Viel Rasse, wenig Klasse: Der Rassehund

Gast
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britta504
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Beiträge: 146
+ 2
"Man hat immer noch das Risiko und das ist die Natur" .....ohne Worte!

Ihr könnt euch den Beitrag auch hier ansehen:
http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2011/0822/hunde.jsp
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Zuletzt geändert am 22.08.2011 23:13 Uhr
Gast
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+ 4
Danke für den Hinweis, es war auf jeden Fall sehr informativ (und erschreckend). Ich könnt kotzen, wenn ich diese Möchtegern-Züchter sehe und höre Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock (bzw hört) dass die Englischen Bulldoggen nicht gesund sind, aber die brauchen ja glücklicherweise keine Bewegung..

Ich war am Samstag erst in Leipzig auf einer VDH Ausstellung und mein Eindruck von vielen Rassen (nicht bei allen) ist so schlecht, wie auch im Beitrag gezeigt. Und nun noch diese negativen Prognosen der Genetikerin..
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
(Johann Wolfgang v. Goethe)
JagdterrierDobermann
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Beiträge: 46
Danke für den Link Britta504!

War mal wieder sehr aufschlussreich der Beitrag und sollte alle Rassehundehalter, Welpenkäufer und Züchter sowie den VDH zum Handeln und Umdenken in Punkto Linienzucht/Inzucht der Rassehunde bewegen.
Vertraue erst,wenn du Stark genug bist,verletzt zu werden.....
silvie86
  • Moderator
Beiträge: 1476
das größte Problem dabei ist der Käufer, der diese Hunde dann auch noch richtig niedlich findet und einen reinrassiegen Hund mit ach für tollen Papieren als Statussymbol hat, als sich mal wirklich mit den Papieren zu beschäftigen, sich mit Erbkrankheiten auseinanderzusetzen und mal kritisch zu hinterfragen, was denn eigentlich eine gute Zucht ist...
Sicher gibt es mitlerweile Züchter, die sich ihrer Aufgabe bewusst sind, die nicht nur nach dem Aussehen der Hunde gehen, sondern vorallem gesunde Hunde züchten wollen, doch gerade die Championverpaarungen sind selten ein Garant für einen gesunden Hund...Leider!
Kaum ein anderes Tier hat der Mensch so verändert, wie den Hund. Schöpfer spielen, seine eigene Perversion ausleben.
Mich persönlich macht das traurig, richtig traurig. Denn der Hund hat nichts davon...

Doch sind das natürlich auch extreme Rassen und nicht jede Hundezucht ist von Inzuchten durchzogen und derart genetisch degeneriert-es gibt durchaus noch gesunde Rassehunde...
Die Liebe zum Hund ist des Menschens Sehnsucht nach dem Paradies.
Gast
Aufschlussreich war die Sendung sicherlich. Und ich frage mich wirklich, wie man die gezeigten Englischen Bulldoggen auch nur annähernd ästhetisch finden kann. Ich möchte gar nicht wissen, was sich alles in den Hautfalten absetzt...

Gefährlich finde ich allerdings das "Credo": Hybriden sind generell gesünder. Seit einigen Jahren werden RR-Hybriden gezüchtet. Da werden RR mit Doggen gekreuzt z.B. - und die dabei entstandenen "Geschosse", wunderschön, lackschwarz, riesig und wahrscheinlich kerngesund, sind oft unhändelbar und werden von HH zu TH zu HH zu TH weitergereicht.

Ich möchte nicht wissen, wieviele Hybridzüchter, die Rassen verpaaren, die man besser nicht verpaart, den Käufer mit dem Argument "so gesund" - abesehen von der nicht zu leugnenden Schönheit - in einer trügerischen Sicherheit wiegt.

Unsere erste Hündin war ein "Hybrid": Ein Irish Wolfhound war der Vater, ein Whippet die Mama. Sie war ein wunderbarer will-to-please-Hund. Und starb kurz vor ihrem 10. Geburtstag an Krebs. Der Theorie folgend... eigentlich ein bisken früh, hm.
Zuletzt geändert am 23.08.2011 10:41 Uhr
silvie86
  • Moderator
Beiträge: 1476
sicher den Schluss sollte man nicht vorschnell ziehen. Es gibt echt Verpaarungen, die richtig nach hinten losgehen können-gerade auch was den gesundheitlichen Aspekt anbelangt-so wenn franz. Bulldoggen mit Möpsen gepaart werden o.ä...

