Was haltet ihr von dem ganzen Rudelgetrudel?

Ruedieltern
  • Halbstarker
Beiträge: 314
Spätestens seit M.M. Nowak´s Popularität ist die vererbte Rudelstellung und deren Auswirkung auf das Zusammenleben von Hund, Hund, (Hund, Hund, Hund, Hund, Hund, Hund ... und Mensch in aller Munde.

Mich würde interessieren, was ihr von der ganzen Sache um Barbara Ertel so haltet.

Teilweise kommt es ja schon dazu, dass Hundehalter ihre Hunde trennen, tauschen oder abgeben. Der Grund sei eine sogenannte Doppel- oder Fehlbesetzung.

Wenn Hunde friedlich miteinander auskommen, wird trotzdem dazu gedrängt, sie zu trennen. Sie seien doppelbesetzt und das friedliche Beisammensein mache sie krank ...

Ich frage mich, wie sich das bei natürlichen Wolfs- oder Hunderudeln bewerkstelligen lässt. Da haben wir Muttertier, Vatertier, (im besten Falle) 7 Welpen. Ein paar davon haben Führungsqualitäten. Der Rest? Loser? Was machen die denn dann, wenn sie sich selbstständig machen, eine eigene Familie gründen? Sterben die dann dank mangelnder Kompetenz?!

Vielen Hundehaltern wird es leicht gemacht. Sie haben nicht versagt, sondern einfach fehlbesetzt. Das liegt nicht an deren Erziehung oder am Charakter des Hundes. Nein. Das ist von Geburt an so, dass diese Hunde einfach nicht in diesen Haushalt passen. Der mittlere Bindehund braucht unbedingt noch einen Loser, den er rumkommandieren kann ... Einzelhaltung? Geht nicht, das zerstört die Leithundseele.

Selbst wenn an dieser Theorie ein bisschen Wahrheit stecken würde ... Das kann doch nicht deren Ernst sein, Hunde untereinander auszutauschen, damit sie die perfekte Rudelstellung zusammenhaben.

Der Höhepunkt ist, dass es schon Züchter gibt, die danach selektieren. Gibt es mehr als 7 Welpen (Doppelbesetzungen), werden die doppelbesetzten Welpen separiert und die Mutter-Hündin wird dann aufgeteilt.

Man beachte die Screenshots im verlinkten Beitrag ...

http://rudelstellungen-klargestellt.de/?p=2621

Nun. Was haltet ihr davon? Unterstützt ihr diese "Theorie"? Habt ihr mal mit dem Gedanken gespielt, eines dieser Seminare zu besuchen? Was haltet ihr von Barbara Ertel? Habt ihr Beispiele oder Erfahrungen, die ihr einbringen könnt? Hattet ihr mal Kontakt zu ihr? Negative Erfahrungen?

@Christianeadler: Du musst deine ja ganz genau ausgewählt haben. Hast du im Vorfeld nach der möglichen Position im Wurfkasten gefragt? Oder wie kannst du dir erklären, dass Hunde aus allen Herren Ländern bei dir zusammen harmonieren?

Ich freue mich auf einen regen Austausch und bin gespannt auf eure Meinung.
Zuletzt geändert am 19.08.2015 01:07 Uhr
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
also ich glaub nicht dass das so in aller Munde ist. ich glaub auch nicht dass Hunde aus unterschiedlichen Ländern unterschiedlich ticken

Ich glaub es gibt selbstbewusste Hunde, schüchterne Hunde, simple Hunde, zickige Hunde, Hunde die gut miteinander können, und Hunde die sich eben nicht so grün sind. Ich glaube Vererbung hat klar einen Einfluss auf Hunde, und ich glaube die Haltung/Sozialisierung hat starken Einfluss auf den Hund.
Ich glaub auch dass selbstbewusste Hunde sich eben anders verhalten als schüchterne Hunde, und dass es für den Halter einfacher ist mehrere Hunde zu halten, die sich gut verstehen, also solche die sich nicht leiden können.
Aber ob da jetzt so viel mehr dahinter ist, na ja. ich glaubs nicht.

