Leishmaniose - Blutbild - Hilfe bei der Übersetzung gesucht

Gast
  • Forenwelpe
Hallo,

nachdem ich meine geliebte Hündin von ihren Schmerzen erlösen lassen musste, überlegen wir nun einem Hund aus dem Tierschutz ein neues Zuhause zu geben.
Eigentlich ist die Wahl schon fast gefallen. Die Hündin befindet sich in einem Tierheim in Spanien. Ich habe mir ihr Blutbild als PDF zuschicken lassen. Leider sagt mir das nicht so viel, da ich weder Spanisch kann, noch Mediziner bin. Vielleicht kann mir hier jemand helfen?
Würde das dann per PN senden.

Zur Leishmaniose steht Folgendes in den Unterlagen:

SEROLOGIA CANINA Ac
anti-LEISHMANIA Negativo
Equivalencia en IFI
RATIO LEISHMANIA 0.24 . < 0.55 ELISA
Técnica diagnóstica recomendada por la OIE.

Danke für eure Hilfe!
Zuletzt geändert am 03.08.2017 12:41 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 918
+ 2
Also....der Leishmaniose-Titer ist schon einmal mit negativ angegeben.

D.h. aber nicht, dass keine Infektion vorhanden ist. Sie kann bis zu 7 Jahre später ausbrechen. Daher ist es sehr zu empfehlen später eine Testwiederholung zu machen.

LG Feuerwolf mit Renntier Fina
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
+ 1
das sagt zuerst mal das die Leishmaniose beim Hund, also eine bakterielle Infektionskrankheit wegen negativer Antikörper ( anti-LEISHMANIA Negativo) im Moment (noch ?) nicht nachweisbar ist. Das lese ich, als ebenfalls Nichtspanier und Nichtveterinär aus diesem Befund.
Wenn Du es aber wirklich genau wissen willst (würde ich auch empfehlen!) geh mit dem gesamten Befund, also auch der anderen Werte die Du nicht angegeben hast,zu Deinem Tierarzt. Der kann anhand der Werte (ist ja international) ganz genau sagen was es bedeutet.
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 03.08.2017 13:18 Uhr
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970

Korektur !

Original von tomstep:

das sagt zuerst mal das die Leishmaniose beim Hund, also eine bakterielle Infektionskrankheit wegen negativer Antikörper



SORRY !
Bakteriell ist natürlich Humbug. Leismanien sind einzellige Blutparasiten, also keine Bakterien . Mir ging es um anti-LEISHMANIA Negativo und das liest sich wie die klassischen Antikörper bei bakteriellen Infektionen. Darum hat sich bei mir vermutlich dieser Fehler eingeschlichen und den sollte ich aber nicht so stehen lassen ! Falsch ist falsch, warum auch immer !
Ansonsten ist meine Aussage aber ziemlich o.k. denke ich.
Also, Asche über mein Haupt
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 04.08.2017 10:48 Uhr
CairnLover
  • Halbstarker
Beiträge: 571
Das Wichtigste an Leishmanose ist in meinen Augen, dass sie unter die Zoonosen fällt. Damit ist klar, dass ein erkranktes Tier die Krankheit auf den Menschen und andere Tiere übertragen kann.
Und wenn es, wie Feuerwolf schreibt, möglich ist, dass Hunde die Krankheit trotz negativem Ergebnis in sich tragen können, wie bei der Borreliose, dann können sie die auch mit ihrer Kacke verbreiten.
Daher sind Hunde aus dem Mittelmeerraum für mich ein No-Go.
Ich sehe nicht ein, dass man Erkrankungen mit Gewalt hier einschleppen muss. Es leben doch wirklich genug Hunde in deutschen Tierheimen.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 918
+ 3

Wichtiges zur Leishmaniose !!

Leishmaniose kann NICHT durch Kot übertragen oder verbreitet werden !!! NICHT MÖGLICH !!!

