Totalendoprothese Hüfte beim Hund

Kikili
  • Forenwelpe
Beiträge: 91
Hallo an alle!
Hat jemand von Euch oder Bekannte von Euch Erfahrungen mit einer Totalendoprothese/künstlichen Hüfte beim Hund?
Freue mich auf Eure Antworten!
LG Kirsten
Zuletzt geändert am 26.08.2007 20:29 Uhr
Nikita
  • Forenwelpe
Beiträge: 13
Hallo!
Da eine meiner Hündinnen HD hat, habe ich mich auch schon mit diesem Thema beschäftig!

Die Hündin meiner Bekannten besitzt auf beiden Seiten künstliche Gelenke. Das erste Gelenk wurde schon mit einem Jahr gemacht und ein halbes Jahr später das zweite.
Sie hat sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Die Hündin musst jedoch einmal nachoperiert werden, da es Komplikationen gab.
Die Hündin zeigt sich mit nun 8 Jahren sehr aktiv und agil und zeigt keinerlei Schmerzen.

Ich werde mich, wenn es soweit ist, wahrscheinlich auch für eine künstliche Hüfte entscheiden, obwohl wir in unserer Praxis oft eine Femurkopfresektion durchführen und wir mit dieser Art der Op auch sehr gute Erfolge erzielen konnten.
Nach dieser Op wird das Gelenk nur mehr durch die Muskulatur stabil gehalten.
Es ist kaum zu glauben, aber man merkt den Hunden die eine gute Bemuskelung haben kaum an, dass sie operiert sind.

Doch wie gesagt.....wir sparen schon fleißig auf eine künstliche Hüft-Op für meine Maus!

Lg
Isi, Nikita und Joy
Kikili
  • Forenwelpe
Beiträge: 91
Ich denke, wenn man es sich leisten kann, dann ist die Endoprothese eine sehr gute Lösung. Die Alternativen beruhen ja daruf, den Hund weitestgehend schmerzfrei zu bekommen. Das defekte Gelenk bleibt aber defekt.

Die Femurkopfresektion ist eine gute Sache, wenn, wie du sagts, die Bemuskelung des Hundes gut ist und auch weiterhin gefördert wird.

Ich drück euch die Daumen, dass es klappt!!!
Nikita
  • Forenwelpe
Beiträge: 13
Ja wir hoffe auch, dass Joy noch lange Zeit ohne Schmerzen zu zeigen läuft.
Im Oktober werden wir wieder ein Kontrollröntgen machen.....bin schon gespannt ob sich das Gelenk verändert hat.

Genau! Nur sollte man bei dieser Operation wirklich nur einen Spezialisten aufsuchen, da wir schon einige Hnde hatten, die nicht ordnungsgemäß operiert worden sind.

Lg
Isi, Nikita und Joy
Gast

Goldakupunktur bei HD

Hallo!

Hat jemand den Erfahrungen mit Goldakupunktur bei HD?
Welchen Schmerzgrad hatten eure Hunde und wie hat es sich danach verändert?
Wie lange bleibt der Hund dadurch schmerzfreier?
Was kommen da so für Kosten auf einen zu?

Muss man pro neue Hüfte um die 2000 Euro rechnen oder mehr oder weniger?

Danke für Antworten!

LG Christina
Gast
  • Begleithund
Hallo Isi !

Ich muß jetzt wirklich mal ganz dumm fragen, Joy hat HD und ihr macht mit ihr aktiven Breitensport? D


Grüße
Susanne
Hunden nicht nur, wenn sie jung sind,
sondern auch im Alter Pflege angedeihen
zu lassen, ist Ehrenpflicht eines
guten Menschen. Marcus Porcius Cato
Kikili
  • Forenwelpe
Beiträge: 91
Es ist zwar eine weit verbreitete Meinung, dass HD Hunde keinen Hundesport machen sollten, aber ich kann diese Meinung nicht teilen. Ein moderates Training nach vorheriger Absprache mi dem behandelnden Tierarzt und nach Moeglichkeit Absprache mit einem Tierpysiotherapeuten ist es ausgesprochen nuetzlich! Ich rede dabei nicht von Wettkaempfen, wohlgemerkt, aber einen HD Hund ruhigzustellen halte ich fuer kontraproduktiv.Die MUskulatur muss definitv gestaerkt werden, aber wie gesagt streng nach Trainingplan und mit entsprechenden Kontrollen.


