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Verhalten beim Angriff eines Hundes: Was tun?

OlèOla
  • Begleithund
Beiträge: 713
+ 3
Uah.. eine unangenehme Situation für alle Beteiligten.
Wie geht es denn deinem Hund, musste er genäht werden?

Ich glaube ein Patentrezept für "Hundeabwehr" gibt es nicht, je nach Situation handelt man doch immer anders und wahrscheinlich ist das auch gut so.
War der Dobermann denn an der Leine?
Man muss ja auch immer aufpassen, wenn man einen Hund von dem anderen wegreißen will, denn mitunter verletzt man damit den eigenen umso mehr.
An den Hinterläufen wegziehen ist eine Methode, die oft funktioniert, allerdings ist das auch wieder schwer umsetzbar, wenn man allein ist.

Woran hast du gemerkt, dass der Dobi sich mit voller Beschädigungsabsicht auf deinen Hund gestürzt hat?
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Gast
+ 1
Diego gehts gut, frisst normal, hat keine Schmerzen, wenn man ihn abtastet und bewegt sich normal, tobt sogar rum und will mit mir kämpfen. Knallharter Mops! Er hat nur ein kleines Löchlein in der Haut, welches ich gesäubert habe. Morgen sind wir eh in der Tierklinik, dann lasse ich das genauer untersuchen. Ich denke nicht, dass es genäht werden muss.

Woran ich es gemerkt habe? Hmm, ich schätze daran, dass der Hund blitzschnell auf meinen zu rannte und mich dabei komplett ignorierte. Musste nicht lange überlegen, was ich mache.

Die Hinweise von allen finde ich übrigens sehr gut, vielen Dank dafür!
duke1
  • Forenwelpe
Beiträge: 19
Hallo
nachdem mein Hund vor einem Jahr von einem Staff schwer verletzt wurde ( mein Hund war an der Leine der andere war ohne ) und Anzeige bei Polizei und Meldung bei der Gemeinde nichts gebracht haben und der Hund noch Heute ungeleint und ohne Beißkorb umherläuft habe ich immer einen Elektroschocker bei mir. Das ist zwar nicht legal aber um meinen Hund und mein Kind zuschützen, nehme ich die Strafe gerne in Kauf.
Lg
OlèOla
  • Begleithund
Beiträge: 713
+ 3
Schön, dass es Diego doch so gut geht.

Ich fragte deshalb, weil man als Mensch vllt schnell dazu neigt Situationen fehl zu interpretieren und durch sein Verhalten ungewollt Spannung reinbringt.
Es könnte ja sein, dass die Begegnung nicht so eskaliert wäre, wenn man sich nicht voll Feuereifer auf den Hund geschmissen hätte.
Nimm es mir nicht übel- nur du kannst das beurteilen, ich wollte nur eine andere Seite beleuchten.
Evt. war es *nur* Geproll des Dobis, das durch das "Mitkämpfen" der Menschen hochgepuscht wurde.

Es ist ja aber auch nicht immer leicht bestimmtes Verhalten und bestimmte Situationen richtig einzuschätzen und zu deuten- wahrscheinlich gerade dann, wenn man einen Hund hat, der leichter verletzbar ist als andere.
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Gast
+ 1
Ich hätte ja noch ein Foto davon machen können, wie der Dobermann sich in Diegos Haut verbissen hat, bevor ich mich auf ihn werfe. Ich denke auch das zuvor hinreichend beschrieben zu haben. Danke trotzdem.
Zuletzt geändert am 01.12.2010 21:38 Uhr
Dogfreak2
  • Forenwelpe
Beiträge: 73
Ich finde du hast richtig reagiert.Ich hatte da vor ein paar Wochen auch ein komisch erlebnis,mein erstes das so war,wo ein fremder Hund einfach so auf uns zu kam.Und ich konnte ihn nicht einschätzen und es wurde dann auch etwas unangenehm.Aber passiert is zum Glück nix.Ich bin mir ganz sicher das ich mit Gewalt reagieren würde,da stehen und schreien würd cih nicht.Ich finde es aber ganz toll das du die Stituation sofrt erkannt hast und reagiert hast.
Einen Pfefferspray oder trag ich trotzdem nicht mir mir rum,obwohl ich so was unangenehmes erlebt habe,ich würde den Hund auch an den Hinterbeinen packen und versuchen ihn umzuwerfen.Ich glaube es nicht schwer ihn so umzuwerfen.
OlèOla
  • Begleithund
Beiträge: 713
+ 2
Ich dachte nur, dass Diego dann vllt. schwer verletzt ist... wenn so ein Dobi einmal in einen Mops hapst.
So kam ich darauf, dass es evt. nur Geprolle war- aber wie gesagt- du wirst das richtig gemacht haben.
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Maddox08
  • Halbstarker
Beiträge: 584
+ 6
Wenn ein solch massiver Kraftunterschied vorhanden ist, würde ich auch nicht warten bis der Dobermann den Mops schon halb verspeist hat!

