Podenco Canario

Streifling
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Hallöchen liebe Mitglieder!

Heute beim spazieren gehen haben wir eine Frau getroffen die bei meinem Dino ins Schwärmen geriet, da er Sie an ihre Podenco Canario Hündin erinnerte. Für Sie war eindeutig "diiiiese Ohren" und außerdem seine besonders geformten Pfoten gäbe es nur bei dieser Rasse. Gerade seine (ich kann die nicht beschreiben) abstehenden, runden, vorne wesentlich größer als hinten, mit langen Krallen besetzen Pfoten wären charakteristisch für den Podenco der Kanaren. Da Sie bis dahin noch nicht einmal wusste dass er tatsächlich von der Insel kommt & KEIN Hollandse Heerder (für den ihn viele halten) ist, war ich doch verblüfft.

Deshalb meine Frage: Gibt es hier Besitzer dieser Rasse & muss ich seine Pfoten bzw. Krallen mehr pflegen? Sie hat mir schon deutlich gemacht, dass ich die Krallen öfters schneiden und feilen sollte, da er sie mit den Ballon-Ballen nicht ablaufen kann. Und das stimmt, die hab ich mein schwimmen schon oft gemerkt und heute gleich mal gestutzt. Allerdings noch sehr vorsichtig, will ihm ja nicht weh tun. Hat er übrigens mehr als entspannt hingenommen, hätte ich nicht gedacht.

Und noch etwas, wie beschäftigt ihr eure Podis?
Genügend Auslauf hat er, zumindest ist er jeden Abend seelig am schnarchen hihi, aber vielleicht hat jemand, der die Rasse kennt, noch einen Tipp was ich mit ihm ausprobieren kann Man lernt ja nie aus.

Ein reiner Podi Canario ist er definitiv nicht, vllt noch ein Schäfer oder Bardino und was Kleines.. Eventuell auch einfach eine bunte Mischung aus Streunern

DANKE fürs lange lesen & eventuelle Antworten
Ignoranz ist die Kunst mit offenen Augen nicht sehen zu wollen.
K.Weber über den Tierschutz
tomstep
  • Alpha Hund
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+ 1

evtl. hilfreich ???

Vielleicht hilft das ja etwas weiter.Alle Hunde dieser Rasse und Mixe mit dieser Rasse , natürlich nur hier bei dogSpot , aber immerhin :

http://www.dogspot.de/hunderassen/Podenco+Canario/community/
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 07.08.2015 18:01 Uhr
Senja
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+ 1
Hallo habe jetzt meinen zweiten Mischling mit Podenco drin.
Meine machen fast alles gerne ausser Unterordnung, daß fanden beide nötiges Übel das man über sich ergehen lassen muss. Laya liebt Agi, alle Suchaufgaben, Kuststücke, Velo fahren, schlitteln , baden und schmusen.
Das sich Podencos Zuhause rusammenrollen und friedlich liegen ist rassenspezifisch habe noch keinen gesehen der Zuhause unruhig ist.
Lupine 3
  • Alpha Hund
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+ 2
Der Podenco (Podengo in Portugal) ist eine spezielle Hunderasse und wird als windhundähnlich im Rassekatalog geführt. Unseren Windis ist das egal, mir auch. . In unserem Rudel lebt ein Podi-Mix mit unglaublicher Power.
Bei Dino könnte tatsächlich noch ein Bardino mitgemischt haben. Wenn Dino sich als Sicht- und Nasenjäger zeigt, dann hat er den Podi-Anteil deutlich erhalten. Windhunde sind ausgelastet ruhig im Haus, darin sind Galgo und Podi sich ähnlich. Nur dass Galgos im Vergleich zu Podis eben "nur" Sichtjäger sind und alle Windis sich mit keiner anderen Rasse vergleichen lassen, da sie wirklich anders sind.

Die Krallen müssen wir bei zweien in unserem Rudel auch regelmäßig nachkürzen. Da kenne ich viele Windileute, die das ebenfalls machen müssen. Würden die Hunde ihre Sprints aber auf steinigem Boden oder Teer hinlegen, bräuchten wir das sicher nicht zu tun.
Buddelt Dino gerne zwischen den Kontinenten? Das wäre nämlich auch so typische für Podis, von denen die meisten super gerne und ratz-fatz buddeln und mit Leidenschaft Mäuse jagen.