Wer sich naeher daruebr informieren moechte kann mich gerne kontaktieren.

Viele Gruesse
Kirsten
Nikita
  • Forenwelpe
Beiträge: 13
Original von Susanne Martin:

Hallo Isi !

Ich muß jetzt wirklich mal ganz dumm fragen, Joy hat HD und ihr macht mit ihr aktiven Breitensport? D


Grüße
Susanne


Hallo!
Ich habe deinen Beitrag erst jetzt gelesen!
Ich halte jedoch nichts davon meinen Hund auch wenn er HD hat komplett ruhig zustellen.
Muskulaturaufbau ist bei dieser Krankheit SEHR wichtig.
Da Joy von klein auf schon Wasserarbeit gemacht hat, hat sich eine toll ausgepräge Muskulatur.
Sie zeigt keinerlei Schmerzen beim Laufen und hat total Spass bei allen Aktivitäten. Wir machen auch weiterhin regelmäßig Wasserarbeit!
Da sie auch ein Hund ist, der sehr hoch im Trieb steht wäre es bei ihr kaum möglich keine sportlichen Aktivitäten zu machen.

Als wir die Diagnose bekommen hatten musst wir uns entscheiden: Lebensqualität vor Lebensquantität!

Und wir oder besser gesagt Joy hat sich für Lebensqualität entschieden!

Sie ist zur Zeit zwei Jahre alt und zeigt keine Schmerzen. Natürlich werden wir sie operieren lassen, falls Probleme beim Laufen auftreten sollten.

Lg
Gast
  • Begleithund
Ich habe auch nicht daran gedacht einen Hund mit HD ruhigzustellen, da
stimme ich Euch schon zu wenn ihr sagt, dass dies absolut falsch wäre. Sport
z.B laufen am Rad ist sehr förderlich für einen guten Muskelaufbau. Ich
denke aber, dass Turniersport inform von Breitensport oder Agility
definitiv nicht die passenden Aktivitäten für einen an HD erkrankten
Hund sind. Wobei der Hd-Grad dabei natürlich auch eine Rolle spielt.

Grüße
Susanne

P.S Ich zitiere mal eben Prof.Löffler, Stuttgart Hohenheim:

Aktivitäten bei denen die betroffenen Hüftgelenke immer wieder
gestaucht und auseinander gezogen werden, sollten wegen rascherem
Fortschreiten der Erkrankung vermieden werden.
Hunden nicht nur, wenn sie jung sind,
sondern auch im Alter Pflege angedeihen
zu lassen, ist Ehrenpflicht eines
guten Menschen. Marcus Porcius Cato
Zuletzt geändert am 15.10.2007 21:37 Uhr
Kikili
  • Forenwelpe
Beiträge: 91
Schnelle Wendung und wie ich schon geschrieben hab, Wettkämpfe, sollten nicht bestritten werden. Unbestritten und auch mit Hilfe wissenschaftlicher Studien nachgewiesen, sind Übungen die das Gleichgewicht schulen, sowie die Beweglichkeit fördern, sehr hilfreich für die Tiere. Eine Luxation des Hüftgelenkes sollte natürlich vermieden werden und es ist auch äußerst penibel darauf zu achten, dass der Hund sobald er Anzeichen von Müdigkeit aufzeigt, ruhen sollte.

Ich komme soeben von einer Weiterbildung zum CCRP (certified canine rehab practitioner) zurück und habe den zwei führenden amerikanischen Wissenschaftlern Darryl Millis und David Levine lauschen dürfen. Sie lassen keinen Zweifel daran, dass ein ausgewogenes Training der erkrankten Hunde die Lebensfreude der Hunde verbessern kann und auch das Fortschreiten der Krankheit eindämmen kann.
Sprünge sind tabu, aber Balance Training, Muskelaufbau und -kräftigung sind von großer Wichtigkeit.

Man sollte nicht erst mit dem Training beginnen, wenn die Muskulatur schon so abgebaut hat, dass man es sieht. Es dauert wesentlich länger die Muskulatur aufzubauen!

Aber ich betone noch einmal in Absprache mit dem Tierarzt und/oder einem kompetenten Physiotherapeuten!!!
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