Schweinehaltung und Tierschutzgesetz

christianeadler
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@ Shibaherz

Ich lasse meine Meinung nicht in eine Klassengesellschaft und auch nicht in eine Parteizugehörigkeit pressen. Ich teile die Auffassung der beiden Richter, dass unsere ausführenden Organe, sprich Polizei und Ämter, versagen und der Bürger Eigeninitiative zeigen muss. Warum sollte ich diese Kritik Rechtspopulisten überlassen? Im Gegenteil finde ich es nicht tolerabel, dass der Staat durch diese Notwendigkeit zur Selbsthilfe nach und nach sein Gewaltmonopol untergraben lässt.

Nur mal ein paar Beispiele: Unsere Verkehrsbetriebe und der Handel, Teile der lebensnotwendigen Infrastruktur, werden von privaten Sicherheitsunternehmen geschützt. Die Bürger bewaffnen sich zunehmend, besuchen Selbstverteidigungskurse, gründen Bürgerwehren, verbarrikadieren ihre Häuser mit Zäunen, Alarmanlagen und Videoüberwachung. Die eigentlich zuständigen Behörden sehen zu oder, noch schlimmer, verteilen wie die Polizei Tipps, wie sich der Bürger selbst gegen Einbrecher oder Taschendiebe zur Wehr setzt. Wenn du (z. B. im Tierschutz) eine Anzeige erstatten willst, lieferst du am besten eine komplette Dokumentation mit, damit der Fall überhaupt bearbeitet wird, also Art, Datum und Uhrzeit der Misshandlungen, Zeugenaussagen... Ohne vorherige Bespitzelung der Täter geht es nicht mehr.

Ich begrüsse Gerichtsurteile wie dieses aktuelle, weil die Gewaltenteilung noch funktioniert. Ein Richter klopft den Behörden auf die Finger, indem er feststellt, dass, wenn sie nicht für die Einhaltung von Gesetzen sorgen, die Bürger es eben selbst tun müssen. Mit solchen Prozessen kommt die Regierung in Zugzwang. Will man den Ist- Zustand, bei dem der Bürger das Vertrauen in staatlichen oder kommunalen Schutz verliert? Oder will man Veränderungen, die dann aber auch Geld kosten werden.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
@ Weckener und Cairnlover

Dass es Verbrüderungen zwischen Tätern und Behörden gibt oder sogenannte Sachzwänge, wie z. B. der Erhalt von Arbeitsplätzen, dem Tierschutz übergeordnet werden, bestreite ich sicher nicht, und es liegt mir fern, dafür Partei zu ergreifen. Ich denke aber, dass man das Problem damit nicht vollständig erfasst. Viele Mitarbeiter sind selbst mit den Zuständen unzufrieden, aber erstens fehlt es an Personal und dann im zweiten Schritt auch an Rechtsmitteln.

Ich erkläre das mal an zwei eigenen Beispielen. Wir hatten in unserer früheren Nachbarschaft eine Pelztierfarm mit unvorstellbaren Zuständen. Gehalten wurden elftausend, statt der genehmigten dreitausend Tiere. Alle Geldstrafen zahlte der Eigentümer aus der Portokasse. Nach langen Gerichtsverfahren kam es dann zu einem rechtskräftigen Tierhaltungsverbot. Daraufhin wurde der Betrieb dem Bruder übereignet, und das Spiel begann von vorne. Die Schliessung erfolgte nach vielen Jahren dann auch nicht wegen Verstössen gegen das Tierschutzgesetz, sondern nach Anwohnerklagen durch Entzug der Gewerbegenehmigung wegen Geruchsbelästigung. Ein anderes Beispiel ist ein Reiterhof mit sechzehn Pferden, die regelmässig in den touristenfreien Wintermonaten in dunklen Ställen und mit einem Minimum an Futter im eigenen Dreck standen. Der Amtsveterinär bestätigte, dass diese armen Tiere eigentlich sofort befreit werden müssten, aber ihm wären die Hände gebunden, weil die Kommune bei einer Beschlagnahmung keine bezahlbare Unterbringung hätte. Da frage ich mal ganz blöd, wie denn der Handlungsspielraum der Behörden bei einem Grossbetrieb mit 60 000 Schweinen aussieht.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
CairnLover
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Beiträge: 571
Original von Feuerwolf:

Original von CairnLover:

Das Ganze liest sich wie ein richterlicher Aufruf an alle, bei begründetem Verdacht künftig, gerne auch widerrechtlich, die Gepflogenheiten in deutschen Großmastbetrieben zu kontrollieren, da der Staat mit seinen diversen Behörden dazu einfach nicht in der Lage ist oder sein will. Denn wer weiß schon, wie viel Vetternwirtschaft es in dem Bereich gibt.

