Verzweifelt mit Junghund!!!!

HannahW
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Beiträge: 50
Hallo liebes Forum!

Ich hatte schon mal einen Beitrag verfasst bezüglich meinem Hund der Probleme mit dem Alleinesein hat und mich gerade wegen seiner Pubertät auf die Palme bringt.. Wahrscheinlich bekomme ich auch einige Vorwürfe von euch, aber ich bin mit meinem Latein am Ende und bin über konstruktive Kritik dankbar! Um die genaue Situation beschreiben zu können, wird dieser Beitrag wohl etwas länger werden..

Seit April ist Johnny (Staff-Mops, 14 Monate, unkastriert) bei mir. Kommt von einem jungen Pärchen denen er zu groß wurde. Da sie keine Hundeerfahrung hatten, waren sie wohl auch mit dem Junghund überfordert (nehme an, dass in der Prägephase schon sehr viel falsch gemacht wurde). Er ist sehr sehr anhänglich, lässt mich kaum aus den Augen, bzgl. Alleinesein gibt es nur wenige langsame Fortschritte mit vielen Rückschlägen. Ich kann mittlerweile zuhause in Ruhe mit geschlossener Türe duschen, den Raum verlassen etc. ohne dass er winselt. Gleich vorweg! Ich habe mit ihm das Alleinesein trainiert! Wenn er Beschäftigung (Kong, Knochen etc.) hat interessiert es ihn auch nicht wenn ich die Wohnung verlasse.. Rennt mir nicht nach oder winselt. Jedoch sehe ich manchmal öfter, manchmal weniger oft, die Zerstörung in meiner Wohnung wenn ich nach Hause komme.. Couchtisch ist an allen Ecken und Kanten zerbissen, sogar dem Esstisch der aus Vollholz ist, fehlt bereits eine Ecke. Mittlerweile hat er 2 Couches zerstört (wobei es nicht daran liegt, dass er nicht ausgelassen wäre, dies ist gestern passiert nachdem er einen 3-4 stündigen Ausflug gemacht hat) -.- Er ist auch extrem frech! Mir kommt vor als hätte er keinen Respekt vor mir! Dabei strenge ich mich wirklich an!! Bin konsequent, versuche immer ruhig zu bleiben, rede mit tiefer Stimme wenn er etwas nicht tun soll, etc. etc. Ich schlage ihn nicht (obwohl ich mittlerweile oft wirklich kurz davor bin). Wenn er nicht bekommt was er will flippt er total aus!!!! Bellt, knurrt, beisst demonstrativ irgendwo rein und manchmal geht dieser Witz bis zu einer Stunde!! Habe einen Rat beherzigt und wenn er sich mittlerweile nach 15-20 Minuten nicht beruhigt sperre ich ihn ins Vorzimmer für etwa 15 Min. Klappt auch meistens ganz gut, aber nicht immer. Oft geht das Spiel wieder von vorne los wenn er hinauskommt. Seit einer Woche darf er jetzt nicht mehr bei mir im Bett schlafen und seit gestern lasse ich ihn auch nicht mehr die Couch (durfte dann wieder eine Stunde mit ihm herumtun, da er es nicht akzeptieren wollte). Seit einer Woche bekommt er Bachblüten, war ein Tipp meiner Tierärztin. Wie ich finde schlagen die auch ganz gut an, die letzten Tage ist er oft sogar vor 9 schlafen gegangen (was sonst selten der Fall ist). Nur eben gestern war wieder ein kompletter Horrortag. Draußen habe ich das Problem, dass er sich mit jungen unkastrierten Rüden nicht versteht, aber das ist mehr oder weniger "normal" und ich kann dies ja gut handhaben, da ich er sowieso an der Leine geht etc. Wenn ich mit ihm in der Hundezone bin spielt er oft den Bewacher, jeder wird abgecheckt, es werden auch schon mal Leute angebellt die einfach vorbeigehen. Ich hab schon gemerkt, dass sein Selbstvertrauen nicht das beste ist, ist etwas schreckhaft, und wenn fremde Leute zu ihm kommen und ihn angreifen wollen ist er verunsichert und beginnt manchmal zu bellen. So... nun werden viele Leute sagen ich soll mir einen Hundetrainer nehmen! Womit ihr auch völlig Recht habt!! Würde ich sofort, wenn nicht das liebe Geld wäre... Ich habe bereits einen Hundesitter engagiert der mittags mit ihm Gassi geht, da ich berufstätig bin. Außerdem bekommt er jetzt ein teures Futter da er mit der Ernährung Probleme und lange Zeit Durchfall hatte bekommt er jetzt ein Tierarztfutter... Außerdem habe ich vor ihn kastrieren lasse, womöglich werde ich einen Zwinger anschaffen, in der er kommt wenn ich arbeiten bin. Ich wohne alleine, Hundetrainer kosten EUR 40 die Stunde aufwärts! Weiß nicht wie ich mir den noch zusätzlich leisten soll, bräuchte ja einen über längere Dauer und nicht nur 3x.. Ich bin wirklich langsam am Ende! Mein Beruf ist momentan auch sehr kräfteraubend und meine ganze Freizeit geht quasi für Johnny drauf, Entspannung am Abend habe ich auch nicht so richtig.. Ich weiß wirklich nicht mehr was ich tun soll! Ich liebe ihn, ich möchte ihn nicht ins Tierheim geben. Aber ich bin wirklich überfordert und weiß nicht weiter Kann ich ihn denn ohne mir Sorgen zu machen, 4 Stunden im Zwinger lassen?? Mir kommt es so vor als hätte er vor Frauen wenig Respekt... Wenn mein Vater ihn einmal zurechtweist, legt sich Johnny gleich hin und sieht ihn traurig an usw. Also kritisiert mich, gebt mir Tipps, was auch immer... Hauptsache ich komme aus meiner Misere raus ((
SabineKo
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Beiträge: 31
Hey Hannah,

