Tütenpaten

Shibaherz
Beiträge: 20680
+ 1
In Berlin-Hellersdorf (nicht gerade bei mir um die Ecke) gibt es jetzt eine neue Initiative gegen das Liegenlassen von Hundekot (in Berlin täglich insgesamt 55 Tonnen).
Dort gibt es selbstverständlich "Quartiersmanagement" und in Zusammenarbeit mit diesem hat der Verein "Helle Hunde e. V." entlang eines belebten "Boulevards" nun fünf Tütenspender aufgestellt. Das nenne ich zivilgesellschaftliches Engagement
Eine der Initiatorinnen: " Hundehalter übernehmen Patenschaften für die Spender, befüllen sie nach und SCHAUEN, DASS ALLES IN ORDNUNG IST."
Na denn.

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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 379
Wieso müssen das Privatpersonen machen, finde ich zwar lobenswert, aber sollte eine Großstadt wie Berlin das nicht organisieren?
Bei uns auf dem Dorf (und es schwelgt nicht im Geld) stehen an vielen Stellen solche Tütenspender, selten das die leer sind... Bloß die entsprechenden Papierkörbe, die daran befestigt sind, werden zu selten geleert, manchmal sind sie so voll, das die gefüllten Tüten daneben liegen und trotz dem Plastik stinkt es zum Himmel...
Aber ich finde es prima, das sich Privatpersonen bereit finden, dafür zu sorgen, das es Kottüten gibt und überwachen auch sie noch.
Sandmann
Beiträge: 15906
Ihr " Glücklichen "
Hannover hat nur 1 Stelle mit Tüten und diese Spender sind ständig leer
Die normalen Mülleimer quellen über und im Sommer stinken sie ebenfalls zum Himmel
alles liegt daneben und keiner kümmert sich darum .
Shibaherz
Beiträge: 20680
Ja, alles super. Bloß Du glaubst ja nicht, wie asozial manche Hundehalter in manchenBezirken hier sind, die kümmern sich einfach nicht darum. Und wenn irgendwo jemand vom Ordnungsamt auftaucht (die sind ja an ihren Uniformen zu erkennen), verstecken sie sich bzw, rennen weg ...
Das betrifft gerade solche Bezirke wie Kreuberg-Friedrichshain, Lichtenberg und Hellersdorf

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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 915
+ 1
Die Idee mit der Patenschaft ist ja grundsätzlich ganz nett und müsste das Image von HH aufpolieren.
Aber ich denke, bei den z.T. erheblichen Hundesteuern, die ja ursprünglich eine Luxussteuer und heute wohl eher eine Ordnungssteuer ist, sollte dies von der Stadt/Gemeinde getragen werden, die die Steuer erhebt.

Z.T. hab`ich leider schon auf dem Land an verschiedenen Stellen in Deutschland Hundekot in Tüten ordentlich verknotet am Wegsrand liegensehen, wohl von Touristen oder Besuchern, an Ermangelung entsprechender Mülleimer. Da ist mir dort im / am Waldrand oder im Feld doch ein "normaler" Hundehaufen wesentlich lieber, der genauso schnell verschwindet wie die Losung eines Rehes oder Wildschweins.

Bei uns im Dörfchen gibt es auch genau 2 Dogystations.......oft ohne Tüten und selten geleert von der aufstellenden Gemeinde am Dorfesrand.......neben einem Acker.......

Okay, in Berlin sind anderes Voraussetzungen......trotzdem zahle ich genug Hundesteuer, die bittschön dafür dann verwendet werden sollte.

LG Feuerwolf
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
ich finde das toll was die Leute da in Berlin machen, allerdings ist das meiner Meinung nach wieder etwas, wo sich die sog. Behörden, die ja dafür zuständig wären (!), voll aus der Verantwortung stehlen.
Wie ja so endlos oft !
Man denke nur mal an die z.B. Tafeln, Tierschutzorgas und so viele andere ehrenamtliche Hilfsrganisationen !
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 01.12.2016 21:40 Uhr
tomkoe0815
  • Forenwelpe
Beiträge: 9
+ 1

Ich verstehe nicht mit welcher Selbstvertändlichkeit einige Hundehalter

ständig erwarten, das Ihnen Hundekotbeutel , von wem auch immer, kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dafür ist doch jeder Hundehalter selbst verantwortlich. Zur Hunderunde ein paar einzustecken macht nun wirklich keine Mühe und unerschwinglich teuer sind sie auch nicht. Wir kaufen z.B. 1000 St. für 9,99 und die reichen selbst bei 2 Hunden eine ganze Weile.
Shibaherz
Beiträge: 20680
@weckener: Nach dem neuen Berliner Hundegesetz ist jeder Hundehalter, der mit seinem Hund unterwegs ist, verpflichtet, drei Kottüten mit sich zu führen.
Aber viele scheren sich eben nicht darum.

@Feuerwolf: Die Hundesteuer gilt nach wie vor als nicht zweckgebundene Luxussteuer, für die der Staat keine Gegenleistung schuldet.
Die gefüllten Kotbeutel können in Berlin in die überall vorhandenen Abfallkörbe der Berliner Stadtreinigung (BSR) entsorgt werden.





@tomkoe0815: Bin ganz Deiner Meinung. Der Staat sieht es genauso, ein erheblicher Teil der Berliner Hundehalter offenbar aber nicht.
Ich verwende für Mascha, die ja nicht groß ist, sog. „Frühstücksbeutel“, kommt auch billig.

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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 02.12.2016 05:22 Uhr
Catalou
  • Begleithund
Beiträge: 1833
+ 2
@Shibaherz : haha, wer will das exekutieren und nachsehen, ob jeder 3 Kottüten in der Handtasche mitführt. Das würde ICH mir aber schon verbieten.

Ein Hund ist Luxus - eine recht grenzwertige Angelegenheit, aber wenn es diese "Luxussteuer" nicht gäbe, hätten noch viel mehr Leute einen "Luxushund, den sie entsorgen würden, wenn es nicht mehr passt und den Kot würden sie selbstverständlich nicht entfernen - es gibt ja genug andere,die das zähneknirschend machen.
In Wien war es vor Jahren so, dass jede Grünfläche als Hundeklo benutzt wurde und in der Innenstadt stank dies wirklich zum Himmel.
Ich empfinde die Hundesteuer nicht als abwegig - nur sollte sie für Hunde und deren Bedürfnisse verwendet werden und nicht um anderswo "Löcher" zu stopfen.
Shibaherz
Beiträge: 20680
Wenn Du unverhofft - z. B. nach einer Straßenbiegung - einer Streife vom Ordnungsamt in die Arme läufst und Dein Hund läuft frei, fragen die Dich nach Deinem Hundeführerschein und bei der Gelegenheit auch nach Deinen Kotbeuteln. Wenn Du die nicht vorweisen kannst, setzt es eine saftige Strafe.
Da kannst Du garnichts verbieten.
Die Einnahmen aus der Tabaksteuer werden ja auch nicht zur Fürsorge für erkrankte Raucher verwendet und die aus der Mineralölsteuer nicht für den Straßenbau.

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Zuletzt geändert am 02.12.2016 17:33 Uhr
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