Dann brauchen die diversen Tierschutz-Organisationen ja zukünftig nicht mehr ins Ausland zu gehen, da es hier mit Sicherheit noch genug zu tun gibt.

Bist Du eigentlich nur noch ironisch und zynisch, was Deutschland und Deutsche angeht ??? Siehst überall nur noch Verschwörung und Vetternwirtschaft? Boshaftigkeit und Lügen ??

Ich habe nur die Quintessence der Aussage des eingestellten Urteils zusammengefasst. Denn die ist offensichtlich.
So wie Christiane das mit anderen Worten bei gleicher Aussage auch getan hat.

Es ist doch ziemlich normal, dass das in D immr ähnlich abläuft. Sogar ohne Vetternwirtschaft. Ich kenne das aus dem rein technischen Bereich zur Genüge. Früher war dabei Bestandsschutz auch noch ein Thema. Also hör mir bitte auf. Ich weiß genau, von was ich schreibe.

In D sieht es doch so aus:
Ein Nichtwohngebäude wird errichtet. Die Technik entspricht den zu der Zeit gültigen Vorschriften. Die Zulassungen der eingebauten Teile sind zum Zeitpunkt des Einbaus gültig.

Doch leider ändert sich in D laufend etwas an den technischen Bestimmungen und Zulassungen. Und dann dauert es einige Jahre und das neu errichtete, top moderne Nichtwohngebäude entspricht irgendwann nicht mehr den technischen Bestimmungen.
Mit Pech wurden sogar Zulassungen geändert und das Verbaute ist nicht einmal mehr für die vorgesehene Anwendung zugelassen.

Genau so ist es mit diesem Schweinestall. Zum Zeitpunkt seiner Errichtung entsprach er mit Sicherheit den zu dieser Zeit geltenden Regeln.
Das tut er schon lange nicht mehr und entweder der Prüfer hat in Hinblick auf den Betreiber der Anlage und den Bestandsschutz ein Auge zugedrückt oder aber, was ich für nicht ausgeschlossen halte, es gibt bereits lange Übergangsfristen, innerhalb derer Ställe entsprechend der neuen Regeln umgebaut werden müssen.
Und bis diese Fristen greifen, gibt es schon längsten wieder neue technische Regeln und die aktuellen sind komplett veraltet. So ist das nämlich mit den technischen Regeln und Bestimmungen.

Der Dumme ist dabei immer der Besitzer der Anlage, der ja grundsätzlich willens war eine korrekte Anlage zu errichten und teuer dafür bezahlt hat, und durchaus auch als Opfer der sich ständig ändernden technischen Regeln zu sehen ist. Dabei muss auch jedem klar sein- Wenn der Besitzer einer Mastanlage im Prinzip alle paar Jahre seine Anlage sanieren müsste, um sie den neuesten Bestimmungen entsprechend umzubauen, dann würde sich so eine Anlage finanziell nicht mehr lohnen, da ein großer Teil des Gewinns sofort wieder in die Anlage investiert werden müsste. So eine Anlage legt man sich aber als Existenz zu und nicht als Hobby.

Passend zum Thema eine Stelllungnahme der CDU aus Sachsen-Anhalt, die eine 20 jährige Übergangsfrist und eine Anpassung des Paragraphen 38 der Tierschutzhaltungsverordnung fordert:
https://www.guido-heuer.de/heuer-keine-stigmatisierung-der-schweinehaltung-20-jaehrige-uebergangsfristen-fuer-gruppenhaltung-gefordert/

Angenommen, dass es schon längere Übergangsfristen zur Modernisierung von veralteten Schweinemastanlagen gibt und sich der betreffende Betrieb letztlich trotz allem in einem vollkommen legalen Rahmen befindet, was mich nicht wundern würde, was kann denen schon passieren. Die bekommen eine Anzeige wegen Tierquälerei und können ihre Anlage auf Jahre ganz legal genau so weiter betreiben, wie bisher.
Vielleicht mit etwas mehr Rücksicht auf die dort gemästeten Schweine, weil solche Anzeigen den Ruf nicht bessern und auch ins Geld gehen. Aber das wars dann auch schon.

