Was mache ich falsch?

lionheart
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Seit fast 3 Jahren versuche ich, mit meiner ungestümen Hündin gut zusammen zu leben. Wir üben und üben und so langsam habe ich raus, wieviel Auslastung welcher Art sein muss, wieviel Stress zumutbar ist usw.

Obwohl ich weiß, dass das nicht stimmt, habe ich das Gefühl, nicht weiterzukommen.
Wenn sie schon auf 180 ist, wenn wir die Wohnung verlassen wollen, den erstbesten Hund ankläfft und sich dabei fast erwürgt, für sie giftigen Müll frisst oder jagen geht. Dabei habe ich gar nicht das Gefühl, dass sie "mir auf der Nase herumtanzt" - sie ist so empfänglich für Übungen und Aktivierungen aller Art, aber manchmal ist sie durch nichts mehr erreichbar und kommt überhaupt nicht mehr runter von ihrem Stresspegel und Kläffen/in die Leine schmeißen. Ich bin so fertig mit den Nerven.
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
hallo lionheart,

ich denke es wäre hilfreich wenn du einfach mal dazuschreibst, wie du so übst wenn sie eben auf 180 ist, andere ankläfft, jagt, kläfft oder zieht.
Was hast du denn für eine Hündin und woher hast du sie?
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
Eleonore
  • Begleithund
Beiträge: 674
Hallo lionheart,
wenn dein Hund, wie du schreibst, trotz 3 Jahren üben immer noch solche Dummheiten macht, dann tanzt er dir auf der Nase rum. Dann must du zwangsläufig in der Erziehung grundlegende Fehler gemacht haben.
Ich könnte dir jetzt raten, den Hund vor jedem Verlassen der Wohnung absitzen zu lassen um Ruhe reinzubringen, oder jedes mal wenn er einen anderen Hund sieht ein Leckerchen anzubieten um ihn abzulenken. Desgleichen beim Müll fressen.
Wenn sich die Übungen und Aktivierungen auf reine Dressurleistungen beziehen, dann kann man nur sagen: Erziehung und Dressur sind 2 vollkommen unterschiedliche Dinge. Dressur lohnt sich für den Hund, wenn er alles richtig macht wird er mindestens gelobt.
Ich an deiner Stelle würde mir postwendend einen kompetenten Trainer suchen, der DEINE Fehler im Umgang mit deiner Hündin erkennt und dir klarmachen kann. Lionheart ändert sich dann ganz von selbst.
VlG, Eleonore
bridge2703
  • Forenwelpe
Beiträge: 164
+ 2
Ich würde auch nach einem geeigneten Trainer Ausschau halten damit man hier die Punkte im Einzeltraining besprechen kann.

Wurde bei Deiner Hündin schon mal die Schilddrüse untersucht (Bluttest) oder bestehen sonstige gesundheitliche Probleme?
Wie Du oben beschreibst, kommt Deine Hündin in eine Stimmung in der Du vermutlich gar nicht mehr an sie rankommst und Futter wird sie hier vermutlich auch nicht mehr annehmen?

In dieser Stimmung würde ich mit ihr auch gar nicht das Haus verlassen sondern den Hund an die Leine nehmen und wirklich im Flur mit einer Fußübung beginnen und erst wenn sie in einer anderen Stimmung ist das Haus verlassen.
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2061
Original von lionheart:

Wenn sie schon auf 180 ist, wenn wir die Wohnung verlassen wollen, den erstbesten Hund ankläfft und sich dabei fast erwürgt, für sie giftigen Müll frisst oder jagen geht. Dabei habe ich gar nicht das Gefühl, dass sie "mir auf der Nase herumtanzt" - sie ist so empfänglich für Übungen und Aktivierungen aller Art, aber manchmal ist sie durch nichts mehr erreichbar und kommt überhaupt nicht mehr runter von ihrem Stresspegel und Kläffen/in die Leine schmeißen. Ich bin so fertig mit den Nerven.


