Studentenhund

eddiii
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Beiträge: 2
Hallo Leute,


seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken, mir einen Hund zuzulegen.

Da ich jedoch Studentin bin und folglich kein eigenes/fixes Einkommen besitze, frage ich mich natürlich, ob ich die finanziellen Mittel hätte, mir einen Hund zu "leisten".

Was müsste ich denn monatlich für einen Hund einberechnen?

Gibt es Hunderassen, die sich auch in kleinen Wohnungen wohlfühlen und die eventuell ein paar Stunden alleine bleiben könnten? Die aber auch so flexibel sind, dass ihnen (un)regelmäßige Ortswechsel nichts ausmachen (z.B. wochenends zu den Eltern, ...)?


Liebe Grüße,

eddiii
Gast
  • Begleithund
Eddiii,

(jetzt hab ich keine 'i's mehr )

du wirst vermutlich eine Menge Meinungen hören, von "wird schon gehen" über "lasset besser".

ICH sag "lasset besser", bis du weißt, wohin es geht.

Es ist fatal, wenn das Budget eng ist und man auf Andere angewiesen ist, sich einen Hund anschaffen zu wollen.

Ich fang mal an

-> Kaufpreis - je nach Rasse oder Herkunft - zwischen 300 und 2.000 Euro
-> Futter - je nach Rasse und Anspruch an das Futter ... bei uns sind es ca. sechs Euro pro Tag, EXCLUSIVE Leckerchen
-> Steuer - je nach Bundesland/Stadt zwischen .. 50 und 150 Euro im Jahr
-> Impfen - um die fünfzig Euro

Nicht eingerechnet sind Erstaustattung wie

Körbchen, Decken, Futter- Trinknäpfe, Halsband/Geschirr, Leinen, Spielzeug

Ebenfalls nicht eingerechnet sind "ungeplante" Tierarztbesuche, weil "was ist". Die können happich sein, ebenso wie OPs.

Nicht zu vergessen -> Hundeschule /- trainer

Ob ein Hund allein bleiben kann, hängt nicht von der Raase ab, sondern von der Erziehung.

Ich meine es nicht bös, aber.. einen Hund sollte man sich auch "leisten" können. Ich finde es fatal, wenn ich manchmal erlebe, dass Leute sich den Tierarzt nicht leisten können und Dinge hinausschieben (wird doch nix Schlimmes sein), obwohl sie eigentlich dringend sind.

Oder.. auch schon gelesen: Geld für einen Trainer hab ich nicht.
skorpion70
  • Halbstarker
Beiträge: 225
Hallo,

also eine Nachbarin (Studentin) von mir, hat bis vor einiger Zeit in einer WG gelebt mit ihrem Hund.
Das ging sehr gut. Alle kamen mit dem Hund klar. Der Hund auch. War kaum alleine, weil jeder mal zu Hause war.

Einen Hund kann man auch billiger bekommen. Tierschutz, Tierheim oder Mischlinge werden in manchmal sehr günstig abgegeben.
Futter ab 50 Euro im Monat. Dazu Hundesteuer ab 30 Euro pro Jahr bis.....????
Dazu Tierarzt, Haftpflicht, Spielzeug usw....da kommen schnell mal 200 Euro pro Jahr dazu. Regelmäßige Impfungen kann man planen, aber Krankheiten nicht.

Also erstmal ein gesichertes Einkommen und dann einen Hund.
Oder schau doch mal ins Tierheim und gehe regelmäßig Gassi mit einem Hund!
Das ist denn so fast wie ein eigener Hund. Da kann man schon mal testen, ob es gefällt. Manche Tierheime geben auch Hund ein Pflegestellen ab.
Lass mal hören, wie du dich entscheidest!

Denke dran du gehst eine "Verpflichtung" für viele Jahr ein.
Heike und zwölf weitere Pfoten
*Auch wenn mein Romeo nicht bei mir ist, es bleiben 12 Pfoten*
Zuletzt geändert am 15.06.2011 17:05 Uhr
silvie86
  • Moderator
Beiträge: 1135
+ 1
hallo eddiii,