Ich kann mich andererseits beim besten Willen nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass die Tierschützer bald so viele Aktionen gegen alte Schweinemastanlagen machen, dass der Bund sich schließlich aufgrund der negativen Öffentlichkeitswerbung für Deutschland bereit erklärt die Modernisierung der Anlagen mitzufinanzieren. Denn dann wäre ich indirekt, aber nicht weniger aktiv am Bau von Mastviehanlagen beteiligt, obwohl ich diese Anlagen zutiefst ablehne.
CairnLover
  • Halbstarker
Beiträge: 571
Original von Shibaherz:

Deine These von „Spontanverdrängung“ (schon wieder sowas „Akademisches“ ) und Abstumpfung teile ich nicht.

Du überlegst dir bei jedem Schluck Milchcafe, den Du irgendwo trinkst, und jedem Eis und jedem Stück Torte, das du irgenwo isst, wie wohl die Kuh lebt, deren Milch/Sahne du gerade zu dir nimmst? Ich wage es zu bezweifeln.


>Natürlich ergreift die Empathie mit Mitgeschöpfen zunächst mal die Mittelschicht, zu der Du selbst ja auch gehörst. Und es wird sich im Kampf um die zahlenmäßig viel größere Unterschicht – wie auch in anderen Fragen! - erweisen, wer den Sieg davonträgt.


Wie Du auf die Idee kommst, dass die Empathie bei der Mittelschicht am höchsten wäre, ist mir allerdings auch ein Rätsel. Das Thema ist längstens wissenschaftlich erforscht und die Mittelschicht ist nicht diejenige mit der größten Empathie. Nur die, die aufgrund der dickeren Geldbörse viel eher auf andere Fleischprodukte ausweichen könnte, was sie mehrheitlich aber nicht tut.
Der Mittelschicht ist es im Allgemeinen wichtiger, teure Prestigeobjekte zu besitzen und dafür am Essen zu sparen.
Deshalb lasssen sich die protzigen Neuwagen der Mittelschicht reichlich auf Aldi&CO. Parkplätzen wiederfinden.

Wobei ich insgesamt eine ganz starke Antipathie gegen den Pauschalbegriff Unterschicht habe. Wer genau soll das sein? Kann ich in unserer demokratischen Verfassung nicht finden.
CairnLover
  • Halbstarker
Beiträge: 571
Original von christianeadler:

Da frage ich mal ganz blöd, wie denn der Handlungsspielraum der Behörden bei einem Grossbetrieb mit 60 000 Schweinen aussieht.


Die gleichzeitig nur einen kleinen Teil der 800.000 Schweine in Sachsen-Anhalt darstellen, die nach den aktuellen Bestimmungen nicht tierschutzgerecht gehalten werden. Siehe Link der CDU.

Und ich frage mich, was überhaupt derzeit gesetzliche Grundlage für deutsche Schweinemastanlagen ist.

Geltende EU-Richtlinie: Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen
Schweine in der Großgruppe

Am 18. Februar 2009 ist im Amtsblatt der Europäischen Union die Richtlinie 2008/120/EG des Rates vom 18. Dezember 2008 über Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen erschienen. Ziel ist die Festlegung gemeinsamer, EU-weit geltender Mindestanforderungen für den Schutz von Zucht- und Mastschweinen, die eine rationelle Entwicklung der Erzeugung ohne Wettbewerbsverzerrungen ermöglichen, aber auch den Tierschutz berücksichtigen. Beschrieben werden unter anderem Haltungsformen und Stallbauten.

https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/schweinehaltung/pdf/rl-anforderungen-schweinehaltung.pdf/

Und hier mal eine Verordnung aus 2017 https://www.kreis-as.de/media/custom/331_720_1.PDF?1152849621
Da steht dann drin: Bereits genehmigte Schweinehaltungseinrichtungen müssen den Anforderungen des Art. 3 Nr. 2b der RL 91/630/EWG zuletzt geändert durch VO(EG) 806/2003 genügen.
Zuletzt geändert am 24.10.2017 15:54 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20682

Nicht ironisch?