dazu gabs übrigens schon mal einen thread, hab nur leider keine zeit den jetzt zu suchen. vielleicht unter nowak.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
+ 3
Zu dem Thema gab es bereits 2014 einen Thread

http://www.dogspot.de/forum/thema/die-rudelstellung-sorry-aber-irgendwo-hoert-es-doch-auf/?p=0#

Das finde ich schon aus "historischer" Sicht interessant. Für mich ist es erschreckend, dass Barbara Ertel mit ihren merkwürdigen Theorien und noch viel schlimmer mit ihren daraus resultierenden, tierschutzrelevanten Empfehlungen an (gut)gläubige Hundehalter offenbar, für mich unbegreiflich, eine Marktlücke gefunden hat. Immerhin schaffen es wohl nicht viele selbst ernannte "Experten", dass vor ihnen schon bei Wikipedia gewarnt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vererbte_Rudelstellung

Auch die damals noch kritiklose Mitläuferin Maja Nowak hat sich inzwischen deutlich von den nie belegten, sogenannten Forschungsergebnissen distanziert.

http://www.maike-maja-nowak.de/#!resuemee/c1693

Ich persönlich finde es schon traurig, welchen Gurus manche Menschen hinterher laufen, wenn sie sich damit nur selbst schaden. Im Fall von Barbara Ertel werden aber Dritte, nämlich die Hunde, in Mitleidenschaft gezogen. Ich frage mich, wie ihre Workshops und ihre Beratungen mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sind, wenn selbst ein nebenberuflicher Hundetrainer seine Sachkunde nachweisen muss.

Inhaltlich und ohne den Dogmatismus einer Barbara Ertel finde ich eine Typisierung von Hunden durchaus sinnvoll. Sie wird auch von den verschiedenen Verhaltensforschern immer wieder versucht: introvertierte und extrovertierte Hunde, der dominante Hund und sein Gefolge, der Leithund und seine Mitarbeiter, der Einzelgänger und der sozial aktive Hund... Ich glaube, da kann auch jeder Hundebesitzer seine eigenen Erfahrungsberichte beisteuern.
Der Anteil ererbter Verhaltensweisen gegenüber den erlernten wird aber in der seriösen Forschung irgendwo zwischen 5 und maximal 25 Prozent gehandelt. Ein wesentlicher Teil des Lernens spielt sich schon in den ersten Lebenswochen des Hundes ab. Um so wichtiger ist es mMn für den späteren Halter, sich einen Hund auszusuchen, dessen Verhalten zu ihm passt. Dasselbe gilt auch für die Mehrhundehaltung. Ich kann sicher nicht meinen Hunden einen beliebigen anderen ins Nest setzen und hoffen, dass sie sich zu einem Rudel oder auch nur einer funktionierenden Gruppe zusammenfinden. Eine klare Rollenverteilung gibt es im Zusammenleben der Hunde sicher, und da kann auch eine "Doppelbesetzung" fatal sein. Am deutlichsten wird hier der Fehler, wenn man zwei Hunde hat, die Führungsansprüche geltend machen, aber auch z. B. zwei extrovertierte ohne Gegenpol können im Alltag nervig sein. Das gehört für mich aber in die Kategorie Gedanken vor dem Kauf und legitimiert in keiner Weise eine Tauschbörse von Frau Ertel.
Was bei ihr auch völlig ausser Acht bleibt, ist die Rolle des Menschen im Geschehen. Im Idealfall ist nämlich die Position des Schlichters, des Bewachers, des Entscheidungsträgers durch ihn besetzt und muss nicht von den Hunden erstritten werden. Selbstverständlich kann ich mit einer Führungspersönlichkeit nicht umgehen wie mit einem Hund, der Halt braucht, muss vielleicht auch regulierend Positionen stärken oder schwächen. Das ist der Job des Rudelführers. Ich sehe die Gefahr der "Fehlbesetzung" viel häufiger in der Mensch- Hund- als in der Hund- Hund- Beziehung.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
halunke
  • Begleithund
Beiträge: 1220
christiane, du sprichst mir aus der seele....ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen!
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
Zuletzt geändert am 19.08.2015 08:20 Uhr
Gast
Hallo zusammen,
glauben ist bekanntlich nicht wissen. Und wenn sich jemand im TV oder in der Presse gut verkaufen kann, dann muss der wohl recht haben, kommt ja im Fernsehen oder steht in der Zeitung. Die lügen ja nicht oder???
LG, Alidasy mit Banditen
halunke
  • Begleithund
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niemals!!
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
Ruedieltern
  • Halbstarker
Beiträge: 314
Dankeschön,

