Rangordnung und Pubertät

Gast
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...

Sorry Amy... (Halloooo? )

DAS

Milo knurrte neulich unseren 14 monatigen Neffen an und es hagelte Kritik weil Ich nicht eingegriffen hab-


war missverständlich formuliert und ich hab's anders verstanden, als du es meintest.
Zuletzt geändert am 26.12.2011 21:16 Uhr
Laursen
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2588
+ 1
hej,

was Milo geschrieben hat, war tatsächlich missverständlich geschrieben, denn es gibt tatsächlich Menschen, die meinen man sollte nicht eingreifen, wenn ein Hund knurrt.
Dabei ist es doch wirklich so, dass man einen Hund nicht ernst nimmt, wenn er knurrt und man dann nicht reagiert.
Das soll nun auf keinen Fall bedeuten, dass man den Hund für das Knurren bestrafen soll aber der Hund fühlt sich genötigt zu drohen, deshalb soll und kann man das Knurren nicht einfach mit Kommunikation abtun, das würde eigentlich bedeuten, dass man ignoriert, was er mein kommunizieren zu müssen.
Grundsätzlich hat man immer zwei Möglichkeiten auf das Knurren des Hundes zu reagieren, entweder man nimmt den Hund weg oder man schützt den Hund.
Anschliessend hat man wieder grundsätzlich zwei Möglichkeiten mit dem Grund umzugehen, weshalb der Hund geknurrt hat.
Entweder der Hund hat sich unnötig bedroht gefühlt, dann ist es normalerweise richtig den Hund an die Situation vorsichtig zu gewöhnen, so dass er sich nicht mehr dazu genötigt fühlt, zu drohen oder aber man versucht den Hund zukünftig nicht mehr solchen Situationen auszusetzen.
Hunde können zwar auch im Spiel knurren und das sollte man sogar fördern, den im Spiel üben sie auch soziale Verhaltensweisen ein und es ist wirklich wünschenswert, dass ein Hund sich bemerkbar macht und droht, bevor er sich genötigt fühlt zu beissen oder zu schnappen aber Spielsituationen sind eigentlich leicht zu erkennen, vor allem wenn man selber mit dem Hund spielt.
Vom Spielen abgesehen sollte eigentlich bei jedem HH sofort die Alarmanlage im Kopf anschlagen, sobald der eigene Hund knurren muss, den es bedeutet nichts anderes als dass man sofort aktiv werden muss.

@meerestaucher Entschuldigung, das oben erschien mir als zu wichtig.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du zu sehr versuchst dieses Problem mit abstraktem Denken zu lösen.
Deine Hunde sehen Dich als Mensch und selbst wenn es nicht so wäre, so ist es durchaus normal, dass ein drittes Individuum darauf reagiert, wenn zwei sich streiten.
Deshalb kannst und darfst Du die beiden Streithähne trennen, wenn Du es willst, deswegen haben sie kein Problem mit Dir, genau so wenig wie sie es haben, wenn Du es nicht tust.
Was nun das Verhältnis der beiden Hunde angeht, leider können wir nicht in die Zukunft schauen, Du hast aber die Wahrscheinlichkeiten für Dich.
Soll heissen, es ist wirklich sehr wahrscheinlich, dass die beiden wieder lernen miteinander aus zukommen.

Tatsächlich kann es wirklich Sinnvoll sein, die beiden Hunde das bei einer günstigen Gelegenheit regeln zu lassen.
Scheinbar hat Bino vergessen, dass er eigentlich wirklich an einem harmonischen Zusammenleben mit Floey interessiert ist und das kann er lernen, wenn er die Konsequenzen von seinem Verhalten tragen muss.
Leider könnte es tatsächlich geschehen, dass die Beiden in so einem Streit zu weit gehen und dass sie deshalb nicht mehr miteinander klar kommen können anschliessend.
Dies ist wirklich selten zwischen den Geschlechtern aber es kommt vor.
Es ist aber wahrscheinlicher, dass ungeklärte Spannungen die Atmosphäre auf Dauer langfristig vergiften können.

