Neuer Welpe im Haushalt.

Diana Noci
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Hallo, wir haben einen 3 jährigen Mischling...un wollen uns einen neuen kleineren Hund holen. Wie kann ich die beide aneinander gewöhnen?
Kann mir jemand ein paar Tips geben?
Franzi und Andy
  • Forenwelpe
Beiträge: 30
+ 1
Hallo Diana,
wir haben zwar noch nur einen Hund, planen aber auch nach einiger Zeit einen Zweiten zu holen. Soll es ein Welpe sein, ein Junghund oder ein Erwachsener, Hündin, Rüde oder egal? Ist deiner kastriert? Das sind sehr wichtige Infos um dir Tips geben zu können.
Allgemein solltest du auf jeden Fall mit deinem 3 Jährigen zusammen den Zweithund aussuchen...es sollte die "Chemie" zwischen beiden stimmen! Ansonsten ist es im Zusammenleben (soweit ich gehört habe) wichtig, zu beobachten, welcher Hund im Rudel "höher" steht...das kann sich zum Beispiel in der Jugend auch noch mal verändern. Der "höher stehende Hund" sollte von dir als Rudelführer dann als erstes gefüttert, als erstes angeleint etc werden, sonst kann (ebenfalls aus verschiedenen Quellen gehört) aus einem harmonischen Rudel ein ständiges Gezanke werden
Ich wünsche euch viel Erfolg mit eurem Zweithund und dass alles gut verläuft kannst ja mal berichten
LG
Gast
  • Forenwelpe
Ich habe mal in eine Folge von "Der Hundeprofi" geguckt und da hat eine Familie Martin Rütter gebeten, ihnen zu helfen einen Zweithund auszusuchen. Martin Rütter hat daraufhin den Hund schon gleich mitgenommen zur Besichtigung. Wie Franzi/Andy schon sagte, ist es wichtig zu gucken, ob die Chemie stimmt. Einfach mal in Ruhe zugucken wie der Favoritenhund sich mit dem eigenen Hund verträgt. Auch wichtig: Auf den Charakter beider Hunde gucken. Ein super sensibler Hund sollte sich vielleicht nicht gerade mit dem Temperamentvollsten Hund treffen, aber wie gesagt: So etwas sieht man ja an der Reaktion der Hunde beim Zusammentreffen.
Dein Hund achtet nicht auf dein Aussehen oder deine finanzielle Lage. Er liebt dich so wie du bist, wenn du ihn liebst!
trixi11
  • Begleithund
Beiträge: 1222
Original von Franzi und Andy:


Ansonsten ist es im Zusammenleben (soweit ich gehört habe) wichtig, zu beobachten, welcher Hund im Rudel "höher" steht...das kann sich zum Beispiel in der Jugend auch noch mal verändern. Der "höher stehende Hund" sollte von dir als Rudelführer dann als erstes gefüttert, als erstes angeleint etc werden, sonst kann (ebenfalls aus verschiedenen Quellen gehört) aus einem harmonischen Rudel ein ständiges Gezanke werden ...

Wie kann der Mensch ein "Rudel führen"?
2 willkürlich zusammen gesetzte Hunde machen kein Rudel aus....

Dass solche haltlosen Gerüchte immer noch auftauchen
WolfsSong
  • Halbstarker
Beiträge: 498
Dieses "Gerücht" ist eine feste Theorie. Natürlich gibt es auch andere Varianten in der Hunde-Erziehung. Ich wende dieses "Rang-Schema" auch an und habe unter meinen Hunden nur pos. Erfahrungen gemacht. Man muss eben auch dazu sagen, meine Hunde sind sehr natürlich in der Verhaltensweise und gut sozialisiert.
Das heisst nicht, dass man jeden Tag den Hund unterwerfen muss oder gar schlimmeres. Präszens, klare Regeln und auch als "Chef" mal einen Streit zu schlichten, sind völlig normal.

Bei ungeklärte Frage, wer zuerst etwas darf und dann der rangniedere Hund zuerst ausgewählt wird, kann es gerade bei Gleichgeschlechtlichen Hunden unter Umständen richtig krachen. Und dann wundert man sich.