dann werde ich mal in den Beiträgen von 2014 schmökern

War für Frau Ertel bestimmt ne Watschn, dass die gute Frau Nowak von Babsi´s Weg abgekommen ist

Ich wünsche euch eine geruhsame Nacht!

P.S.: Klar, sollten Hunde charakterlich zueinanderpassen. Aber einfach anderleuts friedliche Hunde einzuschätzen und zum Trennen raten, weil sie die Zusammenstellung zerstörend findet, ist schon noch mal ne ganz andere Nummer. Da hat sie wohl ihre Kompetenzen als MBH ein bisschen fehlgeschätzt

Original von christianeadler:

Zu dem Thema gab es bereits 2014 einen Thread

http://www.dogspot.de/forum/thema/die-rudelstellung-sorry-aber-irgendwo-hoert-es-doch-auf/?p=0#

Das finde ich schon aus "historischer" Sicht interessant. Für mich ist es erschreckend, dass Barbara Ertel mit ihren merkwürdigen Theorien und noch viel schlimmer mit ihren daraus resultierenden, tierschutzrelevanten Empfehlungen an (gut)gläubige Hundehalter offenbar, für mich unbegreiflich, eine Marktlücke gefunden hat. Immerhin schaffen es wohl nicht viele selbst ernannte "Experten", dass vor ihnen schon bei Wikipedia gewarnt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vererbte_Rudelstellung

Auch die damals noch kritiklose Mitläuferin Maja Nowak hat sich inzwischen deutlich von den nie belegten, sogenannten Forschungsergebnissen distanziert.

http://www.maike-maja-nowak.de/#!resuemee/c1693

Ich persönlich finde es schon traurig, welchen Gurus manche Menschen hinterher laufen, wenn sie sich damit nur selbst schaden. Im Fall von Barbara Ertel werden aber Dritte, nämlich die Hunde, in Mitleidenschaft gezogen. Ich frage mich, wie ihre Workshops und ihre Beratungen mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sind, wenn selbst ein nebenberuflicher Hundetrainer seine Sachkunde nachweisen muss.

Inhaltlich und ohne den Dogmatismus einer Barbara Ertel finde ich eine Typisierung von Hunden durchaus sinnvoll. Sie wird auch von den verschiedenen Verhaltensforschern immer wieder versucht: introvertierte und extrovertierte Hunde, der dominante Hund und sein Gefolge, der Leithund und seine Mitarbeiter, der Einzelgänger und der sozial aktive Hund... Ich glaube, da kann auch jeder Hundebesitzer seine eigenen Erfahrungsberichte beisteuern.
Der Anteil ererbter Verhaltensweisen gegenüber den erlernten wird aber in der seriösen Forschung irgendwo zwischen 5 und maximal 25 Prozent gehandelt. Ein wesentlicher Teil des Lernens spielt sich schon in den ersten Lebenswochen des Hundes ab. Um so wichtiger ist es mMn für den späteren Halter, sich einen Hund auszusuchen, dessen Verhalten zu ihm passt. Dasselbe gilt auch für die Mehrhundehaltung. Ich kann sicher nicht meinen Hunden einen beliebigen anderen ins Nest setzen und hoffen, dass sie sich zu einem Rudel oder auch nur einer funktionierenden Gruppe zusammenfinden. Eine klare Rollenverteilung gibt es im Zusammenleben der Hunde sicher, und da kann auch eine "Doppelbesetzung" fatal sein. Am deutlichsten wird hier der Fehler, wenn man zwei Hunde hat, die Führungsansprüche geltend machen, aber auch z. B. zwei extrovertierte ohne Gegenpol können im Alltag nervig sein. Das gehört für mich aber in die Kategorie Gedanken vor dem Kauf und legitimiert in keiner Weise eine Tauschbörse von Frau Ertel.
Was bei ihr auch völlig ausser Acht bleibt, ist die Rolle des Menschen im Geschehen. Im Idealfall ist nämlich die Position des Schlichters, des Bewachers, des Entscheidungsträgers durch ihn besetzt und muss nicht von den Hunden erstritten werden. Selbstverständlich kann ich mit einer Führungspersönlichkeit nicht umgehen wie mit einem Hund, der Halt braucht, muss vielleicht auch regulierend Positionen stärken oder schwächen. Das ist der Job des Rudelführers. Ich sehe die Gefahr der "Fehlbesetzung" viel häufiger in der Mensch- Hund- als in der Hund- Hund- Beziehung.
Zuletzt geändert am 19.08.2015 23:54 Uhr
Chillyheart
  • Begleithund
Beiträge: 1378
Ich persönlich finde es schon traurig, welchen Gurus manche Menschen hinterher laufen, ( Original Christriane )

