reagiert aggressiv bei anderen rüden

bessii
  • Forenwelpe
Beiträge: 15
+ 1
hallo,
bin neu hier und möchte alle erst mal herzlich grüßen,
da ich kurz davor bin meinen hund kastrieren zu lassen habe ich mal im internet geschnüffelt um mir ein paar infos zu holen,
aber gebracht hat mir das erlich gesagt nichts, da die meinungen sooooooooooo verschieden sind,
vielleicht könnt ihr mir ja etwas weiter helfen,
werde euch mal meinen raufbold chacky schildern,
er ist ein schäferhundmix, 2 1/2 jahre, super lieb zu kinder, gehorsam: fast perfekt, kein ärger mit radfahrer,jogger u.s.w. lernt sehr schnell, so jetzt das problem: er tickt völlig aus wenn er andere rüden sieht, hat sich absolut nicht mehr unter kontrolle, das geht so weit das er um sich beisst und mich schon ein paar mal erwischt hat, er verwandelt sich schlagartig zur bestie, ich versuche schon immer wenn ich sehe das er sich größer macht und anfängt zu fixieren das zu unterbinden, klappt dann auch aber das geht nicht immer weil man in situationen kommt wo man nicht so schnell reagieren kann,
an nicht besuchte orte lass ich ihn auch frei laufen, klappt auch super muß ihn nur rufen dann kommt er sofort,manchmal geht er nicht mal von meiner seite, also ist die bindung zwischen uns soweit ok, desweiteren richt er hündinnen 10 meilen gegen den wind und fängt dann an zu winseln dann ist er völlig gestresst, wenn ich wüßte das ich ihm den ganzen stress mit einer kastration nehmen kann würde ich es sofort machen,
bin viel mit ihm unterwegs, habe angefangen mit der dummyarbeit,suchspiele,ballspiele,frisbee,radfahren das macht ihn rießen spass,also ausgelastet ist er, ich habe nur dieses problem und das ist nicht so ungefährlich,
freu mich auf antworten
Smart4free
  • Forenwelpe
Beiträge: 55
+ 1
Hallöchen!
Würde sagen, dass er von Anfang an überhaupt nicht sozialisiert wurde und nie richtig gelernt hat mit anderen Hunden umzugehen?
Besuch doch mal eine Hundeschule mit ihm...das ist sicherlich eine gute Möglichkeit dem Problem auf den Grund zu gehen...
Grüße
visitor
  • Alpha Hund
Beiträge: 7442
Hi,

bestimmt hast du dich schon mal durch die Beiträge hier gelesen, oder auch durch diese:

http://www.dogspot.de/forum/thema/kastration-pro-und-contra/
http://www.dogspot.de/forum/thema/kastration-was-kann-oder-wird-sich-aendern/

Sehr oft ist das Verhalten, das du beschreibst, durch ein gutes Training zu ändern. Was hast du in dieser Hinsicht schon unternommen oder wie hast du bisher solche Situationen geübt?

Lieben Gruß Tina
Ein Australian Terrier ist gut - zwei sind besser!


Der Mensch versteht aus gutem Grund am besten sich mit seinem Hund, vor allem seiner Meinung wegen: Der Hund sagt nämlich nichts dagegen ...
Zuletzt geändert am 10.10.2010 12:28 Uhr
bessii
  • Forenwelpe
Beiträge: 15
+ 2
danke erst mal für die antwort,
als erstes versuche ich immer ruhig und gelassen zu bleiben wenn ich sehe auf uns kommt ein hund zu aber ich ertappe mich trotzdem ab und zu das ich denke: oh gott ein andere hund jetzt gehts wieder los,
wenn ich sehe er macht sich größer und fängt an zu fixieren sage ich zu ihm : (mit einem strengen) nein und wechsle die richtung, macht er kein theater gibts ein lob und leckerli aber das ist selten, ich habe mit allem möglichen ablenkungen geübt,
er kann sich überhaupt nicht mehr richtig konzentrieren, er steht total unter strom wenn wir im park sind und viele hunde unterwegs sind, ich glaube dann weß er nicht wen belle ich nun zu erst an, stress pur für ihm, ich versuche dann immer ruhig zu bleiben und einfach weiter zu gehen aber das ist nicht so einfach wenn er dann anfängt an der leine wie ein känguru zu springen und sich aufführt wie eine bestie, ich trainiere jeden tag mit ihm aber es wird einfach nicht besser,
ich frage mich immer: was mache ich falsch???
Zuletzt geändert am 10.10.2010 12:29 Uhr
bessii
  • Forenwelpe
Beiträge: 15
hi,
als erstes versuche ich immer ruhig und gelassen zu bleiben wenn ich sehe auf uns kommt ein hund zu aber ich ertappe mich trotzdem ab und zu das ich denke: oh gott ein andere hund jetzt gehts wieder los,
wenn ich sehe er macht sich größer und fängt an zu fixieren sage ich zu ihm : (mit einem strengen) nein und wechsle die richtung, macht er kein theater gibts ein lob und leckerli aber das ist selten, ich habe mit allem möglichen ablenkungen geübt,
er kann sich überhaupt nicht mehr richtig konzentrieren, er steht total unter strom wenn wir im park sind und viele hunde unterwegs sind, ich glaube dann weß er nicht wen belle ich nun zu erst an, stress pur für ihm, ich versuche dann immer ruhig zu bleiben und einfach weiter zu gehen aber das ist nicht so einfach wenn er dann anfängt an der leine wie ein känguru zu springen und sich aufführt wie eine bestie, ich trainiere jeden tag mit ihm aber es wird einfach nicht besser,
ich frage mich immer: was mache ich falsch???