bin selbst Studentin und bei mir klappt das alles super(jedoch ist mein finanzieller Rahmen zum Glück nicht ganz so eng)...
Von den Kosten her, kommst du mit einem Tierheimhund in der Anschaffung wohl am günstigsten, denn du bekommst meist einen durchgeimpften Hund, der soweit gesundheitlich gecheckt wurde. Ich barfe und zahle im Monat ca. 50€ für meinen 22kg Eurasier(der bekommt jedoch sehr viel Futter, weil er so ein Hungerhaken ist!)-Leckerli gibts bei uns nicht.
Tierarzt sind jährlich ca. 200€ Grundversorgung(Impfen, evt. Wurmkur, Parasitenschutz) und 50€ monatlich aufs Sparkonto für Notfälle wie große Untersuchungen, OPs etc...
Dann kommt die Versicherung von 30€ und die Steuern von 100€ im Jahr dazu.
Desweiteren würde ich dir zu einem älteren Tierheimhund raten, dem kannst du einen netten Lebensabend geben, meist können ältere Tiere gut allein bleiben, sie haben einen gefestigten Charakter. So kann man sich erstmal probieren und man kann ins Hundehaltertum erstmal langsam reinwachsen. Oft bekommt man für einen Tierheimhund auch erstmal die Steuern erstattet. Jedoch haben sie auch meist schon ihre Alterswehwehchen, die unter Umständen auch recht kostenintensiv werden können...

Ein Hund ist definitiv eine Kostenfrage und wenn man es richtig machen will, dann sind das nicht wenige Kosten. Wenn du also grad so über die Runden kommst und nicht sagen kannst, dass du am Monatsende wirklich was übrig hast, dann warte lieber noch ein wenig...
Die Liebe zum Hund ist des Menschens Sehnsucht nach dem Paradies.
Gast
+ 1

Bevor ich zu meinem Studentenhund kam ...

... habe ich mir 1 1/2 Jahre den Kopf zerbrochen.

Was bei mir vielleicht ausschlaggebend war ist, dass ich aus einer Hundefamilie komme. Wir hatten schon immer Hunde und es wird sie wohl auch immer bei uns geben. Mit 19 bin ich dann ausgezogen, und habe mit meinem Stud. angefangen. Zwischendurch habe ich immer Wochenweise den Hund meiner Eltern mitgenommen, -WEIL ich von Anfang an meinen Stundenplan Hundgerecht einteilen konnte (Punkt 1: Kannst Du das über Dein komplettes Studium? Auslandssemester? Praktika?).

Punkt 2 ist, das finanzielle. Ich habe vom Entschluss es muss ein Hund her (zu Anfang der Semesterferien -wegen der Eingewöhnung) an, bis zum Einzug und sogar bis heute jeden Monat Geld zur Seite gelegt. Es stand aber auch fest, sollte ich nicht genug für eine spontane OP haben, legen meine Eltern mir das Geld aus, ich zahle es dann zurück.

Punkt 3 wäre dann die Freizeiteinteilung, die findet dann neben dem Schreibtisch vor allem im Wald, im Feld evtl. ja auch auf einem Hundeschulplatz statt.

Und dann noch ein Punkt, der Dank meiner Eltern, die die Entscheidung mitgetragen haben, zum Glück kein riesiges Problem wurde. Stimpy war gerade 10 Monate alt, ein gut erzogener Jack Russell, aber auch in der "Ich teste noch mal ob die das die letzten Monate wirklich alles so ernst meint"-Phase.
Ich landete via Notarzt im KH, meine Eltern 140 km entfernt, mein Freund auf Außendiensttour ... Der Hund alleine Zuhause! Und auch hier hatte ich Glück, über das ich vorher nicht nachgedacht habe, meine ehemalige Vermieterin nahm alles in die Hand. Sie holte den Hund aus meiner Wohnung, rief meine Eltern an ... Während ich in der Nacht operiert wurde, blieb der Hund bei meiner Vermieterin, und am nächsten Morgen war meine Mutter schon da.

Es muss also nicht immer notgedrungen etwas mit dem Hund sein, es kann auch mal was mit dem Besitzer sein.

Heute habe ich zwei Studentenhunde (2.Studium), aber auch einen Freund mit festem Einkommen und mehr oder weniger festen Arbeitszeiten. Und natürlich immer noch meine super-Eltern, die nach wie vor einspringen, wenn s mal eng wird.

Grüße, Svenja

P.S. Wir nehmen den Hund meiner Eltern übrigens auch, nicht dass das hier falsch rüberkommt.
Maya-Maus
  • Halbstarker
Beiträge: 286
Hey!

Also ich denke grundsätzlich kann sich ein Hund an sehr viele Umstände anpassen, sofern er früh genug dran gewöhnt wird. Sprich über's Wochenende mal zu den Eltern oder auch mal zu einem Hundesitter, wenn du keine Zeit hast, ist bestimmt kein Problem. Da finde ich es nur wichtig, dass der Personenkreis, mit dem der Hund näher zu tun hat, klein gehalten wird, es also einen Hundesitter gibt und nicht fünf und der Hund weiß, hey, die gehören dazu und das ist in Ordnung.
Also mit Maya gehe ich auch oft meine Eltern besuchen, das findet sie total klasse und sie bleibt dort auch mal, wenn ich arbeiten bin. Als ich Maya bekommen habe, hab ich noch bei meinen Eltern gewohnt und es ist quasi ihr zweites Zuhause. Wir sind umgezogen als sie 5 Monate war und das hat sie super weggesteckt. Dann gibt es noch einen Hundesitter, die haben auch einen Hund und wir sehen die Leute fast täglich. Da ist sie super gern und manchmal wenn wir mit ihnen spazieren gehen und sich die Wege trennen, möchte Maya am liebsten mit ihrem Kumpel Socke weitergehen
So wie sie das Alleinsein gelernt hat, hat sie auch gelernt bei anderen Leuten zu sein und das klappt wirklich super.