@Christiane: Wer will denn Deine Meinung in eine „Klassengesellschaft“ oder gar in eine „Parteizugehörigkeit“ „pressen“? Ich bestimmt nicht. Denn auch ich habe meine Überzeugungen unabhängig davon gewonnen. Und bin ganz überwiegend auf Deiner Seite.


Aber zum eigentlichen Thema.
Die vollziehende staatliche Gewalt funktioniert nicht oder nicht zufriedenstellend, also muss sich der Bürger „selbst für die Erhaltung von Gesetzen einsetzen“? Ganz allgemein, oder bloß Tierquälern gegenüber? Denn es gibt ja noch andere Bereiche, in denen man zu diesem Schluss kommen kann. Du hast selbst das Sicherheitsbedürfnis angesprochen.
Und wie macht er das dann, wie sieht sein Einsatz aus? Rein defensiv? Dadurch, dass er eine Videokamera an seinem Haus installiert, kommt ja noch niemand zu Schaden. Bei einem Tierschutzaktivisten, der, sich auf öffentliches Interesse berufend, in fremdes Privateigentum eindringt, kommt dem gleichen Gerät eine andere Bedeutung zu. Der Aktivist muss sich auf Abwehrhandlungen gefasst machen. Darf er sich zum Zweck der Selbstverteidigung entsprechend ausrüsten?
Das Urteil gibt zu solchen Fragen keinen Aufschluss, es behandelt nur den konkreten, gewaltfrei verlaufenen Fall. Wenn es auch in der Revision Bestand hat, dann dürfte wohl auch die letzte Zucht- oder Mastanlage im Land sich absichern, wie Du es beschreibst, „mit meterhohen starkstromführenden Elektrozäunen, Videoüberwachung und Wachhunden“. Sind die Tierschutzaktivisten dann mit ihrem Latein am Ende oder wird die Konfrontation evtl. mit privaten Wachdiensten nur noch rabiater?

Du glaubst nicht mehr an öffentliche Aufmerksamkeit für den Tierschutz? Welches andere Druckmittel stellst Du Dir dann vor?(denn Druck muss ja immer wieder gemacht werden. Das Tierschutzgesetz datiert aus dem Jahr 1972; die Verankerung im Grundgesetz kam erst 2002; historisch betrachtet, eine kurze Zeitspanne, denn das Bewusstsein gerade den Tieren gegenüber ändert sich nur langsam.) Oder resignierst Du? Kann ich mir bei einem so tierlieben Menschen wie Dir eigentlich nicht vorstellen.

Das Gericht hat eine Straftat (Hausfriedensbruch) gegen eine andere (Verletzung des Tierwohls) aufgewogen und für zu leicht befunden, und es hat gleichzeitig anerkannt, dass der Nachweis des schwerer wiegenden Straftatbestandes nur im Rahmen des leichter wiegenden erbracht werden konnte. Das zeigt einen realistischen Blick auf KONTROVERSE Interessen und Bedürfnisse, die unser Zusammenleben prägen und eben deshalb einen handlungsfähigen Staat nötig machen. Also mir graut bei der Vorstellung, dass Tierschutzaktivisten beim Einbruch in Mastanlagen demnächst von privaten Wachmannschaften gestellt und ggf. verletzt werden. Wie würde dann wohl ein Gericht diese Form der Konfliktaustragung beurteilen?


@Feuerwolf: Warum machst Du Dir die Argumentation der Staatsanwaltschaft zu eigen? Wie hätte „unmittelbare Hilfe“ denn aussehen sollen? Die Tierschutzaktivisten haben den Tieren keine unmittelbare Hilfe leisten können, das liegt doch auf der Hand. Sie haben aber eine notwendige Voraussetzung für eine Verbesserung der Schweinehaltung geschaffen. Mehr konnten sie nicht tun.