hast du es vielleicht mal mit einem Sprühtrainer versucht? Bei Alsa gibt's sowas. Ich habe mal den Link rausgesucht:

http://www.alsa-hundewelt.de/erziehungshalsband-erziehungshalsung-antibellhalsband-bellen-spruehtrainer-mit-fernbedienung-solution/p/210029

Anscheinend geht's ja nicht anders...Respekt, dass du das schon so lange mitmachst. Das würde nicht jeder machen. Ich drück die Daumen, dass ihr das bald in den Griff bekommt!!!

Liebe Grüße
Sabine
halunke
  • Begleithund
Beiträge: 1220
+ 1
um gottes willen...bitte keine selbstversuche mit tierquälerischen hilfmitteln, nur weil euch die kompetenz zum führen eines Terriers fehlt!

ohne Fachkundige Hilfe Vorort wirst du es sehr schwer haben!
hast du evtl einen guten Tierschutzverein in der nähe, der dir einen Trainer zur seite stellen könnte? mancher orts sind die sehr gut vernetzt, und wenn man beweisen kann ,dass man es finanziell nicht allein stemmen könnte erwartet einen dort gute hilfe, da sie vermeiden wollen, dass es ein vermittlungshund wird.

mit "tips" aus dem internet wirst du niemals auf einen grünen zweig kommen.
gehe auch nochmal in dich, ob du die näxten 15 Jahre einem solchen Kaliber auch wirklich gewachsen bist. ist der hund ersteinmal verkorkst, hat zugebissen o.ä. sind seine vermittlungschancen gleich null.
ich möchte keineswegs schwarzmalen, oder dir absprechen hunde erziehen zu können...aber denke auch an den hund...ist seine lebensperspektive bei dir auch artgerecht? (zwingerhaltung, weil erziehnung nicht klappt...finanziell enger rahmen, ergo kein trainer usw.)
bitte nicht persönlich nehmen...ehrliche worte sind leider manchmal verletzend.
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
HannahW
  • Forenwelpe
Beiträge: 50
Nein hab ich nicht.. Halte eig nicht viel davon. Und bei dem Preis will nicht einfach mal probieren..
Da geb ich das Geld lieber für einen Zwinger aus, bei dem er dann erstmal nichts mehr anstellen kann..

"Leider" ist mein Hund sehr wiff.. denke er würde bald checken, dass dieser Sprüher ihm nichts tut...
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
+ 1
verwechsel ich dich jetzt oder machst du nicht noch eine Ausbildung zum Hundetrainer? vielleicht werf ich da auch aber was durcheinander....aber wenn ja: was rät die?

was ich versuchen würde
wenn er Probleme hat mit anderen leuten, dann würde ich ganz gezielt andere leute draussen anquatschen, die ihm kekse ohne ende reinstopfen sollen.
wenn er bellt, abbruchsignal geben, sobald er ruhe gibt, darf er die Hände der Personen abschnuppern und die sollen ihm nen Keks geben. (also Hund nicht anstarren, gerne mal n die hocke gehen und nur Hand hinhalten. dann gerne Keks geben)
ich merk das bei meinen auch ganz deutlich: meine Hündin wurde sehr auf andere menschen sozialisiert (genau so wie beschrieben) (da hab ich eher das Problem dass die alle liebt ) , mein rüde gar nicht, und er ist derjenige der draussen die leute anprollt und anknurrt sobald die mal zu lange gucken.