Das hinterher laufen ist ja auch definitiv bequem und einfach , man braucht dann ja selbst nicht zu denken. Die Lösungen für alles werden ja mundgerecht geliefert.Tatsächlich ist aber der Mensch verantwortlich und nicht der "fehl besetzte " Hund.Für mich zieht sich das seit Jahren als roter Faden so durch.Der, die" Experten "raten, wissen bis auf wenige Ausnahmen die über echtes Wissen verfügen !!! Nur meine Erfahrung : jeder Hund ist ein Individium einzigartig vom Charakter und in der Lernbereitschaft und und und , ob im Rudel oder in der Einzelhaltung.Definitiv liegt die Verantwortung für den eigenen Hund, Pflege,Erziehung und ..... einfach alles beim Menschen - da kann man sich nicht so einfach rausmogeln!!!Darüber muß!!! man sich klar sein bevor man ein Tier zu sich nimmt.Tauschen ??? Never ever ,hätte ich nie gekonnt!!! Nie gewollt !! Verantwortung kann einem von niemand genommen werden , erleichtert werden vieleicht.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.( Louis Armstrong )
Zuletzt geändert am 20.08.2015 00:16 Uhr
Gast
Hallo Bea,
irgendwie, irgendwo hast du voll und ganz recht, der Mensch ist verantwortlich für seinen Hund. Punktum. AAAAber was ist, wenn z.B.: Ersthundbesitzer, Hund hat Defizite aus der Aufzucht oder hat einen willensstarken Hund erwischt der ihn jetzt strammstehen lässt oder oder oder oder. In den Inseraten unserer Zeitung stehen viele Hunde so im Alter von ca. 8 - 10 Monaten wo der Verkäufer plötzlich seine Hundeallergie feststellt oder krank geworden ist, ne andere Arbeit annehmen musste usw. M.M.N. müsste das mit einem Trainer aber früh genug in den Griff zu kriegen gewesen sein. Sollte aber kein 08/15 Trainer sein der immer nur ein und dieselbe Methode anwendet.
Und wieder AAAAber: wie soll ein Ersthundbesitzer einen guten Trainer erkennen? Woher soll EHB wissen ob die angewendete Methode für seinen Hund richtig und gut ist?
Aber da gibt es ja die TV-Trainer, schauen wir uns mal die Sendungen an, dann wird das schon, sind viele der Meinung. Die sind ja im Fernsehen, also wissen die mehr als die anderen. Und schon ist die Fangemeinde gegründet und wächst und wächst und ...