Threaderöffnung: Mir geht es hier nicht um verdeckten Journalismus, sondern um ein Novum in der Rechtsprechung und die Frage, was das Urteil bedeutet. Aber vlt. hätte ich wirklich besser erst Dich gefragt, ob ich deswegen einen neuen thread aufmachen soll

Mittelschicht: Ich habe hier nur Eindrücke aus meiner näheren Umgebung wiedergegeben, und da sehe ich eben, dass sich die Menschen Tieren (Hunden und Katzen, aber auch z. B. den Wildenten im Teich) gegenüber sehr unterschiedlich verhalten. Das fängt schon bei den Kindern an.

@CairnLover: Du hälst es ja für angebracht, immer wieder Dein Einverständnis mit den Meinungsäußerungen von Christiane zu betonen . Warum nur macht sie das umgekehrt nicht auch? In dem Zusammenhang erlaube ich mir folgenden Hinweis:
C. schrieb: „... die Richter sind erfreulicherweise darauf (i.e. das Anliegen der Tierschützer) angesprungen“.
Du freust Dich also mit ihr über den Erfolg der Tierschützer? Wie schön. Oder ist Deine Mitfreude doch nur eingeschränkter Art, nach der Devise: Haus- und Nutztiere müssen geschützt werden, Wildtiere nicht ...“

-

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Feuerwolf
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Beiträge: 915
Original von Shibaherz:



Threaderöffnung: Mir geht es hier nicht um verdeckten Journalismus, sondern um ein Novum in der Rechtsprechung und die Frage, was das Urteil bedeutet. Aber vlt. hätte ich wirklich besser erst Dich gefragt, ob ich deswegen einen neuen thread aufmachen soll


Na, wenn du eine Meinungsäußerung meinereits gleich als Aufforderung siehst, mich wegen einer Threaderöffnung zu Fragen, ist da Dein Ding und allein Deine Interpretation.
Ich möchte jedenfalls nicht von Dir gefragt werden, ob und wann Du wo welchen Thread eröffnen kannst/willst/wirst etc. etc..

Mittelschicht: Ich habe hier nur Eindrücke aus meiner näheren Umgebung wiedergegeben, und da sehe ich eben, dass sich die Menschen Tieren (Hunden und Katzen, aber auch z. B. den Wildenten im Teich) gegenüber sehr unterschiedlich verhalten. Das fängt schon bei den Kindern an.


So liest sich das ganz anders als in Deiner zuerst getätigten in meinen Augen verallgemeinernden, abwertenden, blasierten, versnobten Aussage : " Natürlich ergreift die Empathie mit Mitgeschöpfen zunächst mal die Mittelschicht, zu der Du selbst ja auch gehörst. Und es wird sich im Kampf um die zahlenmäßig viel größere Unterschicht – wie auch in anderen Fragen! - erweisen, wer den Sieg davonträgt. "

http://www.deutschlandfunk.de/oben-mitte-unten-sozialwissenschaftler-vermessen-die.1148.de.html?dram:article_id=329444

Dann kommt noch dazu, dass sich die heute benutzte Definition der Soziologen bzgl. der Mittelschicht hat sich in den letzten 10-20-30-40 Jahren doch sehr gewandelt.
Zuletzt geändert am 24.10.2017 21:13 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20682
Du hast doch gestern erst geschrieben, dass es "hilfreicher gewesen wäre, keinen neuen thread aufzumamchen".
Und besten Dank für Deine abqualifizierenden persönlichen Bemerkungen.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 915
Original von Shibaherz:

Du hast doch gestern erst geschrieben, dass es "hilfreicher gewesen wäre, keinen neuen thread aufzumamchen".

Das war aber KEINE Aufforderung irgendetwas zu tun, sondern nur meine Meinungsäußerung !!
Ein himmelgroßer Unterschied !

Und besten Dank für Deine abqualifizierenden persönlichen Bemerkungen.

Den Ball hab`ich Dir nur zurückgeworfen. Genauso kam nämlich Deine erste Aussage auch an.
CairnLover
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Beiträge: 571
Ich persönlich denke, es ist lange bekannt, dass vieles in dem Bereich im Argen liegt. Und wenn die Menschen glauben, dass da alles in Ordnung ist, dann nur, weil sie es glauben wollen, um ihr Gewissen zu beruhigen.
Art- und tierschutzgerechtes Tierleben und Mastanlage sind zwei Dinge, die meiner Ansicht nach niemals kompatibel sein werden und ein Widerspruch in sich sind. Dabei darf man auch nicht nur die Nutztierrasse alleine sehen, sondern muss sich mal genauer mit den perversen Züchtungen dieser Nutztierrassen befassen.

