Unwsissentlich Scheidungshund gekauft

Kaysa
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
Ich habe für meine Mutter vor einigen Monaten einen Hund mit handschriftlichen Kaufvertrag von einer Frau gekauft, die sich von ihrem Mann scheiden lässt.
Im Kaufvertrag haben wir vereinbart, dass wir den Hund nicht ohne Zustimmung der Frau weiterverkaufen dürfen.
Die Frau hat uns den Schutzvertrag der Züchterin in Kopie zugestellt, den sie beim Kauf unterschrieben hat.
Der Hund war am Heimatort nicht angemeldet und ist auch nicht gechipt.
Der Hund wurde während der Ehe angeschafft und wurde an uns ohne Wissen des Exmannes verkauft.
Der Ehemann hat erfahren, wohin der Hund verkauft wurde und möchte den Hund zurückerhalten. Ich hätte den Hund an die Frau zurückgegeben oder ein Gespräch mit dem Mann gesucht.
Meine Mutter lehnt allerdings lehnt dieses ab und beruft sich auf den für sie gültigen Kaufvertrag. Sie hat den Hund sehr lieb gewonnen und bietet ihm ein Hundeparadies. Sie hat Angst davor, dass der Mann ihr den Hund wegnimmt.
Die Frau von der wir den Hund haben hat uns und ihrem Exmann über ihren Anwalt ein Schreiben zugeschickt, dass aus Sicht ihres Anwaltes den Verkauf an uns für legal erklärt. Der Exmann hat mich nun darüber informiert, dass er seinerseits rechtliche Schritte in Erwägung zieht, um den Hund zurückzufordern.
Wie ist mit dieser verfahrenen Situation umzugehen? Meiner Meinung nach müsste zunächst ein Gericht klären, wem der Hund gehört (hat). Erst dann, wenn ein Gericht zu dem Urteil kommt, dass der Hund dem Mann gehört hat, könte dieser den Kauf durch meine Mutter anfechten oder?
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1294
Hallo Kaysa,

eine Rechtsberatung ist nicht erlaubt, jedoch allgemeine Geanken zu deinem Problem.

Der Ex-Mann hat einen Anspruch gegen seine Frau; wenn dieser zgl. Herausgabe rechtlich klar ist, dann müsste sie von euch den Hund zurückverlangen.

AAAAAber! Wem gehört der Hund? Auf wessen Name lautete der Kaufvertrag? Wer steht im Impfpass?

Ich denke, dass der Ehemann ziemlich schlechte Karten hat! Er müsste wohl im Zweifel beweisen, dass der Hund ihm gehört bzw. er beiden Ehepartnern gehört. Wenn sich deine Mutter wehrt durch Nichtherausgabe, müsste er schon ziemlich Geld investieren (und Mühe), um an den Hund zu kommen - das wird er nicht; es würde ihm auch nur ein halber Hund zustehen.... Da der Hund wohl auch noch nicht so lange bei vorherigen Besitzern war, wird es auch keine Besuchsregelung geben - wäre auch alles viel zu teuer.

Es geht hier nur um einen Rosenkrieg - das würde ich aussitzen. Und wenn ich ganz arge Zweifel hätte, würde ich zu einem Anwalt gehen.

Noch was: sind die Leute schon geschieden? Was stand denn dann als Vereibarung im Scheidungsurteil? Oder ist gar keine Regelung bzgl. Hund getroffen worden? Bei nur mündlicher Regelung müsste er beweisen, dass alles ja ganz anders war. Der Ex hat einen Anspruch gegen seine Frau, nicht gegen deine Mutter. Doch diesen Anspruch müsste er erst einmal durchgesetzt bekommen!
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2061
Original von Kaysa:

Ich habe für meine Mutter vor einigen Monaten einen Hund mit handschriftlichen Kaufvertrag von einer Frau gekauft, die sich von ihrem Mann scheiden lässt.

Die Frau hat uns den Schutzvertrag der Züchterin in Kopie zugestellt, den sie beim Kauf unterschrieben hat.



Der Hund ist mit Kaufvertrag von der Eigentümerin (was die Kopie belegt) verkauft worden und damit m.M.n. auch Rechtskräftig. Nur wenn Du als Käufer/ neuer Eigentümer zustimmst den Kauf rückgängig zu machen, kann der Kaufvertrag aufgehoben werden. Wichtig dürfte auch sein, ob Du oder deine Mutter als Käufer/Eigentümer eingetragen ist.


Meine Mutter lehnt allerdings lehnt dieses ab und beruft sich auf den für sie gültigen Kaufvertrag. Sie hat Angst davor, dass der Mann ihr den Hund wegnimmt.


Dann wäre es Diebstahl und der Ex macht sich damit strafbar.


Die Frau von der wir den Hund haben hat uns und ihrem Exmann über ihren Anwalt ein Schreiben zugeschickt, dass aus Sicht ihres Anwaltes den Verkauf an uns für legal erklärt.


Dann würde ich mir da auch nicht so viel Sorgen machen, aber das Schreiben gut aufbewahren. Letztendlich könnte der Hund für den Exmann auch als Mittel zum Zweck verwendet werden, was natürlich auch umgekehrt möglich sein kann.
Liebe Grüße von Melwin.
trixi11
  • Begleithund
Beiträge: 1222
Wenn der Hund den beiden gemeinsam gehörte, hatte sie kein Recht ihn dir zu verkaufen. Damit wäre der Vertrag nichtig

Am besten ist, du befragst einen Anwalt
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2061
Original von Kaysa:

Die Frau hat uns den Schutzvertrag der Züchterin in Kopie zugestellt, den sie beim Kauf unterschrieben hat.


