Praktischer Tierschutz im Tierheim Berlin

Feuerwolf
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Beiträge: 919
Dann guten Appetit ! Dort sollte er wirklich wieder hin.
LG Feuerwolf
benchen
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Er arbeitet dran.
Shibaherz
Beiträge: 20685
@Benchen: Natürlich hätte es der alte Hund aus dem TH Berlin bei Dir besser gehabt als dort. Aber kann es vlt. sein, dass seine Vermittlungschancen an Dich auch durch Dein rüdes Auftreten und Deine rüde Wortwahl gemindert wurden?
Aber jetzt kommt es ja darauf an, dass Spike mit Deiner Hilfe mit seiner Umwelt zurechtkommt.

@Christiane: Sieh Dir mal Benchens Fotogalerie von dem „Schönen“ (Franz, 2015 verst.) an. Es springt ja in die Augen, dass sie alles für den Hund getan hat – vlt. gepaart mit einer Portion Rücksichtslosigkeit anderen (ebenfalls rücksichtslosen) Hundehaltern gegenüber.
Und die Meerschweinchen hat er auch nicht gefressen.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 19.12.2016 22:09 Uhr
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896
Der Spike hat reichlich zu tun, sich zu orientieren. Die viel zitierte Sozialisierung scheint fast komplett ausgefallen zu sein. Das wird nicht nachzuholen gehen. Er lebte elf Jahre nur im Garten , kaum im Haus, kein vernünftiger Kontakt zu anderen Hunden. Die Heule geht an, wenn er fremde Hunde sieht. Und nach elf Jahren solchen Lebens brauche ich nicht mehr kommen und ihm erzählen, daß daran was falsch ist. Sicher ist es falsch. Das richtige weiß er nicht. Ich kann froh sein, daß er mit Tiffi halbwegs lebt. Sie ist klein , nervt nicht , hält den Abstand , den er wünscht. Nach nicht mal drei Wochen sieht das Paar schon aus, als wüßten sie , wie sie zusammen laufen sollen. Sie nehmen das Essen zusammen ein, ohne daß sein stark vorhandener Futterneid ein Problem wird. Für ihn war es gut, daß er hier wohnen kann.
Den Hund aus dem TH Berlin bekam ich nicht, weil ich mit meinen zu vielen Meerschweinchen auf deren "Schwarzer Liste " gelandet bin. Verdacht auf Animal Hoarding. Wer Zeit für solche Spielchen hat, dem geht es nicht um die Tiere....
melwin
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Beiträge: 2061
+ 1
Original von benchen:

Die viel zitierte Sozialisierung scheint fast komplett ausgefallen zu sein. Das wird nicht nachzuholen gehen. Und nach elf Jahren solchen Lebens brauche ich nicht mehr kommen und ihm erzählen, daß daran was falsch ist. Ich kann froh sein, daß er mit Tiffi halbwegs lebt. Sie ist klein , nervt nicht , hält den Abstand , den er wünscht.

Sicher wirst Du dass nicht mehr nachholen können, aber, dass hast Du ja vorher schon gewußt. Du hast aber auch vorher gewußt, dass Du in Berlin wohnst und es dort viele Hunde gibt. Also nicht der richtige Ort für einen alten, unverträglichen Hund ist. Du hast auch vorher gewußt, dass Du schon einen Hund hast. Da nehme ich doch schon im Interesse des 1. Hundes keinen Hundeunvertäglichen Hund (bei Wohnungshaltung) auf. Wie unvernünftig kann man denn sein? Es gibt doch so viele vertägliche, alte Hunde in den Tierheimen. Da hättest Du sicher den richtigen gefunden. Ehrlich, Du hattest mehr Glück als Verstand, dass es mit den beiden gut gegangen ist.Nun liegt es an Dir, dem Hund zu zeigen, dass er sich vernünftig zu verhalten hat und auch andere Hunde (auf Abstand) ertragen muss.Notfalls auch mit Maulkorb. Ein Hundefreund wird er nicht mehr werden, aber, man bekommt es hin, dass er sie auf Abstand ertragen kann. Da kann man nicht sagen, die anderen Hundehalter und Hunde sind alle blöd, da muss man eben zurückstecken und zusehen, dass der alte Hund nicht noch mehr Stress bekommt und ihn nicht in so eine Situation bringen. Da muss man dann eben ständig zurück stecken und sich aus solchen Situationen mit anderen Hunden fern halten. Ihr habt euch 3. Dass wirds dann aber auch gewesen sein. So ein Hund macht nun mal einsam .
Liebe Grüße von Melwin.
Shibaherz
Beiträge: 20685
+ 1
@Benchen: Vielleicht bist Du ja mit solchen Menschen noch nicht in Berührung gekommen, aber ich kenne tatsächlich welche, denen ihre Arbeit Spaß macht. Natürlich eher in den freien Berufen, z. B. Künstler. Anerkennung für seine Arbeit wünscht sich natürlich jeder. Die Crux ist eben, dass sich gesellschaftliche Anerkennung in einer kapitalistisch geprägten Welt grundsätzlich durch Geld ausdrückt.