Gleichzeitig bezweifle Ich, dass unsere Gesetze mehr hergeben, als im aktuellen Fall die groben Verstöße des Schweinemastbetriebs zu ahnden und ihn möglicherweise durch Auflagen zu zwingen, manches umzusetzen. Aber Letzteres scheint mir schon zweifelhaft. Darum ging es auch gar nicht.

Sondern um die Tierschützer und den Urteilsspruch zum widerrechtlichen Eindringen.
Wenn Du meine Ansicht dazu hören willst, nachdem ich die Sache von mehreren Seiten betrachtet habe, dann bezweifele ich, dass Selbstjustiz und Anarchie eine Lösung für unser Land sein können. Denn darauf laufen die Aussagen des Richters zweifellos hinaus.
Und wenn jeder, der meint, dass bei einem anderen etwas zu überprüfen wäre, das Gesetz selbst in die Hand nehmen würde, dann hätten wir hier bald das komplette Chaos. Ich halte das ehrkich gesagt für wenig erstrebenswert.

Meine Ansichten zur Natur scheinen mit deinen nichts zu tun zu haben. Sie haben auch nichts mit dem Wolf zu tun, der für mich mehr eine zusätzliche und überflüssige Grausamkeit der Natur darstellt und nichtmal annähernd für eine ausgeglichene Natur sorgt.
Es gibt in meinen Augen weit Wichtigeres, das zu thematisieren wäre. Das bezieht sich auf Verbote der eingesetzten krankmachenden und auch bienengiftigen Pflanzenschutzmittel, wie Glyphosat. Die allgemeine Belastung unserer Nahrung mit Petiziden und Chemikalien. Die zweifelhafte Zwangsflouridierung der Bevölkerung, die auch über Milch, Fleisch und Gemüse stattfindet. Die hohe Belastung mit Resten von Medikamenten in Fleisch und innerstädtischem Trinkwasser. Generelle Verbote des Anbaus von gentechnisch verändertem Saatgut. Abschaltung von AKWs auch im Ausland. Verbot von Kohlekraftwerken, die generell extrem schädlich sind. Sicher habe ich noch einiges vergessen. Aber das alles hat einen großen Einfluss auf die Natur und die Menschen und Tiere, die darin leben.
Ein generelles Jagdverbot, denn D wird zwangsbejagt, als wären wir noch Feudalherren des 16. Jahrhunderts.
Dazu werden die Wildtiere im Winter reichlich mit Futter versorgt, manche Jagdpächter sollen hierzu sogar Kohl anbauen, damit es im Sommer viel zu jagen gibt.
Das Füttern des Wilds im Winter hat nun mal gar nichts mit der Natur zu tun, sondern ist ein klarer Eingriff des Menschen in die Natur. Wir sorgen mit diesen Strukturen selbst für vermehrte Wildschäden, die dann als Begründung für die Einführung eines Raubtiers herhalten müssen. Blöder geht es wirklich nicht. Ganz abgesehen davon sorgen wir mit diesen Jagdstrukturen selbst dafür, dass sich die Füchse wie blöde vermehren, die genauso im Rudel leben, wie Wölfe uund sich ohne Bejagung wesentlich weniger stark vermehren würden. Nichtmal der Fuchsbandwurm kann als Jagdgrund herhalten, weil man den mit Fraßködern schnell in den Griff bekommen könnte.
Wenn einer die Natur und das, was für die Natur wirklich wichtig ist, auf den Wolf reduziert, dann hat er in meinen Augen nicht kapiert, was Natur bedeutet. Wir tun alles dafür die Natur kaputt zu machen und jedes natürliche Gleichgewicht zu vernichten. Der Wolf nutzt da auch nichts, um die Lage zu verbessern. Die Rettung der Bienen wäre in meinen Augen eine sehr viel wichtigere Aufgabe für die Natur und die gesamte Menschheit.
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