So unterschiedlich Hunde sind, so unterschiedlich sind die möglichen Erziehungsmethoden.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
(Ernst R. Hauschka)
Gast
Hallo Trixi,
natürlich kann und muß der Mensch das Rudel führen, allerdings reicht es meist aus das er den Leithund führt und anleitet. Denk mal an Schlittenführer, die befehlen nur dem Leithund und der Rest der Meute folgt. Oder der Master of Hound bei einer Parfourcejagd auf der Schleppe, der hat seine Meute immer unter Kontrolle weil er den Leithund kntrollieren kann. Und ja, selbst ein paar willkürlich zusammen gesetzte Hunde bilden sehr schnell ein Rudel. Sogar bei mir funktioniert die Führung des Rudels. Daisy ist eine sehr souveräne Alpha-Hündin die ihre Tochter sehr gut anleitet. Da sie sehr gut gehorcht kann ich beide Hunde freilaufen lassen und kontrolliere nur Daisy, die Kleine kommt automatisch mit zurück. Jagdausflüge der Junghündin auf eigene Faust werden von Daisy zwar geduldet, aber nur bis zu einer gewissen Reichweite. Dobby, mein Pflegehund darf noch nicht von der Leine, ist aber ins Rudel intregiert. Bei Besuchern ist Dobby der Letzte der begrüßen darf. Wagt er es sich vorzudrängen, hängt ihm Daisy an der Lefze oder am Ohr. Kibbeln sich Dobby und die Kleine kommt die Althündin und macht mir klar das ich eingreifen soll. Allerdings wird auch bei mir die Reihenfolge beim Füttern, Anleinen usw.. strikt eingehalten. Nur Kuscheln und Schmusen unterliegt keiner Rangfolge, wer zuerst kommt wird zuerst abgeliebelt. Beim Fernsehen liegenderweise auf der Couch liegen beide Hündinnen mit Körperkontakt bei mir, Dobby etwa einen halben Meter von mir weg. Dobby ist nach meinem Dafürhalten ein Labbi/Staff-Mix, 2 1/2 mal so schwer und doppelt so groß wie meine Mädel, trotzdem haben sie ihm klar gemacht wer das Sagen im Rudel hat, nämlich der Futterspender.
LG, Alidasy und Banditen
JassyMonster
  • Begleithund
Beiträge: 832
Wichtig finde ich auch zu beachten, dass man sich den Zweithund passend zum Ersthund aussucht.

Das heißt einem ruhigen Hund würde ich z.b keine so quirlige Rasse wie einen JackRusselTerrier zumuten.
Auch würde ich nicht zwei dominante Hunde zusammen tun.
Ich kann die Welt nicht alleine retten, kann es aber zumindest versuchen.

Zwergendogge
  • Forenwelpe
Beiträge: 7
Ich habe auch viele Bekannte, die zwei Hunde haben und teilweise kam es zu Problemen zwischen den Tieren. Deshalb ist die Wahl wirklich mit Bedacht zu treffen. Der Ersthund sollte quasi den Zweithund auswählen dürfen.
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1294
Meine erste Hündin war Welpenfan. Ich habe sie immer mit zu den Züchterbesuchen genommen. Meine zweite Hündin fand Halberwachsene interessanter, hat aber Welpen akzeptiert. Dann kam ein frecher Rüde dazu - die Ladies haben ihn erzogen, dass er ins Rudel passt. Zu den nächsten Hunden habe ich meine erwachsenen Hunde nicht mehr mitgenommen. Ich habe aber immer Gerüche mitgebracht (gegenseitig) - somit gab es schon ein Geruchsbild zum Gewöhnen. Dann erfolgte die erste Kontaktaufnahme einzeln draußen. Es ist für meine Hunde klar, dass der jeweils Neue unter meinem Schutz seht. Der neue Welpe schläft bei mir - entweder akzeptieren die anderen Bei.mir-Schläfer das oder ich werfe sie aus dem Schlafzimmer.

Selbstverständlich gibt es Unruhe, wenn ein neues Familienmitglied kommt, denn auch der Rhythmus stellt sich eine Zeit lang um, doch schon im Laufe des zweiten Tages ist der Lütte akzeptiert. das merke ich daran, dass er freudig begrüßt wird. Die Rangordnung ändert sich zunächst so, dass der Welpe auf dem letzten Platz steht. Dies dauert etwa, bis er auch psychisch (fast) erwachsen ist. Ist der ältere Hund allerdings sehr alt, kann dies schon im ersten Jahr geschehen, dass dann dieser seinen Platz abgeben muss. Das erfolgt aber ohne große Probleme.

Grundsätzlich ist es bei mir so, dass die älteren Hunde die jungen Hunde miterziehen und mitausbilden. Das festigt auch die Beziehungen untereinander, aber auch Eifersüchteleien werden vermieden.

Wenn ein Hund stirbt, trauern alle; auch bei der Katze war es so. Wir sind alle eine Familie bzw. ein Rudel, leben zusammen, arbeiten zusammen, haben Spaß miteinander, streiten uns und vertragen uns wieder. Das letzte Wort habe ich, bin Cheffe absolut , aber die Führung hat weder was mit Kadavergehorsam zu tun noch mit brutaler Unterwerfung. Das haben weder die Hunde untereinander noch ich nötig
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
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