Tierheilpraktiker oder Tipps bei Ernährungsprobleme)

denise6
  • Forenwelpe
Beiträge: 29
Hallo ihr Lieben,

Hat jemand von euch Erfahrung mit Tierheilpraktiker beim Hund? Ich halte von dem ganzen eigentlich nicht so viel, bin momentan aber wirklich etwas verzweifelt und habe nun den Tipp bekommen ich solle doch mal zum Tierheilpraktiker gehen.

Ich habe folgendes Problem:

Mein Hund Mexx (mittlerweile fast acht Jahre) hat starke Probleme mit seiner Haut. Er hat seit Jahren einen Fuß, den er sich wirklich täglich wund leckt. Vor ein paar Jahren war ich damit bei Tierärzten, die mir alle unabhängig voneinander gesagt haben, mein Hund hätte doch Depression und Kompensiert dadurch wohl seinen Ärger. Damals kam mir das ganze auch total sinnvoll vor, weil er ein wirklich sehr verschlossener Hund war, der sich auch immer von selbst zurückzieht, keine Lust zeigt, viel Angst hat und die Gesellschaft eigentlich nicht so sehr mag. Dennoch ist er ein ganz toller Hund, der mir stark im Alltag hilft (Begleithund ohne abgelegter Prüfung), sehr viel Rücksicht auf meine Bedürfnisse nimmt und einfach ein total liebenswerter Hund ist. Dann haben wir auch noch einen zweiten Hund bekommen und ich dachte mir, er könnte sich vielleicht dadurch zurück gesetzt fühlen. Was er natürlich nicht wurde, eher im Gegenteil, man hat noch intensiver versucht mit ihm Zeit zu verbringen.
Irgendwann hat er sehr oft Ohrenentzündungen bekommen, die wir zwar immer behandelt haben, die allerdings trotzdem immer zurück kamen.
In diesem Jahr hat es dann auch angefangen, sich die Gelenke Wund zu lecken und zu humpeln und man hat auch gemerkt dass er jetzt wirklich Schmerzen hat.
Also hab ich mir nochmals die Meinung eines anderen Tierarztes eingeholt. Denn keiner kann mir mehr sagen, es läge an einer Depression, was ich mir mittlerweile sowieso nicht mehr vorstellen kann, warum sollte sich mein Hund selbst so quälen?
Mein neuer Tierarzt hat sich meinen Hund angesehen und war ein bisschen entsetzt. Er hat bereits sehr Wunde und entzündete Stellen an der Haut und eine chronische Ohrenentzündung.
Sie ist sich ziemlich sicher und hat mir das dann auch wirklich nachvollziehbar erklärt, dass mein Hund eine Futterunverträglichkeit hat, die bei Hunden mittlerweile nicht mehr selten ist. Wir sollen jetzt herausfinden, welche Unverträglichkeit er genau hat und erst einmal ein spezielles Futter geben mit lediglich 2 Proteinen. Er bekommt momentan Strauß und Kartoffel. Nach 3 Wochen sollte man eine kleine Besserung sehen. Am Freitag werden es 3 Wochen ich hab allerdings nicht das Gefühl, dass es etwas gebracht hat, eher im Gegenteil. Mir kommt es so vor als würde er sich noch mehr lecken, was aber auch daran liegen könnte, dass ich ihn jetzt noch mehr beobachte als sonst.

Falls ihr irgendwelche Erfahrungen oder Tipps bei gleichen Beschwerden eurer Hunden habt würde ich mich sehr freuen, wenn wir uns austauschen könnten!

