Landwirtschaftsminister Schmidt fordert Abschussfreigabe für Wölfe

Feuerwolf
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Imme rnoch Greifvogel und Biber als streng geschütze z.T. Raubtiere

@Shibaherz: Es wäre schön, wenn Du mir auch antworten würdest in diesem Thread, der von mir "ins Leben" gerufen wurde.
Ich habe auch auf Deinen Komi geantwortet.

Wie sieht es denn nun mit dem Vergleich zum z.B. auch streng geschützen Greifvogel versus Hühnerzüchter aus oder Bieber aus Deiner Meinung nach ?

LG Feuerwolf mit Renntier Fina
Zuletzt geändert am 09.10.2017 18:21 Uhr
CairnLover
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Original von weckener:

In Russland, wo laut CairnLover 400 Wölfe auf einmal eingefallen sind, ist auch kein Mensch gejagt worden.

Wie kommst Du nur darauf? Weil ich dazu nichts geschrieben hatte? Man kann nachlesen, dass der Hunger sehr viele Wölfe in das Dorf getrieben hatte, die um die Häuser schlichen und eine große Zahl an Jägern die Wölfe in dem Ort über Tage hinweg erschossen und vertrieben hat. Aber die Menschen dort sind tatsächlich recht wehrhaft. Da muss zur Not die Bratpfanne das Leben schützen.

Bei den heutigen Ställen und deren Türen hat kein Wolf eine Chance reinzukommen, die sind so hermetisch abgesichert, höchstens bei Nachlässigkeit haben sie eine Chance. Die Bauern haben in den Ställen Webkameras um ihre Tier zu beobachten und bei Unruhe nachzusehen. Da hat die Technik Einzug gehalten, weil viele Bauern nicht mehr Tür an Tür mit dem Vieh leben, sondern ihr Haus irgendwo anders stehen haben. Bei uns lebt der Bauer im Ort und das Vieh ist 4 km entfernt... Und wegen wildernden Hunden sind die Tiere geschützt.

Du magst nur noch Hightechbauernhöfe kennen. Das heißt aber nicht, dass alle Großbetriebe bereits modernisiert wären und es sagt schon gar nichts über den Zustand der Bauernhöfe der Kleinbauern, Nebenerwerbsbauern und die Unterbringung der Tiere von Schäfern und privaten Nutztierhaltern aus.


Warum haben Menschen, die schon immer in der Nähe von Wölfen und Bären keine Angst vor ihnen, außer in Cairnlovers Märchenstunde? Sie haben gelernt, wie damit umzugehen.

Was heißt denn, das sie gelernt haben damit umzugehen? In diesen Ländern sind die Menschen in der Regel bewaffnet, wenn sie in den Wald gehen. Denn jederzeit kann ein Angriff durch einen Wolf oder einen Bären erfolgen und oft genug passiert das auch. Etwas mehr an der Realität zu bleiben, würde nichts schaden.
Shibaherz
Beiträge: 20575
@Feuerwolf: Sorry, ich kann hier nicht immer umgehend antworten. Manchmal haben andere Dinge Priorität.

Rein logisch betrachtet, gebe ich Dir recht.
Das setzt aber mein grundsätzliches Argument nicht außer Kraft.

Ich mutmaße mal, dass die von kleineren Raubtieren und Greifvögeln angerichteten Schäden nicht als so gravierend angesehen werden . Bei der Eierproduktion und Hühnerfleischverwertung ging die Entwicklung ja auch erst mal in Richtung industrieller (überdachter) Produktion. Mit dem Bewusstseinswandel in der Bevölkerung (Bodenhaltung) könnte der Appetit von geschützten Greifvögeln wieder zum Problem werden. Aber wie gesagt, ich gebe ohne weiteres zu, dass ich da ins Blaue rede. Und sicher ist ein Kunststoffnetz über einem Hühnerhof schneller gespannt als ein Elektrozaun errichtet und mit Fundamenten versehen.