Und das Gebiss eines Dobermannes ist nicht zu unterschätzen und alles andere als "nett"! Habe selber einen Dobermann zuhause zu sitzen!

Spätestens, wenn du mal einen kleineren Hund durch einen gezielten Biss schwerverletzt beim Tierarzt gesehen hast...machst du vor deiner Reaktion gegen den Angreiferhund keine großartige Pro und Kontraliste mehr!

Mein Jagdterrier wurde vor ca. 5 Jahren vom Bullmastiff durch einen gezielten Biss in die Seite so schwer verletzt das sie sofort in die Tierklinik musste zur NOT OP....dannach war sie noch 4 Tage in der Tierklinik...das alles nur wegen einen Bisses,der aber die rechte Bauchseite aufgerissen hat! Da war meine Laune und mein Verständnis für den Hund und dessen Halterin mehr als im Keller.....! Sie hatte keine Chance gegen die Bullmastiffhündin...nur die Not OP hat sie gerettet,da sie schwere innerliche Verletzungen hatte und der unermüdliche Einsatz des Tierarztes!!


Bei solch massiven Größenunterschieden hilft nur ein beherztes Eingreifen....wie oben schon mal mit der Ohrensache beschrieben von mir! Denn in solcher Situation denkst du nur an`s Überleben deines Hundes!
Man sieht nur mit dem Herzen gut, dass Wesentliche ist für die Augen unsichtbar! Worte die man NIE vergessen sollte!
Zuletzt geändert am 01.12.2010 21:58 Uhr
OlèOla
  • Begleithund
Beiträge: 713
+ 4
Maddox... alles gut- du kannst dich in Ruhe zurücklehnen.
Ich hatte nur anmerken wollen, dass oftmals HH in Situationen eingreifen, die evt. keinen Eingriff erfordern bzw. sogar bestimmte Reaktionen provozieren können.

Nur weiß man ja nicht immer gleich ob der andere Hund denn tatsächlich beschädigt oder nicht.
Und wenn man in eine angespannte Situation langt, kann es eben sein, dass diese eskaliert, auch wenn sie sich ohne das menschliche Einmischen vllt. entspannt hätte.

Aber wie gesagt, wenn der TE den Dobi als gefährlich erachtet hat, dann ist es doch gut, dass trotz der Umstände alles so glimpflich abgelaufen und Diego nicht schwer verletzt ist.
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Sweethexe2007
  • Forenwelpe
Beiträge: 27
Mein Rüde wurde vor kurzem auch von einem anderen Hund im Nacken gepackt. Ich hab die Situation natürlich nicht lange ausharren lassen und hab den anderen Hund weggetreten. (Nicht sehr brutal - nur hintenrum, damit er meinen Hund loslässt!) Mein Hund hatte zwar Gott sei Dank keinerlei Verletzungen aber ich hab mich über die Besitzer geärgert - einfach weitergegangen!!! Nichtmal UMGEDREHT um zu fragen ob alles okay ist haben die sich! Traurig sowas...

Aber naja. Zu deinem Problem: Grundsätzlich wenn sich noch keiner der Hunde wirklich verbissen hat, beide möglichst mit einem "Schock" aus der Situation (Wasser, Schlüssel werfen) rausholen oder an den Hinterläufen auseinanderziehen.
Sollte sich der andere Hund schon verbissen haben hilft im schlimmsten Fall nur Ohren ziehen und Luft abhalten (Hand auf Nasenlöcher -> Hund muss Fang aufmachen um zu atmen). So schlimm es auch klingen mag aber gut zureden hilft da leider nicht mehr wirklich :-S
Hoffe auch nie in die Situation kommen zu müssen, dass mein Hund wirklich schlimm gebissen wird - und hoffentlich kommen meine beiden auch NIE auf die Idee selbst mal nen anderen Hund anzuknabbern...
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