PERINEALHERNIE - ohne OP händeln! Hier ein Tipp: Die GEGENHALT-METHODE!

poliver
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Hallo zusammen.

Also bei unserem Zwergpekinesen wurde die Diagnose Perinealhernie nun doch bestätigt, weswegen wir uns den Rat einer unbedingt sofortigen Kastration annahmen und diesen Eingriff durchführen ließen. Erhoffter Effekt: Weniger negative hormonelle Beeinflussung des Muskelgewebezustandes und allmähliche Verkleinerung der Prostata und hiermit Druckverringerung auf den Darm.

Jetzt zeigte unser Winzling doch hin und wieder Schwierigkeiten beim Kot lösen (Das Übliche: mehrere Versuche, erschwertes Absetzverhalten insgesamt, manchmal gänzlich erfolglose Bemühungen...)

Eine sofortige zweite OP wollten wir dem Tier aber erstmal ersparen, zumal die bislang bekannten und hinlänglich beschriebenen OP-Methoden aus rein mechanischer Sicht wenig geeignet erscheinen, dem Problem mit dem notwendigen "Gegendruck" an der Durchbruchstelle begegnen zu können.

Hier nun unsere eigentlich recht einfache Gegenmaßnahme:

Wir halten nun bei jedem Kotabsetzen unseres Tieres einfach mehrere Finger gegen die Hernie und drücken sogar parallel zum Drücken des Tieres und ganz vorsichtig noch einwenig nach. Das Ergebnis ist erstaunlich gut.

Zuerst einmal läßt uns unser Winzling ohne jedes Erstaunen oder Unbehagen zu zeigen an die Stelle der Hernie auch im Moment des eigenen gebückten Druckaufbaues hinlangen. Leider natürlich eine Grundvoraussetzung für diese Methode!

Mittlerweile haben wir unsere Hilfsmethode so perfektioniert, dass wir den Gegendruck an der Hernie derart zu dosieren gelernt haben, dass sich diese beim Kotabsetzen regelrecht ausdrücken bzw. der Kot in der Hernie ganz ohne Probleme in den intakten Dickdarmkanal und nachfolgend/gleichzeitig durch unseren Hund nach draußen ausdrücken läßt.

Durch das unterstützende Gegenhalten/Gegendrücken gelingt das Kotabsetzen bei unserem Partner nun wieder auf Anhieb und in schönster Form (wenn mir die Beschreibung gestattet sei,...in schönster Wurstform!)!

Nach dieser lediglich ca. 5-10 sekündigen mechanischen Hilfestellung und einem schließlich wohlgeformten Kot-Ergebnis ist unser Kleiner derart aus dem Häuschen, dass er sich vor Freude dreht und bellt und echte Freude zeigt, dass es so schön geklappt hat. Dies signalisiert uns eigentlich dann auch immer wieder, wir haben damit für unser Tier eine tatsächlich wirkungsvolle Hilfestellung erfunden.

Ein weiterer, mittlerweile erkennbarer Vorteil: Gefüttert wird wie gewohnt und ohne die proklamierte Verpflichtung, das Futter ständig und massiv einölen zu müssen. Es fiel mir ohnehin schwer, so recht zu verstehen, was ständig zu provozierender Durchfall bewirken/verhindern soll, da aus "physikalisch hydraulischer Sicht" selbst reinste Flüssigkeiten dennoch große Kräfte zu übertragen in der Lage sind (siehe Bremsflüssigkeit beim Auto). Einfache physikalische Grundregel: (Auch) Flüssigkeiten lassen sich nicht komprimieren!!!

Wir glauben nun, nach 2 Wochen praktischer Durchführung der Gegenhalt-Methode, sogar bemerkt zu haben, dass sich die Perinealhernie ggf. etwas verkleinert zu haben scheint. Es könnte aber durchaus sein, dass sich da bei uns auch eher der Wunsch als Vater des Gedanken eingeschlichen hat.

Dennoch wird diese Hernie selten bis überhaupt nicht mehr so derart "unter Druck gesetzt", wie ohne mechanischem Gegendruck durch unsere Gegenhalt-Methode in den akuten Kotabsetzphasen. Vielleicht kann sich da dennoch etwas normalisieren, wobei dies allerdings langfristig gesehen natürlich noch abzuwarten bleibt...

Fazit: Wir halten weiter erfolgreich dagegen und wenn es so unserem Liebling diese nicht unerhebliche und im Ergebnis zumeist auch ungewisse OP zu ersparen hilft, bis ans Ende unserer oder seiner Tage...