@Melwin: Ich kann Dir da nicht ganz folgen. Benchen wird mutmaßlich nichts daran ändern können, dass sie in Berlin lebt. Sie möchte einem alten, „kaputten“ Hund aus dem TH noch zu ein paar gemütlichen Jahren vor seinem Lebensende verhelfen. Was ist verantwortungslos daran? Sie wohnt zur Miete in einer eher kleinen Wohnung, hat aber einen netten Garten dabei. Sieh Dir mal ihre Fotos an. Also mir stellt sich das eher so dar, dass sie voll Mitgefühl ist gegenüber Hunden, die in Beton eingesperrt leben müssen? Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Benchen ja schon mehrmals ältere Hunde aus unzuträglichen Verhältnissen zu sich genommen und dann ist es u. U. nicht mehr so einfach mit dem Bindungsaufbau aus dem Lehrbuch? Wenn ich mir vorstelle, ich hätte meine Shiba-Inu-Hündin erst im Alter von 10 Jahren aus ungeeigneten Vor-Verhältnissen übernommen – da müsste ich mit Sicherheit auch kleinere Brötchen backen.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Catalou
  • Begleithund
Beiträge: 1834
Benchen - ich möchte dir meinen Respekt ausdrücken! Du hast ein Herz für Tiere, die unschuldig ins Abseits gerieten.
Es ist sicherlich schwierig, einen "verkorksten" Hund an ein besseres Leben zu gewöhnen und das verlangt von dir viel Erfahrung, Einfühlungsvermögen und Geduld. Erziehung geht sowieso nur minimal, aber wenn diese Hunde das Misstrauen und die Angst verlieren, ist schon viel gewonnen.
Manche Tierheime scheinen der Ansicht zu sein, dass alte, nicht mehr den gängigen Anforderungen entsprechende Hunde für den Rest ihres Lebens kein besseres Leben mehr benötigen(verdienen?) und selbiges gefälligst in ihrem Betonbunker fristen und beenden sollen.
Menschen, die bereit sind, "kaputte" Hunde aufzunehmen, sollte man unterstützen und nicht dreist abtun.
Zuletzt geändert am 21.12.2016 07:58 Uhr
melwin
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Beiträge: 2061
+ 2
Original von Shibaherz:


@Melwin: Ich kann Dir da nicht ganz folgen. Benchen wird mutmaßlich nichts daran ändern können, dass sie in Berlin lebt. Sie möchte einem alten, „kaputten“ Hund aus dem TH noch zu ein paar gemütlichen Jahren vor seinem Lebensende verhelfen. Was ist verantwortungslos daran? Sie wohnt zur Miete in einer eher kleinen Wohnung, hat aber einen netten Garten dabei. Sieh Dir mal ihre Fotos an. Also mir stellt sich das eher so dar, dass sie voll Mitgefühl ist gegenüber Hunden, die in Beton eingesperrt leben müssen? Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Benchen ja schon mehrmals ältere Hunde aus unzuträglichen Verhältnissen zu sich genommen und dann ist es u. U. nicht mehr so einfach mit dem Bindungsaufbau aus dem Lehrbuch?

