Muss man immer morges zur Fährte?

Jenny Zoet
  • Begleithund
Beiträge: 849
Hallo zusammen,

so nun zu meiner Frage:

Muss man immer MORGENS (wenn sogar der Hahn noch schläft) fährten?

Also für mich hieß es schon von Kindesbeinen an, Sonntagsmorgens sechs Uhr ab ins Fährtengelände... puh für einen Morgenmuffel wie mich garnicht so einfach....

Habe dann einfach mal Mittags gefährtet und habe es so beibehalten, einfach mal während des Spazierganges usw. ne Fährte getrampelt.

Es sind aber Stimmen laut geworden, das Mittags nicht so gut wäre, gerade bei Anfängerhunden, da schon soviele Gerüche etc. auf der Fährtenfläche sind....

Ist es nicht auf Hinblick zu einer Prüfung besser, wenn der Hund auf einem schwierigeren Terrain lernt oder mache ich ihn dadurch unsicher?

Dann gibt es auch noch so schöne Umschreibungen (Acker, Saat usw.), vermutlich geht´s dabei um die Bodenbeschaffenheit, aber wer kann mir das genau erklären?

Liebe Grüße,
Jenny
Mann oder Hund? Die Frage ist eigentlich: Lass ich mir den Teppich oder das Leben versauen?

==
smileys
Zuletzt geändert am 11.02.2008 11:43 Uhr
Gast
Hallo,

genau kann ich es dir auch nicht erklären.

Ich dachte, es hat einmal was damit zu tun, dass (wie du schon sagst) nicht so viele Leute und Hunde schon durch das Gebiet getappert sind und dass morgens die Bedingungen oft besser sind (Luftfeuchtigkeit, gerade im Sommer niedrigere Temperaturen, möglicherweise Tau usw.)

Im Sommer versuche ich auch nur morgens zu fährten, weil wenn mittags alles schnurztrocken ist, ist es schon schwerer...

Aber insgesamt halte ich mich da auch nicht so an die Uhrzeit, soll für mich zumindest ja was sein, womit ich den Hund auch im Alltag beschäftigen kann.... Also muss es auch Alltagstauglich sein!

Die ersten Fährten würde ich aber auch eher morgens unter optimalen Bedigungen machen.... (leichte Brise, gemäßigte Temperatur, kein Frost, leichter Tau, "frisches" Gelände....)

LG

Christina
Klausi
  • Begleithund
Beiträge: 800
Habt ihr ein eigens eingerichtetes Fährtengelände?

Ich geh willkürlich auf einen Acker der mir zusagt und ich weiß das da nicht soviel "Publikumsverkehr" tagsüber ist. Ich denke dann ist es egal ob morgens oder mittags.Hhauptsache es kommen vom Fährtenlegen bis zum Suchen keine Fremdgerüche da rein.
visitor
  • Alpha Hund
Beiträge: 7442
Viele Vereine, die ich kenne, haben mit den entsprechenden Landwirten oder Pächtern absprachen und entrichten auch Gebühren für die Benutzung des Fährtengeländes.
Natürlich kann man auch im Stadtpark Fährten- oder sonst, wo sich das Gelände eignet.

Sicher ist es morgens für den Hund am einfachsten, was ja für den Junghund auch gewollt ist. Aber mit entsprechendem Übungsaufwand geht es auch fast über den ganzen Tag verteilt.

Es gibt Bücher, die genau erklären, wie wann wieso eine Fährte unter Einbeziehung der Wetterlage, Windrichtung und treibender Luftschichten Gerüche abgibt... ne, gibt es wirklich!

Fährten kann man den ganzen Tag, immer dem Können angemessen.

Lieben Gruß Tina
Ein Australian Terrier ist gut - zwei sind besser!


Der Mensch versteht aus gutem Grund am besten sich mit seinem Hund, vor allem seiner Meinung wegen: Der Hund sagt nämlich nichts dagegen ...
Chucky
  • Halbstarker
Beiträge: 246

Immer nur morgends fährten?

Hallo alle zusammen,

ich gebe jetzt einfach mal meinen Erfahrungsbericht als Hundesportlerin und Tochter eines Landwirtes ab.

Ich fange mal bei der Tageszeit und Jahreszeit an: Im Sommer hat sich das frühmorgendliche fährten bewährt, wie sagte Jenny so schön "wenn sogar der Hahn noch schläft". Na ja so früh dann auch wieder nicht. Wir versuchen so gegen 06:30 auf den Wiesen zu sein - Acker schaut ja zur Sommerzeit ziehmlich schlecht aus. Warum so früh? Um diese Zeit habe ich noch Tau auf den Wiesen, nur mit der Feuchtigkeit kann sie die Feulnis einstellen, wenn ich im Schlurfschritt meine Fährte legen, dies wiederum ist wichtig, damit der Hund überhaupt die Fährte aufnehmen kann. Natürlich ist es noch ein netter nebenefekt, dass zu dieser Tages bzw. Nachtzeit noch keine Leute unterwegs sind.