Probiert's aus, was gibts dabei schon zu verlieren...!?

Grüße.
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
Original von poliver:



Probiert's aus, was gibts dabei schon zu verlieren...!?


probier ich nachher gleich mal aus!
(sorry, konnte ich mir jetzt nicht verkneifen )
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
poliver
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Hier ein erschütternder Bericht, der uns bestärkt, unseren Weg ohne Operation weiterzugehen...

Ich darf bitte zitieren und hoffe, der Autor hat nichts dagegen, wenn wir als Betroffene diese Botschaft weitergeben?!

"Hallo Leute, ich muss mir das mal von der Seele schreiben.

Wir nehmen nur noch Tiere aus dem Heim bei uns auf, da es einfach zu viele arme Kreaturen gibt, die nicht geliebt werden.
Im Februar 2006 bekamen wir unseren Mischlingsrüden "Julie", der von Tierschützern aus einer spanischen Tötungsstation gerettet wurde. Unser Julie kam also aus der Hölle (denn zimperlich geht man mit Tieren dort nicht um). Frisch kastriert, mit total entzündeter Narbe (er trug keine Halskrause) und entzündeten Zähnen nahmen wir ihn in Empfang. Auf unserem Grundstück blühte er nach entsprechender tierärztlicher Behandlung noch einmal richtig auf. Zwar konnte er mit Zärtlichkeiten am Anfang nicht so richtig umgehen. Die hatte er wohl nie kennen gelernt. Doch von Zeit zu Zeit fasste er mehr Vertrauen und kopierte im Verhalten vieles von unserer Aisha (eine kleine Terriermixhündin auch aus dem Heim), die ihn vom ersten Tag an ebenfalls freundlich empfangen und aufgenommen hat. Beide wurden ein Herz und eine Seele und waren seit dieser Zeit keinen Tag lang getrennt.
Julie wurde unser Schatz. Denn er war derart gutmütig - immer darauf bedacht, alles richtig zu machen. Seinem Blick sahen wir auch immer die Trennungsangst an, die er anscheinend nicht ganz verlor. Immer schien er zu fragen: "Mache ich das auch richtig so? Seid ihr mit mir zufrieden? Gebt ihr mich auch nicht mehr weg?" Er spürte unsere Liebe und gab sie uns vielfach zurück.

Dann die Diagnose: Perinealhernie.