Das einzige, dass Dir hier hilft ist langer Atem. Du willst die Wohnung verlassen und der Hund ist schon auf 180. Er fängt doch aber nicht von 0 auf 180 an zu toben.Bringe ihn schon bevor er anfängt zu toben zur Ruhe. Nimm Leine und Halsband in die Hand. Der Hund fängt an zu wuseln oder durch die Gegend zu rennen. Es geht ja raus und die Vorfreude ist groß. Stell Dich einfach still hin und beachte den Hund nicht, sieh ihn auch nicht an und spreche nicht mit ihm bis er ruhig neben Dir steht. Bring ihn ins SITZ und leg ihm Leine und Halsband an. Wuselt er wieder rum, dann wieder gerade stehen und den Hund nicht beachten. Dass kann lange dauern, bis er das Halsband und die Leine um hat. Nicht mit dem Hund reden oder loben, nicht nervös werden. Nur das Kommando SITZ geben. Dann gehst Du zur Tür und gibst das Kommando FUß. Will er los rennen, dann bleibst Du stehen und beachtest den Hund wieder nicht. Du siehst über ihn hinweg und redest nicht. Bist Du bis zur Tür gekommen, dann öffne sie leicht. Will er durch die Tür rennen, machst Du sie kommentarlos wieder zu. Geh als 1. durch die Tür. Hast Du die Wohnungstür geschafft, dann machst Du das Ganze auch an der Haustür b.z.w. an der Gartentür.
Es tut sich nur etwas, wenn der Hund absolut ruhig ist. Bis die Gassirunde los geht, können schon mal 30 Minuten und länger vergehen. Also, Nerven behalten und Zeit einplanen! Das Spielchen machst Du JEDEN Tag und bei JEDER Gassirunde. Draußen würde ich ihn erst mal nur mit normaler, verstellbarer Leine laufen lassen, keine Rollleine. Ich würde ihn auch nicht von der Leine lassen, denn dann kann er nicht jagen. Wenn er sich in die Leine schmeißt, ändere einfach ruckartig die Richtung mit dem Kommando FUß oder bleibe einfach stehen und bring ihn ins SITZ oder PLATZ. Dazu muss er natürlich erst mal die gängigen Kommandos beherschen. Ein Hund, der nicht unter Kontrolle des Besitzers steht (also nicht hört) gehört an die Leine.Für alle anderen Probleme (anbellen, jagen, Müll fressen) würde ich Dir raten, Dir einen Trainer zu nehmen oder in einer guten Hundeschule oder Verein zu gehen. Ich bin der Meinung, Deine Hündin tanzt Dir sogar sehr auf der Nase rum, auch wenn Du es nicht wahr haben möchtest.
Liebe Grüße von Melwin.
DOJO2
  • Begleithund
Beiträge: 1295
lionheart

Ich denke , du hast bei deiner Hündin noch gar nichts rausgefunden .
Den du hast genau das gemacht , was der Hund wollte bzw was er
dir mit seinem Verhalten aufgezwungen hat .

Du willst einen ruhigen ausgeglichenen Hund . ( ? )
Dann beginne endlich dem Hund einen Weg vor zu geben . Oder anders
gesagt , setz dich durch . Vor allem aber lerne die Körpersprache deines
Hundes zu erkennen/zu lesen und rechtzeitig auf den Hund einzuwirken .

Ich bin ja nicht sehr oft mit Eleonore einer Meinung , aber dieses mal
hat sie Recht , der Hund tanzt dir auf der Nase rum . Oder anders gesagt ,
ihm fehlt die richtige Erziehung .
Meiner Meinung nach , wirst du ohne Trainer/in vor Ort , nicht zurecht
kommen , da du ja gar nicht weist wo du zuerst beginnen sollst . Vor
allem aber , wie du beginnen sollst .

Nicht das du glaubst man will dir nicht Helfen , aber man kann bzw
könnte noch so viel schreiben , ob du es allerdings dann umsetzen
kannst ..... ist ein anderes Kapitel .
Den meist ist es so , das so mancher Hundebesitzer/Hundebesitzerin mal
bildlich in den Hintern getreten werden muss , das er/sie mal zu
Denken/Handeln beginnt bzw überhaupt in die Gänge kommt .

Und dies hat sicher nichts damit zu tun , den Hund dauernd zu beliebeln
oder zu beschäftigen .

PS :
Sie mein Schreiben nicht als Angriff ,
sondern denke einfach mal darüber nach ,
ob an meiner Aussage etwas dran sein könnte .

.
Der Hund widerspiegelt die Seele seines Besitzers
Zuletzt geändert am 30.03.2016 05:21 Uhr
Gast
Hallo.
Hundebegegnungen im Freilauf mit anderen möglichst Souveränen Hunden,
könnten vielleicht dabei helfen deinem Hund einen ruhigeren Umgang
mit seinesgleichen bei zu bringen.


Es wäre gut,wenn Du uns noch weitere Angaben über das Verhalten
Deines Hundes machen würdest, welche Hunderasse ist er,
und wie sieht Dein Umfeld aus,
auf welchem Trainingsstand befindet sich der Hund
und wie trainierst Du mit dem Hund jetzt ?

Es gibt verschiedene Ebenen bei einer Hundeerziehung,
man kann Hunden sowohl bestimmte Kommandos beibringen,
als auch bei der Bewältigung und Gewöhnung,
an beim Hund Angst oder Aggression auslösender Faktoren helfen.

Dressur und Sozialisierung sollten sich immer ergänzen,
beides gehört immer zu einer guten Hundeausbildung.

Aus Deinen Beschreibungen kann ich leider nicht entnehmen,
welche Möglichkeiten für ein geeignetes Trainingsprogramm
es bei Dir geben könnte.

Fritz.
Zuletzt geändert am 30.03.2016 13:35 Uhr
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