auf den hundesportplatz war ich auch mit ihm über ein jahr, hat nichts gebracht,bin dann nicht mehr hingegangen weil die hh mit ihren hunden abstand genommen haben von meinem hund,
er versteht sich aber gut mit hündinnen, der nachbars hund war sein kumpel aber leider ist er verstorben
OlèOla
  • Begleithund
Beiträge: 713
+ 1
Hallo Bessii,

erstmal ein paar Fragen, die vielleicht einiges etwas klarer werden lassen.

Ist dein Hund von Anfang an bei dir aufgewachsen oder wann kam er zu dir?

Wie verhält er sich anderen Rüden gegenüber, wenn er im Freilauf ist?
(Oder hat er keine Rüdenkontakte?)
Wenn nein- seit wann nicht mehr oder schon immer nicht?

Wie verhält er sich Hündinnen gegenüber?
Ist er entspannt oder irgendwie sexuell übermotiviert?

Warst du mal bei einem/r Hundetrainer/in?
Ein Verein kann bei so speziefischen Problemen oft nicht so gut und präzise unterstützen, wie ein guter Trainer,
der sich explizit nur eurem Problem widmet.

Und Gruppentraining ist für den Anfang natürlich auch eher kontraproduktiv.

Wann fing sein Verhalten denn genau an?

Vielleicht beantwortest du ja die Fragen und dann können wir etwas besser helfen.
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
bessii
  • Forenwelpe
Beiträge: 15
hallöchen,

Ist dein Hund von Anfang an bei dir aufgewachsen oder wann kam er zu dir?
wir haben ihn als welpe bekommen

Wie verhält er sich anderen Rüden gegenüber, wenn er im Freilauf ist?
er hatte sich sehr gut mit dem nachbars hund(rüde) verstanden, er ist immer ausgebüchst und hat unseren chacky besucht, leider ist er im hundehimmel, sonst gibt es keine möglichkeiten das er mal mit anderen rüden zusammen kommen könnte, im welpenalter hatte er viel kontakt mit anderen rüden aber da machten die leute auch keinen rießen bogen um uns, heute sieht das anderst aus wenn die hh mich mit meinen schwarzen sehen sind die ganz schnell weg und wenn nicht rastet er aus, gestern hatte ich ein erfolgserlebniss, auf der anderen straßenseite waren zwei hunde bin einfach weiter gegangen er hatte kein theater gemacht entweder hat er sie nicht gesehen oder er hat sie einfach ignoriert, ich habe ihn sofort gelobt und es gab ein leckerli, aber kurz davor trafen wir einen hund da wollte er wieder ausrasten hatte es aber sofort unterbunden, muss dazu sagen das ich ein halti benutze und das klappt damit sehr gut weil ich ihn dann zwinge das er mich an schauen muß, lasse ihn aber vorher sitz machen, ist er aber schon in diesem roten bereich habe ich keine chance mehr dann kann ich nur noch leine lang lassen und ihn hinter mir her ziehen,

Wie verhält er sich Hündinnen gegenüber?
er ist sexuell übermotiviert, wenn er eine spur aufgenommen hat ist er angespannt und ich bekomme ihn nur mit zwang von der stelle weg, dann weiß ich da war eine hündin