Falls ich übersehen habe, dass es schon einen Thread dafür gibt: Sorry ! :/
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2061
Für mich ist dass ganz klar eine Futterfrage. Ich hatte auch mal so einen Hund. Ich hatte auch alles mögliche ausprobiert und Unsummen zum Tierarzt gebracht. Nichts hatte geholfen. Im Sommer hatten sich sogar Maden auf dem Hund breit gemacht. Auf meiner Suche nach einem chemiefreien Futter bin ich dann auf eine Futtervertreterin gestoßen, die mir damals ein neues Futter empfohlen hatte.Ich hatte hier schon mal darüber berichtet. Das Futter füttere ich übrigens auch heute noch, wenn ich nicht gerade Barfe. Kurz und gut, innerhalb einer Woche waren die ersten Erfolge zu sehen. Mein Hund hatte keinen Durchfall mehr und hatte sich auch kaum noch gekratzt.Die Entzündung in den Ohren gingen zurück. Nach 14 Tagen waren auf den offenen Wunden deutliche Besserungen zu sehen. Die Wunden heilten alle ab und das Fell wuchs nach. Der Hund hatte nie wieder Probleme mitDurchfall, Fell, Juckreize oder Ohren. Später bin ich dann wieder auf das Barfen zurück gekommen, denn alle Hunde, die ich vor diesem Hund hatte, hatte ich gebarft und nie Probleme gehabt.Auch meine beiden, die ich jetzt habe werden gebarft oder bekommen eben dieses Futter.An Deiner Stelle würde ich es also mal mit Barfen oder mit diesem Futter probieren. Solltest Du Interesse an diesem Futter haben, dann schreibe mir einfach eine kurze Nachricht und ich gebe Dir die HP und Adresse für das Futter. Über Barfen gibt es hier ja schon so einiges zum lesen. Mal noch eine Frage. Was fütterst Du denn zur Zeit?
Liebe Grüße von Melwin.
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
Also ich bin mir ziemlich sicher, das erstmal eine wirklich konsequente sog. Auschlussdiät eine evtl Allergie / Unverträglichkeit zu Tage bringt !
Hier ist eine recht gute (finde ich !) Erläuterung einer Ausschlussdiät für den Hund :

Beim Verdacht, dass der Hund an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit bzw. unter einer futterbedingten Allergie leidet, ist eine Ausschlussdiät – auch Eliminationsdiät – die erste Maßnahme um einem Hund Linderung der Symptome zu verschaffen und auch um die Ursache der Reaktion zu finden.
Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann sich anhand vieler Symptome zeigen.
Oft leiden betroffene Hund unter starkem Juckreiz, vornehmlich an den Pfoten, am Schwanzansatz, in den Leisten und Achseln, sowie im Gesicht und an den Ohren.

Nicht selten sind dort auch Hautveränderungen erkennbar wie Rötungen, Entzündungen oder Pusteln / Pickel. Ohrenentzündungen und/oder ein ständiger unangenehmer Geruch aus den Ohren können auch auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hindeuten.
Daneben stellen auch Verdauungsprobleme ein Symptom dar, wie häufiger Durchfall oder breiiger Kot.

Wie funktioniert eine Ausschlussdiät?
Eine Ausschlussdiät wird mit Futterbestandteilen begonnen, die das Tier noch nie bekommen hat.
Häufig sind das Fleischsorten wie Pferd oder Wild, Exoten wie Känguru oder Strauß. Ebenso sollte Gemüse gegeben werden, das der Hund noch nicht kennt. Das sind häufig Kartoffeln.
Viele empfehlen bei einer Ausschlussdiät komplett auf die Fütterung von Getreide zu verzichten, da Getreide häufig die Ursache für eine allergische Reaktion beim Hund ist. Wer nicht auf Getreide verzichten möchte, sollte auch hier eine Sorte wählen die der Hund noch nie bekommen hat.

Am einfachsten ist es eine Ausschlussdiät mit selbst zubereiteten Mahlzeiten durchzuführen, so weiß der Hundehalter ganz genau was der Hund bekommen hat.
Aber auch der Fertigfuttermarkt bietet hier inzwischen viele Möglichkeiten. Neben hypoallergenem fertigem Trockenfutter und Dosenfutter, gibt es auch einige Hersteller die pures Fleisch in Dosen anbieten welches dann mit frischem Gemüse oder auch Gemüseflocken gereicht wird.
Die Zusammensetzung eines fertigen Futters sollte aber bei einer Eliminationsdiät sehr aufmerksam analysiert werden, damit sich auch wirklich keine Bestandteile darin verstecken, die im Moment nicht zum Speiseplan gehören sollen.
Selbst zubereitete Mahlzeiten sind hier einfach die sicherste Variante, denn jedes enthaltene Kraut, Öl oder sonstiger Nebenbestandteil eines fertigen Futters kann die Ergebnisse der Diät beeinflussen.
Natürlich darf neben den Mahlzeiten auch nichts anderes verfüttert werden, auch nicht als kleines Leckerlie. Kauartikel sollten vom selben Tier stammen wie das Fleisch der Hauptmahlzeit und ebenso auch Trainingsleckerchen.

Hat man sich entschieden, welche unbekannten Bestandteile ein Hund während der Eliminationsdiät bekommen soll, so muss dies über mehrere Wochen gefüttert werden. Die Angaben, wie lange diese eine Fütterung bestehen sollte, variieren stark. Eine sprechen von mindestens 4 Wochen, andere von mindestens 6-8 Wochen. Um sichere Ergebnisse zu erzielen, muss geduldig vorgegangen werden.
Die Diät muss in jedem Fall so lange durchgeführt werden, bis die Symptome völlig verschwunden sind.

