Warum heißt der Pitbull Pitbull ?

benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896
Ich konnte es auf Befragen nicht erklären.
braunerdobi
  • Halbstarker
Beiträge: 460
Moin!

Wikipedia weiß (fast) alles:
http://de.wikipedia.org/wiki/American_Pit_Bull_Terrier

Mit hundesportlichem Gruß
braunerdobi & Rudel
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896
Original von braunerdobi:

Moin!

Wikipedia weiß (fast) alles:
http://de.wikipedia.org/wiki/American_Pit_Bull_Terrier

Mit hundesportlichem Gruß
braunerdobi & Rudel

Da steht was von einer Hundekampfarena, Pit genannt. Nennt das gewöhnliche Volk Hunde mit dem Erscheinungsbild des Pit Bull Terriers deshalb "Kampfhunde"?
Bine+Lupo
  • Begleithund
Beiträge: 740
+ 2
Ja, weil einige in ihrer Entstehungsgeschichte zu Kämpfen mit Hunden/ anderen Tieren missbraucht wurden, nennt man
sie Kampfhunde. Allerdings könnte man das dann zum Yorkshire auch sagen, der kämpfte ja gegen Ratten.
Heute verwendet man den Begriff unter Laien allgemein gern für Hunde im Bull oder Stafftyp.
Grüße von Bine und
red-nose
  • Begleithund
Beiträge: 619
+ 5
Die Pit ist der Ring, in dem Hunde kämpfen müssen.

Da der Pitbull-Terrier aus Terriern und Bulldoggen gezüchtet wurde, nannte man sie dann Pitbull.

Das Wort Kampfhund ist eine Erfindung der Medien, es verleiht der Berichterstattung dann "mehr Ausdruck".
Die Rasse "Kampfhund" gibt es nicht, es ist quasi eine Berufsbezeichnung.

Hunde, die zu Hundekämpfen mißbraucht werden, werden übrigens nicht als "Kampfhund" geboren sondern werden durch skrupellose Menschen unter tierquälerischen Bedingungen dazu erzogen und gemacht.
Hunde, die in der Pit kämpften, mussten sich während des Kampfes, in der Aggression, von ihrem Besitzer anfassen und aus der Pit nehmen lassen. Tiere, die nach ihrem Besitzer bissen wurden sofort getötet.

Dadurch entwickelte sich dann die unheimliche Menschenfreundlichkeit als auch Anhänglichkeit gegenüber dem Menschen, da die Hunde quasi selektiert wurden.

Pitbulls wurden im Gegensatz zu anderen Rassen niemals gegen Menschen benutzt oder abgerichtet!

Pitbulls mißbrauchte man aber nicht nur zu Hundekämpfen.

Sie lebten früher mit ihren Besitzern auf sehr engen Raum zusammen. Bedingt durch ihre Intelligenz als auch Menschenfreundlichkeit wurden sie als NannyDogs eingesetzt, behüteten die Kinder, trieben die Herden, mussten kleine Wagen ziehen und halfen den Farmern bei ihrer Arbeit. Sie wurden auch im Krieg eingesetzt und waren einst der heimliche Nationalhund der Amerikaner. Der kinderfreundliche Hund in der Fernsehserie "Die kleinen Strolche" war übrigens auch ein Pit/Staff.
Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt !"
Théophile Gautier

Nicht für alle Schätze des Himmels, will ich diesen Hund im Stich lassen,
der meinen Schutz gesucht hat, mir treu ergeben ist.
Zuletzt geändert am 27.09.2012 04:54 Uhr
Dini90
  • Begleithund
Beiträge: 958
Danke für deine ausführliche Antwort red-nose
Frauchen hat manchmal recht
caro137
  • Begleithund
Beiträge: 1681
Es ist bei vielen Hunderassen ja so, dass der ursprüngliche "Verwendungszweck " oder die geographische Herkunft zwar noch im Namen enthalten sind, aber die Hunde inzwischen andere BEschäftigungen haben und z.T. weltweit verbreitet sind...

Deutsche / Belgische Schäferhunde z.B: sind nur noch in den seltensten Fällen tatsächlich bei einer Schafherde, sondern meist Familienhunde oder werden in Hundesport und als Diensthunde eingesetzt.

Rottweiler und Yorkshire Terrier sind inzwischen weiter verbreitet

Die Sennenhunde (Berner, Entlebucher, Appenzeller...) sind nicht mehr nur in der Schweiz und die wenigsten werden noch dazu eingesetzt Milchwagen zu ziehen und Kühe zu treiben.

Das sind jetzt nur einige spontane Beispiele....man könnte sicher ne ganze Seite damit füllen


Genauso gibt es zwar noch einige Pitbulls, die von ihren Besitzern zu Hundekämpfen abgerichtet und gezwungen werden, die große Mehrheit lebt aber inzwischen als friedliche Familienhunde und Sportkumpels - speziell in der Rettungshundearbeit erweisen sie sich als sehr talentiert.
The greatness of a nation and its moral progress can be judged by the way its animals are treated (Mahatma Gandhi)

Nur indem wir die Hunde vor gefährlichen Menschen schützen,
schützen wir die Menschen vor gefährlichen Hunden !
Zuletzt geändert am 27.09.2012 10:03 Uhr
red-nose
  • Begleithund
Beiträge: 619
+ 2
Und da wir gerade beim Thema sind, zitiere ich hier G. Pötz, der einen Artikel über den Pitbull-Terrier in der Hundezeitschrift WUFF im September 2012 veröfffentlichte:

Medienmonster Pitbull Terrier

Der American Pitbull Terrier gilt vielen als eine der am meisten geschundenen Rassen überhaupt. Doch wer kennt schon die Wahrheit über diese Rasse? Wer je einen Hund dieser Rasse gehabt hat, kommt nie mehr von ihr los, heißt es. Pitbulls haben eine ganz eigene Art, die Herzen ihrer Menschen zu erobern. "

Und weiter:

"Der APT, früher für illegale Hundekämpfe mißbraucht, heute als Sündenbock für Politik und Medien. Und überhaupt jedem Hund, der die Silbe "Bull" in seinem Namen trägt, wurd heute automatisch Bösartigkeit unterstellt. Zumindest tun dies - populitische- Politiker, die entgegen jeder wissenschaftlichen Erkenntnis (und da gibt es bereits viele Studien dazu) Rassen wie den Staffordshire Bullterrier oder eben auch den Pitbull Terrier auf sog. Rasselisten setzten. Nicht selten bedeutet dies den Tod des Hundes oder eine lebenslange Inhaftierung in letzten Eckzwinger eines TH oder "Auffanglagers".
Vierbeinige Familienmitglieder werden heute beschlagnahmt und weggesperrt, dies nur aufgrund ihrer Rasse."

"Ein Bodybuilder mit strengem Blick wird selten Sympathien erwecken. Doch wenn man hinter die Fassade blickt, findet man meist ein weiches und großes Herz mit einem liebevollen Charakter. Genau das trifft auch auf den Pitbull Terrier zu. Leider haben viele Menschen die Gabe verloren, auf innere Werte zu achten. Oder ist es einfach nur eine praktische Ignoranz, damit man sich nicht näher mit gewissen Themen auseinandersetzen muss."

Diese Meinung vertreten viele Liebhaber dieser Rasse:

"Ich behaupte, das Pitbull Terrier die freundlichsten Hunde von allen sind. Selbst nach Misshandlungen oder einem jahrelangen Tierheimaufenthalt begegnen diese Hund jedem Menschen offen und freundlich".
Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt !"
Théophile Gautier

Nicht für alle Schätze des Himmels, will ich diesen Hund im Stich lassen,
der meinen Schutz gesucht hat, mir treu ergeben ist.
Zuletzt geändert am 27.09.2012 12:32 Uhr
JassyMonster
  • Begleithund
Beiträge: 832
+ 1
Zu RedNose Beitrag

"Ich behaupte, das Pitbull Terrier die freundlichsten Hunde von allen sind. Selbst nach Misshandlungen oder einem jahrelangen Tierheimaufenthalt begegnen diese Hund jedem Menschen offen und freundlich".

Ich kann dieser Aussage ein gutes Beispiel geben.
Ein Bekannter von mir hat zwei Pitbull, eine Hündin und einen Rüden.

Die Hündin wurde in (ich glaub) Polen als "Zucht"Hündin für Kampfhunde verwendet. All ihre Welpen wurden dazu missbraucht Killermaschinen zu werden. Sie wurde geschlagen, misshandelt, musste so oft es ging Werfen. Hatte bis zu ihrem 6. Lebensjahr kein Tageslicht gesehen. Menschen nur erlebt, wenn sie reinkamen, ihr Futter hinwarfen, sie traten oder ihr die Welpen wegnahmen

Mein Bekannter und ein paar weitere Menschen sind nach Polen und haben dort, einige Hunde befreit. Bekamen dafür Geldstrafen und Verurteilungen, aber das war es ihnen Wert

Die Hündin ist eine der liebevollsten Hunde die ich kenne. Sie ist zwar etwas schüchtern, geht aber jeder Konfliktsituation aus dem Weg. Sie liebt jeden Menschen auf anhieb und auch mit anderen Hunden geht sie freundlich um.
Klar, manchmal knurrt sie, aber das macht sie nur, wenn sie nicht genug gestreichelt wurde. Sie liebt jede Berührung, vergöttert ihre Menschen und man merkt nur an ihren Narben, was ihr widerfahren ist.
Der Rüde ist ihr Sohn, sie war trächtig als sie befreit wurde. Ein Welpe einer Hündin die für Kampfhunde ausgesucht wurde.
Der Rüde schlägt voll und ganz nach seiner Mutter. Ihm wurde in seinem Leben glücklicherweise nie etwas angetan
Er spielt mit jedem Hund, ob Rüde oder Hündin. Er ist nicht kastriert, legt sich aber nicht mit anderen nicht kastrierten an, wie das sonst so oft passiert.


Ich habe bisher noch nie einen aggressiven Pitbull erlebt und erst 1 aggressiven Stafford, wobei das an der Inkompetenz der Besitzerin lag...
Ich kann die Welt nicht alleine retten, kann es aber zumindest versuchen.

benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896

Dankeschön

Dankeschön für die ausführliche Antwort. Wenn es in Wahrheit so ist mit Pitbull und Stafford, ist mir nicht klar, warum so viele (80 % vom Gesamtbestand Hunde hat das Tierheim Berlin zugegeben) im genannten Tierheim sitzen. Wenn sie so artig sind, warum nimmt sie keiner? Mein hier allseits bekannter Keiler war von Anfang an bei mir nicht artig, im Tierheim auch zu nichts zu gebrauchen, er fand jemanden, der ihn nimmt und heute noch hat.
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online
Schinta52
Schinta52Online seit
2 Minuten
ueisenmann
ueisenmannOnline seit
11 Minuten
tomstep
tomstepOnline seit
20 Minuten