Bereits im Oktober 2007 beobachteten wir, dass er beim Koten lange hockte und es kam nichts außer zum Schluss etwas Blut.
Also sofort zum Tierarzt. Unter enormen Schmerzen wurde mit den Fingern der Darm inspiziert. Eine Art "harter Stein" (Kot) wurde gefunden, der -so hieß es - offenbar die Probleme verursachte. Mit Laktose sollten wir seinen Kot weich halten. Das ging einigermaßen gut bis März 2008. Dann trat diese "Hockerei" wieder auf. Wieder zum Tierarzt, wieder unter Schmerzen hinten rein und etwas rausgeholt. Doch 14 Tage später erneut Schwierigkeiten beim Kot absetzen. Wieder nach vielem Drücken nur kleine Kleckse vermischt mit Blut.
Wieder zum Tierartzt. Jetzt erst viel die Diagnose: Perinealhernie. Hier könne nur eine OP in einer Klinik helfen. Ein Anruf in einer angesehenen Tierklinik brachte zusätzlich Druck. Die OP dürfe nicht aufgeschoben werden, muss sofort sein.
Also hin in die Klinik. Auf dem Tisch wieder der fragende Blick: "Gebt ihr mich jetzt weg?" Zwei Mann haben ihn im Schwitzkasten und halten ihn fest, während sein Vorderlauf abgebunden und eine Kanüle gesetzt wird. Narkosemittel rein und er schlief. "Hab keine Angst, wir helfen dir" ist der Slogan der Klinik.
Bereits am anderen Tag (Dienstag) konnten wir ihn wieder holen. Er war sichtlich froh, wieder zu Hause zu sein. Und Kot absetzen konnte er auch am gleichen Tag. Die OP am Darm hat also gehalten. Aber nach zwei Tagen schwoll das Hinterteil immer mehr an. Am Freitag hielt er es vor Schmerzen nicht mehr aus. Also wieder in die Klinik. Wieder auf den Tisch. Wieder Halte(würge)Griff. Der Dr. sticht eine Spritze und zieht. Statt Eiter (wie erwartet durch Abstoßung) kam Blut. Zusätzlich wurde noch geschnitten und das Blut lief. Die ganze Prozedur hält man nur durch, in dem man sich an den einen Gedanken klammert: Dir soll geholfen werden, es ist nur zu deinem Besten.
Wir bekamen ihn wieder mit nach Hause. Die Blutung sollte noch am gleichen Tag aufhören. Doch am Samstag keine Änderung. Wieder in die Klinik. Wieder auf den Tisch? Gott sei Dank nicht. Denn die Blutung war während des Aufenthaltes in der Klinik etwas zurückgegangen (Vorführeffekt?). Wie auch immer. Um ihm weitere Qualen zu ersparen kamen wir überein, es weiter zu beobachten.
Am Sonntag jedoch waren die Blutungen so stark, dass es in Mengen die Straße hinunterlief. Jetzt war Eile geboten. Wieder in die Klinik. Wieder auf den Tisch. Julie wehrt sich. Es tut ihm weh. Er wird festgehalten. Der Dr. setzt wieder eine Kanüle. Julie weint. In diesem Moment treffen sich unsere Blicke. Seine Augen stehen raus vor Anstrengung und er fragt mich. "Warum macht ihr das mit mir? Gebt ihr mich jetzt wieder weg?"
Ich kann meine Tränen nicht mehr halten. Dieser Blick sollte der letzte sein, den mir Julie schenkte. Das habe ich in diesem Moment spüren müssen.
Julie wird erneut operiert. Die Ursachen der Blutungen gesucht, aber nicht gefunden. Am Montag sollen wir uns telefonisch erkundigen. Wir rufen an. Der Dr. macht uns Mut, will ihn aber noch einen Tag beobachten. Also bleibt er im Verlies im Keller, wo er nicht trinkt und isst - das wissen wir. Denn es ist das eingetreten, was er am meisten befürchtete. Er wurde getrennt von seinen Lieben. Am Dienstag erneuter Anruf. Die Blutungen sind offensichtlich wieder da. Julie kann nicht ententlassen werden. Bitte Mittwoch wieder anrufen.
Anruf am Mittwoch. Wir erfahren: Julie liegt erneut unterm Messer. Ich halts nicht mehr aus. Wir machen uns auf den Weg in die Klinik. Immerhin eine Stunde Fahrt. Bereits unterwegs klingelt das Handy. Es ist der Dr. Er muss mit uns sprechen. Angekommen führt er uns ins Kellergeschoss, wo operiert wird und sich die Pension (Boxen) befindet.
Julie ist noch in Narkose. Ein großer Teil seines Hinterns ist schwarz. Das Gewebe ist komplett abgestorben. Der Dr. ist am Ende seiner Kunst. Kann sich nicht erklären, wie es dazu kam??? Der einzige Ausweg: Das Herz aufhören lassen zu schlagen. Wir müssen einwilligen. Können vor Tränen nicht mehr sprechen. Auch Aisha ist mit. Sie sieht ihren Julie und versteht nicht, warum sie ihn nicht begrüßen kann. Julie bekommt über die noch vorhandene Kanüle eine Überdosis Narkotikum. Das Herz bleibt stehn. Erst jetzt bekommen wir ihn wieder. Er darf zurück in sein geliebtes Zuhause.
Auf dem Rückweg fällt kein Wort. Meine Frau weint ununterbrochen. Ich muss mich zusammenreißen, damit ich keinen Unfall baue.
Zu Hause hebe ich sein Grab aus, während meine Frau bei ihm wacht. Jetzt liegt er neben Holly, unserer geliebten Chihuahua-Hündin, die vor ca. fünf Jahren im besten Alter von einem Rottweiler-Rüden totgebissen wurde und schreiend in den Armen meiner Frau gestorben ist. Darüber sind wir heute noch nicht ganz hinweg.
Warum musste Julie sterben? Er hatte keinem was getan. War stets freundlich. Ist jedem Streit aus dem Weg gegangen.
Wir machen uns Vorwürfe. Haben wir uns zu schnell für eine OP entschieden? Er könnte heut noch leben, sein Heim genießen und mit Aisha toben, die nur an der Haustür liegt und auf seine Rückkehr wartet.
Julie, wir alle vermissen dich und ich hasse mich dafür, dass wir dich so arglos in der Klinik abgegeben haben. Du kamst aus der Hölle und musstest nun in der Hölle sterben. Fern von deinen Lieben und mit offenbar unbeschreibbaren Schmerzen. Das verzeihen wir uns nie."

