leinenführigkeit

farbwahn
  • Forenwelpe
Beiträge: 9
moin leute,
ich wende mich mal wieder mit einigen fragen an euch, da ich damit bisher ganz gut gefahren bin... puphase ist jetzt 17 wochen alt und eigentlich sind wir auch echt zufrieden mit ihm.
allerdings klappt das mit der leinenführigkeit nicht so gut.
spätestens wenn er einen anderen hund sieht hängt er komplett in der leine oder legt sich auf den boden um zu schauen und ist auch nicht mehr ansprechbar. weder durch ziehen noch ablenken, blickkontakt abbrechen oder derartiges ist er da raus zu bekommen. ist der hund dann ein stück weg geht es irgendwann wieder... aber das kanns ja nicht sein...
generell ist er draußen eher unaufmerksam und schaut selten zu uns. wir haben bereits die aufmerksamkeit zu hause deutlich reduziert, das hat sicherlich auch etwas geholfen, aber so richtig spannend sind wir irgendwie nicht.
klar ist es toll wenn wir leckerchen haben, aber auch das "nutzt sich ab", sag ich mal. nach einiger zeit holt er sich das leckerchen nur noch ab. wenn wir auch bessere leckerchen zurückgreifen ist es auch erstmal besser, nutzt sich aber auch ab... unser trainer meinte wir sollten dann nur noch beim gassi füttern.... nuuutzt sich ab. er meinte kann nicht sein, ich meine hell yeah, kann es wohl. und irgendwie kann ich n welpen im wachstum ja nicht dauernd hungern lassen nur damit ich seine aufmerksamkeit bekomme. der trainer meint auch wir sollen dann spannende geräusche oder so machen damit er zu uns schaut... nutzt sich aaab. und ich kann ja nicht immer lauter und gestörter rumhampeln damit der hund mich mal eines blickes würdigt...
haben noch kontakt mit einer anderen trainerin die hauptsächlich mit leinenimpulsen arbeitet.... bin ich aber kein fan von eigentlich, muss ich sagen. und auch da isses vorbei wenn wir anderen hunden begegnen. dem hund könnte ein kran am arsch hängen und der würd trotzdem zu dem hund wollen.
ansonsten ist er an der leine wirklich okay. ist jetzt nicht so dass er dauernd nur zerrt.
weiß auch nicht ob ich bzw die trainerin mit dem rucken da jetzt vielleicht viel zu viel erwarten oder so... kenn aber welpen die da deutlichst besser drin sind.
habt ihr da vielleicht noch ideen zu?
ich persönlich finde auch nicht dass der hund mich nonstop anschauen muss oder irre nah bei mir gehen muss. bei der trainerin ist das aber schon so dass er das sollte.
sollen ihm jetzt ein geschirr kaufen an dem er ziehen darf und die leinenführigkeit nur am halsband üben, das dann aber konsequent, bin allerdings kein großer fan von geschirren...

wie ist da eure meinung zu? vielleicht kann mich da ja mal jemand auf den boden der tatsachen holen, irgendwie hab ich aktuell nur wirre gedanken im kopf als der züchter heute auch noch sagte dass seine hunde eh nie ziehen und geschirre schlecht für die körperhaltung seien...

irgendwie... alles wäh grad...
Lupine 3
  • Alpha Hund
Beiträge: 7280
+ 1
Hallo farbwahn!
Nutze mal die Suchfunktion (über jedem Thema) mit dem Stichwort "Leinenführigkeit", da gibt es bereits viele Infos zu, wovon dir sicherlich einige schon hilfreich sein können.
Die Aussage des von dir erwähnten Züchters teile ich gar nicht. Gut sitzende Geschirre bewahren einen starken Zieher vor Wirbelsäulen-, Schilddrüsen- und Kehlkopfschäden. Hier mal einige TA-Gedanken zu dem Thema http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19143 und auch bei "WDR Tiere suchen ein Zuhause" wurde ausgiebig darüber berichtet. Entscheiden muss im Endeffekt jeder selbst, was er oder sie dem eigenen Hund im wahrsten Sinne des Wortes antut.
Unsere Hunde tragen alle Geschirr unterwegs - mit wenigen Ausnahmen bzw. Neulinge oder Angstpflegehunde werden ohnehin doppelt gesichert (breites [Zugstopp-] Halsband und Geschirr) mit Leine(n).
Um das Ziehen abzugewöhnen, gehört eine konsequente Erziehung, aber nicht zu verwechseln mit gewaltvoller Erziehung. Das geht nicht per Knopfdruck und nicht von heute auf morgen. Nun ist das Tierchen ja erst 17 Wochen jung und will gerade die Welt entdecken, da gehört sicher eine gute Portion Durchhaltevermögen und jede Menge Übungseinheiten mit ganz viel Geduld dazu und die ersten Signale des Hundes erkennen lernen, damit man früh genug die anstehende Situation erkennt und es bestenfalls nicht zum Ausufern kommt.
Momentan scheint es mir aus der Ferne so, als ob du und dein Hund noch ganz viel aneinander vorbei"redet" (inkl. deine Körperhaltung vielleicht?). Gute Trainer an der Seite sind o. k., die können dir empfehlen, was in der Hundeschule für den Alltag zu Hause mitgenommen wird und vor allem wie umgesetzt werden sollte, ebenfalls können sie zur für Hunde wichtigen Körperhaltung direkte Tipps geben. Ein Hund kann ja nur das umsetzen, was man ihm vermittelt hat. Dafür ist es wichtig, dass ein Hund auch weiß, was man von ihm möchte. Und damit meine ich kein Zutexten (erlebe ich sehr oft) mit Menschenworten bzw. Standpauken.