Es geht doch nicht darum, dass sie sich einen alten Hund geholt hat, sondern darum, dass sie der Meinung ist, dass sich nun alle anderen an sie und ihren Hund anzupassen haben. Dass war doch bei ihrem Keiler genau so. Sie war und ist immer im Recht, muss keine Rücksicht auf andere nehmen. Ihre Hunde (Keiler und der neue Hund) sind/waren unverträglich, was sie auch ok findet, die anderen haben sich eben anzupassen, müssen auf ihre Hunde Rücksicht nehmen. Sie muss dass natürlich nicht tun. Muss ihre Hunde auch nicht erziehen. Selbst ihr Hund, der nach Keiler kam mußte nun, weil sie es so wollte, mit einem unverträglichen Hund zusammen leben. Ob sie sich vertragen oder im Dauerstress leben müssen war ihr egal. Sie wollte diesen Hund, also hatten sich alle danach zu richten, egal wie es ausgeht. Zum Glück gings gut. Es ist ihr scheinbar auch egal, wie der neue Hund mit dem Stadtleben zurecht kommt. Ob er durch das Stadtleben im Dauerstress leben muss.
Nein, ich finde ihre Hundehaltung nicht in Ordnung, egal ob Garten oder nicht und ihr rücksichtsloses Verhalten anderen Hundehaltern gegenüber auch nicht. Ich möchte nicht Mäuschen spielen, wenn sie mit den Hunden unterwegs ist.
Ich möchte auch nicht wissen, was sie im Tierheim erzählt hat, dass sie diesen Hund bekommen hat, der ja so garnicht in dieses Umfeld passt. Möglich, dass sie auch froh waren, diesen Hund endlich los zu werden. Wer das Tierheim und die Tierheimleiterin kennt, weiß was ich meine. Es soll kein Vorwurf an die Tierheimleiterin sein, aber mit knapp über 20 und kaum Hilfe ist man schnell überfordert und dann eben froh, ein Sorgenkind weniger zu haben. Nun hat sie diesen Hund und muss eben zusehen, wie sie damit zurecht kommt. Nicht nur die anderen müssen nun ständig auf sie Rücksicht nehmen, sondern sie muss es auch tun. Dass ist aber scheinbar nicht ihre Art.
Liebe Grüße von Melwin.
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2061
+ 2
Original von Catalou:

Menschen, die bereit sind, "kaputte" Hunde aufzunehmen, sollte man unterstützen und nicht dreist abtun.

Um sich solchen Hunden anzunehmen, reicht nicht allein der Wille dazu. Man muss auch die Voraussetzungen und das Wissen dafür haben. Man muss für den Rest des Tierlebens die Verantwortung für das Tier übernehmen und nicht aus falsch verstandener Tierliebe handeln. Die Verantwortung zu übernehmen heißt aber auch genau abzuwägen, ob der Hund in das Umfeld und die Situation, in der der neue Besitzer lebt paßt. Hier paßt aber für diesen Hund nichts. Da wäre ein anderer Hund, der Hilfe benötigt sicher besser geeignet gewesen.
Liebe Grüße von Melwin.
CEEYEET
  • Forenwelpe
Beiträge: 115
@Melwin Deinen obigen Artikel kann man getrost unterschreiben.Wir wollten bevor wir uns für unseren Arthur entschieden haben auch ein älteres Schätzchen aus dem Tierheim nehmen. Haben uns aber dann doch für den1/2 jährigen Hund entschieden.Da bin ich eigentlich froh über unsere Entscheidung.Es gehört schon viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl dazu, um das gut auf die Reihe zu bringen.Ich glaube nicht,daß ich das hingekriegt hätte.Mit aggresiven Hunden habe ich überhaupt keine Erfahrung .Ich wäre damit völlig überfordert und das wäre für den alten Hund furchtbar gewesen.Man kennt ja die Vorgeschichte dieses Hundes gar nicht.Liebe Grüße CEYEET
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