Mit unserem Podi-Pointer-Mix-Powerpaket mache ich Mantrailing (wie gesagt, diese wirklich seit Beginn der Selektion auf Selbstständigkeit und von daher Eigenständigkeit bei der Jagd und nicht auf Unterordnung dem Menschen gegenüber gezüchtete Windhundrasse wird fälschlich als "stur" eingestuft, obwohl diese Hunde nun mal von Menschen genau so gezüchtet wurden) und fahre Dogscooter. Etwas, dass unserem Podi-Mix ausgesprochenen Spaß macht und mir natürlich auch, wenn ich sehe, wie happy und zufrieden der "Kleine" anschließend ist, denn Windhunde sind sehr klug und etliche unter ihnen wollen gerne mit mehr als nur Bewegung zufriedengestellt werden. Außerdem kann er etliche Kunststückchen, der Clown unter den Nasen.
Dann wären da noch die Winditreffen, mancherorts gibt es auch hauptsächlich Poditreffen, wo Podis in der Überzahl sind. In meiner Region sind es aber eher Galgo, Grey und Co., die bei Winditreffen vorwiegend anzutreffen sind, besonders weil manche Leute nicht auf ihre buddelnden Podis achten, die aber dann in kürzester Zeit ein schönes Gelände in eine Mondlandschaft verwandelt haben können. Bei solchen Treffen gibt es zahlreiche, erfahrene Leute, mit denen man sich gut austauschen kann und manchmal ist vielleicht "live und in Farbe" besser und umfangreicher nachzuvollziehen als "nur" theoretisch. Viele Tierschutzvereine und Windikenner bieten Windiausläufe an.

Diese besondere (Wind-) Hunderassen kenne ich schon seit Jahren und ich finde sie deshalb so gut, weil sie so sind, wie sie sind: Katzenähnlich, nicht nur bei Regen.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
Streifling
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Danke für die Antworten Podis sind demnach also richtige Allrounder

Hallo Lupine, ja der Dino - möchte gerne - auf Sicht und nach der Nase jagen, wird nur leider von mir oder der Schleppi immer wieder daran gehindert. Wobei wir das seid ich konsequent übe und wir bei einem Anti-Jagd Seminar waren gut im Griff haben. Ich sage mal zu 80% lässt er sich ablenken & kommt auf Pfiff zu mir. Laufen deine Mixe auch frei?? Das darf meiner leider sehr selten, nur wenn bestimmte Hunde mitlaufen und wir in 'sicherer' Umgebung sind. Ansonsten bleibt Dino an der Schleppi mit Handschlaufe - aber gut 10 bzw. 15 Meter Radius sind ja auch in Ordnung und getobt wird dann bei uns auf der eingezäunten Wiese. Buddeln? Kann er! Mäuse jagen? Tut er! Zum Glück hat er aber noch keine erwischt & graben tut er nicht im Garten. Lustig ist, wenn er etwas sieht dann hüpft er mit allen vier Pfoten in die Richtung und in weiten Sätzen weiter
Dogscooter wollte ich auch schon immer mal ausprobieren.. hatte bisher nur immer Sorge dass er bei Geschwindigkeit dann doch mal quer-feld-ein rasen will und ich nicht bremsen kann wobei, ich ihm so langsam mehr zu trauen sollte, eigentlich macht er seine Sachen immer gut! Nach Windi-treffen werde ich mal googeln, ob es sowas hier im Süden gibt!