Viel Erfolg, bloß keine Entmutigung, wenn es nicht sofort klappt, passt alles, wird das schon werden Stück für Stück.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
Zuletzt geändert am 22.07.2016 19:42 Uhr
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1294
Vergiss Trainerin - taugt nix.

Anderer Trainer vor Ort wäre gut, DENN > es scheint etwas grundsätzlich falsch zu laufen - du zwar bei DEINEM Hundeverständnis!


1. Ein Flat ist kein Nebenbeihund! Er will arbeiten(Apport, Jagd oder als Ausgleich z.B. THS). Eine gezielte und vor allem gut dosierte Förderung je nach Alter und Entwicklung auch und gerade in den eigenen vier Wänden sind das A & O jeder Hundebeziehung. Gut dosiert heißt >> nicht zu viel UND in kleinen Portionen über den Tag verteilt, aber eben auch SINNVOLL! Ein bisschen Sitz und Pfötchen geben ist das NICHT!

2. BLICKKONTAKT ist WCHTIG! Ich meine aber nicht den, den diese Trainerin verlangt, also Fuß mit Hals verrenken, sondern den, der den Hund dazu bringt, zu dir zu schauen, wenn du ihn dazu aufforderst sowie zwischendurch, um dich "zu fragen" bzw. um sich zu vergewissern, wo du bist, m nicht den Anschluss dir zu verlieren (nicht zu verwechseln mit Sozialkontrolle = Hund passt auf dich auf und bestimmt dein Tun!).

3. Der ZÜCHTER sollte dir handfeste Tipps geben, allgemein sowie speziell zu dieser Rasse. Warum hat er dir überhaupt einen Flat verkauft? Willst du THS machen oder bist du jagdlich ambitioniert?
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1294

Geschirr vs. Halsband

BEIDES ist sinnvoll!

Gerade mit einem Wirbelwind wäre nur Geschirr nicht gut, da er vorne zuviel Bewegungsfreiheit hat und er nicht wirklich zu halten wäre.

Nur ein Halsband ist auch schlecht, da er sich auch da herauswinden kann und Enge, z.B. Hand in Halsband, den Hund in einen höheren Erregungszustand bringt.

Ich selbst habe einen ähnlichen (großen) Hund, also auch Temperament und MEGAFREU, wenn anderer Hund kommt, aber schon in dem Alter deines Burschen wurde er doppelt geführt. Ich habe den Blickkontakt zum anderen Hund unterbrochen, zur Not durch Augen zuhalten, wenn nur davor stellen (in den Weg des Blickes stellen) nichts genützt hat oder mühseliger war. Allerdings wusste mein Bursche, dass ich auch böse werden kann, so dass ein drohendes NEIN i.d.R. reichte. Die Impulskontrolle zu erarbeiten, ist bei einem Temperamentsbolzen schwieriger, aber nicht unmöglich

Ich habe aber strikt darauf geachtet, dass mein Hund NIEMALS ohne mein Einverständnis zu anderen Hunden durfte, schon gar nicht an der Leine. Das hat mir zwar manchen bösen Kommentar anderer Hundehalter eingebracht, doch es hat sich ausgezahlt. Kontrollierten Kontakt, also Freigabe durch mich in einer passenden (sicheren) Umgebung mit passenden Hunden (sozial sicher; sie durften auch meinen Vorwitz maßregeln, wenn er übertrieb, und haben es immer gut dosiert und fair gemacht), befürworte ich natürlich. Alles andere wäre Humbug.

