Tipps für gelenkschonende Beschäftigung

Euromausi
  • Admin
Beiträge: 23
Hallo zusammen,

ich habe vor Kurzem erfahren, dass jeder fünfte Hund unter Gelenkerkrankungen leidet. Ganz schön viel muss ich sagen. Schuld sind oft Fehl-, Über- aber auch Unterbelastungen. Deshalb bin ich auf der Suche nach Beschäftigungen, die gut für die Gelenke sind. Habt ihr Tipps?

Lieben Dank für Eure Antworten im Voraus!
silvie86
  • Moderator
Beiträge: 1476
Schwimmen, leichtes Traben am Rad auf weichem Untergrund(Wald, Feld, Wiese) und ein guter, langsamer Muskelaufbau...
Die Liebe zum Hund ist des Menschens Sehnsucht nach dem Paradies.
Gast
Tipps für schonende Bewegung kann ich Dir leider nicht geben. Aber ich hatte / habe selbst Hunde mit Gelenkproblemen. Meine verstorbenen Hunde z.B.. Aschinah hatte einseitige HD und Maira hatte PL. Meine jetzige Hündin Julischka hat sogar beidseitige HD und das als kleiner Bolonka-Zwetna. Sie hat sie sich allerdings erworben. Bei ihrer 1. Besitzerin wurde sie als Gebärmaschine gehalten, daher die HD. Ich gebe ihr 2x täglich Harpagophytum D6. Es wirkt auf Gelenke und Bänder. Bei meinen Hunde ist es ein wahres Wundermittel. Alle 3 konnten / können rennen, ohne das sie Schmerzen haben. Es stoppt zwar nicht den Verschleiß, aber verzögert ihn immens.
Vom Rennen, Toben und Laufen kann ich meine beiden Sportskanonen ohnehin nicht abhalten.
LG Meike
velgadaina
  • Forenwelpe
Beiträge: 26
Hallo - vor 1 Jahr habe ich diese Thema hier im Forum angeschrieben, siehe "Bewegung und Übungen bei Hüftdysplasie". Meine Hündin hat beidseitig HD. Zu den oben erwähnten Beschäftigungen empfehle ich noch Suchspiele, Laursen hat mir gute Tipps gegeben, und Longieren. Mit dem Longieren habe ich im Herbst angefangen, meine Panda hat es sehr schnell begriffen (ich auch). Heute brauche ich nur in der Mitte des Kreises zu stehen (oft laufe ich innen mit) und mein Hund dreht schnelle Runden, langsame Runden auf weichem Untergrund und ist glücklich. Überhaupt geht es ihr im Moment sehr gut und ich hoffe, es bleibt so.

LG aus Lettland Velga
Rosanna09
  • Forenwelpe
Beiträge: 70
ich bin auch für jeden Tipp dankbar, was die Beschäftigung angeht....
Mein Hündin hat eine mittlere HD beidseitig und zur Zeit muss sie sich sehr schonen weil hinzu noch 2 Kreuzbandrisse
operiert wurden. Letzte OP vor 2 Wochen, mittels TPLO und 4 Wochen darf sie jetzt nur 5 Minuten an der Leine Ihr Geschäft machen und ansonsten muss ich sie ruhig halten so gut es geht...... es gestaltet sich allerdings schwierig, da sie zur zeit keine Schmerzen hat und weil sie nicht ausgelastet ist, stellt sie sehr viel zuhause an blödsinn an.

Ich mache mit ihr Suchspiele in der Wohnung, spiele mit Ihr mit einem Labyrinthball und Kong.
Außerdem habe ich Ihr ein Holzspiel gekauft, wo sie verschiedene Schubladen öffnen muss um an Leckerchen zu kommen.
Der Tierarzt hat gesagt, das es in Zukunft wichtig für sie ist, ( nach Schonzeit ) das sie schwimmen geht um auch wieder Muskeln aufzubauen.
Je mehr Muskeln desto besser für die HD. Naja es ist nicht immer leicht, einen Hund mit Einschränkungen glücklich zu machen.
Ich hoffe das es Ihr nach der Heilung der Kreuzband-OP gut geht und wir an den Muskeln arbeiten können, denn eine 3. OP und das an den Hüften will ich Ihr ersparen. Momentan massiere ich diese täglich.
You never get the dog you want, always the dog you need. ( Cesar Millan )
Zuletzt geändert am 29.01.2012 14:02 Uhr
Gast

