Schulterknochen und Markknochen - mit Vorsicht zu genießen?

LadyCJ
  • Forenwelpe
Beiträge: 14
Halli hallo,

ich habe 2 große Knochen für meine Süße gekauft, bin aber doch etwas unsicher muss ich gestehen...
es handelt sich einmal um einen Schulterknochen mit Fleischresten und um einen Markknochen gefüllt mit Fleisch. Ich weiß, dass manche Knochen sehr splittern, andere wiederrum gar nicht - wie ist das denn bei den beiden? Ich kann mich da leider beim besten Willen nicht mehr erinnern, welche man problemlos füttern kann und welche splittern.

Vielen Dank schonmal
Love me, love my dog!
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
nach meinem (!) Wissen splittern Knochen nur wenn sie zuvor erhitzt , also gekocht oder gebraten oder .... wurden.Kalt und roh splittern nicht mal Hähnchen Knochen.Markknochen und/oder Beinknochen bekommt meine Ronja oft und sie liebt sie innig.Probleme hatten wir damit noch nie , nicht mal ansatzweise.
Die Knochen die ich ihr gebe sind vom Rind , Hammel , Ziege und ab und zu mal vom Reh oder Hirsch
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
halunke
  • Begleithund
Beiträge: 1220
tomstep trifft den nagel auf den kopf...roh geht so ziemlich alles...
es könnte halt sein, dass wenn hund sonst nie was rohes bekommt, er dann mit durchfall, oder verstopfung reagiert. natürlich sollten knochengröße auch auf die größe des hundes abgestimmt sein. frisst ein dackel einen schulterknochen ganz könnte er massiven knochenkot bilden, wohingegen der fräulein schäfer, diesen wunderprächtigt zersetzt.

ich kenne auch viele, die markknochen auskochen und sie dann zum nagen geben, allerdings nur, wenn sichergestellt ist, dass hund die großen knochen nicht zerbeißen kann.
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
Gast
  • Forenwelpe

Besuchshund

Da muss ich tomstep und halunke energisch widersprechen!

Auch rohe Knochen splittern, und das umso schärfer und spitzer! Das z.B. ein Chihuahu einen Markknochen nicht zerbeissen kann, so daß er splittert, ist klar. Aber ein großer Hund mit kräftigem Gebiss kann das sehr wohl. Unser Max , Berner Sennenhund, kriegt jeden Knochen klein. Grundsätzlich sollte man keine Röhrenknochen verfüttern, da sie eben auf Grund der "Röhre" brechen und so splittern. Ganz extrem sind alle Geflügelknochen, Hase oder Rehwild. Und das, egal, ob roh oder gekocht. Am idealsten sind zum verfüttern Knochen, die eine durchgehende, gefüllte Substand haben, z. B. Kalbsknochen oder Rinderknochen vom Brustkern.

Und halunke, ich hoffe nicht, dass Du mit "so ziemlich alles" keine Knochen vom Schwein meinst. Darin können höchst gefährliche Erreger sein, die beim Hund zum Tod führen können.

Und mal ehrlich, einen Mark - Knochen kann man stundenlang kochen, der wird nie weich werden.

Von Markknochen bekommen übrigens sehr viele Hunde Durchfall.
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
+ 1

na ja , auch diese Aussage ist nicht völlig korrekt uwschwientek

klar , man kann aus vielem das Pro oder das Contra in den Vordegrund rücken.Ist ja auch in Ordnung , mache ich ja auch so , aber ........

Hier ist mal ein Artikel von http://www.lindermanns-tierwelt.de/ernahrung/welche-knochen-durfen-hunde-fressen/ , das entspicht meinen eigenen (!) langjährigen Erfahrungen mit 5 Hunden verschiedenster Rassen / Mischlingen :



Knochen werden von den meisten Hunden gerne benagt, geknackt und gekaut. Doch immer wieder kommt bei Hundehaltern die Frage auf, ob das Füttern von Knochen überhaupt sinnvoll ist. Können gesundheitliche Probleme entstehen? Und welche Knochen dürfen überhaupt verfüttert werden, welche nicht?

Grundsätzlich und für alle Knochen gilt: Rohe Knochen können bedenkenlos verfüttert werden. Gekochte Knochen sind immer tabu, egal von welchem Tier sie stammen.