...Ihr habt unser tiefstes Mitgefühl und wir werden alles dafür tun, dass unserem Liebling ein solches Schicksal erspart bleibt!
poliver
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Beiträge: 10
Heute, nach mittlerweile mehr als einem Jahr, können wir vermelden, dass unsere Methode immer noch hervorragend funktioniert und insgesamt keinerlei Verschlechterung der sicherlich vorhandenen Grundproblematik einer Hernie eingetreten ist.

Unsere Entscheidung, auf eine diesbezügliche Operation verzichtet zu haben, haben wir daher nicht bereut! Ganz im Gegenteil!

Grüße.
poliver
  • Forenwelpe
Beiträge: 10
ERGÄNZUNG / WICHTIGER HINWEIS:

Einschränkend möchte ich aber an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass lediglich in unserem speziellen Fall eine Operation bislang nicht notwendig wurde und wir gemeinsam mit unserem kleinen Hund die Situation des Kotabsetzens sehr gut mit unserer "Gegenhalt-Methode" bewerkstelligen können. Dies ist sicherlich keine generelle bzw. allgemeingültige Methode, deren Anwendung jedem anderen Hund, der nachgewiesener Maßen an einer Perinealhernie leidet, ebenso nachhaltig Hilfe verschaffen muss!

Ich bitte daher jeden verantwortungsvollen Hundehalter, mit seinem Tier, ebenso wie wir es natürlich vorher getan haben, zunächst und nach Erkennen einer Hernien-Problematik UMGEHEND einen Tierarzt aufzusuchen und sein Tier entsprechend auch und gerade auf eine Operationsbedürftigkeit hin eingehend untersuchen zu lassen!!!

Sicherlich ist die Hernie bei unserem Hund erstens nicht sonderlich groß (von außen gänzlich nicht ersichtlich) und unsere Maßnahme wurde durch uns zudem nur praktiziert, da die seinerzeit untersuchende Tierärztin in unserem speziellen Fall eine sofortige Operation zunächst nicht dringend angeraten hatte.

Grüße.
Zuletzt geändert am 15.09.2012 15:24 Uhr
coach68
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Beiträge: 8

perinealhernie

Hallo,
Mein Hund Timmy hat schon seit längerem eine bzw. 2 Perinealhernien.
Die Auswuchtungen sind an bei
Den Seiten sehr groß. Im Dezember letzten Jahres war es dann soweit das er sic seine Harnblase in diese Auswuchtungen gedrückt hat. In der Klinik wurde das ziemlich schnell behoben und ich weiß auch wie ich damit umzugehen habe wenn es wieder passiert. Er bekommt ständig Leinsamen unters Futter, damit der Kot relativ weich bleibt.
Eine Operation mochte ich ihm mit seinen 14 Jahren eigentlich nicht mehr zumuten, da die Tierklinik sich auch nicht sicher ist ob es überhaupt machbar ist, da die Hernien schon sehr groß sind.
Hat einer von Euch Erfahrungen mit dieser Krankheit gemacht und wie geht Ihr damit um?
Was könnte noch alles passieren?
dderkovic
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Beiträge: 1

OP sehr gut verlaufen meinem Hund gehts super!!

Hat einer von Euch Erfahrungen mit dieser Krankheit gemacht und wie geht Ihr damit um?
Was könnte noch alles passieren?

Hallo zusammen!
Ich habe mir schon vor einiger Zeit alle diese Beiträge zum Them Perinealhernie durchgelesen, komme leider erst jetzt zu etwas zu diesem Thema zu sagen..