Unsere Hündin Sally

Hallo wir bekamen am 27.03.2015 die tolle Diagnose beidseitige HD in starker form.
Nun gab uns die "tolle Ärztin " sofort den Rat das es eine Op gäbe wo ein Muskel durchtrennt würde und parallel dazu würden die Huftgelenkskugeln abgeschabt so das der Hund wohl schmerzfrei laufen könnte....
Momentan läuft sie aber auch so schmerzfrei, wenn die dann kommen legt sie sich eben hin und ruht sich etwas aus.

Als ich über diese Methode mehr von Ihr wissen wollte ( ich empfinde es als Widernatürlich etwas wegzuschneiden damit etwas anderes angeblich funktioniert) kam von ihr nur die Aussage " das mach sie eh nicht selber sondern eine Kollegin von der sie aber keine Provision zu erwarten hätte und es wäre ja die einzige Möglichkeit dem Hund ein angenehmes Leben zu schenken..

Ich frage mich nun ob es nicht besser ist wenn der Hund den Schmerz doch spürt und so in eine Schonhaltung geht sobald es zu doll wird.
Denn das macht sie genau so zurzeit. Sie ist auch erst 8 Monate alt und ich denke das ist zu früh um an Ihr rumschnippeln zu lassen.
Hat jemand Erfahrung mit gezieltem Muskelaufbau der die Hüften so unterstützt das sie auch Ohne OP funktionieren?
Gibt es Ernährungszusätze die Hilfreich sind ?
Ich möchte natürlich das beste für unsere Sally aber die Ärzte wollen ehr nur das Beste für Ihren Geldbeutel....und das geht mir echt auf den S....
Gruß Bernd
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1294
Bernd,

was hast du denn für einen Hund? Gehört sie einer großen Rasse/Mix an oder eher mittel?

Mein mittlerer Hund ist etwa 44 cm groß und ca. 13 kg schwer. Bei ihm war zunächst nichts feststellbar; Tierärzte sahen nichts. Mir gefiel sein Gangbild nicht, als er etwa 3 war. Ich bin dann zu einer Spezialistin gefahren, da ich evtl. eine

Goldakupunktur machen bzw. alternativ Goldimplatate setzen wollte, da ich HD vermutete. Diese nehmen Entzündung und Schmerzen, zumindest zum großen teil, bei manchen komplett.

Auch ist Physiotherapie, besonders im Wasser sehr gut zum Entlasten und kräftigen.

Das Gangbild zeigte dann nicht die Katastrophe, die auf dem neuen Röntgenbild zu sehen war >> völlig kaputte Hüften, eine Seite war der Femurkopf nicht so gut ausgebildet, dafür Pfanne ganz ok/noch im grüngelben Bereich, auf der anderen Seite war es genau umgekehrt.

Interessant war, dass die eigentlich "bessere" Seite DURCH DIE SCHONHALTUNG schlimmer war.

Bei uns war es allerdings so, dass nur eine beiderseitige Femurkopfresektion die Lösung war. Wir haben alles genau durchgesprochen, alle Alternativen, auch Orthopädin (Tierärztin) war dabei, es wurden einem versierten Experten die Bilder geschickt - nichts zu machen.

Nach der OP wurde mir aufgetragen, die Muskulatur aufzubauen, nicht nur mit Anabolika sondern vor allem mit Training, das den hinteren Teil kräftigt wie z.B. Sitz > Aufstehen > Sitz > Aufstehen und bergan gehen (immer gut dosiert).

Der Bursche (jetzt 11 Jahre) läuft seitdem prima, nur bei Wetterwechsel schmerzen ihn die Stümpfe.

Vitamin C (z.B. gemahlene Hagebuttenschalen) plus Kollagenpulver (alles im Barfshop erhältlich oder im Reformhaus) helfen ihm auch kurweise; Schmerzmittel bekommt er nur in Ausnahmefällen, also seit Jahren keine....