Auch Hühnerknochen sind im rohen Zustand geeignet

Weit verbreitet ist die Annahme, Geflügelknochen seien so spröde, dass beim Zerbeißen scharfe und spitze Knochenfragmente entstünden, die den Verdauungstrakt des Hundes lebensbedrohlich verletzen könnten. Das trifft allerdings nur auf gekochte, gegrillte oder anders erhitzte Exemplare zu. Fakt ist, dass die Knochen aller Tierarten nach dem Erhitzen nicht mehr für Hunde geeignet sind, weil genau diese Veränderungen in der Knochenstruktur auch bei Rind, Lamm, Schwein und allen anderen Tieren eintreten. Dieser Grundsatz sollte unbedingt beachten werden, auch wenn es schade erscheint, dass man die Reste einer feudalen Mahlzeit statt im Hundenapf im Biomüll entsorgen muss und Bello mit tropfendem Zahn danebensteht.

Knochen von jungen Schlachttieren sind am besten geeignet. Diese Knochen enthalten viele Mineralien und Spurenelemente und sind sehr elastisch. Außerdem kann man davon ausgehen, dass sich weniger oder keine Schadstoffe in die Knochenstruktur einlagern konnten. Wenn noch Fleischreste am Knochen sind, freut sich der Hund umso mehr und kann die Knochenmahlzeit insgesamt besser verdauen.

Schwein – Ja oder Nein?

Rohes Schweinefleisch war in der Hundefütterung lange Zeit verpönt. Schuld daran war die Angst vor übertragbaren Krankheiten. Schweine können das Virus der sogenannten „Pseudowut“ tragen, ohne wirklich krank zu erscheinen. Für Hunde ist eine Infektion jedoch immer tödlich. Da in Deutschland diese Erkrankung anzeigepflichtig ist, gibt es gesicherte Zahlen zur Ausbreitung der Seuche, die zeigen, dass die Hausschweine nahezu frei von dem Erreger sind. Rohes Fleisch und Knochen vom Wildschwein sollte jedoch nach wie vor vermieden werden.

Auch die Angst vor Salmonellen lässt Hundebesitzer immer wieder zweifeln, ob eine Rohfütterung sinnvoll ist oder nicht. Wenn darauf geachtet wird, dass nur qualitativ guter und frischer Knochen verfüttert wird, sind auch in dieser Hinsicht keine Probleme zu erwarten. Gesunde Hunde haben zudem ein sehr effektives Abwehrsystem im Magen-Darm-Trakt, sodass geringe Mengen von krankmachenden Bakterien mühelos verarbeitet werden können. Wer sich jedoch unwohl dabei fühlt, sollte seinem Vierbeiner lieber Knochen von Rind, Lamm, Ziege oder Kaninchen anbieten.

Vorteile der Knochenfütterung

Um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, ist die Knochenfütterung nur beim Barfen – beim Füttern von rohem Fleisch mit Obst und Gemüse – wirklich notwendig. Im Rahmen anderer Fütterungsarten ist es für Hunde wiederum eine sinnvolle und artgerechte Beschäftigung, die rohen Knochen zu bearbeiten, Fleischreste abzuknabbern oder das Knochenmark herauszulecken. Auch auf die Zahngesundheit wirkt sich das Verfüttern von Knochen positiv aus, da der mechanische Abrieb die Zähne reinigt und das Abnagen die Kau- und Kopfmuskulatur stärkt.

Wer Knochen verfüttert, muss aber unbedingt auf den Stuhlgang des Hundes achten. Zu viel Knochen können zu Verstopfungen führen, zu viel Knorpel in Einzelfällen zu Durchfall. Eine angemessene Portion umfasst maximal 10 g Knochen pro kg Körpergewicht des Hundes. Denken Sie daran, bei Hunden, die zu Übergewicht neigen, die übliche Tagesration an Hundefutter etwas zu reduzieren, da dem Hund durch die Knochenfütterung zusätzliche Kalorien zugeführt werden.

