Kleine Problemchen... Wie beheben?

Spencie
  • Forenwelpe
Beiträge: 2
Hallo liebe Hundefreunde,

wir haben nun seit ca. 3 Monaten einen Junghund, er ist ein Traum von Hund! Ganz artig, neugierig, lieb, anhänglich... usw.
Man muss dazu sagen, dass er leider aus schlechter Haltung kommt. Dies ist ja nun ein ziemlich weitläufiger Begriff, daher nochmal eine kurze Erläuterung, da das sicherlich auch ein Teil unseres Problems ist.
Unser Spencer lebte zusammen mit rund 50 Hunden jeden Alters auf einem alten Resthofes, als wir ihn bekommen haben war er knapp 5 Monate alt und voll mit Urin und Kot verschmiert.
Da man so vielen Hunden nicht gerecht werden kann, kannte er nichts und er war von anfang an sehr ängstlich und zurückhaltend, da seine Ballen nicht ausgebildet waren zu dem Zeitpunkt wird er das Haus und den Matschauslauf dahinter vorher nie verlassen haben.

Wir haben ihm die Zeit gegeben, die er brauchte, um sich einzuleben und sich an uns zu gewöhnen.
In der Zeit haben sich kleine, schlechte Angewohnheiten eingeschlichen.
Vorweg möchte ich noch sagen, dass wir natürlich eine Hundeschule aufsuchen wollen und auch werden, allerdings wisst ihr ja wie das in der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel aussieht... Daher möchte ich mir vorher hier ein paar Tipps einholen.

Spencer kann recht gut alleine bleiben, allerdings erwischt er neben den Spielsachen hin und wieder mal ein paar Sachen, die er nicht zerstören sollte.
Dabei handelt es sich Gott sei dank nur um Kleinigkeiten. Dinge, die keinen bzw. nur geringen Wert haben. Taschentücher, Briefumschläge, Flohkamm, Kugelschreiber...
ABER meine Angst ist natürlich, dass er mal etwas verschluckt!
Also möchte ich das natürlich möglichst vermeiden!
Nachts oder wenn er alleine ist legen wir ihm nun immer einen Futterball hin, das klappt nun auch schon bedeutend besser, aber noch hat er nicht ganz aufgehört sich mal etwas anderes zu suchen (in Prozent würde ich es so ausdrücken: vorher zu 100% Taschentücherdieb, nun nur noch 10%).

Das nächste Problemchen ist folgendes.
Stubenrein war er quasi tatsächlich von anfang an, wie auch immer das funktioniert hat bei den "Züchtern".
aber wenn wir aus unserem Rythmus kommen (z.B. Wochenende oder im Urlaub) und die erste Runde nicht mehr um 5.30 Uhr machen sondern um 7.30 Uhr legt er uns als dankeschön dann doch ein Geschenk vor die Schlafzimmertür.
So als wäre es das normalste der Welt...
Was tun?
Wir möchten ja auch mal 2 Stunden länger schlafen, wenn wir denn mal selten die Gelegenheit dazu bekommen...

Das dritte und letzte Problem ist seine Angst vor anderen Menschen.
Man merkt inzwischen eine deutliche Verbesserung.
Als er anfangs ohne Leine lief und es kam jemand, rannte er schnurstraks nach Hause (wir wohnen direkt am Feld und Wald, keine Straßen), ohne Rücksicht auf Verluste und total blind!
Das macht er nicht mehr, dafür bellt er jeden an...
Ein großer, schwarzer Hund macht fremden Menschen ja schon Angst!
Allerdings geht es bei Frauen tatsächlich auch schon ein bisschen besser!
Männer und Kinder sind schlimm für ihn, da wird er richtig panisch und auf ein lautes "nein" oder "aus" reagiert er gar nicht!
Was tun?

Ich hoffe sehr auf eure Hilfe, dass wir die Feiertage und die ersten Tage im neuen Jahr bereits etwas zum positiven verändern können!
husdenco
  • Forenwelpe
Beiträge: 92
+ 1
Hallo Spencie,
aaaalso 3 Monate sind noch gar keine Zeit, wenn manches noch nicht so klappt ist das kein Grund zur Sorge.
- Ein junger Hund knabbert sehr gerne auf allem rum, versuch es mit einem Seil aus Baumwolle (gibt es auch in chicer Knochenform), wenn er davon Teilchen verschluckt, dann ist das kein Drama und er hat was zum Beschäftigen.

- Wenn ihr morgens mal länger liegenbleiben wollt geht am Abend vorher später zur letzte Pippi-Runde. Es hilft dem Hund zum Einen, den Drang nicht so lange aushalten zu müssen und zum Anderen sollten sowieso möglichst nicht immer die gleichen Zeiten für die Gassirunde gewählt werden. Ruhig mal atypische Zeiten einbauen. Ich weiss, das ist in den Routinetagesablauf schwer zu integrieren, aber mit 30 bis 45 min plusminus ist schon viel erreicht. Auch das letzte Futter sollte es dann etwas früher als sonst geben. Dann ist es bei der letzten Runde viell. schon wieder draussen.( Na ja, nicht das von der letzten Fütterung aber das was halt schon im Darm verdaut wurde und nur PLatz wegnimmt und drückt)

Sollte doch ein "Unfall" mit Häufchen oder zerstörten Gegenständen passieren, dann mit gaaaaaaanz viel Entäuschung wegmachen in etwa so: " Oh nein, wie schrecklich, traurig, traurig, traurig" . Körperhaltung und Ton sollten da schon etwas jämmerlich erscheinen-) das Ganze aber eher leise bis pantomimisch.