Ich hatte selbst mal in meinem Ferienhaus in Meckpomm auf dem Dach einen Marder, der hat mit seinem Krach die Gäste vergrault. Blieb mir nichts anderes übrig, als einen Jäger zu bestellen, der dann eine Falle gestellt hat.
Aber mir ist so was in der Seele zuwider. Kann selbst keinem Tier was zuleide tun.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
weckener
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+ 1
Original von Shibaherz: Bei der Eierproduktion und Hühnerfleischverwertung ging die Entwicklung ja auch erst mal in Richtung industrieller (überdachter) Produktion. Mit dem Bewusstseinswandel in der Bevölkerung (Bodenhaltung) könnte der Appetit von geschützten Greifvögeln wieder zum Problem werden.>

Die großen Mastanlagen haben da kein Problem, die Hühner sind nicht im Freien, sie werden in Hallen freilaufen gelassen, ohne Tageslicht oder Erde... Das bedeutet Bodenhaltung, die Hühner brauchen mehr Licht als der Tag hergibt, damit sie schneller wachsen und Eierlegen...


>Aber wie gesagt, ich gebe ohne weiteres zu, dass ich da ins Blaue rede. Und sicher ist ein Kunststoffnetz über einem Hühnerhof schneller gespannt als ein Elektrozaun errichtet und mit Fundamenten versehen.

Wozu braucht es ein Fundament für Elektrozäune? Die werden in alter Manier in den Boden mit Pfählen gesteckt.
Hühnerhöfe sind oft so groß, das es nicht möglich ist Netze zu spannen. Außerdem sind sie so schwer, das sie auch viele Stützen brauchen, damit das Netz nicht auf dem Boden aufliegt. Meine Bekannte hat 50 Hühner, ein Gelände von 3.000 qm auf dem die Hühner ein glückliches Leben führen dürfen.... Der Bauer, der einen Bauernladen unterhält mit 500 Hühnern, hat für sie einen speziellen Transportwagen gekauft, damit sie jeden Tag auf einem anderen Fleck picken können, da ist sowas auch nicht machbar...


Ich hatte selbst mal in meinem Ferienhaus in Meckpomm auf dem Dach einen Marder, der hat mit seinem Krach die Gäste vergrault. Blieb mir nichts anderes übrig, als einen Jäger zu bestellen, der dann eine Falle gestellt hat.
Aber mir ist so was in der Seele zuwider. Kann selbst keinem Tier was zuleide tun.

Das kann ich Dir glauben, hier gibt es seit Jahren ein Marderpärchen, das lange im Motorraum meines Autos geschlafen hat. Allerdings haben sie nichts kaputt gemacht, bei meinem Nachbarn im Dach ihre Junge zur Welt gebracht haben und nachdem sie alt genug waren und nachts mit ihren Eltern auf die Jagd gegangen sind, wurde ganz schnell das Loch dichtgemacht. Seitdem scheinen sie in Scheunen zu leben...
Feuerwolf
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@Shibaherz: Ich habe im Urlaub mit dem Bruder einer Geflügelfarmbesitzerin gesprochen und vieles zu dem Thema erfahren, was ich vorher noch nicht wusste.

Die großen Netze sind sehr teuer. Sie müssen leicht genug zum Spannen sein, aber auch fest genug um Greifvögel abzuhalten und "Angriffe" derer aushalten und abwehren können um das Jungfedervieh wirklich zu schützen. Es bedarf mehrerer Menschen um diese "Monsternetze" zu spannen. Die Pflöcke um die Netze zu halten müssen fest im Boden verankert werden und einigen Zug aushalten können, außerdem hoch genug sein, dass die gespannten Netzte genug Bodenfreiheit für`s Federvieh lassen und auch für Menschen, die sich ja auch darunter bewegen müssen.
Ist das Jungfedervieh groß genug, müssen die Netze wieder entfernt werden. Alles sehr teuer und aufwendig.
Sie halten Gänse, Truthähne und Enten zum größten Teil.

