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Laika außer Kontrolle.. Hilfeeee

Mehlemer Bürgerin
  • Alpha Hund
Beiträge: 8090
ganz praktische Übungen gibt es in dem Buch Antijagdtraining von PIa Gröning und Ariane Ullrich, worüber es hier auch schon einen bestehenden Thread gibt, eh mal suchen, bis gleich...
Claudia ohne Nino am
blubbl
  • Begleithund
Beiträge: 1537
+ 3
Ich kann mich Caro und Laursen nur anschließen.
Was das Jagen angeht, musst du unbedingt daran arbeiten, dass sie sich kontrollieren lernt und sich das auch für sie lohnt. Machst du Futterdummytraining? Wenn nicht, fang damit an (zusätzlich Futter nur aus der Hand für Leistung, dazu steht was in meinen Blogs). Dann arbeitest du erstmal ganz normal mit dem Futterdummy ( Gibt ein gutes Buch von Jan Nijboer, auch wenn der das etwas extrem sieht, meiner Meinung nach, gibt er eine gute Anleitung). Wenn sie das alles gut kann, erarbeitest du, dass sie nicht direkt hinterherläuft, sondern sich zurückhält ( z.B. Sitzen) dann belohnst du das Zurückhalten mit Futter und lässt sie erst mit einem Freilaufkommando hinterhergehen. Mache es am anfang ganz leicht. Sprich Dummy nicht werfen sondern lediglich auf den Boden legen. Hund entsprechend absichern ( Leine aber locker, so dass sie keinen Widerstand spührt) und erstmal dafür belohnen, dass sie den Dummy nicht holt. Dann wieder eine Weile normal Dummy werfen und apportieren lassen. Mit der Zeit werden die Ansprüche höher. Ziel ist dass der Hund ohne Kommando den fliegenden Dummy sieht und dich fragend anschaut, ob er geholt werden darf.Wichtig ist, dass der Hund vorher auf den Dummy richtig scharf gemacht wird, so dass der Dummy fast vom Interesse her ans Wild herankommt. Erst dann wird es für den Hund wirklich schwer sich zu beherrschen und erst dann kann er lernen, wie sehr sich Selbstbeherrschung lohnt. Das ist die sicherste Methode die ich kenne einen Jagdhund, trotz Trieb kontrolllierbar zu machen. Richtig steigern kannst du das ganze, wenn dein Hund aus dem Laufen vom Dummy abrufbar ist ( ohne das er beim Dummy ankommt), wenn du nach und nach (LANGSAM) dir echtes Wild suchst ( z.B. Kaninchen vom Nachbarn) Der Hund soll lediglich die Kaninchen wittern. Wenn er dann schon schwer zu kontrollieren wird, ganz doll "in" dem Kaninchengeruch Dummytraining machen, bis es ihn nicht mehr aus dem Konzept bringt. Natürlich hier mit ganz viel Lob bei Zurückhaltung arbeiten und ganz viel Kontrolle reinbringen.
Irgendwann, wenn das gut klappt, trainierst du in Sichtweite der Kaninchen, dass der Hund NICHT zu den Kaninchen geht, dabei hochfrequentiert belohnen.
Ziel ist NICHT, dass der Hund an den Kaninchen schnüffeln kann, sondern dass du am Besten garnicht dichter an die Tiere rangehst, als einen halben Meter und das auch nur, wenn der Hund ABSOLUT kontrolliert ist. Der Hund hat schließlich keine Angst vor Kaninchen, so dass man ihm zeigen müsste dass sie nichts tun. Er soll lernen, dass sie da sind und er trotzdem auf dich hören muss UND DAS sich das auch lohnt.
Steigern lässt sich dass bis zum absoluten Gehorsam auch im Wildpark. Aber das ist ein weiter Weg.
Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Mehlemer Bürgerin
  • Alpha Hund
Beiträge: 8090
besagten Thread finde ich grade leider nicht mehr hier, aber wenn man bei Forensuche das Stichwort eingibt, ergeben sich mehrere Threads zum Thema, auch einen älteren, wo hier jemand das Buch anbietet...
Auch wenn einem der Ausdruck Jagdhund nicht passend erscheint, bzw. die manchmal beschriebenen Probleme nicht identisch erscheinen, so kann man aber doch immer was sinnvolles aus diesen bereits bestehenden Threads ziehen, vielleicht hast Du mal was Zeit über um hier was zu stöbern...
Claudia ohne Nino am
MamaGlück2011k2011
  • Forenwelpe
Beiträge: 20
Original von Piggeldy:

Bei Jagdhunden, zu denen auch die Dackel, -mixe, etc. zählen, reicht es nicht, an der lediglich Symptomatik zu arbeiten.
Wenn so' n Dackelchen erst mal ne Fährte aufgenommen hat, kann er da sehr hartnäckig sein unbeirrt sein Ziel verfolgen.
Das ist bei den Meisten von ihnen ein absolut typisches Verhalten.

Was tun?
Ganz wichtig, damit diese Hunde unbeschadet durch' s Leben gehen, ist ein sehr guter Grundgehorsam.
Den lernt Hund jedoch nicht ausschließlich bei Spaziergängen oder Trainingseinheiten im Gelände.
Das fängt zu Hause an, im alltäglichen Leben.

Du schriebst, deine kleine hat Angst vor Fremden, wie äußerst sich das?
Könnte es evtl. auch Wachsamkeit sein?