Grünlippmuschelextrakt usw. kann man auch geben; von mir selbst weiß ich, dass Vitamin C wirklich hilft.

Der Spezialist (in deiner Nähe glaube ich) ist Dr. Niessen. Die Klinik, die wir zur OP aufsuchten, ist Frau Dr. Nieder in Schloss Holte-Stuckenbrock. Hier wurde ich umfassend beraten; wir beratschlagten gemeinsam und sprachen gewisse Dinge im Vorfeld ab (da bin eh sehr eigen).

Grundsätzlich würde ich immer eine zweite und dritte Meinung einholen; manchmal gibt auch der Röntgenapparat keine guten Bilder, da zu alt, zu gebraucht (hatte ich auch schon).

Da die Lütte noch in der Entwicklung steht, kann man noch viele Dinge besser beeinflussen. Der Zeitpunkt des Röntgens ist auch wichtig, denn en Hündin, die läufig wird, speichert Wasser im Bindegewebe, alles wird "lockerer". das muss man bei der Therapie einkalkulieren.

Wenn es aber sehr heftig ist, dann überleg dir bitte, dass du u.U. besser jetzt etwas tun solltest, um nicht wegen der Schonhaltung noch mehr Probleme zu produzieren (sie meinen Fall).

Allerdings kann ich deine Bedenken nachvollziehen, noch nicht zu operieren, da sich noch alles in der Entwicklung befindet.

Es gibt auch ein Forum, das sich gesunde-hunde nennt. Dort kannst du deinen Fall auch einstellen und kannst bestimmt viel mehr gute Tipps bekommen, da es dort eben besonders um mit Krankheit, Knochenproblemen usw. geht.
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Gast
Erst mal Danke für die ausführliche Antwort.
Ich denke das sie noch in der Entwicklung steht und man sollte vllt doch noch abwarten,
bzw. Ernährung und Sportaktivitäten auf Ihre Bedürfnisse anpassen.
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1294

Physiotherapie

Sport bei HD? Wie meinst du das? In diesem Alter?

Besser: Physiotherapie basierend auf der aktuellen Diagnose.

Wenn dein Hund Schonhaltung zeigt, hat er Schmerzen > da würde ich Physio wirklich nutzen

Dauergabe von Schmerzmitteln/entzündungshemmenden Mitteln geht auf die Leber!

Bitte bedenke ALLES!!!!

ich bin auch gegen zu schnelles Schnippel, gerade bei einem solch jungen Hund, und würde immer - so wie du - erst einmal Alternativen suchen; habe mich auch nicht operieren lassen (sollten 2 Knie-TEPs rein) - und kann dennoch wieder gehen, sogar etwas laufen

Wie groß wird denn dein Hund? Du hattest meine Frage nicht beantwortet....
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
Aus eigener Erfahrung teile ich dein Misstrauen. Ich würde auf jeden Fall mehrere Tierärzte und Physiotherapeuten befragen.

Bei einem meiner Hovawarte, zu dem Zeitpunkt völlig symptomfrei, wurde mit einem Jahr vom Tierarzt beidseitige HD festgestellt. Ich sollte ihn sofort operieren lassen, ansonsten könnte ich ihn vielleicht drei Jahre vorsichtig an der Leine ums Viereck führen und dann einschläfern lassen. Das Röntgenbild sah wirklich krass aus (s. Lincan), aber ich entschied mich trotzdem dagegen, weil ich wollte, dass er erst ausgewachsen wäre.
Ich liess mir von einer Physiotherapeutin ein paar Übungen und von einem Tierheilpraktiker ein paar sinnvolle Nahrungsmittel zeigen (auch u. a. Vitamin C), und die ersten ernsthaften Beschwerden, ausser bei akuter Überlastung, bekam er mit 13 Jahren. Treppen steigen war tabu, fürs Auto hatte ich eine Rampe, und wir waren viel schwimmen. Wenn er selbst seine Tempo bestimmte, also meistens im schonenden Hundetrab, konnte er locker zehn bis fünzehn Kilometer mit wandern gehen. In seinen letzten zwei Jahren bekam er dann öfter Schmerzmittel bei nasskaltem Wetter.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
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