Ich habe ein Rudel und das passt zusammen, da könnte mir jemand sonst was erzählen von wegen Fehlbesetzung oder so, ich würd nur lachen. Daisy war Rudelführerin, ruhig und souverän. Der Posten wurde von ihrer Tochter übernommen und sie ist jetzt Beta. Na und, sie ist immer noch ruhig und souverän, macht aber auch ihr eigenes Ding. Die von Christiane angesprochene Typisierung macht jeder der ein Rudel hat/führt. Ich muss doch wissen, wie welcher Hund bei welchen Gelegenheiten tickt. Nur mache ich das nicht schriftlich und nenne es auch nicht so. Die einzige Fehlbesetzung im Rudel bin ich, ich kann nicht mehr so schnell laufen wie meine Hunde.
LG, Alidasy mit Banditen
Ruedieltern
  • Halbstarker
Beiträge: 314
Da sagst du was ... Du hast grundsätzlich recht. Aaaber: Ich bin auch Ersthundbesitzer. Ich habe erstmal grundsätzlich null Erfahrung mit Hunden. Ich besitze aber schon ein bisschen gesunden Menschenverstand. Der Hund hat sich vor vielen tausend Jahren an den Menschen angeschlossen. Damals wusste auch keiner was mit Hundeerziehung anzufangen. Bevor jetzt einer mit Bestechung oder mit Zwang ankommt: Hunde erkannten sehr wohl den Zweck dieser Zusammenarbeit. Der lag im gesunden Menschenverstand. Die haben sich uns angeschlossen, weil sie einen gewissen Vorteil für sich entdeckten. Es kam zu einer Win-Win-Situation.

Egal, welche Erziehungsmethode sich durchzusetzen vermag: Ich möchte behaupten, dass es möglich ist, auch ohne vorige Erfahrung, schon bald zu erkennen, was Quatsch ist und was Sinn ergibt.

Ich habe einige Trainer und Bücher durch. Habe sogar Sendung von M.M. Nowak, C.M. M.R usw. gesehen.

Schlussendlich lebe ich aber mit einem Hund zusammen, der mir über die Zeit beweist, was nun das Richtige ist.

Ich habe erfahren dass:

1. Nicht immer Leckerlies helfen (die sind gut, um Dinge einzuüben. Damit der Hund weiß, was ich belohne, was richtig ist. Bei verfressenen Hunden ist das ein guter Weg, um ihnen zu zeigen, dass sie was richtig gemacht haben.) In Situationen, in denen "es drauf ankommt (Elektrozaun: Ich muss nur ernst genug meinen, was ich sage und er hält sich fern) hilft nur, es ernst zu meinen.

2. Meinen Hund könnte ich durch ein Knurren nicht weit bekommen. Das bin einfach nicht ich. Das merkt er, er ist ja nicht blöd. Ein anderer Hund mit einem Halter, dessen Knurren gut rüberkommt, wär damit sicher gut bedient.

3. Es ein Fehler wäre, meinem Hund einen Leithund vorzusetzen, der ihm an Stelle von mir sagt, was er darf oder was er nicht darf.

4. Meinen Hund gegen einen anderen zu tauschen Unsinn wäre. Er ist kein Kleid, das ich einfach so gegen ein besseres tauschen kann. Wir sind ein gutes Team, das noch viel voneinander lernt und ich möchte statt ihm keinen anderen haben. Er macht aus uns bessere, geduldigere und sportlichere Menschen. Wir arbeiten uns zu einem perfekten Team durch.

5. Ganz gleich, ob in Sendungen Reizhalsbänder verwendet werden. Wir brauchen sie nicht. Wir üben. Wenn der Jagdtrieb zu stark wird, müssen wir uns etwas einfallen lassen und unserem Hund mehr bieten. Wenn er trotzdem Hasen und Raben hinterherjagt, müssen wir das Ziel der Begierde eben zuerst sehen.

usw.

Ich bin Ersthundebesitzerin, die die ein oder andere Sendung verfolgt und Bücher gelesen hat. Mein Partner und ich hatten mehrere Trainer zu Besuch.