Warst du mal bei einem/r Hundetrainer/in?
würde ich sehr gern machen aber finanziell kann ich mir das nicht leisten

Wann fing sein Verhalten denn genau an?
mit zehn oder elf monaten fing das an,

ich glaube mein hund hat ein sehr feines gespür was mich betrifft, z.b. wenn ich denke jetzt gehe ich gleich mit ihm gassi steht er schon vor mir guckt mich an und ist in erwartungshaltung, wenn wir unterwegs sind und wir auf einen anderen hund treffen versuche ich immer ruhig und bestimmt zu sein aber er spürt sofort die kleinste unruhe in mir, darum muß ich noch an mir arbeiten, ich möchte ihn aber auch diesen ganzen stress ersparen wenn es um hündinnen geht, darum wollte ich auch wissen ob eine kastration gut wäre für ihn, denn als deckrüde ist er nicht vorgesehen da würde er nie eine möglichkeit haben,

danke schon mal das ihr eure zeit für uns in anspruch nehmt, lg, bessii
emsrudel
  • Halbstarker
Beiträge: 324
Hast du niemanden, mit dem du solche Situationen "üben" kannst ?

Freies Gelände, aufeinander zu gehen, sollte deiner reagieren, ohne Kommentar Kehrtwende.

Das ganze solange, bis ihr streßfrei aneinander vorbei gehen könnt ?
bessii
  • Forenwelpe
Beiträge: 15
hallo emsrudel,

hatte ich auch schon drüber nachgedacht, müßte ich mal nachfragen ob die jenige da mit spielt
Yoshi_PI
  • Halbstarker
Beiträge: 537
Hallo bessii,

herzlich Willkommen im Forum

Du beschreibst meinen Hund? ^^

Wenn ich dir einen Rat/Tipp geben kann..., die Kastration ist keine Erziehungshilfe!
Die Entfernung der Hoden würde ihm in keinerlei Hinsicht den Blick für andere Rüden nehmen.
Alles was sich ändert ist, er wird keinen Nachwuchs mehr produzieren können und nicht mehr so extrem auf läufige Hündinnen reagieren.
Yoshi läuft mit ihnen sogar in ihrer Hitze, ihm sind sie völlig egal geworden, er wundert sich über ihre Aufdringlichkeit aber kann sexuell nichts mehr mit ihnen anfangen.
Er war 1,5 als er operiert wurde.

Das Geld was du für den TA ausgeben würdest (ca. 200 €) stecke lieber in ein gutes Erstgespräch mit einem erfahrenen Hundetrainer für Verhaltensauffälligkeiten und ein paar Stunden zur Festigung deines Verhaltens in solchen Situationen.

Ich dachte immer, oh mein Gott, der arme Hund, muß sich immer aufregen, der platzt ja fast, das gibt n Schlaganfall.
Aber als ich mir von der Hundetrainerin die Körperhaltung während eines "Anfalls" entschlüsseln ließ, war ich eines besseren belehrt.

Unser Hund hat es über viele Monate zu einem spannenden Ritual werden lassen, er riecht (bestimmte) unkastrierte Rüden auf über 200 m Entfernung und läuft unerwartet rasant zur Höchstform auf!
Er unterbricht jedes tolle Spiel, ihm fällt das beste Futter aus dem Maul, er umgibt sich mit totaler Taubheit wenn´s los geht!

Drum bin ich für uns ab von der Bezeichnung "Leinenpöbler", Yoshi ist hiervon freigestellt worden.
Kastraten, Hündinnen, Welpen und sogar ein paar intakte souveräne Rüden sind ok für ihn.

Die Motivation eines Leinenpöblers wächst aus anderen Quellen, oft eine nicht ausreichende Sozialisierung, überängstliche Halter, verzogene Hunde die kein Nein akzeptieren usw. aber die liegt bei euch wohl nicht vor.

Und wenn du Chucky´s Ursachen so präzise eingrenzen kannst, dann geh und suche dir einen Trainer, da habt ihr beiden ganz bestimmt mehr davon.

Viele Grüße,
Inga

PS: Yoshi ist sein 1 Jahr kastriert, nun so als Hinweis für dich.
Liebe Grüße, Inga & Yoshi
smiles
Zuletzt geändert am 11.10.2010 10:20 Uhr
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