Praktischer Tierschutz im Tierheim Berlin

Shibaherz
Beiträge: 20679
+ 3
Ich versteh Dich, Benchen.
Die schematisch ausgelegten Abgaberegeln des TH werden weder dem einzelnen mit-leidenden Menschen noch dem einzelnen Hund gerecht. Ich glaube auch nicht, dass der alte Hund es bei Dir schlechter treffen würde als im Heim. Wie ich aus anderen threads erinnere, bist Du ja auch viel mit Deinem Hund draußen.
Außerdem steht die engstirnige Praxis im Widerspruch zu der Nachlässigkeit, mit der sonst von Amts wegen darauf verzichtet wird, dem Tierschutz Geltung zu verschaffen.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896
Ich machte den Fall hier publik, damit Spender wissen, für was sie spenden und wo ihr Geld bleibt. Im Tierheim Berlin ließ der Vorstand zu D - Mark - Zeiten eine halbe Million in eigenen Taschen verschwinden. Ob die komplett zurückgezahlt sind , wurde nie klar. Es kann immer noch reichlich Geld verschüttet sein. Da bleiben Spendengelder. Entweder veruntreut oder sinnlos verpesert. Den teuren Spezialfutterfresser würde ich mit Andacht gefüttert haben. Nein , gibts nicht. Am Ende gucken dem noch die MEERSCHWEINCHEN beim Fressen zu.
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
+ 3
Mit deinem Beitrag triffst du genau meinen Nerv, denn ich habe mich inzwischen aus ähnlichen Gründen aus zwei Tierschutzvereinen verabschiedet und sponsore nur noch konkrete Projekte, von deren Sinn ich auch überzeugt bin. Vielleicht braucht man für die tägliche Arbeit im Tierheim Scheuklappen, aber bei manchen Entscheidungen über eine Vermittlung frage ich mich, ob den Mitarbeitern überhaupt noch klar ist, dass sie selbst nur einen Notstand verwalten. Wenn Hunde jahrelang im Zwinger vegetieren und der Kontakt zu Menschen sich auf die Fütterung beschränkt, wäre das eigentlich einen Gedanken an Tierschutz wert. Wenn sich dann jemand für einen Hund interessiert, der nicht gerade optimale Bedingungen mitbringt, kann das fürs Hundeleben trotzdem eine deutliche Verbesserung sein.

Ich habe mich in die Vorkontrolle versetzt. Fünfzig Meerschweinchen in einer Wohnung auch nur annäherungsweise artgerecht zu halten, kann ich mir nicht vorstellen, zehn aber schon. Ausserdem ist für mich das Wohl des Hundes massgeblich, und den werden ein paar Meerschweinchen wohl kaum belasten. Dass ich selbst bei Vorkontrollen immer wieder auf miserable Haltungsbedingungen anderer Haustiere stosse, bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Leute auch als Hundehalter nicht taugen. Dass in vielen Haushalten ein vereinsamter Wellensiittich oder ein bemitleidenswertes Kaninchen im viel zu kleinen Käfig dahinvegetieren, wird bei uns zur Zeit noch nicht einmal vom Tierschutzgesetz geahndet. Artgerechte Haltung von Kleintieren ist in den Köpfen der Menschen noch überhaupt nicht angekommen. Da spreche ich dann zwar Leute drauf an, aber in erster Linie geht es mir bei der Vermittlung eines Hundes darum, ob die Interessenten dessen Bedürfnissen gerecht werden können und wollen.