was bei meinem rüden sehr geholfen hat in bezug auf Konzentration:
sich zu beherrschen.
also so Übungen wie: schleppleine dran, loslaufen, dann gibst du das Kommando "warte", bleibst stehen, er muss dann auch stehenbleiben. so lange üben bis er stehenbleibt, und dies dann regelmäßig einbauen (macht es auch leichter wenn du ihn ohne leine rennen lässt). und er muss immer so lange warten bis du wieder das ok gibst dass er weiter darf.

dann dazu Übungen wie: Keks hinlegen. ihn ablegen lassen. er muss sich so lange gedulden bis du ihm das ok gibst.

dazu gerne mal am tag draussen ein paar Minuten wo du obedience machst, also auch die Birne rauchen lassen, oder suchspiele, die ich aber auch so aufbauen würde wie mit dem Keks: er muss abliegen, du versteckst was, dann gibst du ihm das Kommando zu suchen.

also so Übungen wo er gerne mit drang was machen würde (losrennen, Keks futtern etc), aber wo er geduld lernt.

dann würde ich einen Käfig kaufen. das heisst jetzt nicht dass er da ständig rein soll, aber wenn du mal kurz weg muss ist doch mist wenn er da alles anknabbert. so eine stunde käfig denke ich ist nicht so wild. (mit käfig hab ich übrigens meinem ersten rüden das Alleinsein beigebracht, und zwar am anfang so dass ich auch im zimmer war, und er im käfig und ich dann nur im zimmer rumlief, selbst das konnte er nicht ertragen und wollte immer hinterher).

du selbst solltest auch immer ruhe zeigen, glaube das ist das schwerste, ich beobachte immer die leute, die meisten hh werden ganz schnell nervös und fangen dann an zu zupfen, und dann ists eh vorbei.
wenn er also mal was nicht macht, (absitzen oder so) gerne vor ihm drohend stehen und runterbeugen, ihn die augen gucken und das Kommando ganz ruhig wiederholen.

und: das geht vorbei!
ich hatte auch mal nen pit in dem alter. oh mann.

hab die neulich mal besucht bei meinem ex, jetzt ist es ne couchpotato
es gibt also Hoffnung
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
HannahW
  • Forenwelpe
Beiträge: 50
+ 1
@Halunke, es gibt einen Tierschutzverein. Werde es mal versuchen, jedoch denke ich nicht dass ich mir Hilfe erhoffen kann, da die sehr sehr wenig Geld haben und auf Spenden angewiesen sind usw. Glaube nicht, dass sie das Kontingent haben, aber ich versuche es.
Bzgl. Zwinger habe ich auch nicht vor ihn sein ganzes Leben so zu halten! Ich habe schon von Fällen gehört in denen sie den Hund an den Zwinger langsam gewöhnt haben, er wurde dann eine Zeit lang eingesperrt, irgendwann ist er freiwillig in diesen Zwinger gegangen wenn man die Wohnung verlassen hat. Sogar bei einer sehr guten Freundin von mir war das der Fall.. Nur das erhoffe ich mir, und nicht dass er sein Leben im Zwinger tristet! Bevor das passiert suche ich natürlich einen geeigneteren Platz für ihn..
Ist schon ok, dass du ehrlich bist! Natürlich denke ich auch darüber nach, ob ich ihm das beste Leben bieten kann.. Aber andererseits ist er jetzt erst ein halbes Jahr bei mir! Ich will nicht nach so kurzer Zeit schon aufgeben... Dann haben die ganzen Kosten und Mühen die mich mit ihm hatte gar keinen Sinn!!

Ist ja nicht so dass er gar nicht folgt, klar hab ich jetzt nur das negative erzählt, weil er mir halt aufn Geist geht ^^ Aber er hat auch viele gute Seiten. Er lernt sehr schnell, ich hab viel Spaß mit ihm usw.
HannahW
  • Forenwelpe
Beiträge: 50
@meerestaucher, ja erinnerst du dich richtig, habe ich wirklich begonnen, jedoch gerade mal das erste kapitel das über Biologie, Evolution etc. handelt. also hat es noch gar nichts mit verhalten, Training oder sonstigem zu tun. da ich diese Theorie eigenständig lerne kann ich auch niemanden fragen bzgl. meinen eigenen hundeproblemen ^^ um Kritik vorwegzunehmen, ich werde nicht sofort nach der Ausbildung zu arbeiten beginnen oder sonstwas! habe einen Job, will in dem noch einige jahre arbeiten und mich nebenbei immer weiter fortbilden bis ich soweit bin...