Nach dieser ersten Phase der Ausschlussdiät folgt der sog. Provokationstest. Dieser kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden:

1. Direkte Provoktaion mit dem bisherigen Futter
Nachdem die Symptome abgeklungen sind, wird einfach wieder auf die herkömmliche Fütterung umgestellt. Stellen sich wieder Reaktionen ein, ist recht sicher, dass eine Futtermittelallergie vorliegt. Das Futter sollte dann sofort wieder auf die Eliminationsdiät umgestellt werden. Sind die Symptome abgeklungen, wird vorgegangen wie unter Punkt 2 beschrieben.

2. Futterbestandteile nach und nach hinzufügen
Dies folgt entweder nach Punkt eins, wenn der Hund wieder Symptome einer Unverträglichkeit zeigt oder kann auch direkt im Anschluss an die erste Phase der Ausschlussdiät durchgeführt werden.
Vorsichtige Hundehalter werden sich sicherlich eher für diese Variante entscheiden.
Nachdem die Symptome angeklungen sind, bekommt der Hund nach und nach weitere Futterbestandteile.
Zunächst wird also eine weitere Futterkomponente hinzugefügt und beobachtet wie es sich damit verhält. Sollte der Hund Reaktionen zeigen, muss der Futterbestandteil sofort wieder weggelassen werden. Treten keine Reaktionen auf, so kann nach 2-3 Wochen noch ein weiterer Futterbestandteil zugegeben werden. Tritt eine Reaktion auf, wird dieser sofort wieder weggelassen, bleibt 2-3 Wochen alles gut, kann ein weiterer Bestandteil hinzugefügt werden und immer so weiter.
Sollte es dabei zu Reaktionen kommen, darf erst wieder ein neuer Bestandteil dazu genommen werden, wenn die Reaktion vollständig abgeklungen ist, sonst geht die Aussagekraft der Diät verloren.

Vorsichtige Hundehalter werden zunächst die neuen Bestandteile hinzufügen, von denen nicht vermutet wird, dass sie eine Reaktion auslösen werden. So wird dann auch der Speiseplan des Hundes schneller wieder abwechslungsreich.
Es empfiehlt sich zunächst Fleischsorten auszuprobieren, bevor weitere Futterbestandteile wie Gemüse und Getreide getestet werden, denn Fleisch ist für den Hund das wichtigste.

Eine Ausschlussdiät ist sicherlich keine einfache Methode, da sie sehr langwierig ist. Die Ergebnisse einer solchen Diät sind aber aussagekräftiger als die jeglicher anderer Untersuchungen.



Quelle : http://www.hunde-ratgeber.eu/ausschlussdiaet.html
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 10.05.2017 13:14 Uhr
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2061
+ 1
Ich kenne diese Ausschlußdiät natürlich. Aber, wäre ich diesen langen Weg gegangen, dann wäre wahrscheinlich nicht mehr viel von meinem Hund übrig geblieben. Gewichtmäßig und auch der Maden wegen. Ich hätte da auch erstmal keine Ausschlußdiät gemacht, sondern wäre, wenn ich dieses Futter nicht kennen gelernt hätte, wieder wie in alten Zeiten zum Barf übergegangen.
Mit Barfen hatte ich nie Probleme.Ich hatte aber eben erst mal eine Weile gebraucht, ehe ich dahinter gekommen bin, warum es meinem Hund so schlecht ging. Da haben meine Sportfreunde im Verein und auch mehrere Tierärzte dafür gesorgt.Mir wurden immer wieder Trockenfuttersorten der unterschiedlichsten Futterfirmen empfohlen. Vom TA natürlich die Futtersorte, die er selbst in der TAP hatte. Aber, welchen Weg man nun geht, muss jeder für sich entscheiden. Für mich war dass eben der richtige Weg. Ich halte nicht viel von ellenlangen Experimenten, wenn es auch andere Möglichkeiten gibt.
Liebe Grüße von Melwin.
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
na ja Melvin, das Du die Ausschlussdiät kennst habe ich nat. vermutet . Allerdings war meine Idee für die Themenerstellerin gedacht, um ihr möglichst viele Ideen zukommen zu lassen, damit sie sich aus vielen Ideen die herauszusuchen kann, die für sie am ehesten ihrem Problem nahe kommen um dann eben auch dem TA gegenüber evtl. besser argumentieren und fragen zu können.
Ich barfe ja auch und da wäre eine Ausschlussdiät ja noch am leichtesten durchzuführen.
Denn um eine Unverträglichkeit und / oder eine Allergie wirklich feststellen zu können, ist das meiner Meinung (!) nach die effektivste, vor allem zuverlässigste Möglichkeit, wenn nicht sogar die einzige.
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 10.05.2017 17:26 Uhr
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2061
Ja, so habe ich dass aber auch aufgefaßt.
Was ich traurig finde ist, dass der TA in solchen Fällen immer erst mit Medikamenten rum experimentiert. Da gibts hier ne Spritze, da ein Pülverchen und so vergehen viele Wochen wertvolle Zeit für den Hund. Hilfe bringt es immer nur für ein paar Tage oder Wochen und dass weiß der TA auch. Dann bietet er meistens SEIN Diätfutter an. Zumindest ist dass bei vielen TA so. Gefragt, was der HB nun überhaupt füttert wird meistens nicht. Zumindest ist dass in meinem Bekanntenkreis so. Da finde ich die THP doch ehrlicher. Die gehen die Sache dann doch zielgerichtet an. Ob nun TA oder THP ? Ich glaube, dass ist Ansichtssache.
Liebe Grüße von Melwin.
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2020
Guten Morgen