Das Tierheim Berlin muss man aber sicher nicht besonders an den Pranger stellen. Wie auch Weckener schon beschrieb, habe ich in verschiedenen anderen Tierheimen abstruse Vermittlungskonditionen erlebt. Für einen Hund muss immer jemand zuhause sein, Dritthunde oder -katzen sind Animalhoarding, Hunde brauchen einen Garten, aber Katzen dürfen nicht raus gelassen werden.... Bei vielen Tierheimen wundert es mich überhaupt nicht, dass sie aus allen Nähten platzen, und das ist sicher nicht zum Wohl der Tiere.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
struppilein
  • Halbstarker
Beiträge: 446
Mich wundert hier nichts mehr. Da werden Tiere gesammelt, immer neue angeschaft (Helfersymdrom oder der Anfang von AH?), ohne auf die Bedürfnisse anderer Tiere einzugehen (Mitbewohner und andere Menschen sind so wie so nur Nebensache), Grenzen gibt es da nicht, man muss ja Hunde retten, koste es was es wolle. Man hat ja schließlich gerade was gespendet, da kann man doch auch gleich wieder ein Tier mitnehmen. Alle Mitglieder finden es richtig und gut. Ob man da über die Käfige in der Wohnung stolpert oder nicht ist Nebensache.Wie sie gehalten werden auch. Was die Meeris für Bedürfnisse haben interessiert auch nicht. Was wird das nächste sein? 2 Streunerkatzen, die dann in der Wohnung eingespert werden, ein Minischwein aus schlechter Haltung? Wenn ich an all die Beiträge von Benchen denke, dann habe ich das Gefühl, dass da ganz und gar nicht alles in Ordnung ist mit ihrer Tierhaltung. Aber alles ist ja für die hand voll Mitglieder, die es hier noch gibt in Ordnung. Lieber schlecht vermittelt als nicht vermittelt. Da werden dem TS gegenüber Verdächtigungen der Unterschlagung aus D-Markzeiten unterstellt (wie lange ist dass her?), denn, wenn da was faul war, ist es dass heute natürlich auch noch.Ja, wenn man nicht bekommt, was man möchte, dann geht man eben ans Eingemachte. Macht den TS und andere Mitbewohner schlecht.
Unser TS macht so gut wie keine Vorkontrollen. Da wird eher nach dem Bauchgefühl gegangen. Ist sicher auch nicht richtig. Viele Anzeigen beim OA hätten vermieden werden können, wenn besser kontrolliert werden würde. Aber die Zeit dafür fehlt einfach. Also, lieber vom Regen in die Traufe, als nicht vermittelt! Auch ein Weg! Wo bleibt da der Tierschutz?
Zuletzt geändert am 06.11.2016 12:27 Uhr
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 378
+ 6
Struppilein,
ich glaub, jetzt vergallopierst Du Dich! Wieso sind mehr als 2 Katzen oder Hunde tierschutzrelevant? Ich habe selbst 3 Katzen und 2 Hunde, ich glaube nicht, dass da einer zu kurz kommt. Auch ich hatte schon Hamster, Meerschweinchen und Aquarium. Zum Teil gleichzeitig! Die Katzen zu Anfang in Wohnungshaltung, ich wohnte damals in Frankfurtinnenstadt, da läßt Du keine Katze draußen rumlaufen.
Ich kenne benchens Wohnsituation nicht, deshalb maße ich mir nicht an, ob sie 11 Meerschweinchen und 2 Hunde halten kann. Ich habe selbst schon Kontrollen bei Menschen, die einen Hund haben wollten, gemacht. Klar muß man da genau hinschauen, genau hinhören, manchmal hat man leise Zweifel und wenn man später das kontrolliert, hat der betreffende Hund das große Los gezogen.
Unser zugegebenes kleines Tierheim hat einen 14 Jahre alten Hund an ein Pärchen abgegeben, der Hund war schon sehr wacklig und war im Tierheim nicht glücklich. Das Pärchen hat ihn schon eine ganze Weile spazieren geführt und merkte wie er abbaut. Sie waren beide ganztägig Berufstätig, aber sie hatten einen großen Garten, haben eine Gartenhütte für den Hund umgebaut mit Heizung und Aussenklappe und etwas später noch einen anderen Hund dazu geholt, der alte Hund war sowas von Begeistert, er ist aufgeblüht und hat noch mehrere Jahre gelebt. Das Pächen ist mit den beiden, nachdem sie heimgekommen sind, noch lang gassigegangen und die Hunde sind mit ins Haus gekommen. Die meisten Tierheime hätten das unter keinen Umständen erlaubt, lieber den Hund leiden lassen und im Zwinger. Sicher war das eine mutige Entscheidung, nicht alles was von außen betrachtet wird, ist richtig.
Was ist so dramatisch, wenn sich rausstellt, das HH und Neuzugang sich nicht verstehen, das das Tier zurückgehen muß? Tierheime verschieben ja auch Tiere, die síe nicht vermitteln können an andere Tierheime, sind die dann weniger traumatisiert, weil sie von einem Zwinger in einen anderen kommen?
Tierschutzarbeit ist sicher eine verantwortungsvolle Arbeit, und es ist schwer zu beurteilen ob das die richtige Entscheidung ist, aber etwas mehr Mut wünschte ich mir doch! Als ich einen Hund gesucht habe, war ich im Rüsselsheimer Tierheim, die auch aus allen Nähten platzten, ich wollte eine Hündin, die groß, älter und Katzenverträglich ist, da wurde mir beschieden, ich solle mir eine backen, das seien viel zu hohe Ansprüche....! Ich habe meine Hunde aus dem Ausland geholt, die sind sehr zufrieden mit mir, da wurden auch Kontrollen gemacht, aber das alles waren keine Ausschlußkriteren.

