwelpe
Beiträge: 130
+ 1
Vielleicht wäre für euch auch ZOS (Zielobjektsuche) interessant.
Nur ein ausgeglichener Hund ist ein wahrer Freund
Denisebrbo
  • Forenwelpe
Beiträge: 10
Mantrailing oder ZOS hab ich auch schon von gehört, aber da müsste ich mich schlau machen, welche HuSchu das anbietet.
Gibt es denn Literatur darüber?
Cognac Jack
  • Halbstarker
Beiträge: 323
+ 1
Huhu
Geh doch mal auf die Seite vom "DVG" Turnierhundsprt oder Agility ist auch was für euch. Lg Sabine und die Fellnasen.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm ,gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Menschen.
Laursen
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2588
+ 1
hej,

ich gebe Dir recht, das Angebot erscheint zuerst unüberschaubar gross, leider findet man dann aber schnell heraus, dass es gar nicht so gross ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.
Das liegt hauptsächlich daran, dass nicht alles überall Angeboten wird.
Meine erste Empfehlung lauter also deshalb, finde zuerst einmal heraus, was alles Angeboten wird, in einer Distanz, die Du überhaupt bewältigen kannst und willst.
Am leichtesten kommt man übrigens zu diesen Informationen meistens indem man mit HH redet, die man trifft, da die meistens aus der Region kommen.

Der zweite Schritt ist noch einfacher, finde heraus, was Dir gefallen könnte.
Ein kleines Beispiel, Deine Hündin könnte sehr wahrscheinlich gut Schutzhundesport machen, vor allem wenn Du nicht die Wettkämpfe als Ziel hast.
Nur wärst Du eine aussergewöhnliche Labbi-Goldi-Besitzerin, wenn Dir das gefallen würde (wegen den klassischen Gründen, weshalb man sich von diesen Rassen angezogen fühlt).
Gehe aber unbedingt etwas offen vor, wenn Du Dir nicht sicher bist, schliesse es nicht aus.

Denn dann kommt der dritte Schritt.
Schau Dir das Training an und rede auch mit den Trainern.
Du musst Dich wohlfühlen dort wo Du hingehst, bis zu einem gewissen Grad handelt es sich ja um ein Freizeitvergnügen für Dich und Deinen Hund, dann macht es einfach keinen Sinn, wenn Dir der Sport, das Training, die Schule oder Trainer widerstreben.
Ich finde, es macht wirklich Spass, anderen HH bei verschiedenem Training zu zuschauen und man lernt immer etwas.
Vor allem aber, so weiss man wirklich was man machen will und wieso.

Selber bin ich Agility-Trainer und habe deshalb meine Erfahrungen gemacht.
Etwas vom Ersten was ich Anfängern sage, ist, dass ihnen bewusst sein muss, dass Agility Nutzlos ist.
Was ich dann natürlich relativiere, denn kein Hundesport ist Nutzlos für die Beziehung und das Zusammenleben mit unseren Hunden.
Das Problem ist viel eher dort, dass es auch den Menschen Spass machen muss.
Bis heute, konnte ich jedem Hund die Freude am Agility vermitteln, wenn mir es bei den Menschen gelang.
An den Hunden bin ich bis heute noch nie gescheitert, auch wenn ich mehrere Hunde hatte, die nie Wettkampftauglich sein werden.
Eine Englische Bulldoge zum Beispiel wird immer disqualifiziert werden, weil sie zu langsam ist aber es gibt auch Charakterschwächen beim Hund, die es nicht Sinnvoll machen, an einen Wettkampf zu gehen.

In der Gegend wo ich wohne, gibt es gleich ein paar Agiliy-Schulen.
Leider sind nicht alle gut, es gibt sogar eine ganz schlechte, von der ich schon HH mit ihren Hunden hatte, die ich ganz neu Aufbauen musste (die Hunde hatten Angst vor verschiedenen Hindernissen und die HH hatten gelernt, ihre Hunde durch einen Parcours zu zwingen).
Dieses Problem gibt es bei allen Hundesportarten.

Es gibt auch Menschen, die mit mir nicht zurecht kommen.
Neben dem, dass die Chemie nicht stimmen muss, kann es auch zu Problemen kommen, wenn der HH nicht das gleiche Ziel hat wie ich.
Mein Ziel ist übrigens beim Agility den Teams (HH und Hund) den Augenblick vermitteln zu können, wo das Laufen auf dem Parcours einem Tanz ähnelt.
HH und Hund sind ein Team, der HH weist dem Hund den Weg und der Hund nimmt die Hindernisse.
Beide arbeiten zusammen, um die Bahn erfolgreich meistern zu können.
Als Aussenstehender erkennt man diese Augenblicke nicht unbedingt, weil wir normalerweise nur auf den Hund achten und deshalb nicht wirklich sehen, wie HH und Hund ein Team bilden.
Deshalb stelle ich aber Anforderungen an die HH und versuche ihnen immer wieder zu zeigen, was sie noch machen müssten, damit es soweit kommt.
Das kann nicht jedem gefallen.

Das Forum eignet sich wirklich gut, wenn Du konkrete Fragen hast, zu einem bestimmten Hundesport oder Beschäftigung mit dem Hund.
Deshalb würde ich es auch so nutzen, dass ich Fragen würde, sobald es um eine bestimmte Möglichkeit geht, denn wie Du schon geschrieben hast, am Anfang steht man vor unglaublich vielen Möglichkeiten.

Liebe Grüsse aus dem Norden
ReikaundLisha
  • Forenwelpe
Beiträge: 16
+ 1
@ Laursen .. netter Text. Gibt wohl wneig hinzuzufügen.

THS ist immer eine Option für quirlige Hunde die Pfeffe rim Hintern haben und vor allem gibts da von allem etwas. Hindernisse ,Gehorsam , Laufen wie verrückt und Fitness für dich und deinen Hund. Obedience ist auch immer sehr gefragt bei uns im Verein. Klasse um Bindung zu stäreken, wie jedwede Beschäftigung mit dem Hund. VOm Schutzhundsport müsstest du mich überzeugen :9 Ich habe persönlich in 3 Jahren keinen LAbbi am Ärmel gehabt aber auch das solls geben. AB diesem Jahr kann man alle Abteilungen auch einzeln Prüfen lasse. Sprich die Fähte , UO und den Schutzdienst.

WIchtig ist in erster Linie das es euch da gefällt woimmer es euch auch hinzieht . Das 2. wäre meiner Meinung nach , dass die Trainer kompetent sind. Bringt die tollste Sportart nichts, wenn da keiner ist , der es richtig zeigen und umsetzen kann


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