Was ich aber wirklich problematisch finde ist, wenn man kein fixes Einkommen hat. Ich denke der Anschaffungspreist, egal wie hoch, ist noch das kleinste Problem, denn das kannst du einschätzen und wenn du das Geld nicht hast, kannst du dir den Hund auch nicht holen. Laufende Kosten wie Futter und Routinebesuche beim Tierarzt kannst du einplanen - hier ist ein kleiner Hund in der Regel günstiger, weil ein Zwerg logischerweise nicht so viel frisst wie ne Dogge. Was du nicht einkalkulieren kannst und wofür du immer ein Polster haben solltest, sind unerwartete Tierarztbesuche. Gerade ein junger Hund, hat öfter mal Wehwehchen, Junghunde sind für bestimmte Dinge einfach anfälliger. Maya hatte direkt mal ne Junghundakne eingepackt, als sie zu uns kam. Dann eine Konjunktivitis Follicularis, die oft vermeht bei Junghunden auftritt und sich mit den Jahren legen kann. Magen-Darm-Infekte oder Erkältungen, weil das Immunsystem einfach noch nicht so stark ist... Danach ging direkt ein Virushusten auf unserem Feld rum, den Madame sich natürlich auch eingefangen hat. Läufigkeit - Scheinschwangerschaft - Medikamente gegen die geschwollene Milchleiste und Depressionen, danach Kastration ca. 650€ inklusive Behandeln der Konjunktivitis Follicularis und HD-Röntgen. Hüfte leider nicht so doll --> Futterzusätze für die Gelenke --> kosten auch!
Und wenn man dann denkt es ist alles gut, holt sie sich ne Zecke und irgendein Teil von dem Vieh bleibt stecken - wieder zum TA...
Ich will dir keine Angst machen, aber du weißt nie was dein Hund sich so anlacht, oder ob er sich einfach mal beim wilden Toben einen Fuß verdreht.

Also ich bin heilfroh, dass ich bei all den TA-Besuchen finanziell abgesichert bin, sonst hätte ich vllt schon einen Kredit aufnehmen müssen
Im Moment ist sie topfit, aber sie ist sehr kreativ, wenn es darum geht einen TA-Besuch herbeizuführen, denn sie liebt den Tierarzt tatsächlich!

Bezüglich der kleinen Wohnung - also ich finde es immer Quatsch, wenn die Leute sagen, ein Hund braucht eine große Wohnung und ein großer Hund braucht eine besonders große Wohnung. Ich mein klar, es sollte schon genug Platz sein, dass der Hund sich mal breitmachen kann und ein ruhiges Plätzchen hat, wo ihn keiner stört. Aber er soll ja in der Wohnung nicht rumtoben! Den Auslauf bekommt er draußen und deshalb ist es meiner Meinung nach viel wichtiger wie der Hund außerhalb der Wohnung ausgelastet wird. Darum finde ich, dass sich auch ein großer Hund in einer nicht ganz so riesigen Wohnung durchaus wohlfühlen kann, wenn er draußen genug rennen und toben kann und auch kopfmäßig ausgelastet wird.

Gerade ein junger Hund (ich weiß nicht ob du dich für einen Welpen oder einen älteren Hund interessierst) ist ein Fulltimejob. Als Maya bei uns einzog hatte ich Urlaub und danach habe ich nur Teilzeit gearbeitet. Ich war echt den ganzen Tag und teilweise auch nachts mit ihr beschäftigt. Auch das solltest du berücksichtigen.


Ich sage jetzt nicht Ja oder Nein, aber ich denke das sind ein paar Argumente, mit denen du dich auseinander setzen kannst und die dich vllt auf den richtigen Weg bringen

LG Cosi & Maya
Ein Hund hat keine Verwendung für schicke Autos, große Häuser oder Designerklamotten. Ein klatschnasser Stock reicht ihm völlig.

Einen Hund interessiert es nicht ob du reich bist, oder arm, clever oder dumm, pfiffig oder doof. Wenn du ihm dein Herz schenkst, schenkt er dir seins.

eddiii
  • Forenwelpe
Beiträge: 2
+ 1
Hallo Leute,


vielen Dank für die zahlreichen und sehr interessanten Antworten.