Aaaaalso ganz von vorne:
Ich habe einen kleinen 8 Jahre alten Chihuahua Rüden. Vor etwa einem 3/4 Jahr bemerkte ich beim Gassi gehen, dass er keinen Kot absetzen konnte. Das habe ich mir knapp 2 Tage angeschaut in der Hoffnung es würde noch etwas kommen - Aber hoffnungslos. Er hat gedrückt, blieb teilweise alle 2m stehen und Gassi gehen war nahezu unmöglich.
Bin dann mit ihm direkt zum Tierarzt. Dort sagte man mir er hätte bloß eine Verstopfung. Er hat nen Einlauf bekommen und die Sache war erst mal erledigt, danach hat alles wie üblich geklappt. Damals dachte ich mir noch nichts dabei, bis ich etwa nach nem halben Jahr eine leichte Beule rechts neben seinem After bemerkte. Er ist ein Langhaar Chihuahua und durch das lange Fell ist mir das vorher nicht aufgefallen. Ich habe dann mal daran getastet und bemerkt dass es sich ganz schön hart anfühlt, dachte mir aber wieder nichts dabei. Ich meine wer rechnet schon mit einer Perinealhernie? Vorher wusste ich nicht einmal, dass es so etwas gibt! Immerhin ging es meinem Kleinen zu dem Zeitpunkt super. Ich hatte nicht das Gefühl, er würde sich beim Kotabsetzen quälen und auch sonst war er munter beim Gassi gehen und Spielen.

Bis es dann nach ein paar Wochen wieder so weit war:
Er konnte keinen Kotabsetzen. Und dieses MAl war es meiner Meinung nach viel schlimmer!
Er hat sogar geweint beim drücken, weil er so große Schmerzen hatte! Ich hatte totale Angst und bin direkt zum Tierarzt, bis der ihn ENDLICH vernünftig untersucht hat!

20.03.2014 die Diagnose vom Tierarzt: Perinealhernie auf der rechten Seite.

Ich wollte ihn erst nicht operieren lassen, wir haben es dann mit einer Diätkost names 'Dogsana' versucht und immer einen Schuss Paraffinöl dazugegeben, damit der Kot weich gehalten wird. In der Hoffnung es würde nicht wieder in diese Aussackung rutschen. 3 Wochen etwa ging das gut, bis ich wieder diese Beule neben seinem After entdeckte.
Dann mussten wir schnell handeln. Der Tierarzt sagte, der Hund könnte so nicht weiterleben und müsste operiert werden, weil es sonst nur noch schlimmer werden würde. Meinem Hund ging es sehr schlecht zu diesem Zeitpunkt. und etwa 5 Tage später hatten wir schon den OP Termin der Der Tierklinik in Bielefeld-Oldentrup.

Dort fühlte ich mich sehr gut aufgehoben mit meinem Kleinen. Ich dachte nur, wenn ich gar nichts tue würde es nur noch schlimmer werden, weil er von Tag zu Tag mehr Schmerzen hatte. Der zuständige Chirurg erklärte uns alles sehr genau und dann wurde mein Hund operiert.
Er blieb eine Nacht zur Beobachtung. Es hiess er hatte die OP gut überstanden und der Doktor teilte uns mit, dass er diese Perinealhernie schon ziemlich lange hatte, ich aber nichts dafür könnte weil ich schliesslich kein Tierarzt bin, wie hätte ich das also eher bemerken können?
Rocki wurde direkt mit kastriert und sein POPO sah ziemlich schlimm aus. Abrasiert und rot geschwollen.
Okay dachten wir, er hat alles überstanden, er ist weder inkontinent noch hat er iwelche Schäden von der Narkose davon getragen - Es kann nur noch besser werden!

Doch dann sagte der Arzt er hätte die Vermutung dass er auch links eine Perinealhernie hat und das man das sowieso nihct hätte in einer einzigen OP alles in Ordnung bringen können, weil die Narkose sonst viel zu lange gedauert hätte für einen so kleinen Hund.

Hm das waren dann erst mal nicht so tolle Nachrichten.
Aber Abwarten bis zur Nachkontrolle in 2 Wochen mal sehen wie er sich erholt.
Wir haben ihn in der Zeit mit Metacam gegen die Schmerzen behandelt, Amoxiclav gegen Entzündung & Lactulose, welches wir ins Nassfutter gegeben haben, um seinen Kot weich zu halten.

2 Wochen später bei der Nachkontrolle sagte man uns nach dem der Doc sein Rektum untersucht hat er müsste eine 2. OP machen weil die Hernie sonst aufgrund der stabilen rechten Seite jetzt nach links ausbrechen könnte.

Das haben wir dann schweren Herzens auch noch machen lassen & die OP ist super verlaufen.
Mein Kleiner hat sich unglaublich gefreut als er uns sah und sah nicht mal ansatzweise so schlimm aus wie nach der 1. OP.
Jetzt hatte er lediglich einen kleinen Schnitt links und rechts von After und einen nackten POPO, aber was ist das schon? Hauptsache dem Hund gehts gut
Er wurde wieder mit den selben Medikamenten behandelt und nach 2 Wochen wieder die Nachkontrolle.