Auch gibt es in ganz Europa genau einen (!!) bewiesenen und dokumentierten Fall einer direkten Übertragung von einem Hund auf einen Menschen. Es traf einen Tierarzt.
Damit dürfte ja klar sein, dass infizierte nicht so automatisch die Krankheit auf andere Menschen oder Tiere übertragen KÖNNEN !!

Zur Übertragung wird die Sandmücke, genaugenommen der Stich einer selber infizierten Sandmücke, benötigt !!

Dagegen gibt es in südlichen Ländern genug Menschen, geschätzt werden ca. 50% der Bevölkerung, die ebenfalls Leishmaniose-positiv sind.
Bei jedem Urlaub in südlichen Ländern kann sich also jeder Mensch dort mit Leishmaniose infizieren.

In Deutschland ist die Sandmücke mittlerweile u.a. in der Region um Regensburg ganzjährig verbreitet und überträgt dort ebenso ganzjährig die Leishmaniose.....auf Mensch und Tier.
Zuletzt geändert am 05.08.2017 13:58 Uhr
CairnLover
  • Halbstarker
Beiträge: 571
+ 2
Original von Feuerwolf:

Leishmaniose kann NICHT durch Kot übertragen oder verbreitet werden !!! NICHT MÖGLICH !!!

Wenn Leishmaniose nicht durch Kot übertragen werden kann, warum sieht man nach einer neueren Studie ein hohes Infektionsrisiko für Leishmaniose im Kot von Nagetieren wie Mäusen und Ratten?

Auch gibt es in ganz Europa genau einen (!!) bewiesenen und dokumentierten Fall einer direkten Übertragung von einem Hund auf einen Menschen. Es traf einen Tierarzt.
Damit dürfte ja klar sein, dass infizierte nicht so automatisch die Krankheit auf andere Menschen oder Tiere übertragen KÖNNEN !!

In dem Moment, wo jemand in einem Gebiet lebt oder war, in dem Leishmaniose normal existiert, wird keiner beweisen können, woher die Infektion ist. Außer vielleicht er ist Arzt und hat noch andere Untersuchungsmöglichkeiten, die bei Otto Normalverbraucher nicht angewendet werden.
Es gibt jedoch unzählige Studien, die nachgewiesen haben, dass die Erkrankungen beim Menschen mit einer hohen Anzahl infizierter Hunde korrelieren. Heißt, da wo alle gesunden Hunde mit Insektizidhalsbändern versehen und die kranken entfernt wurden, war auch die Neu-Infektionsrate beim Menschen niedriger.

Zur Übertragung wird die Sandmücke, genaugenommen der Stich einer selber infizierten Sandmücke, benötigt !!

Das ist nicht richtig.
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Tier und Tier zu Mensch ist ebenfalls möglich.

Es ist bereits nachgewiesen, dass Stechmücken die Leishmaniose weiterverbreiten können, nachdem sie einen Infizierten gestochen haben.
Auch Sandmücken verbreiten nur die Krankheit, die sie beim Biss in Infizierte aufgenommen haben.

Schon vor rund 60 Jahren machte in England ein Fall die Runde, bei dem ein Brite, der im Sudan war und mit Leishmaniose infiziert, seine Frau beim Sex mit Leishmaniose ansteckte. Auch das konnte natürlich nur auffallen, da seine Frau England nie verlassen hatte.

Sex ist mit einem sehr hohen Risiko auch der Hauptübertragungsweg von Hund zu Hund.

Daneben existiert immer die Möglichkeit, dass ein Tier, dass die Leishmaniose in sich trägt, andere Menschen und Tiere durch Mikroläsionen beim Kontakt mit ihnen ansteckt.
Beides ist nachgewiesen und schon öfter vorgekommen.