Was allen helfen würde-mehr Verstand und mehr Bilck auf den Tierschutz, nicht nur das sture Durchsetzen irgendwelcher ästhetischer Grundsätze.
Die Liebe zum Hund ist des Menschens Sehnsucht nach dem Paradies.
britta504
  • Forenwelpe
Beiträge: 146
+ 2
Geld regiert die Welt und die Nachfrage bestimmt das Angebot.
Der Hund ist eine Ware geworden und der Mensch spielt dabei Gott.

Wenn es den Leuten doch endlich mal wieder auf die inneren Werte eines Hundes ankommen würde und nicht nur nach Aussehen oder Statussymbol...Ich glaube ganz viel ist aber einfach auch die Unwissenheit. Mein Nachbar hat nen Labrador...der ist ja kinderlieb und verspielt - hol ich mir mal auch einen, da weiß ich was ich krieg. Um den Hund geht es da auch gar nicht....der ist in dem Fall einfach ein Produkt mit Warenbeschreibung.
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Piggeldy
  • Begleithund
Beiträge: 1441
Da kann ich Britta uneingeschränkt zustimmen.

Zucht hat mit TierLIEBE immer weniger zu tun.
Auch viele Käufer wollen lediglich einen standartisierten Rassehund, er soll tunlichst die gleiche Farbe und identische Charaktereigenschaften haben wir der des Nachbarn.
Manchmal frag ich mich: warum noch züchten? Klonen erfüllt die Bedürfnisse der Konsumenten wahrscheinlich besser.
Hunde sind bodenständig, der Mensch ist abgehoben (Michael Grewe)
horselady83
  • Begleithund
Beiträge: 628
Dass der VDH seiner Linie treu bleibt, ist verständlich, denn schließlich müsste man sonst eingestehen, dass man seit 30 Jahren auf dem falschen Weg war. Und wer gibt das schon gerne zu?
Aber zu behaupten, dass die kurznasigen Rassen noch nie so gesund waren wie heute bleibt mir ein Rätsel!!!
Wie kann man einen schnarchenden, kaum atmen könnenden und nicht natürlich gebärenden Hund gesund nennen???
Habt ihr die Bilder von den Schäferhunden bei der Präsentation gesehen? Da sieht man erstmal, was für ein Unterschied zwischen dem ursprünglichen und dem heutigen Schäferhund besteht!! Da kann mir doch keiner erzählen, dass so einen abfallende Kruppe gesund für den Hund ist!
Und das allein die Welpenkäufer das Aussehen der heutigen Rasse bestimmen ist nicht richtig!! Der VDH gibt einen Standart vor, die Züchter vollen diesen erfüllen und die Richter entscheiden, welcher Züchter dies am Besten erreicht. Die Champions machen das große Geld und die Welpenkäufer glauben mit einem Champion kaufen sie einen dem Standart am nächsten kommenden Hund... Im Endeffekt ist es also der Richter, der die Macht hat! Der Welpenkäufer beschäftigt sich leider oftmals viel zu selten mit der Genetik. Leider! Aber wenn der VDH mehr auf die Gesundheit achten würde und die Richter dementsprechende richten würden, wäre es auch nicht nötig...
Leider ist das nicht so und somit MÜSSTE eigentlich der Welpenkäufer sich auch noch damit beschäftigen! Nebenbei noch über Erziehung, Züchterwahl, Erziehung, Ausstattung, etc.
Die Auflagen für die Hybridzucht sind ein Witz! Wenn Alexander Däuber diese Auflagen erfüllen soll, warum müssen das nicht auch die Reinzüchter? Schließlich geht es ja angeblich um die Gesundheit, womit die Rassezüchter ja nunmal deutlich mehr Probleme haben!!! Warum MÜSSEN solche Auflagen nicht erfüllt sein? Offenbar ist es ja immer noch auf freiwilliger Basis bzw. wenn das Ergebnis nicht stimmt, wird halt ein andere Tierarzt gesucht, der das passende Ergebnis liefert... Traurig, traurig!
Habe auch von einem Züchter gelesen, der bei den Dalamtiner eine Erbkrankheit beseitigt hat, indem er Poniter eingezüchtet hat. Diese Hunde sind mittlerweile wieder "reingezüchtet", aber bekommen keine Papiere vom VDH, weil sie in ihren Vorfahren halt einen Pointer haben, trotz dessen, dass sie dem Standart voll entsprechen!
Vielleicht sollte der VDH sich mal überlegen, ob er in seine tollen Standarts nicht die Erbkrankheiten mit aufnehmen möchte! Dann wäre das Problem doch gelöst!
Zum Glück gibt es einige Züchter, die mehr auf die Gesundheit ihrer Hunde achten, als auf Championtitel... Leider hört man zu selten von ihnen... (Ich habe das Glück, so eine Züchterin durch reinen Zufall gefunden zu haben und bin saufroh darüber! )
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