PETA und der "Erlebniszoo" Hannover

CairnLover
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Original von weckener:

Das Bild, ist prämiert worden, da werfen Menschen in Indien brennende Teerklumpen auf Elefanten, zum Teil aus Ärger, weil die Elefanten die Felder verwüsten, teils aus Jux...

https://web.de/magazine/leben/tiere/sanctuary-wildlife-award-wuetender-mob-greift-elefantenbaby-32619868s

Mir fehlen die Worte.......

Mir auch. Denn das ist ein sehr einseitiger Tierschützer-Beitrag, der die Verhältnisse verschweigt.

In Indien sind seit 2013 schon 1.400 Menschen von Elefanten getötet worden. Sie verwüsten Felder. Sie dringen in Dörfer ein und zerstören Häuser. Sie werden zurecht als Bedrohung empfunden, da sie eine konkrete Bedrohung der Menschen, ihrer Nahrung, ihrer Häuser und ihres Lebens sind.
Hier ist ein Video in englischer Sprache. http://www.bbc.com/news/av/world-asia-india-41888301/human-elephant-conflict-destroying-lives-in-india

Tierschutz über das Leben der Menschen zu stellen, kann eben auch nicht funktionieren.
Feuerwolf
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+ 4
Die ist das Photo, das die Elfanten und die Menschen zeigt, die z.T. aus Belustigung brennende Teerklumpen auf ein Elefantenbaby werfen und z.T. um es angeblich zu verjagen. Das Elefantenbaby brennt.
Dieses Verhalten ist laut dem Photografen mittlerweile zur Routine geworden.

Das Bild trägt die Überschrift : Hell is here !!

Bild

@CL : Der Mensch ist es, dier immer mehr den Lebensraum der Tiere vereinnahmt, diese vertreibt, ihnen die Lebens- und Nahrungsgrundlage nimmt.

Ich weiss, Du stellt das menschliche Leben absolut weit, weit über das Lebensrecht der Tiere.

Irgendwann wirst auch Du oder Deine Kinder oder Deine Enkelkinder erkennen, dass es KEIN Leben auf der Erde ohne Artenvielfalt und Tiere geben wird....aber dann ist es zu spät.
Zuletzt geändert am 09.11.2017 20:52 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20679
+ 2
Liebe Dogspot-Freundinnen und -freunde,

es ist hier eine Hundeseite.
Aber für mich ist nicht nur das Verhältnis des Menschen zu „Heim“tieren, sondern auch das zu Wild- und „Nutz“tieren von Bedeutung. Nur deshalb hab ich die threads zum Zoo Hannover und zu der Rechtsprechung zur Schweinehaltung hier aufgemacht. Ich hatte dabei keinen vorgefertigten Standpunkt, ich weiß auch um meine eigene Inkompetenz und Inkonsequenz.
Aber eins weiß ich doch, nämlich, dass ich alle Tiere gern habe. Den Menschen gegenüber kann ich das leider nicht so pauschal sagen, würde es aber gern.
Vielleicht habe auch ich mich manchmal im Ton vertan. Ich bitte Euch dafür um Entschuldigung.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
CairnLover
  • Halbstarker
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Ich weiß nicht, mit welchem Recht sich andere User anmaßen, zu denken, sie würden beurteilen können, wie ich Dinge sehe.

Ich sehe nur im Gegensatz zu anderen das Lebensrecht von Menschen nicht weit, weit unter dem von Tieren, wie das anscheinend manche andere tun. Denn ich bin ein Mensch und genau so wenig für meine Existenz verantwortlich, wie die betroffenen Inder.

Wer sich die Mühe gemacht hat, sich neutral zu informieren, der wird festgestellt haben, dass es die Behörden waren, die die Elefanten mit den gezeigten Mitteln vertrieben haben. Und das die Behörden versäumt haben, die Elefantenkorridore zu schützen.
Und eigentlich sollte jeder wissen, dass die Menschen in Indien nicht im Reichtum schwimmen. Ein zerstörtes Haus, eine zerstörte Ernte, Menschen die sich danach aus Verzweiflung über den Verlust ihrer Lebensgrundlage das Leben nehmen, regelmäßg durch Elefanten getötete Menschen, haben für Euch vielleicht keine Bedeutung. Aber ich habe mit diesen Menschen Mitgefühl.
Wir sind nur nicht betroffen, weil wir das Glück haben, nicht in Indien geboren zu sein.

Was wäre wohl hier los, wenn praktisch kein Tag vergehen würde, an dem ein Menschen von einem wilden Tier, wie Elefant oder Raubkatze getötet würde? Denn das ist Realität in Indien. Ich schätze, dass wir das nicht hinnehmen würden.