Hallo
Heute habe ich mal eine gute Nachricht.
Meine Mutter hat selbst 2 Hunde und haben uns im Hundepark wo man Hunde laufen lassen darf getroffen.
Sie erklärte mir, dass sie schon sehr fixiert ist auf mich durch das üben aber sie merkt meine Unsicherheit.
Also habe ich sie mit Schleppleine loslaufen lassen, was macht sie wieder, aus dem Geschirr und los...
Diesmal blieb ich ruhig weil sie da nicht weit weg konnte und haben geübt das ich immer in eine andere Richtung gehe als sie, wolla, sie kommt mir hinterher. Ich habe einfach den Fehler gemacht, dass ich hinter ihr her bin im Wald, das war wie ein Spiel für sie. Nun üben wir das 2 mal die Woche, denn das Wetter spielt ja auch nimmer mit und mein Sohn muss auch betreut werden in der Zeit aber ende des Monats kanns richtig losgehen, denn dann sind wir zu 4 denn der Partner zieht endlich auch mit ein.
Also war ich einfach zu Unsicher.. Nun zeige ich ihr das ich ihr vertraue und dieses vertrauen bekomme ich zurück indem sie reagiert, wenn ich woanders hin will als sie...
Laursen
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2588
+ 1
hej,

leider ist das nicht eine besonders gute Nachricht.
Positiv ist sicher, dass Du Deinem Hund jetzt beibringst, dass er eigentlich mit Dir zusammen sein will und das er deshalb auf Dich achten muss.
Was aber überhaupt nicht positiv ist, Du bringst Deinem Hund gerade bei, dass er sich Dir immer entziehen kann, auch wenn er an der Leine ist.
Dies ist wirklich gefährlich, sowohl für Deinen Hund, wie auch für Dich und nicht zuletzt für die Umwelt (frei laufender Hund im Verkehr).
Deshalb würde ich wirklich dringend empfehlen, dass Du eine Lösung findest, damit Dein Hund sich nicht mehr aus dem Geschirr winden kann.

mfg
caro137
  • Begleithund
Beiträge: 1254
+ 3
Der erste Schritt einem Hund etwas "Richtiges" beizubringen ist meistens der, dass man verhindert dass etwas "Falsches" zur Gewohnheit wird.
Das gilt für fast alle Verhaltensprobleme.
In Deinem Fall "richtig" : sie orientiert sich an Dir und läuft Dir hinterher statt umgekehrt.
In Deinem Fall "falsch": sie lernt aus dem Geschirr zu entkommen ( wird bei jedem Mal schneller und geschickter) und frei von Dir weg zu laufen.
Das muss jetzt beides Kombiniert werden: einmal mit sicherem Geschirr, Halsband, Kombi... zum zweiten mit üben an der (schlepp-)leine - so dass sie überhaupt nicht mehr überlegt, ob sie überhaupt wegrennen könnte
- weil sie es eh nie schaftt (wegen Sicherung) und
- weil sie es gar nicht mehr will (weils in Deiner Nähe vieeeeel toller ist)
The greatness of a nation and its moral progress can be judged by the way its animals are treated (Mahatma Gandhi)
Für ein Hundeleben ist der Mensch verantwortlich.
bullterrier-in-not.de
Keyla
  • Begleithund
Beiträge: 1761
Hallo,

da ich auch die Problematik jagender Hund bzw zum streunen neigender Hund kenne - habe ich Dir mal einen alten Thread kopiert - der eine sehr schöne und ausführliche Diskussion bildet :

http://www.dogspot.ch/forum/thema/jagen-richtige-reaktionen-in-den-richtigen-momenten-und-aufbau-des-notrueckrufs/

Das A und O ist jetzt wirklich, sichere Deinen Hund - einmal wegen der Gafährdung anderer, auch wenn sie ängstlich und unsicher reagiert - Straßenverkehr etc. Und auf der anderen Seite lernt sie jedem Mal erfolgreichem Ausbruch - wie man es macht und das es "Spaß macht" ( z.B. Fangspiel mit Dir ).
Halsband und Geschirr sind jetzt ein absolutes Muss und Schleppleine und sollte sie anfangen, sich rauswinden zu wollen - korrigiere sie und unterbinde es.

Desweiteren ist eine Ausbildung und ein Aufbau einer verlässlichen Bindung bei jagdtriebigen Hunden sehr schwer zu erlangen und kostet sehr viel Nerven und Geduld. Ich kann jetzt nach ca 3 Jahren Training sagen, mein Hund ist verlässslich und so - wie ich es haben wollte - ohne Leine im Freilauf. Das mag von Hund zu Hund unterschiedlich sein, aber stelle Dich auf eine lange Zeit intensiver Arbeit ein - wo man immer wieder umdenken muss und neue Wege finden.
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber Du solltest aauch realistisch überdenken - ob Du der Lage gewachsen bist - als Hundeneuling und mit Kind.

Ansonsten hole Dir auch einen Trainer dazu, der Dich einfach nochmal schulen kann - in Körpersprache und den richtigen Reaktionen - damit Du Deine Unsicherheit auch etwas abbauen kannst.

Buchtipp : Thomas Baumann, "Ich lauf schon mal vor", Baumann Mühle Verlag - kann man bei amazon bestellen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und gute Nerven und alles Gute!

LG Jammie & Paule
"Alles Wissen die Gesamtheit aller Fragen und alle Antworten ist in den Hunden enthalten." Franz Kafka
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