Wir schnuppern heute mal in einen Geräte- und Fährtenkurs rein... mal sehen was ihm und mir mehr Spaß macht.
Ignoranz ist die Kunst mit offenen Augen nicht sehen zu wollen.
K.Weber über den Tierschutz
Zuletzt geändert am 08.08.2015 11:26 Uhr
Senja
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+ 1
Meine läuft 80% frei, nur in Dämmerung, an Waldrändern und Wäldern mit viel Wild und natürlich im Dorf ist sie angelehnt und kommt zuverlässig zurück, wobei ich darauf achte das ich im Kopf voll bei ihr bin, wenn ich schwatzen will nehme ich sie an die Schleppleine.
Lupine 3
  • Alpha Hund
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+ 1
In meiner Region gibt es allerlei Wild, von daher sind Stellen rar, wo unsere Hunde frei laufen können. Dafür gibt es dann die Alternativen des ab 180 cm hoch abgezäunten Geländes auf eigenem Grund und Boden, bei Winditreffen und auf Grundstücken von Freunden, denn noch eine windige Eigenschaft ist das hohe aus dem Stand springen bzw. locker Hindernisse zu überwinden plus in Bruchteilen von Sekunden aus dem Geschirr schlüpfen. In den Genen der Hunde ist das selbstständige Jagen festgelegt, von daher wundert mich die 80%ige Rückrufsicherheit, wobei der Genpool ja nicht 100% Podi mitlieferte. Ich selbst habe nie mit den genetisch verankerten Jägern an Anti-Jagdseminaren teilgenommen, da es bei Sensibelchen sein kann, dass diese "gebrochen" werden können, wenn Menschen (besonders Windinichtkenner, derer gibt es in Trainerbranchen sehr viele) Rasseeigenschaften unbedingt "austreiben wollen" und das will und wollte ich auf keinen Fall, sondern stelle mich lieber den Anforderungen, die diese Rassen mit sich bringen. Dennoch ist Erziehung natürlich wichtig und machbar, nur nicht nach 0-8-15-Prinzip.

Die Beschreibung von Dino hört sich wirklich nach Podi-Anteil an, schon alleine das (witzige) Springen auf Maushaushalte oder sonstiges (inkl. unsichtbarer Ufos).

Fährte ist garantiert was für Dino!
Die leichte Ablenkbarkeit kenne ich zu gut, besonders von Podi-Mix Chaplin. Darum habe ich sehr genau darauf geachtet, dass mein(e) Tretroller sehr gute Bremsen haben und ich befestige niemals-nich den Hund am Lenker, da ich sonst ganz schnell die Tannenwipfel im Flug besuchen würde... Mit Bauchgurt und extra Zugausstattung kommen wir prima zurecht. Wenn man seinen Hund gut kennt, weiß man schon sehr schnell, dass da ein Schatten eines Schmetterlings, ein toller Geruch oder sonst was zur Ablenkung aus voller Geschwindigkeit führt und kann noch rechtzeitig anhalten. Das fordert die volle Aufmerksamkeit, aber macht Hund und Mensch Spaß! Bislang bin ich ohne Blessuren geblieben, eigentlich verwunderlich. Wir machen das wirklich nur zum Spaß, Chaplin und ich (bzw. Iris, aber sie ist weniger am schnellen Laufen interessiert, dafür an allerlei Geräuschen und Gerüchen). Unser Dogscootern entspricht keinerlei Norm, wie sie bei Wettbewerben Pflicht sind, da wären wir nämlich wieder beim Thema Ablenkung.
Witzig sind manche Blicke von Leuten, wenn wir den Hunden die Richtung rechts oder links ansagen. Dabei können die Hunde locker verschiedene Worte umsetzen als manch ein Mensch denkt. Gleichzeitig bedarf es Konzentration des Hundes, was ihn auch froh stimmt, wenn er "seine Sache" gut macht und Lob bekommt, gleichzeitig (beim Dogscootern) richtig toll ziehen und flott rennen darf, was er an der Leine und zu Fuß mit aus der Sicht des Hundes "Bewegungslegasthenikern Mensch" nicht tun darf. In nahezu allen Gegenden gibt es mittlerweile Schnupperkurse fürs Dogscootern oder alternativ erfahrene Leute, die gerne behilflich sind, das Mensch-Hund-Team auf den ersten Schritten zu begleiten. Man kann Windis nicht komplett umbiegen, man muss sich ihnen anpassen und ihren Bedürfnissen (ja, viele von ihnen sind Allroundtalente ) entsprechen, dann hat man einen wirklich ausgeglichenen Hund, der Alternativen zur Jagd angeboten bekommt und diese auch meistens sehr gerne annimmt. So auch rund um Fährte, ob Personen- oder Feldsuche, den meisten "Supernasen" macht das total Spaß. Übrigens haben wir auch Agility getestet, das macht dem Powerpaket ebenfalls Spaß.