Damit wäre doch aber eigentlich die Eigentümerfrage klar. Ein Anwalt ist sicher nie verkehrt.
Liebe Grüße von Melwin.
Kaysa
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
Herzlichen Dank für die hilfreichen Anregungen. Also, der Hund wurde während der Ehe angeschafft. Der Kaufvertrag oder Schutzvetrag (weiss ich im Moment nicht so genau) wurde von der Frau unterschrieben. Im Heimtierausweis sind Mann und Frau namentlich eingetragen. Das Ehepaar ist noch nicht geschieden. Der Hund lebte vier Jahre in der Familie und seit ein paar Monaten bei meiner Mutter. Meine Mutter hat mit der Frau einen handschriftlichen Kaufvertrag aufgesetzt, indem sie namentlich mit Adresse erwähnt ist. Ich denke auch, dass der Mann einen Anspruch gegenüber der Frau hat, den er mit Rechtsmitteln durchsetzten müsste, erst dann, wenn ein Gericht zu dem Ergebnis kommen würde, dass der Hund ihm zugesprochen wird müsste der Vertrag mit meiner Mutter rückgängig gemacht werden. Das erscheint mir sehr zeitaufwendig und irgendwie auch absurd. Ich denke wir sind da unwissentlich in einen Scheidungskrieg reingzogen worden. Falls noch jemand den einen und anderen hilfreichen Gedanken hat,......gerne gerne und guten Rutsch !
Russler
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
+ 3
Du schreibst, dass ihr den Hund schon vor einigen Monaten gekauft habt. Wenn dem Ehemann erst jetzt auffällt, dass der Hund
gar nicht mehr da ist, siehst du ja, wieviel ihm an dem Hund liegt...Ich denke auch, das ist nur reine Schikane gegenüber seiner Ehefrau, ihm wird es wohl gar nicht um den Hund gehen. Ich würde auch auf dem Kaufvertrag bestehen und es einfach aussitzen. Vor diesem Hintergrund denke ich nicht, dass er das gerichtlich durchzieht, vorausgesetzt natürlich, er würde überhaupt als Eigentümer festgestellt werden... Viel Glück!
halunke
  • Begleithund
Beiträge: 1220
wenn deine mama rechtschutzversichert ist, würde ich das vorab beratungsgespräch in anspruch nehmen und mich von einem anwalt beraten lassen. desweiteren würde ich (wenn nich eh schon geschehen) den hund sofort bei der steuer anmelden und je nachdem in welchem bundesland ihr lebt auch beim O-amt und zentralregister. chippen natürlich sofort!

sollte es tatsächlich zu einem rechtsstreit kommen, was ich nicht glaube, dann bewegt sich der gutste auf sehr dünnem eis. denn er ist seiner bürgerpflicht zur zuordnung des eigentums des hund vorher in keinster weise nachgekommen (was für eine "züchterin" gibt eigentlich ungechipte hunde ab?). findige rechtsverdreher drehen ihm da schnell eine "absichtlicher steuerbetrugsversuch" draus. solange sich der hund im besitz der familie befand wurde quasi alles vermieden was beweisen könnte, dass er ihnen gehört. je nachdem wie fünsch eure stadtverwaltung so drauf ist, gräbt er sich damit das nächste verfahrensgrab...

macht euch also nicht zu dolle sorgen, solche rosenkriege werden zwar mit harten bandagen gekämpft, aber die beteiligten wollen in der regel nur sich gegenseitig verletzen.
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
Kaysa
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
......die Ehefrau hat ihrem Exmann verschwiegen, dass sie den Familienhund verkauft hat. Das ist verständlicherweise sehr verletzend und sie hat uns dafür benutzt ihrem Mann eins auszuwischen. Der Mann hat übers Internet versucht herauszufinden, wo der Hund hingekommen und hat letztlich über familäre Kontakte herausgefunden, wo der Hund abgeblieben ist. Das der Mischlingshund nicht gechipt verkauft wurde und im Kaufvertrag nur die Unterschrift der Frau ohne Adresse steht, finde ich genauso befremdlich, wie die Tatsache, dass der Hund nicht angemeldet wurde.........

Ales sehr sonderbar.......Ich denke meine Mutter wird das Ganze versuchen auszusitzen. Danke !
halunke
  • Begleithund
Beiträge: 1220
+ 1
Original von Russler:

Du schreibst, dass ihr den Hund schon vor einigen Monaten gekauft habt. Wenn dem Ehemann erst jetzt auffällt, dass der Hund
gar nicht mehr da ist, siehst du ja, wieviel ihm an dem Hund liegt...I

schoma daran gedacht, dass er so lange gebraucht hat um herauszufinden wo er ist?
UND, dass man, wenn man in scheidung lebt nicht mehr zusammen wohnt und meist eher schwierigen kontakt zum ex-partner hat. wenn sie auf nachfrage immer gesagt hat, dem hundi gehe es gut, schöpft man erst verdacht bei persönlichem erscheinen. aber wer sind wir, hier die beziehungen zwischen fremden eheleuten und ihren hunden zu beurteilen?
letztlich können wir immer nur unsere lehren daraus ziehen, denn mir würde eine solche sache nicht passieren...in jeder beziehung war immer klar, der hund gehört mir! wohin ich gehe, er kommt mit!
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
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