mir, also meinem Hund ging es wie dem Hundi von Melwin.........auch riet man mir dann allerlei, wie auch die Ausschlussdiät!
Hierzu möchte ich sagen, hör mal auf das, was Dein Gefühl sagt. Du kannst 100 fragen und hast immer noch 101 Antworten!

So wie geschildert, guck mal wie viel Protein Dein Hundi pro Tag erhält. Bitte Alles, was er zum Fressen, Knabbern bekommt sehr genau angucken.
Kriegt er getrocknete Fleischdinger neben dem Futter, kann gut sein, dass er einiges zuviel an Eiweiss aufgenommen hat und dadurch übersäuert. Dies löst sehr oft die so genannten Allergien aus, aber auch Verdauungssorgen!

Dann wie Melwin schreibt, all die synthetischen, chemischen Stoffe und leider auch die diversen Kräuter Zumischungen können das gesamte Innere beim Hund (auch Mensch) durcheinander bringen! Somit, such Dir ein Futter, was ganz wirklich (!) keine Zusätze enthält. Kannst gut überprüfen, da dann bei Zusammensetzung/Analyse nicht noch Zusätze oder zugesetzt x/y auf der VERPACKUNG erwähnt sind. Achtung, auf Flyern, HP's, usw. müssen solche Stoffe nicht veröffentlicht werden. Somit gilt eigentlich nur, was auf Dose/Beutel/Schachtel (Verpackung) steht!

Zu Allererst rat ich, gib im mal für ne Woche oder wenigstens 3 bis 4 Tage gar kein Fleisch/Fisch/Molkereisachen. Also nur z.B. gekochte Nudeln, Karotten, Zucchetti oder ein fleischloses Futter.......eben ohne Zusätze drin!
Dann beginn mit kleinen Mengen Fleisch/Fisch/Molkereiprodukten oder fleischhaltigem Futter zumischen. Lass die Mischung für ca. 2 Tage und erhöhe erst dann wieder mit einer kleinen Menge.

Guck auch, dass der Hundi einen regelmässigen, stressfreien Tag verlebt. Stress kann auch allerlei auslösen! Zuviel Aktionen genauso wie Langweile, hektisches Umfeld genauso wie abgeschottetes Alleinsein.
Pflegemittel, wie auch alle Pülverchen, Salben, Lotionen usw. bitte weglassen..........auch da können extrem viele Stoffe drin sein, die nun mal allerlei auslösen! Allen voran natürlich die Antizecken/Floh-Produkte!
Guck auch sein Liegeplatz an, ist es mehrheitlich synthetisches Material? Wenn ja, lege ein Baumwolltuch drüber. Gut eignen sich auch ausgediente Duvetanzüge, da man die sogar 60°heiss waschen kann. Kein Weichspüler verwenden und nur die Hälfte Waschmittelmenge.........
Guck auch, ob er mit x-was in Berührung kommt beim Spazieren, im Umfeld, daheim.........Düngemittel, Unkrautmittel, Gülle, Reinigungsmittel und und und können einen eh schon belasteten Hund noch mehr belasten!

Viel Glück und liebe Grüsse
Hundeli
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