Falls es ein Hund werden sollte, würde es sicher ein Junghund werden. Alleine weil ich finde, dass ich meinen Hund selbst formen will. Ab nächstem Monat habe ich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung. Meine Oma würde mir im Notfall auch aushelfen, falls etwas wäre.
Ich denke, ich werde ab jetzt ein Jahr sparen und bis nächsten Sommer weiterdenken, ob ich mir einen Hund zulegen kann.


Liebe Grüße.
Rosanna09
  • Forenwelpe
Beiträge: 69

Eddii, ich weiss da jemanden.....

Also ich finde das du dir in jedemfall einen Hund anschaffen kannst. Ich rate dir allerdings einen Hund aus dem Tierheim oder einer Pflegestelle zu adoptieren und zwar im Alter ab 3 - 4 Jahren und aufwärts.
Es muss doch nicht immer der Welpe vom Züchter sein. Im Tierheim gibt es viele ausgeglichene Mischlinge oder auch Rassehunde die für deinen Lebensstil in Frage kommen.

Ein Bekannter von mir hat zB. eine Pflegestelle und sucht für einen Mischling Namens Fly ein Zuhause.
- Er ist sozialisiert, gutmütig, kann allein bleiben, total anspruchslos ( EX Strassenhund ) und ist einfach nur dankbar für jegliches Essen und Zuneigung.

Ich denke auch in Tierheimen wirst du einen so ähnlichen Hund finden.
Prinzipiell zu sagen gibt es Hunde die nicht soviel Auslauf benötigen und viel schlafen, dazu gehört zB. eine Englische Bulldogge, Mops, Französische Bulldogge, ältere Mischlinge / Rassenhunde

Viel Temperament haben zB.- Boxer, Husky, Dalmatiner, Terrier allgemein

Die Hundesteuer hängt davon ab in welcher Stadt du wohnst.Wir aber in Teilzahlungen verlangt. Ein Hundekorb kostet nicht die Welt und ist auch nicht unbedingt notwendig. Kostenfaktor ist lediglich Futter und Tierarztkosten.
Aber es gibt auch günstige akzeptable Futtersorten zB. bei LIDL oder ALDI ( oftmals besser bewertet als teures Markenfutter )
You never get the dog you want, always the dog you need. ( Cesar Millan )
Zuletzt geändert am 15.06.2011 20:06 Uhr
Gast
  • Begleithund
Rosanna,

keine Ahnung, woher du das alles weißt.

Ich bin jedenfalls froh, dass sich der TE ein paar Gedanken

mehr macht.

"Wird schon irgendwie fluppen-Hunde" sind oft die, die dann abgegeben werden (müssen)
Maya-Maus
  • Halbstarker
Beiträge: 286
Also ich denke auch nur weil Hunde "bequem" aussehen und den Ruf haben nicht sonderlich aktiv zu sein, heißt das doch lange nicht, dass solche Hunde nicht gern spazieren gehen und lieber schlafen!

Klar kommt das bei besagten Rassen eher vor als bei einem z.B. Vizsla, aber ich kenne einige Bullys und die sind alles andere als faul, eher im Gegenteil! Und ich kenne auch Möpse, die richtig Hummeln im Hintern haben.. Also kann man nicht unbedingt alle über einen Kamm scheren.

Im Tierheim kann man dann schon eher sehen, welcher Hund zu einem passt, und zwar anhand des Wesens und der Art wie er sich verhält und nich anhand der Rasse...

Und wenn man sagt "Hey, wenn ich Mistfutter kaufe, dann könnte es hinkommen", sorry, aber das klingt für mich wie wenn ich den Hund hin und wieder einfach gar nicht fütter, und wirklich nur zum Tierarzt gehe, wenn es nicht anders geht, dann wird doch wirklich am falschen Ende gespart und dann sollte man es wirklich lassen.

Keine Sorge Eddiii, das hat jetzt nichts mit dir zu tun Ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst, und du machst auf mich einen vernünftigen Eindruck und wirst das schon richtig entscheiden.
Aber der Beitrag von Rosanna klingt ein bisschen egoistisch und ich finde man sollte sich keinen Hund anschaffen nur um sich selbst etwas Gutes zu tun.
Ein Hund hat keine Verwendung für schicke Autos, große Häuser oder Designerklamotten. Ein klatschnasser Stock reicht ihm völlig.

Einen Hund interessiert es nicht ob du reich bist, oder arm, clever oder dumm, pfiffig oder doof. Wenn du ihm dein Herz schenkst, schenkt er dir seins.

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