Ich finde es gut, dass die indische Regierung mit diesem Foto gezwungen wird Maßnahmen zu ergreifen, Tiere und Menschen zukünftig besser zu schützen. Aber ich hasse einseitige Sichtweisen wie die Pest.
.
Zuletzt geändert vor 9 Tagen, 15:22 Uhr
Feuerwolf
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+ 2
Also....I C H habe mich neutral informiert:

https://www.derwesten.de/panorama/ein-foto-empoert-wieso-ein-elefantenbaby-in-flammen-steht-id212489935.html

....und dafür brauche ich keine ausländische Berichtertsattung.

Hier ein Auszug daraus:

Einheimische versuchen, Situation einzuordnen

Und das in einigen elefantenreichen Bundesstaaten Indiens, wie es von der Jury des „Sanctuary Wildlife Awards 2017“ heißt. Und trotzdem: „Alle Juroren waren sehr traurig und den Tränen nahe, als wird das Bild zum ersten Mal gesehen haben“, kommentiert Zoologe Parvish Pandya.

Die Jury wirft der Regierung vor, ihr sei die Situation völlig gleichgültig. Das Foto solle Aufmerksamkeit schaffen. Das gelingt: Das erschütternde Bild geht um die Welt. Facebook zeigt es vielfach zunächst nicht, sondern erst nach einem Klick mit dem Hinweis, es zeige möglicherweise drastische Gewalt oder Blutvergießen.

In Kommentaren auf Facebook versuchen Einheimische, die Situation etwas einzuordnen: „Bei dem Foto bricht es uns auch das Herz“, schreibt Samiran Chatterjee aus dem Ort Borjan in der Region. „Wir Menschen können nicht so agieren. Aber das ist meine Heimat, ich weiß, dass die Elefanten dort ständig an die Siedlungen kommen, die Ernten zerstören, die Gärten platt machen.“

...Eine andere Nutzerin argumentiert ähnlich: „Hier begehen Bauern Selbstmord, weil sie nichts mehr haben, wenn die Elefanten kommen und ihre Lebensgrundlage zerstören. Die können nicht zuschauen.“ Die wahre Ursache für das Leiden der Elefanten sei nicht das Feuer in diesem Foto, entfacht von Menschen, die selbst in Not sind.

So sieht es auch der Bittu Sahgal, Redakteur von Sanctuary Asia. Er schreibt: „Die Schuld liegt bei den Planern, die ökologische Analphabeten sind und keinerlei Rücksicht auf die Korridore und Wanderwege der Elefanten nehmen und den Wald roden lassen.“ Völlig unterfinanzierte Wald-Behörden und deren Mitarbeiter würden alleine gelassen damit, den unvermeidlichen Konflikt zwischen Elefanten und Menschen zu bewältigen. „Wenn wir den Elefanten keinen Platz zum Leben gönnen, wird die Natur uns keinen Platz zum Überleben lassen.“

M.M.n. ist der letzte Satz von Bittu Sahgal, einem Inder, meinem letzten Satz im letzten Komi sehr ähnlich .......
CairnLover
  • Halbstarker
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Gestern habe ich dort, wo ich täglich meine Nachrichten lese, nichts dazu gefunden.
Heute postest Du Auszüge zu dem Artikel, den ich heute dazu gelesen habe, denn heute gab es x deutsche Artikel dazu. Weshalb ich schrieb, wer sich neutral informiert... Was willst Du mir also sagen?
Feuerwolf
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+ 1
Der Artikel ist von gestern

.....gestern (!!) die Mühe gemacht mich neutral zu informieren und gelesen ....lang bevor Du schriebst : "Wer sich die Mühe gemacht, hat sich neutral zu informieren........"

Wieso also einseitige Sichtweise ??

Aber hier noch ein Artikeauszug zu dem Thema aus dem Jahre 2005 :

".....Wissenschaftler setzt sie sich seit ein paar Jahren mit dem Anstieg der Gewalttaten zwischen Menschen und Elefanten auseinander. 2005 veröffentlichten sie im amerikanischen Wissenschaftsmagazin »Nature« einen Artikel mit dem Titel »Elephant Breakdown« – der Zusammenbruch der Elefanten. Ihre Theorie: Der Mensch hat durch Wildern, Keulung und durch den Raub des Lebensraums die soziale Struktur der Elefanten zerstört. Ihre Herdenverbünde, ihre Traditionen sind im Begriff, sich aufzulösen. Die Elefanten leiden. Und reagieren, so Bradshaw, wie das die Opfer von Gewalt, von seelischer Grausamkeit tun: mit Gewalt....."

http://www.neon.de/artikel/sehen/gesellschaft/rache-der-riesen/684070

....noch viel älter als gestern dieser Artikel....oder schon wieder zu alt ??
Zuletzt geändert vor 9 Tagen, 20:54 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20679
+ 1
Mal eine Frage, CairnLover. Beinhaltet das "Lebensrecht von Menschen" für Dich auch das Recht, sich wie die Karnickel zu vermehren?
Denn ein Teil der Probleme, die der Tierschutz jetzt weltweit hat, ist doch dieser Praxis geschuldet. Ein weiterer Teil der Jagdversessenheit und Trophäengeilheit REICHER Sozialschmarotzer.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert vor 9 Tagen, 22:05 Uhr
CairnLover
  • Halbstarker
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Original von Shibaherz:

Mal eine Frage, CairnLover. Beinhaltet das "Lebensrecht von Menschen" für Dich auch das Recht, sich wie die Karnickel zu vermehren?