die genannten spiele oder aufgaben mach ich bereits lange mit ihm meerestaucher :/
funktioniert meistens perfekt, er sitzt ab, ich gehe im garten herum verteile futter, er darf suchen. beim füttern muss ich ihm sogar manchmal 2-3x sagen dass er nun fressen darf... beim morgendlichen Spaziergang trainieren wir gerade fuß, bleib, zwischendurch steh, sitz und platz.. funktioniert wirklich gut!!

habe mir nun vor kurzem eine schleppleine gekauft um genau das mit ihm zu trainieren! bzw. auch das abrufen.. nur klarerweise entfernt er sich dann nicht von mir xD da hat er dann mal die Möglichkeit aber bleibt immer 2-3m neben mir ^^

ich hab mir wirklich viel über Hunde durchgelesen! Internet, Literatur, spreche mit vielen anderen hundebsitzern.. mir macht es ja spaß mit ihm zu trainieren.
ich bin von grund auf ein ruhiger mensch meine Freundinnen bewundern mich immer wenn Johnny zickt und ich sogar noch nach 10 Minuten ruhig bin.. also ich geb mir wirklich mühe, aber der schlingel schaffts immer wieder mich auf die Palme zu bringen
zottellotte
  • Forenwelpe
Beiträge: 118
Hallo,

die Idee mit dem Zwinger klingt ja erst einmal gut. Abertatsächlich nur erst einmal. Wenn Dein Wuffi aus Langeweile die Wohnung umdekoriert, wird er sich im Zwinger etwas anderes einfallen lassen müssen. Denn darin ist ja kein Sofa zum auseinanderpflücken. Also, was machen gelangweilte Hunde? Bellen, Jaulen. Gerne auch stundenlang. Dann hast Du nicht nur Stress mit Wuffi, sondern auch mit den Nachbarn.

Seit Jahren steht bei uns im Garten ein Hundezwinger. Die Hunde finden ihn allerdings doof. Tja, man kann aber ganz gut Gartenmöbel darin lagern

und ich finde es keine Schande, nicht x-1000-Euro für Wuffi ausgeben zu können oder zu wollen (Gesundheit natürlich ausgenommen!). In erster Linie brauchst Du einfach Nerven wie Drahtseile, der Rest wird sich über die Jahre finden.
Schließlich will Dein Hosenmatz testen, testen, testen.

Und machen wir uns nix vor: Viele Wuffis können dem Fraule einfach viel besser auf dem Kopf herumtanzen als dem Herrle. In entspannten Momenten liebe ich manch Anarcho-Verhalten meiner Hunde sehr
Freut Euch!
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
ah so, ich dachte dass du da während der ausbidlung jemand hast den du dann mal kostenlos fragen könntest. gibt's da keinen Ansprechpartner?

ich find die käfig Idee so schlecht nicht.
wenn er damit lernt mal zur ruhe zu kommen. ich würd sogar soweit gehen und einfach mal Hund rein (natürlich erst an anlernen) und tür zu, und du machst in der Wohnung mal für ne stunde dein ding und ignorierst ihn damit komplett.
dass er eifnach mal runterfahren MUSS. da kann er dann ja gar nicht anders. gerne noch nen kauknochen rein, und dann tust du putzen, lesen, fernsehen oder was immer, aber er wird nicht beachtet.
vorher noch schön auslasten, und dann zwangspause sozusagen.

bringst du ihm auch bei auf der decke zu bleiben daheim?

machst du die suchspiele auch draussen mal im park? oder immer nur im garten?
oft sind die verstecke ja dann dieselben, so dass er vielleicht gar nicht mehr so gefordert wird.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
HannahW
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Beiträge: 50
Ich glaube gar nicht, dass es Langeweile ist!
Sonst würde er ja nicht etwas zerstören wenn er von einem 3-4 stündigem Spaziergang zurückkommt. Er mag das Alleinesein nicht, habe ihn schon paar mal gefilmt, er bellt gar nicht, ab und zu jault er kurz (denke er möchte sein Rudel zusammenrufen). Aber Trennungsangst kann ich mir auch nicht vorstellen, sonst würde er doch knochen etc. liegen lassen wenn er mitbekommt dass ich das haus verlasse?!

mir kommt es vor als hätte er viel aufgestaute wut die er dann da hinauslässt. gelegentlich schnappt er sich während seinen zickereien auch sein kissen und rammelt los..
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