Der Doc hat ihn wieder untersucht und meinte fröhlich zu uns dass es super aussehen würde und beide operierten Seiten super stabil seien. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen!!!!

Dien 2. OP war am 08.04.2014 & seitdem haben wir keinerlei Probleme!!!!
Es ist alles super verheilt der Hund ist glücklich und gesund!!

Das Fell ist super nachgewachsen und nichts erinnert mehr an die beiden Operationen!
Er bekommt von mir immer noch ein wenig Lactulose aus dem einfachen Grund, dass ich ihm das Kot absetzen so leicht machen möchte wie möglich es ist auch nicht schädlich für den Hund und der Doc meinte wenn ich angst hätte die Lactulose abzusetzen könnte man ihn ein Leben lang damit 'behandeln'.
Bis vor kurzem bekam er Nassfutter von 'Rinti' jetzt füttere ich ihn mit dem 'Alnutra' Trockenfutter. Dabei weiche ich das Futter immer in Wasser ein und gebe nur einmal täglich 0.5ml Lactulose ins Futter.
Es geht im prächtig und mir natürlich auch wenn ich sehe dass es meinem kleinen Schatz gut geht

Ich hoffe ich konnte euch mit meiner eigenen Erfahrung etwas weiterbringen. Ich bin froh, dass ich es gewagt habe und kann die Tierklinik in Bielefeld nur empfehlen!!!!

Hoffentlich konnte ich euch ein bisschen was von eurer Angst nehmen
Liebe Grüße

Dani!
Wicco2005
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Beiträge: 1

Danke

Dank eures Beitrags habe auch ich den Dreh jetzt raus. Mein Deutscher Schäferhund, 9 Jahre, hat viel mitmachen müssen. Letztes Jahr war die Diagnose Bandscheibenvorfall. Dieser wurde operiert und seitem haben wir öfter mal was Neues. Seit September hat er ein Perninealhernie rechts. Anfangs mussten wir alle zwei Tage zum leeren zum Tierarzt. Dieser machte uns keine große Hoffnung. Der Hund hatte ja erst eine große OP von der er sich gut erholt hat und bei großen Hunden kann dies öfter wieder durchbrechen.

Jetzt ist es so, dass wenn er sich setzt wir die Hernie ausdrücken können. Ihm geht es besser und wir sind froh die Entscheidung gegen eine OP gefällt zu haben. Auch hilft uns die Physiotherapie sehr gut. Die bekommt er zwar wegen dem Bandscheibenvorfall, aber wenn wir dort waren ist die Muskulatur scheinbar wieder so gefestigt, dass das Kotabsetzen teilweise alleine geht. Jeder muss es in sein Fall selbst entscheiden, ich habe mich dagegen entschieden und meinem Hund geht es mit der Entscheidung bestens!
poliver
  • Forenwelpe
Beiträge: 10
Hier mal wieder eine Sachstandsmeldung zu unserem Georgie und der von uns praktizierten "Gegenhalt-Methode" bei seiner damals diagnostizierten Perinealhernie...

Kurzum, es klappt auch im mittlerweile 4. Jahr dieser Hilfestellung sehr gut. Es ist keinerlei Verschlechterung seines Wohlbefindens, weder vor noch nach dem Lösen erkennbar und unser Georgie wird im Mai diesen Jahres auch immerhin schon 15 Jahre alt.

Wie sind nach wie vor sehr froh, dass wir ihm mit unserer Hilfe beim täglichen Geschäft diese schwerwiegende Operation haben ersparen können. Ein Mehraufwand ist es zudem auch nie, weil wir bei den Gassi-Gängen doch ohnehin immer an seiner Seite sind.

Schön, das offensichtlich auch andere Hunde und deren Halter diese Alternative für sich entdecken und erfolgreich umsetzen konnten. Probieren! kostet in dem Fall mal nichts...

Grüße in die Runde.
poliver
  • Forenwelpe
Beiträge: 10
Unser geliebter kleiner bester Freund ist am 17.08.2015, im Alter von 15 Jahren, für immer von uns gegangen. Wir vermissen ihn unendlich und werden ihn niemals vergessen...

Eine Operation seiner Perinealhernie wurde bis zu seinem Tod und Dank unserer täglichen Hilfe niemals notwendig....

Georgie und wir hoffen, dass wir durch die Beschreibung unsere "OP-Alternative" einigen Vierbeinern helfen konnten. Es wäre schön...
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