Wenn wir mit zwei Hunden leben wollen, dann dürfen wir nie vergessen, dass wir eigentlich ihnen das Aufzwingen.
In der Natur könnte ein Hund immer Anschluss an eine andere Gruppe suchen, wenn er sich wirklich verkracht hat, diese Möglichkeit haben sie bei uns überhaupt nicht.
Deshalb kann es geschehen, dass wir die Hunde genau so trennen müssen, wie wir sie gezwungen haben, zusammen zu leben.
Natürlich ist das Mist aber das Problem ist eigentlich das, dass auch Hunde eine Persönlichkeit haben und die können wir ihnen nicht nehmen, ohne dass wir sie brechen.
Wenn es dann noch um Spannungen unter zwei Hunden geht, würde dieses Brechen unheimlich weit gehen, so dass ich persönlich es als Folter ansehen würde.

Liebe Grüsse aus dem Norden
casabianca
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 3742
+ 1
Original von Miilo&Amy:

Niemals, darfst du schimpfen, wenn ein Hund knurrt!
Milo knurrte neulich unseren 14 monatigen Neffen an und es hagelte Kritik weil Ich nicht eingegriffen hab- aber wenn mein Hund nicht mehr drohen darf überspringt er diesen Schritt und es kann schlimmer enden...

Ich persoenlich sehe das so:
Meine Hunde haben ziemlich viel "Freiheit" und das betrifft nicht nur die Kommunikation untereinander, sondern auch die Kommunikation mit den Menschen.
Da ich meine Hunde ganz gut kenne und auch Situationen mitterlweile ganz sehr gut einschaetzen kann und sogar ziemlich schnell in meinen Reaktionen bin (Uebung macht den Meister ), duerfen sie auch mal Knurren. Das betrifft aber nur Situationen mit Erwachsenen, denn eine erwachsene Person kann reagieren und eine derartige Situation sofort aufloesen (meisstens bin ich ja eh dabei und erhoehe dann z.B. sofort die Distanz oder ich stelle mich dazwischen etc etc).

Bei Kindern sieht das aber ganz anders aus! Sicherlich wuerde ich meine Hunde niemals mit der Leine schlagen, aber sie bekommen ein "NA!" zu hoeren und muessen sich dann zurueckziehen (neben mir absitzen, sich hinter mich stellen, weggehen). Ein Kind ist solchen Situationen ueberhaupt nicht gewachsen. Erwachsene reagieren in der Regel automatisch, wenn ein Hund droht, mit einem Rueckwaertsschritt oder auch mit einem beruhigenden "iss ja gut" und in der Regel versuchen sie dann auch so wenig grossartige Bewegungen wie moeglich zu machen. Ein Kind kann das alles nicht!
Segue l’amico delle greggi, il forte Animoso mastin, di ferree punte Armato il breve collo: abil difesa Incontro al lupo assalitor. Robuste E nervose le membra, e scintillanti Abbia gli occhi, e mantel bianco, Convolto di pelo assa, che dalle Acute il salvi scane de’ lupi, e si’ li Cacci e assalti. (C. Arici, 1824, La Pastorizia)
caro137
  • Begleithund
Beiträge: 1683
+ 1
Es ist sicher situationsabhängig, aber wenn ein Hund als Verteidigung und Warnung knurrt, weil er keine Möglichkeit hat auszuweichen oder andere Signale wie Bilck abwenden etc. schon ignoriert wurden - und er wird dann noch fürs Knurren bestraft....dann kann es sein dass er irgendwann lernt nicht mehr warnend zu knurren sondern direkt ohne Vorwahrnung zuschnappt. Und dann wirds richtig unangenehm /gefährlich
The greatness of a nation and its moral progress can be judged by the way its animals are treated (Mahatma Gandhi)

Nur indem wir die Hunde vor gefährlichen Menschen schützen,
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Zuletzt geändert am 27.12.2011 10:07 Uhr
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