Wenn ein Hund ständig am Geschirr zieht, kann das natürlich im Wachstum zu Verformungen am Skelett führen. Insofern kann ich die Sorge mancher Menschen nachvollziehen, ABER >> 1. sind die heutigen Geschirre ausgreift und 2, zieht ein Hund nicht dauernd am Geschirr (es sei denn, der Halter lässt ihn ständig ziehen und macht keine Übungen mit zwischendurch an die Seite rufen und dafür MAL was Schönes für den Hund geben - meiner übrigens bekam Lob, Freude, Streichler von mir, was ihm sehr wertvoll ist). Bei einem Halsband lernt ein Hund nicht durch Ziehen, dass es weh tut und hört damit auf, sondern er lernt, dass er durch Ziehen vorwärts kommt, was zur Folge hat, dass er schon mal den Kehlkopf dauerhaft eindrückt (solche Hunde hatte ich hier schon in der Pension!!!!).

Diese Truse. die sich Trainerin nennt, solltest du nicht mehr an deinen Hund lassen. Er ist zwar auf dem Weg zum Pubsitäter, aber noch recht jung und damit noch sehr leicht beeinflussbar durch kluge Leinenführungstechniken. Diese Truse hat wohl nix dazugelernt und verklärt Leinengerucke zu Leinenimpulsen. Komisch, dass andere ohne diesen Kram auskommen - sogar ohne, dass sie sich zum Leckerliautomaten degradieren lassen
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1294
Auch die PLATZ-Übung ist sehr nützlich

Legt er sich hin, heißt es PLATZ - und da muss er bleiben, bis ihr ihm etwas anderes sagt.

So habe ich selbst schon meinen Hund aus einer gefährlichen Situation gerettet (wenn er auf HIER gekommen wäre, dann wäre er direkt in das Auto gelaufen, das dort nichts zu suchen hatte). Meinen Großen habe ich vorhin fix ins Platz genommen, weil ich ein paar Rehe gesehen habe. Mein Bursche lag entspannt neben mir, so dass ich mir in Ruhe die Rehe angucken konnte

Zuhause beschäftigt ihr ihn doch dosiert, oder? Jedenfalls sind auch verordnete Ruhezeiten sinnvoll, auch um die Impulskontrolle zu fördern, aber vorrangig, dass er sich nicht immer hochfährt und dann überdreht beim Spiel/Beschäftigung drinnen.

Und dann sollte er euer NEIN auch WIRKLICH verinnerlicht haben! Ich WILL NICH, dass mein Bursche einfach explosionsartig auf einen anderen Hund zuschießt - also hat er schon zuhause gelernt, mich ernst zu nehmen bei meinem Nein oder Schluss damit!

Du merkst >> ich arbeite nicht einfach nur am Symptom sondern an der möglichen Ursache, die ich natürlich nicht genau weiß, die aber ein guter Trainer vor Ort erkennen müsste

Manchmal liegt es aber schlicht auch an der Zeit, die ein Bursche zum Reifen braucht und die ihm nicht gegeben wird (wie das Beispiel mit dieser Trainerin zeigt). Das erinnert mich an "Mein Kind geht schon auf's Töpfchen, aber deins macht ja noch in die Hose, tztztz"

Mir fiel noch etwas beim Spaziergang vorhin ein >> am Geschirr darf mein Bursche schnüffeln, trödeln, auch mal ETWAS reinhängen, aber am Halsband nicht (da gehe ich übrigens mit der Trainerin konform ), was er durch mein konsequentes Handeln auch verinnerlicht hat, wie ich feststellen konnte (mir wäre es gar nicht aufgefallen, wenn ich nicht deinen Beitrag gelesen hätte ). Ich habe dann noch einmal über deinen "Fall" nachgedacht und viele Parallelen zu einem Burschen entdeckt. Mit den Jahren habe ich mein Verhalten auch geändert >> ich bin geduldiger geworden, so dass mich vieles nicht so stört, dass es ruckzuck erledigt sein muss. Um den Burschen nötigenfalls gut im Griff zu haben - im übertragenen wie auch im realen Sinn - nutze ich den Griff am Geschirr. damit habe ich sogar schon unerzogenen erwachsenen Hunden in nullkommanix das "Sichselbstkorrigieren durch Rückwärtsgang zurück an meine Seite" vermittelt Das tut nicht weh, nervt aber den Hund UND >> meine Hunde (und betreute Hunde) kennen einen Warnlaut von mir (z.B. ey), der besagt, dass sie sich gerade unerwünscht verhalten bzw. auf dem Weg dorthin sind

So, jetzt hast du aber genug zu lesen - und zusammen mit der Suchfunktion sollte doch etwas Passendes für euch darunter sein
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
DOJO2
  • Begleithund
Beiträge: 1295
Mich würde interessieren , wie es jetzt mit dem Hund aussieht ?

Sollte eine Antwort kommen , werde ich meine Meinung dazu
schreiben .

LG . Josef
Der Hund widerspiegelt die Seele seines Besitzers
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online
Shibaherz
ShibaherzOnline seit
21 Minuten