Richtig ist, dass ein negativer Leishmaniose-Test absolut nichts aussagt. Ein Lebewesen kann trotzdem Leishmaniose haben. Die Inkubationszeit kann bis zu 7 Jahre betragen.
Es braucht oft eine auslösende andere Erkrankung, die das Immunsystem vorrübergehend lahm legt, damit die Leishmaniose ausbricht.

Wobei Leishmaniose nur eine der 4 gefürchteten Mittelmeer-Erkrankungen ist, an denen dort viele Hunde leiden.

In Zeiten, in denen die Gutmenschen alles außer Acht lassen, um einzelnen Tieren zu helfen, werden die Fakten gerne unter den Tisch gekehrt.
Aber es ist nicht so, dass es keine Seiten geben würde, die vor der Aufnahme von Hunden aus dem Mittelmeerraum warnen würden. Andere sehen in der steigenden Zahl von an Leishmaniose erkrankten Hunden in D mit eine Ursache für ein Ansiedeln der Krankheit in D.

Und ich werde es mit Verlaub niemals richtig finden, dass man einen Hund mit Leishmaniose, was gleichbedeutend mit für immer aktiven Erregern ist, nach D holt, wo er andere gesunde Hunde anstecken kann. Denn eine Behandlung minimiert das Infektionsrisiko nicht wirklich.

Ob sich meine Mitmenschen selbst dem Risko aussetzen, indem sie einen Mittelmeerhund holen, ist dagegen nicht wirklich mein Problem, sondern ihres.
CairnLover
  • Halbstarker
Beiträge: 571
Auch in der Schweiz gibt es schon längere Zeit Sandmücken.
Sandmücken im Land zu haben ist kein Problem, so lange sie nicht mit Leishmaniose infiziert sind, wie in der Schweiz. Doch auch dort befürchtet man das Schlimmste.

Nachfolgend ein Auszug zum Thema Leishmaniose:

Dass die Sandmücke bereits in der Schweiz ist, bestätigt auch Bruno Gottstein des Instituts für Parasitologie an der Uni Bern: «Es gibt bereits ältere Studien aus dem Tessin, wo Phlebotomus perniciosa nachgewiesen worden ist. Phlebotomus perniciosa ist eine der Sandmückenarten, die Leishmanien effizient übertragen können.»

«Damit der Erreger hier eine Chance hat, brauche es lediglich eine gewisse Anzahl infizierter Hunde», sagt Gottstein. «So kann der Kreislauf jeden Sommer neu beginnen und sich festigen.»

Deshalb sieht er genau wie Tierärztin Brunner den Hundeimport als Problem: «Wenn wir Hunde aus dem Mittelmeerraum importieren, die den Erreger in sich tragen, sorgen wir dafür, dass die infizierte Biomasse des Parasiten wächst.» Dadurch könne sich der Erreger in der Schweiz allmählich etablieren. Deshalb sollten Hunde, die aus dem Ausland importiert werden, zuerst getestet werden.

Obwohl sich der Erreger in der Schweiz bisher nicht etabliert hat, konnten laut Gottstein in der Schweiz sogenannte autochthone Fälle beim Hund nachgewiesen werden, also Hunde, die nie im Ausland waren. «Wie bei diesen Hunden die Infektion übertragen wurde, konnte nie genau ermittelt werden», sagt Gottstein. «Wir gehen jedoch davon aus, dass die Leishmaniose bei Raufereien auch direkt von Hund zu Hund übertragen werden kann.
»http://www.20min.ch/schweiz/news/story/19162233
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 918
+ 3
Also.......der Hund im europäischen Mittelomeerraum.....haben die Hunde meist den HUMANEN viszeralen Erreger Leishmania infantum.

Also...zuerst war der Mensch der Träger der Leishmaniose ....danach bekams der Hund....indirekt über einen Stich einer Sandmücke, die vorher einen infizierten Menschen gestochen hatte.....natürlich kann der Mensch auch den Hund infiziert haben bei ungeschützem und blutigem Sex, der sicherlich auch vorgekommen ist und weiterhin vorkommt.