Und struppilein, die meisten Hunde, die so leiden müssen kommen selten aus dem Tierheim, sondern von Vermehrern oder auch von Züchtern, die Leute holen sich die Tiere als Welpen. Die vielen Hunde die ein HH hier im Ort hält, die laufend rausgeholt werden, sind alle als Welpen zu den Typ gekommen und spätestens nach 1 Jahr vom OA konfiziert worden. Der HH hat Tierverbot, kaum war ein Tier weg, schon hat er sich ein neues geholt. Aber wie willst Du den hindern....? Wie willst Du das unter Kontrolle bringen?
Zuletzt geändert am 06.11.2016 16:16 Uhr
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
+ 2

Weckener !

Hervorragende Aussage finde ich !
Sehr schnell werden auch diese momentan so oft benutzen Schlagworte wie Animalhording o.ä. benutzt.Sicher gibt es das und es ist auch schlimm, aber wie schnell werden Urteile ohne wirkliche Grundlage gefällt ?
Vermutlich mind, so oft wie begründete Probleme nicht erkannt werden, oder nicht erkannt werden wollen, weil irgend welche vorgegebenen Voraussetzungen eines z,B. Tierschu Vereins erfüllt sind, aber das wirklich Wohl, also eine Verbesserung der Lage des einen (!) betroffenen Tieres (das ist für mich das einzige Ziel ! einer Vermittlung) auf Grund irgend welcher Bestimmungen, oder der ganz persönlichen Meinung/Einschäzung eines Tierschutzmitarbeiters nicht erfüllt werden.
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 06.11.2016 16:45 Uhr
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896
Original von struppilein:

Mich wundert hier nichts mehr. Da werden Tiere gesammelt, immer neue angeschaft (Helfersymdrom oder der Anfang von AH?), ohne auf die Bedürfnisse anderer Tiere einzugehen (Mitbewohner und andere Menschen sind so wie so nur Nebensache), Grenzen gibt es da nicht, man muss ja Hunde retten, koste es was es wolle. Man hat ja schließlich gerade was gespendet, da kann man doch auch gleich wieder ein Tier mitnehmen. Alle Mitglieder finden es richtig und gut. Ob man da über die Käfige in der Wohnung stolpert oder nicht ist Nebensache.Wie sie gehalten werden auch. Was die Meeris für Bedürfnisse haben interessiert auch nicht. Was wird das nächste sein? 2 Streunerkatzen, die dann in der Wohnung eingespert werden, ein Minischwein aus schlechter Haltung? Wenn ich an all die Beiträge von Benchen denke, dann habe ich das Gefühl, dass da ganz und gar nicht alles in Ordnung ist mit ihrer Tierhaltung. Aber alles ist ja für die hand voll Mitglieder, die es hier noch gibt in Ordnung. Lieber schlecht vermittelt als nicht vermittelt. Da werden dem TS gegenüber Verdächtigungen der Unterschlagung aus D-Markzeiten unterstellt (wie lange ist dass her?), denn, wenn da was faul war, ist es dass heute natürlich auch noch.Ja, wenn man nicht bekommt, was man möchte, dann geht man eben ans Eingemachte. Macht den TS und andere Mitbewohner schlecht.
Unser TS macht so gut wie keine Vorkontrollen. Da wird eher nach dem Bauchgefühl gegangen. Ist sicher auch nicht richtig. Viele Anzeigen beim OA hätten vermieden werden können, wenn besser kontrolliert werden würde. Aber die Zeit dafür fehlt einfach. Also, lieber vom Regen in die Traufe, als nicht vermittelt! Auch ein Weg! Wo bleibt da der Tierschutz?


Die Unterschlagung ist so lange her, als es noch D - Mark gab. Unterschlagen hat die Leitung des Tierheims, das war nicht meine Erfindung und nicht mein Anstiften. Das konnten die richtig gut selber. Die brauchte keiner schlecht - machen, die Nummer war - schlecht. Bei Wohltätigkeit bleibt immer was kleben bei einem selbst.
Was andere Mitbewohner im Haus angeht, das sind volljährige alleinstehende Männer, wo es geruchlich nicht so klappt. Die brauche nicht ich schlecht - machen. Die riechen selber - schlecht. Fakt. Nicht meine Idee, daß das Bad Sendepause hat.
Ich bin fähig, so zu schrauben, Anlagen in Möbel / Schrankwand einzubauen, daß ich nie , auch nicht mit 50 MS , über Käfige stolpern mußte. Die handelsüblichen Gitterställe waren Provisorien, nie lange in Betrieb.
Die Bedürfnisse von Meeris sind jedem Zoo egal, der Meeris als Futtertiere verwendet. Der Löwe freut sich über die Praline, in Pelz verpackt.
Aus dem Katzenhalter - Alter bin ich raus. Elf Jahre Katzen reichten.
Bei dem genannten Hund ging es um ein bis zwei Jahre Rente, die er noch haben sollte. In meinem Rasen, auf gemütlichen Gängen durch den Tierpark, in der guten Küche, die für Hunde was zu bieten hat. Die Kleine ist nicht von Luft etwas mollig. Kriegen Tiere nichts zu fressen, wird gemeckert. Kriegen sie zu fressen, wird auch nur gemeckert. Weswegen es Leute gibt, die sich den Aufwand des Fütterns verkneifen, denn gemeckert wird eh.
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896
Der Fall mit dem alten Hund ist verloren.
Der wird mir immer wieder einfallen, wenn um Spenden für den Tierschutz gebettelt wird. Wir sehen, wie die verwendet werden. Immer gute Werbung für die Sache an sich .
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896
Heute Antwort vom Tierschutzbund zum Thema. Die können auch nichts machen. Die Vereine entscheiden selbständig zum Besten der Tiere.
Damit ist der Fall endgültig verloren. Der Tierschutzverein Berlin entschied zum Besten des alten Hundes - für den Rest seines Lebens kahle Zelle und Gebrüll jeden Tag. Weit besser als mit Meerschweinchen zu leben, die könnten ja leiser sein.

Die Haltung von Meerschweinchen wird hier auch auslaufen. Den verlangten Platz einer Fabriketage kann keiner bieten.
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896
Das Tierheim Berlin gibt an, daß der alte Hund vermittelt ist. Ich gucke nicht nach, ob er noch in derselben Zelle sitzt.
Es war falsch, diese Institution überhaupt zu sehen. Das werde ich in Zukunft nicht mehr tun. Tierschutz können die alleine machen.
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