Wieso sollen andere Säugetiere das Recht haben sich stark zu vermehren, was deine Frage ja gleichzeitig einräumt, und das Säugetier Mensch nicht?

Denn ein Teil der Probleme, die der Tierschutz jetzt weltweit hat, ist doch dieser Praxis geschuldet.

Ein Teil der Probleme ist also, dass Menschen die Frechheit besitzen in den Ländern zu leben, in denen "unsere" letzten Wildtiere leben. Und da müssen wir uns nicht an die eigene Nase fassen, da wir es uns dank EU ja mittlerweile leisten, Wiederansiedlungsprogramme für einige Tierarten, wie Wolf und Luchs zu haben, nachdem wir selbst alle großen Wildtiere ausgerottet hatten. Oder wie?

Wir müssen uns auch beim Elfenbeinhandel nicht an die eigene Nase fassen, da wir da ja ewig dran teilgenommen haben. Dadurch, dass wir das irgendwann durch gesetzliche Verbote als falsch eingesehen haben, können wir jetzt so tun, als wäre wir nie dabei gewesen. Blöd nur, dass es auch heute noch deutsche Elfenbeinstädte gibt.

Und wenn es bei uns Tiger und Elefanten gäbe, dann wären die schon lange alle eingefangen oder getötet. Denn bei uns würde man es nicht zulassen, dass täglich ein Mensch von einem Wildtier getötet wird.
Sollten die in D lebenden Wölfe erneut beginnen Menschen zu töten, dann wären sie ganz schnell wieder Geschichte.
Aber dort sind es ja nur Inder, die den Tieren zum Opfer fallen. Die sind ja anscheinend nichts wert. Was interessiert das den Deutschen.

Wir erwarten mit größter Selbstverständlichkeit, dass die armen Länder "unsere" letzten Wildtiere schützen. Das erinnert daran, dass Frau Merkel Soldaten zum Hindukush geschickt hat, um "unsere" Ressourcen zu schützen und die Amis mit der gleichen Argumentation unzählige Kriege führen und geführt haben.

In Indien gibt es einige Tierschutzgebiete für wilde Tiere und es gibt einige Anstrengungen die Tierarten zu erhalten. Sonst gäbe es sie wohl schon lange nicht mehr. Aber die Tiere halten sich nicht an diese Grenzen. Es könnte darauf hinauslaufen, dass es irgendwann einmal keine Elefanten, Tiger&Co. mehr in Indien gibt, auch wenn das noch sehr lange dauern wird.
Aber den Preis für deren Existenz zahlt die dort lebende Bevölkerung.
Einen Preis, den wir zwar selbst niemals bereit wären zu zahlen. Dessen Zahlung durch andere für uns aber mit der Überheblichkeit der reichen Länder selbstverständlich ist.

Ich sehe vor allen Dingen, dass ein sehr großer Teil der Probleme, die Tiere und Menschen schon seit vielen Jahrzehnten haben, Monsanto, Glyphosat&Co. heißt.
Ein anderer Teil sind die Kriege, die eben auch Mensch und Tier betreffen.
Die Armut in Afrika, weil wir die Länder bis heute ausbeuten und deren Bodenschätze zu "unseren" gemacht haben, wobei wir auch Gifte zur Gewinnung der Bodenschätze einsetzen.
Vergiftungen, dadurch, dass wir "unseren" Elektroschrott nach Afrika schaffen und dort die Umwelt vergiften.
Das in meinen Augen Schlimmste ist die Erzeugung "unseres" Biosprits, was dafür sorgt, dass seit Jahren Unmengen an Regenwald verbrannt und unzählige Tiere und Pflanzen unwiederruflich vernichtet werden, um dort in Monokultur Ölpflanzen für Palmöl anzubauen. Palmöl, das neben Biosprit auch in vielen anderen "unserer" Produkte verwendet wird.
Die Liste wäre wohl endlos weiterzuführen.

Es gibt weitaus Schimmeres auf dieser Erde, als ein paar Elefanten, die von indischen Waldbehörden brutal verjagt werden. Und das haben in der Regel die reichen Nationen, zu denen wir gehören, zu verantworten. Dagegen sind selbst ein paar Trophäensammler, wenn auch verwerflich, so doch nur ein winzig kleiner Tropfen auf dem heißen Stein.
.
Zuletzt geändert vor 8 Tagen, 08:38 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 915
+ 2

Die Worte eines großen Inders zum Thema Tierquälerei.......

Bild


Übersetzung: " Die Größe einer Nation und deren moralischen Fortschritt kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt."
Zuletzt geändert vor 8 Tagen, 11:22 Uhr
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