Ich denke, dies alles ist schon mindestens genauso teuer wie Schafe und Rinder vor dem Wolf zu schützen. Es gibt keinerlei Unterstützung oder Geld vom Staat, wenn Geflügel doch von Greifvögeln, Madern, Füchsen o.ä. geholt werden.

Sicherlich kostet eine Gans weniger als ein Kalb, aber Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist und in der Masse ganz schön.

Ein normaler, mobiler Elektrozaun ist da viel schneller und einfacher aufgestellt und in Betrieb genommen. Das geht u.U. Ruckzuck......wurde bei uns für Pferde und Rinder aufgestellt, schon lange bevor es Wölfe in Deutschland gab`. Ich selber hab` in jungen Jahren dabei geholfen.
Seit mid. 20 Jahren benutzt so einen unser Schäfer aus dem Dorf jeden Abend wenn er auf Wanderschaft geht. Das Teil ist auch sehr schnell aufegebaut und die Schafe darin "verstaut"....damals gab`hier auch noch weit und breit keine Wölfe.
Shibaherz
Beiträge: 20575
Ich dachte, die Wölfe graben sich sonst unter den Zäunen durch?

...
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Feuerwolf
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Tollwut in Frankreich

"In Frankreich ist bei einem zehnjährigen Kind Tollwut nachgewiesen worden. Es wurde im Urlaub am Strand von einem Hund gebissen. Ansteckungsgefahr besteht aber wohl nicht.

Lyon - Es habe sich bereits im August bei einem Aufenthalt in Sri Lanka infiziert, als es an einem Strand von einem Hund gebissen wurde, teilte die Gesundheitsbehörde der Region Auvergne-Rhône-Alpes am Dienstag in Lyon mit. Das Kind wird seit vergangener Woche im Krankenhaus betreut. Einmal ausgebrochen ist die Krankheit fast zu 100 Prozent tödlich.

Tollwut ist in Frankreich wie auch in Deutschland extrem selten: Seit 1970 wurden von französischen Behörden nur 23 Fälle registriert - stets war die Infektion im Ausland erfolgt. Weltweit ist die Krankheit laut Weltgesundheitsorganisation jedoch für rund 59 000 Todesfälle im Jahr verantwortlich, vor allem in Afrika und Asien. Übertragen werden die Viren von infizierten Säugetieren meist durch Bisse oder Kratzen. Es gibt wirksame Impfstoffe, die auch kurz nach einem Tierbiss noch helfen können."
(Quelle : HNA von heute)

Es ist nicht der Wolf, der die Tollwut wieder nach Frankreich gebracht hat und hatte...sondern der Mensch selber...aus dem Urlaub quasi mitgebracht......wie viele andere Erkankungen auch.
Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch kann in selten Fällen erfolgen !
Feuerwolf
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@Shibaherz: Hat ein Elektrozaun Kontakt zum Boden bringt er nichts mehr. Er muss einen bestimmten Bodenabstand haben und frei sein von Gras oder ähnlichem. Sonst kommt es zum Kurzschluss und das war`s dann u.U. oder zu viel Strom fließt durch zu viel Gras ab und die Spannung am Zaun ist zu gering und bringt auch nichts mehr.

Hier noch einmal die möglichen Wolfs-Schutzzäune:

Elektrozäune
Stromführende Zäune stellen einen sehr effektiven Schutz vor Wolfsübergriffen dar, weil sie für die Wölfe eine bei Berührung schmerzhafte Barriere sind. Dabei können sowohl Flexinetzzäune oder stromführende Litzenzäune eingesetzt werden. Um den in Sachsen geltenden Mindestschutzstandards zu entsprechen müssen stromführende Zäune mindestens 90 cm hoch sein. International wird allerdings eine Höhe von mindestens 110 cm empfohlen. Tierhaltern wird deshalb generell bei der Neuanschaffung zu 106 oder 110 cm hohen Netzzäunen geraten.
Litzenzäune müssen aus mindestens fünf stromführenden Litzen bestehen, um den Mindestschutzanforderungen zu entsprechen. Wichtig ist hierbei, dass der Abstand von der untersten Litze zum Boden bzw. zwischen den untersten drei Litzen maximal 20 cm beträgt. Ab der vierten Litze kann der Abstand zwischen den Litzen auf maximal 30 cm erhöht werden.