Dennoch haben wir alle hinterfragt und jemanden gefunden, dem wir vertrauen. Auch ihr vertrauen wir nicht blind. Wir erfahren momentan immer mehr. Das alles erzählt uns Ruedi. Er zeigt uns, was bei ihm am besten funktioniert und vor Allem: Was auch ihn glücklich macht. Wir verlangen keinen blinden Gehorsam. Wenn er in manchen Situationen nicht "wunschgemäß funktioniert" fragen wir erst mal bei uns nach. Warum reagiert er so? Das kann uns kein Trainer, der ihn nicht permanent beobachtet, sagen. Das kann uns auch keine Sendung sagen. Das können nur wir. Wir strecken unsere Fühler aus. Nicht, weil wir Profis sind. Das sind wir nicht. Aber wir können beobachten, verknüpfen und auswerten. So kann uns auch unsere Trainerin weiterhelfen. Wenn sie uns aber mal empfielt, mit ihm "tough" zu spielen, während er versucht, Essen zu klauen, sagen wir auch: Nein. Zeig uns einen anderen Weg. Weil wir ihn beobachtet haben und bemerkt haben, dass er sehr wohl tricksen kann. Er würde das irgendwann bemerken, dass ein Spiel beginnt, sobald er uns das Brot von den Tellern klaut.

Wir haben das Problem durch ihre Hilfe anders in den Griff bekommen. Aber nur, weil wir hinterfragen. Trotz mangelnder Erfahrung.

So verhält es sich auch im Forum. Alle geben Tipps und ich kann den Hund soweit einschätzen, dass ich weiß, welcher von den Tipps nun hilfreich sein kann. (hoffe ich zumindest )

Das macht uns Menschen aus und deshalb hat sich der Hund uns angeschlossen. Da gibt es keine Formel. Authentizität und Schutz dürften die Schlüssel sein.

Stellungen in der Wurfkiste hin oder her. Bei den meisten Welpen weiß man das ohnehin nicht. Ich denke, man merkt auch so, in welche Richtung das Fellknäul geht.

Wir Ersthundebesitzer glauben längst nicht alles, was uns vorgesetzt wird.




Original von Alidasy:

Hallo Bea,
irgendwie, irgendwo hast du voll und ganz recht, der Mensch ist verantwortlich für seinen Hund. Punktum. AAAAber was ist, wenn z.B.: Ersthundbesitzer, Hund hat Defizite aus der Aufzucht oder hat einen willensstarken Hund erwischt der ihn jetzt strammstehen lässt oder oder oder oder. In den Inseraten unserer Zeitung stehen viele Hunde so im Alter von ca. 8 - 10 Monaten wo der Verkäufer plötzlich seine Hundeallergie feststellt oder krank geworden ist, ne andere Arbeit annehmen musste usw. M.M.N. müsste das mit einem Trainer aber früh genug in den Griff zu kriegen gewesen sein. Sollte aber kein 08/15 Trainer sein der immer nur ein und dieselbe Methode anwendet.
Und wieder AAAAber: wie soll ein Ersthundbesitzer einen guten Trainer erkennen? Woher soll EHB wissen ob die angewendete Methode für seinen Hund richtig und gut ist?
Aber da gibt es ja die TV-Trainer, schauen wir uns mal die Sendungen an, dann wird das schon, sind viele der Meinung. Die sind ja im Fernsehen, also wissen die mehr als die anderen. Und schon ist die Fangemeinde gegründet und wächst und wächst und ...

Ich habe ein Rudel und das passt zusammen, da könnte mir jemand sonst was erzählen von wegen Fehlbesetzung oder so, ich würd nur lachen. Daisy war Rudelführerin, ruhig und souverän. Der Posten wurde von ihrer Tochter übernommen und sie ist jetzt Beta. Na und, sie ist immer noch ruhig und souverän, macht aber auch ihr eigenes Ding. Die von Christiane angesprochene Typisierung macht jeder der ein Rudel hat/führt. Ich muss doch wissen, wie welcher Hund bei welchen Gelegenheiten tickt. Nur mache ich das nicht schriftlich und nenne es auch nicht so. Die einzige Fehlbesetzung im Rudel bin ich, ich kann nicht mehr so schnell laufen wie meine Hunde.
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