In Indien haben viele Menschen den Leishmania donovani Erregerstamm der humanen viszeralen Leishmaniose , und der ist nur selten beim Hund zu finden.

Also genau umgekehrt !!

Da wo viele infizierte Menschen sind und viele Sandmücken....sind auch viele infizierte Hunde !!

Die s.g. Orientbeule wurde schon im 18. Jahrhundert beim Menschen beschrieben, auch Aleppo-Beule genannt, und auch auf assyrischen Schrifttafel im Altertum.

Ohne die Klimaerwärmung und vor allem die Reisetätigkeiten, die Sandmücken mit nach Deutschland bringt, gäbe es keine Sandmücken in Deutschland, die eine Leish übertargen könnten.

Ich empfehle Dir doch einmal die Seiten von Parasitus-Ex. Dr. Naucke ist führend was die Erforschung der Leishmaniose angeht in Deutschland. Kein Revolverblatt, sondern wissenschaftlich fundiert.

Noch einmal....es gibt in ganz Europa genau einen nachgewiesenen Fall einer direkten Übertragung vom Hund auf den Menschen, es traf einen Tierarzt! Mehr nicht ......Dein Fall aus England ist weder nachgewiesen noch sonst irgendetwas, soweit ich weiss.
Es ist also theroretisch möglich......aber nur einmal in Europa nachgewiesen.

Ebenso kann eine direkte Übertragung von Tier zu Tier erfolgen, wenn etliche Faktoren zusammenkommen z.B. bei einer Beisserrei oder blutigem Sex.....auch dies ist äußerst selten, da.....wie gesagt.....etliche Faktoren zusammenkommen müssen z.B. sehr hohe Infektiosität eines Hundes (mit sehr vielen Erregern in sich), ein geschwächtes Immunsystem des anderen Tieren und eine ausreichend hohe Menge an übertragenem Blut.

Auch eine Sandmücke ist eine Steckmücke, denn sie sticht. Es wird die Steckmücke der Unterart Sandmücke bemötigt, die gibt es wiederum in 2 Unteraten und 23 Ausführungen.

Nicht jeder infizierte Mensch oder Hund erkrankt an der Leishmaniose. Sehr viele haben nur einen pos. Antikörpertiter, aber selber keine Erreger mehr in sich.

@CL : Ich nehme dann doch stark an, dass Du Dich nie der Gefahr der Infektion ausssetzt und nie in Urlaub nach Spanien, Italien, Griechenland Türkei,Frankreich Portugal etc. gefahren bist und es auch nie tun wirst...geschweige den nin andere, weiter entfernte Länder.
Ebenso Dich nie in der Gegend um Gießen aufhälst, denn dort sind auch schon Sandmücken nachgewiesen worden neben Regensburg.

Hier noch ein Link zum Fortbilden um alles wieder in die richtige Relation zu setzen:
http://www.geo-union.de/fileadmin/downloads_geounion/ZPE_2012/25._Klimpel_-_Biodiversit%C3%A4t.pdf

Leider hab eich auch keine fundierten Zahlen, ob es mehr Leih-infizierte Menschen oder Hunde in Deutschland gibt, aber ich nehme einmal an , dass es aufgrund der regen, langjährigen Reisetätigkeiten mehr infizierte Menschen gibt.

Dann nenne mir doch bitte die anderen Mückennamen, die Leish übertragen sollen. Würde mich sehr interessieren incl. der Seiten, von denen Du die Namen hast und welches Institut den Nachweis erbracht hat.
Ebenso hätte ich auch gerne das Institut genannt, das einen Infektionsnachweis über Kot erbracht hat.

Danke vorab.
Zuletzt geändert am 06.08.2017 20:17 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 918
.....oh....der Fehlerteufel....es muss natürlich u.a. Stechmücken und nicht Steckmücken heissen...und ein Mittelomeer gibt`s auch nicht...
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