Gehen wir nun in den Herbst und in das Frühjahr, hier ist es meiner Meinung nach egal, ob ich morgends, mittags oder abends zum fährten fahre. Wichtig ist, dass das Wetter stimmt (Wind usw.)Zu diesen Jahreszeiten habe ich fast immer einen feuchten Boden und ich kann vorallem jetzt meine Böden auswählen - vom Schollenacker, über normales flaches Acker, ob Saat oder gerade ein Maisacker ist ja hier alles dabei. Natürlich hängt die Auswahl des Bodens vom Leistungsstand meines Hundes ab.

Liebe Grüße
Michi
Liebe Grüße

Michi und das Rudel
Sabse132
  • Forenwelpe
Beiträge: 7
Hallo allerseits,

ich fährte jetzt seit ca. 3 Jahren und mein Ausbilder hat immer gesagt die beste Zeit zum Fährten ist abends. Warum? Weil der Hund nachts beim Schlafen das Erlernte verarbeitet. Wenn er vor dem Schalfengehen fährtet hat er das noch in seinem Kopf und verarbeitet es Nachts.

Wenn die Fährte morgens bei Tau getrampelt wird und die Sonne zieht dann die Feuchtigkeit raus, wird es eine sehr schwere Fährte.

Aber ich halte mich auch nicht daran und fährte bei jeder Tageszeit. Wenn Leute oder Hunde durch meine Fährte latschen, ärger ich mich nicht sondern finde das richtig gut. Da kann man doch toll die Verleitungen üben.

Ich hoffe, ich konnte ein bischen helfen

Liebe Grüße
Sabine
Schäfi
  • Forenwelpe
Beiträge: 26
Wir fährten auch zur jeder Tageszeit, auch wenn die Sonne mal richtig brennt kann ein Hund suchen. Wenn ich bei Hitze allerdings eine FH lege und absuche, habe ich immer ein feuchtes Tuch dabei um bei jedem Gegenstand dem Hund die Nase etwas abzukühlen.

LG
Schäfi
dogina
  • Forenwelpe
Beiträge: 2
Halli Hallo,

wir gehen mit unseren Wuffern auch zu den allermöglichsten Zeiten "trampeln".
Mit dem Tau gebe ich Euch schon recht, es ist dann alles so schön "frisch"
aber wen ich dann für eine Prüfung üben will /möchte, dann lasse ich die Fährte auch mal 3 Stunden oder auch mal ein bisschen länger liegen, dann ist da nicht mehr viel mit dem Tau....und der Hund muss sich verdammt ansträngen um die Fährte zu erschnüffeln.
Wir haben zur Zeit auch einen jungen Wuffer ( 4Monate) alt, mit ihm gehen wir auch suchen, so wie wir grad Zeit haben...morgens oder Mittags oder spät Nachmittags. Ihm macht das gar nichts aus....das ist auch gut so.
Im Sommer gehen wir auch wenn es heiß ist üben. Denn auf Prüfungen kann man ja nie wissen wie das Wetter ist und dann kurz vorher Prüfung absagen, ist gar nicht unser Ding.

Auf der Bundessieger Prüfung für Fährtenhunde 2006 musste Aron im Sturm suchen, direkt am Wasser... das kannte er gar nicht, denn hier in Dortmund hat man weder das Meer noch den richtigen Sturm dazu. Er kam mit 94 Punkten vom " Sturmgelände".
Auf einer Vereinsprüfung, knallte so was von die Sonne b eim absuchen der Fährte, Aron hat super gesucht und kam mit 100 Punkten vom Acker.
visitor
  • Alpha Hund
Beiträge: 7442
Wow, das ist ja ein Super Ergebnis!
Bei Sturm und so dicht am Wasser- das ist schon sehr anstrengend, und erst, wenn der Hund das nicht kennt!
Ich bin immer fasziniert, mit wie viel Einsatz sich die Hunde durch die schwierigsten Gelände arbeiten!

Lieben Gruß Tina
Ein Australian Terrier ist gut - zwei sind besser!


Der Mensch versteht aus gutem Grund am besten sich mit seinem Hund, vor allem seiner Meinung wegen: Der Hund sagt nämlich nichts dagegen ...
dogina
  • Forenwelpe
Beiträge: 2
Da gebe ich Dir total Recht. Ich bin auch immer wieder fasziniert von den Leistungen der Fährtenhunde wenn sie ihr Nasen im "Dreck" haben und sich durchkämpfen.

Jetzt am Samstag haben wir bei uns auf dem Hundeplatz unsere Frühjahrsprüfung, dort gehen insgesamt 9 Fährtenhunde an den Start. Ich freu mich ihre Leistungen zu sehen.

Ich erinnere mich noch gerne an unseren ersten Lipperose FH Pokal zurück, alle IPO Fährten und 1 FH2 Fährte waren gelegt und dann kam das Unwetter mit Blitz ( der schlug in die benachbarte Kirche ein) Regen wie aus Eimern und Wind. Die Tritte der Fährten waren so was von ausgewaschen.
Viele der IPO Fährtenhunde kamen nicht bis zum I-Gegenstand.
Der FH 2 Hund, er führte an diesem Tag das erste mal auf FH 2, hat gesucht..... der Leistungsrichter war total baff wie sich der Riesenschnauzer durch gekämpft hat. Das war echt net super tolle Leistung.

Daraus habe wir gelernt, unseren Hunden viel schwieriges Gelände oder auch Witterungsverhältnisse anzubieten. Wir gehen bei jedem Wind und Wetter suchen....
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