Wie war denn der heutige Schnupperkurs?
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
Zuletzt geändert am 08.08.2015 17:57 Uhr
Senja
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Ich denke das ist etwas das wir absolut berücksichtigen müssen, meist sind es Mischlinge und bringen auch noch andere Eigenschaften mit.
Meine Nicci hatte noch ziemlich Schäferhund drin und dementsprechend war Unterordnung für sie zwar nicht Paradefach aber passabel und zum Suchen setzte sie fast nur die Nase ein. Laya ist dafür noch etwas mehr Sichtjäger, wenn sie in der Wiese sucht kann es gut sein das sie erst wie ein Blitz das Suchfeld durchstreift in grossen Kängurusätzen und dann erst die Nase einsetzt. wenn sie über die Fährtenleine etwas gebremst ist arbeitet sie sofort mit der Nase....
Das mit dem Rückruf finde ich ist schon möglich, ich habe auch nie ein anti- jagdseminar besucht. Aber Podencos sind sich doch gewohnt im Rudel zu jagen mit einem Leittier, wenn ich doch souverän keine Erlaubnis gebe zum jagen warum sollte der Hund dann jagen? Klar muss ich dann als erster potentielle Beute entdecken und frühzeitig sagen nein das lassen wir in Ruhe, wenn der Hund schon gestartet ist ist es natürlich zu spät.
Darum ja auch das ich meine nur dann freilaufen lasse wenn ich im Kopf voll bei der Sache bin.
Bin offen für Korrekturen, wenn ich da etwas völlig falsch verstanden habe, aber eigentlich habe ich mit diesem Grundsatz welche ich als selbstverständlich Annahme nie Probleme mit meinen Hunden gehabt bezüglich Jagdtverhalten.
Streifling
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+ 2
Also ich wollte nie dass der Charakter oder die Grundzüge in seinen Genen gebrochen werden, das würde gänzlich meine Überzeugungen widersprechen. Das Anti-Jagd Seminar das ich besucht habe, wurde mir von der Trainerin angeboten die Dino schon von Klein an in der Welpenspielstunde begleitet hat. Es ging dabei gar nicht darum ihm das Jagen auszutreiben sondern dass ICH zu reagieren weiß. Dass ich die kleinen Anzeichen erkenne, wie auf seine Rute zu achten, die Körperhaltung, das Tänzeln etc. Für Windi-erfahrene-Menschen wahrscheinlich witzig, aber bisher hatte ich eher die Hütehund-Mischlings-Fraktion oder Podis in Auffangstationen und musste doch einiges dazu lernen in Sachen Verhalten und Körpersprache eines Jägers in freier Natur.. Nur dass man mich da nicht falsch versteht. Ich kann gut damit leben ihn an der Schleppi zu lassen und würde auch sonst alles für ihn tun, Dino ist perfekt so wie er ist

Schnupperstunden haben Spaß gemacht! Mir und ihm! So ein spezieller Kurs ist schon nochmal etwas anderes wie eine normale Junghund-erziehungs-stunde. Fährte hat er parademäßig gemeistert, konnte er mal richtig glänzen mit seinem Riechkolben Bei der Gerätearbeit war er wesentlich unsicherer und es hat sich gezeigt dass er seine Hinterbeinchen manchmal vergisst. Die stolpern dann so mit Würde mit Sicherheit beides etwas bringen, denke aber dass ich mit Fährte anfange. Besonders weil auch Stöberarbeit und Zielobjektsuche mit gezeigt wird.. find ich ganz praktisch dann auch im Winter um ihn sinnvoll zu beschäftigen.
Ignoranz ist die Kunst mit offenen Augen nicht sehen zu wollen.
K.Weber über den Tierschutz
Lupine 3
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Das hört sich richtig gut an! Sich auf das Individuum einzustellen, ist m. E. optimal, so versuchte ich das auch in meinen langen Texten auszudrücken. Wie gesagt, ich erlebe es nicht selten, dass Trainer meinen, der Podi oder Galgo MÜSSE so funktionieren, wie alle anderen Hunde.

Wenn Windianteil aber eine sinnvolle Arbeit angeboten bekommt, die er mit Begeisterung mitmacht, so wird er sich nicht sofort eine andere Option nach "seinem Gusto" suchen, Gene hin oder her. Denn er ist mit Freude dabei und nicht mit Zwang-Drill.

