TS Knebelvertrag oder Gebräuchlich

jagdfee
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Wie ich weiß, haben viele von euch Hunde vom Tierschutz bzw. engagieren sich dort selbst. Ich habe meine Hündin im Dezember 2012 von einem hießigen TS-Verein unter einer Schutzgebühr von 325,- Euro erworben. Laut Vertrag bin ich lediglich Halter und nicht Eigentümer des Hundes. Mich hat es anfangs nicht gestört, aber je öfter ich mir den Vertrag hernehme und durchlese, um so mehr bekomme ich Bauchkrummeln. Denn wenn ich mir das Verhältnis zwischen Rechte des TS-Vereins und den meinen anschaue, um so mehr habe ich den Eindruck nichts anderes als eine kostenlose Pfelgestelle zu sein. Daher die Frage an Leute mit Erfahrungen in dem Bereich: Ist es Gang und Gebe, dass ein TS-Verein Eigentümer des Tieres bleibt? (Mit der Haltng meiner Hündin hat dies nichts zu tun. Ich liebe sie abgöttisch und investiere alles, was notwendig ist, damit es ihr artgerecht gut geht)
"Es gibt Tage, an denen mein Mittelfinger alle Fragen beantwortet."
christianeadler
  • Moderator
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Das ist inzwischen bei einigen Vereinen üblich, aber ich hätte da auch Bauchschmerzen. Sinnvoll ist es, weil dadurch verbindlich ist, dass ein Tier nicht weiter gereicht werden darf. Die Vertragsaussage "Bei Abgabe geht das Tier zurück an den Verein" wurde häufig von Gerichten nicht anerkannt.
Andererseits habe ich in letzter Zeit häufiger gelesen, dass Tierschutzvereine an die Abgabe Auflagen geknüpft haben (z. B. nur gesicherter Freilauf) und die Tiere bei Verstössen zurück gefordert haben. Da kann ich nicht immer zustimmen.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
jagdfee
  • Halbstarker
Beiträge: 380
Ja genau das ist der Punkt. Die Vereine geben die Tiere zu einem Zeitpunkt ab, wo sie nicht einschätzen können, wie sich ein Tier entwickelt. Laut Vertrag dürfte ich meine Hündin nur in einem "sicher eingezäunten Garten"frei laufen lassen, was für einen Pointer für mich schon gegen das Tierschutzgesetz verstößt, denn es sind absolute Laufhunde. Ich dürfte ihn nicht einmal zur Jagd verwenden.......... Aber so richtig ärgere ich mich über die "Eigentumsverhältnisse". Zumal hier nicht der Grundsatz gilt "Eigentum" verpflichtet, sondern "Haltung" verpflichtet. Bestimmte Auflagen verstehen sich eh von selbst. Kann ich sie "freikaufen"?
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horselady83
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Beiträge: 628
Ist der Verein Eigentümer oder Besitzer?
Das ist ein wichtiger Unterschied!
Ein Vertrag, wo ich nicht als Eigentümer eingetragen werde,würde ich nicht unterschreiben!
Bei mir ist es so, dass ich Eigentümer meines Hundes bin, meine Züchterin aber Mitbesitzerin. Der Hund gehört also mir, sie hat aber immer noch Mitspracherecht. Haben wir aus bestimmten Gründen so gemacht...
PitaPata Dog tickers
christianeadler
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Das ist es, was ich meinte. Wenn jetzt dein Hund mal durch irgendeinen blöden Zufall (Unfall, Schreck....) entlaufen würde, was jedem Hundehalter zu jeder Zeit passieren kann, könnte der Verein nicht nur den Hund zurück holen, sondern dich sogar eventuell noch auf Schadensersatz verklagen, weil du dich nicht an die vertraglichen Vorgaben gehalten hast. Im Zuge der allgemeinen Geldknappheit kommt das in letzter Zeit häufiger vor.
Ob sie dir den Hund auch verkaufen würden, weiss ich natürlich nicht. Da müsstest du vielleicht mal vorsichtig vorfühlen. Wenn du da aber an echte Hardliner geraten bist, wirst du höchstens misstrauisch kontrolliert, was du denn nicht vertragsgemässes mit dem Hund vor hast (z. B. Jagd).
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jagdfee
  • Halbstarker
Beiträge: 380
Original von christianeadler:

Das ist es, was ich meinte. Wenn jetzt dein Hund mal durch irgendeinen blöden Zufall (Unfall, Schreck....) entlaufen würde, was jedem Hundehalter zu jeder Zeit passieren kann, könnte der Verein nicht nur den Hund zurück holen, sondern dich sogar eventuell noch auf Schadensersatz verklagen, weil du dich nicht an die vertraglichen Vorgaben gehalten hast. Im Zuge der allgemeinen Geldknappheit kommt das in letzter Zeit häufiger vor.
Ob sie dir den Hund auch verkaufen würden, weiss ich natürlich nicht. Da müsstest du vielleicht mal vorsichtig vorfühlen. Wenn du da aber an echte Hardliner geraten bist, wirst du höchstens misstrauisch kontrolliert, was du denn nicht vertragsgemässes mit dem Hund vor hast (z. B. Jagd).
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christianeadler
  • Moderator
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horselady83:
"Ein Vertrag, wo ich nicht als Eigentümer eingetragen werde,würde ich nicht unterschreiben!"

Ich glaube zwar, dass das nicht das Problem ist, das jagdfee mit ihrem Vertrag hat, aber Eigentumsverhältnisse sind im Tierschutz schon etwas problematisch. Wenn ich z. B. einen Hund finde, ist häufig nicht ersichtlich, ob er ausgesetzt oder entlaufen ist. Als Fundsache muss er sechs Monate aufbewahrt werden, während der Zeit muss versucht werden, den Eigentümer zu ermitteln. Das würde für Tierheime bedeuten, dass sie erst danach vermitteln dürften. In der Regel gibt man sich aber Mühe, den Tieren einen so langen Aufenthalt zu ersparen. Der neue Besitzer ist also nicht der Eigentümer, weil der weder auf sein Eigentumsrecht verzichtet, noch es verkauft hat.
Wir hatten hier vor einigen Jahren mal einen solchen Fall, dass der Finder eines vermeintlich ausgesetzten Hundes vom Eigentümer verklagt wurde, weil der seinen entlaufenen Hund unvermutet an der Leine eines anderen wieder erkannte.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
Ayla-Nadine
  • Halbstarker
Beiträge: 200
HI, ich habe eine Katze aus dem Tierheim. Ich bin ganz "normale" Eigentümerin, das TH hat sich lediglich das Vorkaufsrecht eingeräumt.Ich würde kein Tier übernehmen bei dem ich nicht Eigentümer bin. (Darfst du mit dem Hund eigentlich zum Tierarzt?)
Für dich hoffe ich aber, dass alles gut geht.

Liebe Grüße
Zuletzt geändert am 12.08.2013 14:42 Uhr
jagdfee
  • Halbstarker
Beiträge: 380
Original von Ayla-Nadine:

HI, ich habe eine Katze aus dem Tierheim. Ich bin ganz "normale" Eigentümerin, das TH hat sich lediglich das Vorkaufsrecht eingeräumt.Ich würde kein Tier übernehmen bei dem ich nicht Eigentümer bin. (Darfst du mit dem Hund eigentlich zum Tierarzt?)
Für dich hoffe ich aber, dass alles gut geht.

Liebe Grüße

Danke. Ich muss nur klug vorgehen, um meine Hündin in mein Eigentum zu bekommen. Denn mit diesem Vertrag will ich nicht leben. Und ja, ich muss sogar mit ihr zum Tierarzt. Auch das Impfen ist vorgeschrieben. Würde ich zwar eh tun und TA versteht sich von selbst, aber die Kosten gehen auf mein Konto. Ist auch ok. tu es ja für "meinen" Hund. Wie gesagt, ich weiß, dass der Vertrag vor meiner Unterschrift schon so ausgesehen hat.
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schlappohrbär
  • Forenwelpe
Beiträge: 72
+ 1
Hi,
soweit ich weiß sind diese Verträge nicht gültig.
Das ist aber teilweise immer wieder umstritten.
Und je nach Orga sind diese "Bevormundungen" so unmöglich, das ich mittlerweile immer BEVOR ich mich nach einem Hund umsehen würde genaustens darauf bestehen würde die Verträge in Ruhe durchlesen zu können.
BEVOR man sich in einen Hund verliebt...
Würde mich echt interessieren , wie du diesen Vertag umwandeln kannst...

http://www.anwalt.de/rechtstipps/tier-schutzvertraege-auf-dem-pruefstand_008867.html

Lwuffgruss
die Schlappohrigen
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