Festzaun (nicht elektrifiziert)
Feste Umzäunungen aus Maschendraht, Knotengeflecht oder ähnlichem Material verfügen über keine aktive, abschreckende Wirkung, wie stromführende Zäune dies tun, sondern sind eine rein physische Barriere. In Sachsen gilt für den Mindestschutz eine Höhe von mindestens 120 cm. International wird eine Höhe von 140 cm empfohlen.
Wölfe versuchen üblicherweise zuerst unter einem Zaun hin durchzuschlüpfen bevor sie darüber springen. Deshalb ist ein fester Bodenabschluss des Zaunes besonders wichtig; er muss straff gespannt und lückenlos sein.

Unterwühlschutz
Feste Zäune ohne Stromführung, besonders bei Wildgattern, sollten einen Unterwühlschutz haben. Grundsätzliche Voraussetzung für eine Entschädigung ist er allerdings nicht. Als Untergrabungsschutz kann einerseits ein ca. 100 cm breiter Streifen aus Knotengeflechtdraht außen vor dem Zaun flach ausgelegt werden, welcher mit Bindedraht am bestehenden Zaun verbunden und mit Erdankern im Boden fixiert wird.
Eine weitere Möglichkeit ist die Befestigung einer stromführenden Drahtlitze (mind. 2500V) mittels Isolatoren 20 cm über dem Boden am Zaun. In diesem Fall muss die Vegetation entlang des Zaunes kurz gehalten werden, damit das Ableiten des Stroms verhindert wird.
Beim Neubau eines Gatters bietet sich an, den Zaun mindestens 50 cm tief in den Boden ein zu lassen.

aus : http://www.wolf-sachsen.de/de/schadensvorbeugung
Feuerwolf
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10.000 € Belohnung für sachdienliche Hinweise

Das Bayrische Umweltministerium hat jetzt 10.000€ für sachdienliche Hinweise ausgesetzt: Wer hat das Gattertor zum Wolfegehege aufgebrochen, damit die Wölfe entfliehen konnten ?
Der Gehegezaun ist durchgehend 4 m hoch und der untere Teil mit Strom gesichert.

Die restlichen überlebenden 3 Wölfe werden immer weniger gesichtet in der Bevölkerung. Einer könnte sich jetzt in Tschechien aufhalten. Bei den anderen zwei Wölfen hätten Fachleute eine ungefähre Ahnung wo sich sich aufhalten würden, dafür wurdenetliche Fotocameras aufgestellt.
Es wird weiterhin versucht die Tiere einzufangen, falls das nicht klappt, werden sie getötet werden müssen.

Sollten es evtl. "s.g. (Pseudo-)Tierschützer" gewesen sein, haben sie den Wölfen einen Bärendienst erwiesen. Sollten es Wolfshasser gewesen sein, haben sie ihr Ziel wohl erreicht, dass die Wolfsdebatte bes. in Bayern wieder massiv hochkocht und es immer mehr Stimmen gegen den Wolf gibt.
CairnLover
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Solche Aktionen sind aus der Tierschützerszene doch seit Jahrzehnten mit allen möglichen Tierarten bekannt. Das waren in jedem Fall einfach nur Vollidioten, wenn der Ausbruch Folge einer Fremdeinwirkung ist.

Aber der Zaun war ausreichend gesichert und hoch genug. Mit Ausbrüchen hat man dort ja schon genug negative Erfahrungen gemacht. Viel niedriger darf er nicht sein, denn bei uns und letztens In Barcelona sind Wölfe schon über 3 Meter hohe Zäune ausgebüchst.

Diese Wölfe sind Zootiere. Die haben in dem Sinn überhaupt nichts mit der Problematik des Rewildung zu tun.
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