Windis jagen, wenn die Gelegenheit mit mehreren Hunden gegeben ist, gemeinsam. Ist die Gelegenheit der Mehrhunde nicht da, setzen sie durchaus alleine zum Jagen an, wenn die Reize gegeben sind (dank der Schnelligkeit kann die Aktion von Erfolg gekrönt sein). Das geht ziemlich zackig, dafür ist es wirklich sehr von Vorteil, die Signale rechtzeitig erkennen und frühzeitig zu reagieren. Wenn nämlich erst 1x losgestartet, dann kannste rufen oder sonst was, dann hat die Arbeit begonnen und Windi kommt erst zurück, wenn er seine Arbeit erledigt hat. Das hat mit (oftmals falsch interpretierten Aussagen über) fehlendem Gehorsam nichts zu tun. Und im Rudel ist ja alles noch mal anders als einzeln. Bisher hatte ich das große Glück, dass das noch nicht passiert ist und ich VOR dem Hund sah, was für ihn interessant war. Aber oft genug gesehen - mit entsetzten Menschengesichtern, die überhaupt keine Ahnung hatten, was da gerade passierte und teilweise anschließend an zweifelhaften Trainingmethoden teilnahmen, die so gar nicht geeignet waren für Podi und Co. Darum schrieb ich das hier, nicht wegen euch, Senja und Streifling. Ihr schaut ja beide verantwortungsbewusst, was euren Hunden Spaß macht und versucht nicht, sie zu verbiegen. Da bin ich ganz bei euch!

Ein Beispiel: Auf einem privaten Winditreffen sprang ein Suizid-Hase nahe 10-15 Podis/Galgos und deren Mixe auf, die allesamt zu verschiedenen Rudeln gehörten bzw. Einzelhund waren. Binnen weniger als 10 Sekunden war der Hase tot und jeder der beteiligten Windis hatte 1x an dem Hasen gezogen! Noch ehe die Menschen auch nur ansatzweise bemerkten, was da vor sich ging, war bereits alles durch und die beteiligten Hunde mega glücklich, weil schnell erfolgreich. In so einem Fall ist es ziemlich schnuppe, ob "Boss" Mensch dabei ist oder nicht, das wurde durch die Reize komplett ausgeblendet und im Kopf ging ein Hebel um für die kurze Zeit (natürlich gibt es auch Windis oder -Mixe, die sich auch dann an ihrem Menschen orientieren) Da das aber nicht geht, einen Hund selbstständig jagen gehen zu lassen, braucht es natürlich Alternativen, um jedem Hund gerecht zu werden.

Fährte und alles rund um den besonderen "Riechkolben" ist etwas, dass den meisten Podis (Galgos eher nicht, sind ja Sichtjäger) Spaß macht, endlich dürfen sie Spuren verfolgen und bekommen dafür auch noch Leckerchen! Ich bin mir sicher, dass das eine richtig tolle Arbeit für die allermeisten "Nasenjäger" ist (und die dazugehörigen Menschen sind stolz wie Oskar - ich jedenfalls freue mich wie bei den Kindern, wenn es Kind/Hund gut geht! ).
In der Hundeschule, die am Waldesrand gelegen ist, konnte/kann ich an Chaplin ablesen, was denn in etwa welcher Entfernung anwesend war bzw. ist: Hase, Hirsch oder Wildschwein - zuerst wurde ich von anderen Teilnehmern bei diesem Hundeverhalten belächelt, da kein anderer Podianteil in der Gruppe war, aber schon sehr bald verschwand das Belächeln gegen Erstaunen, woher ich das denn gewusst hätte. Keine hellseherischen Veranlagungen, nee, neee. Hund dagegen weiß Bescheid. Oftmals kam die Rückmeldung, Chaplin sei zu "anstrengend". Kann ich nicht sagen, er ist halt ein Allrounder, der halt mehr Anforderungen mitbringt, auf die man eingeht, eine der schönsten Pflichten des Tages sind die, sich mit den Hunden zu beschäftigen und sich an dem zu erfreuen, was sie sind: Einzigartig.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
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