Grundsätzlich können sämtliche Knochen von Schlachttieren verfüttert werden. Auch verschiedene Gelenke, Geflügelhälse oder Kaninchenköpfe sind für Hunde eine willkommene Abwechslung. Beliebte Knochen mit Fleischanteil sind Rinder-/Kalbs-Brustknochen, sowie Markknochen, Lammrippchen, Hühner- und Putenhälse sowie Hühnerrücken.
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 30.11.2015 11:54 Uhr
Gast
  • Forenwelpe
Ja, das glaube ich gerne, bin ja auch nicht d e r Fachmann für die Hundefütterung. Aber danke für den Auszug aus der fachmännischen Literatur. Ist auch für mich Neues und Interessantes dabei. Habe ja nun schon seit fast 37 Jahren Hunde, Cocker, Vorstehhunde, Berner und Frensch Bully, und vieles wurde früher von einer anderen Seite betrachtet. Wahrscheinlich daher auch noch einiges aus meinem, inzwischen wohl veralteten, Wissen. Aber der Mensch ist ja lernfähig, lach....

Aber bei Röhrenknochen habe ich nach wie vor etwas Bedenken, da ich ja selber sehe, wie außergewöhnlich spitz und scharf sie sein können.

Röhrenknochen waren grundsätzlich verpönt und Schweinefleisch roh sowieso. Ich finde es toll, dass sich da manches, auf Grund wissenschaftlicher Untersuchungen, geändert hat.

Auch meine Katzen sind z.B. total scharf auf rohes Schweinefleisch. Da habe ich mich auch schon vor Jahren "breitschlagen" lassen. Katzen können ja bekanntlich kleine Tyrannen sein............. Bisher hat es wirklich noch keiner geschadet.

Danke tomstep - bin für jede neue Info offen! (Ich hoffe, ich bekomme weiterhin meine "Lacher"
halunke
  • Begleithund
Beiträge: 1220
danke tomstep!!
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
holy underdog
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 3812
Super Beitrag, tomstep ! Und super ausführlich !

Aber einen "kleinen" Warnhinweis hätte ich - betreffend: gesägte Markknochen vom Rind...egal, ob roh oder gekocht:

Je nach Grösse des Hundes (Gebiss) und je nach Grösse des Markdurchmessers - ich meine das Loch, das übrig bleibt, wenn das Mark "rausgelutscht" ist...kann dieser hohle Knochen genau über die beiden unteren Eckzähne des Hundes passen - und drauf stecken bleiben !

Das hab ich einmal mit Teddy erlebt - da war Panik im Karton ! Teddy hat sich fast überschlagen, um das Ding loszuwerden !
Mit viel Beruhigung und Geduld hab ich das Ding zum Glück wieder loslösen können - andernfalls Tierarzt !..

Knochen-Loch also entweder viel kleiner oder viel grösser als der Abstand der Eckzähne !
LG holy underdog
„Haben Tiere eine Seele und Gefühle“ kann nur fragen, wer über keines der beiden verfügt.
(Eugen Drewermann)
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
Davor wollte ich auch warnen



Zum Aujeszky- Virus (Pseudowut) wäre noch zu sagen, dass der in Deutschland seit 2001 bei Hausschweinen nicht mehr aufgetreten ist. Trotzdem ist noch Vorsicht geboten, denn, wenn ich z. B. Fleisch im Supermarkt kaufe, ist nicht garantiert, dass es aus Deutschland kommt. Ich füttere meine Hunde zwar auch mit Schweineknochen, aber nur aus Hausschlachtung in der Region. Sehr wichtig ist der Hinweis auf die Wildschweine. Ich habe das zwar nur für NRW und Niedersachsen verfolgt, aber hier ist inzwischen jedes zehnte Wildschwein infiziert.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
Gast
Hallo zusammen,
so etwas kann auch mit viel banaleren Dingen wie z.B. einem Denta-Stick passieren. Hund fängt, beißt richtig zu und zerlegt den Stick in drei Teile. Rechts und links fällt je ein Teil runter und der Rest verklemmt sich im Oberkiefer. Nur hat Timmi keine Panik geschoben, bei irgend etwas ungewöhnlichem rannte er zu Frauchen und zeigte an wo es schiefläuft. Ich konnte das Stück dann entfernen ohne blutige Finger zu bekommen. Alicia musste ich so einen Ring schon mal komplett vom Unterkiefer sägen. Er war über die Fangzähne gerutscht und war nicht zu lösen ohne ihr die Lefzen kaputt zu machen.
LG, Alidasy mit Banditen
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online
pband1
pband1Online seit
13 Minuten
mopeatze
mopeatzeOnline seit
18 Minuten
Dreavoss
DreavossOnline seit
25 Minuten
tomstep
tomstepOnline seit
30 Minuten