- draussen ist er natürlich noch sehr unsicher und reagiert mit Gebell und Drohgebärden? oder Gebell und dann Flucht. Ihr scheint eher abgelegen zu wohnen, da hat er halt auch nicht so viel Kontakt und das Gewöhnen an andere Menschen wird dementsprechend verzögert. Klasse wären ein paar Bekannte, die man "zufällig" trifft, um dann einfach in einem größeren Abstand an ihnen vorbei zu laufen. ( Man kann auch in ein ruhigeres Dorf und einen Bekannten ein paar Meter vorausschicken, der dann zufällige Passanten vorher instruiert. Wenn er dann bellt, ignorieren und zügig weiterlaufen.

Er wird sich maßgeblich an DEINEM Verhalten orientieren und jede Unsicherheit registrieren, d.h. je ruhiger DU mit einer Situation umgehst, desto normaler wird sie für ihn. Wähle den Abstand nach seiner Toleranzgrenze, eher größer als zu klein, so dass er nicht in Panik kommt.

HuSchu oder Verein empfiehlt sich, wenn Du sein Vertrauen hast.

Weiss jetzt nicht, ob alles so deutlich rüberkam, habe versucht mich kurz zu halten-Nachfragen wenn ich Blödsinn geschrieben habe-)
Grüßle
Else&Vonny
  • Forenwelpe
Beiträge: 74
guten Abend...

... mit vielen hilfreichen Tipps kann ich leider nicht aufwarten. Wir haben selber erst seit einigen Wochen unseren Wuffel (ausgesetzter Hund aus dem Tierschutz).

Leine, Halsband, Geschirr, Maulkorb .. alles unbekannt für unsere Else.
Sie hat ne ganze Weile ganz schön gezogen.. nie stark, aber konsequent -- und so 'n ziehender schwarzer Hund, der dann auch noch 's Knurren anfängt, wenn sich jemand nähert, ist für die meisten Menschen beängstigend.

Gegen's Ziehen hab ich einiges probiert, von stehenbleiben bis sie mich anguckt über schnelle Richtungswechsel bis hin zum Clickern (weil Stimme auch nicht so ihres ist) -- 's Ziehen haben wir jetzt auch raus mit einer Kombination aus schnellen Richtungswechseln undcklickern.
Gegen 's Knurren hat bei uns geholfen, einfach stehen zu bleiben, sie absitzen zu lassen und den vorbeikommenden Passanten zuzurufen, sie mögen die Kleene bitte einfach ignorieren -- und das haben sie.

Das allein hat schon eine Verbesserung dahingehend bewirkt, dass sie nicht mehr wahllos jeden angeknurrt hat.
Dann hab ich mir den Clicker zugelegt und sie drauf konditioniert, seither ist vieles einfacher.
Wenn dann jemand kam, der in ihr Knurrschema passte (also Menschen mit weissen Haaren, Menschen mit Krücken, Betrunkene, ganz in schwarz Gekleidete usw.), hab ich mich dazwischen gestellt, sie absitzen lassen solange sie noch ansprechbar war und sofort gecklickt, wenn sie sass -- Leckerchen. Der Vorteil bei unserem verfressenen Wuffel war, dass sie nach dem ersten Click statt des Passanten die Hand mit dem Clicker fixiert hat, wieder Click & Leckerchen.
Das hab ich einige Tage so gemacht, bis sie sich nach dem Setzen anfing zu entspannen, dann gab's den zweiten Click erst, wenn sie mich statt der Clickerhand angesehen hat.

Inzwischen können wir ganz entspannt einfach unserer Wege gehen, weil sie gemerkt hat, dass ihr keine Gefahr von anderen Menschen droht, wenn sie bei mir ist.

Inzwischen hat sie überhaupt eine ganze Menge gelernt und abgelegt.

Alleinlassen haben wir noch gar nicht eingeführt -- ich bin schon froh, dass ich heute 20 Min. baden konnte, ohne, dass sie vor der Badtür stand und fiepte. Grosser Fortschrittfür uns.
An Eurer Stelle würde ich den Hund beim Alleinsein räumlich begrenzen, also z.B. nur im Flur lassen, alle türen schliessen und vor allem alles wegräumen, dass er nicht in den Fang kriegen sollte, ausserdem was zum Knabber und was zumSpielen geben und dann ohne grosses Gewese gehen... und dann auch ohne grosses Gewese wiederkommen.
So zumindest werde ich das machen, wenn wir denn soweit sind.

Vielleicht ist das ja auch ne Möglichkeit für Euch...?

Liebe Grüsskens
Vonny
Laursen
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2588
hej,

viele gute Antworten hast Du ja schon bekommen, ich probiere mich auch mal.

Hunde, die Sachen zerstören, wenn sie alleine sind, fressen normalerweise überhaupt nichts, denn das Zerstören dient dem Stressabbau, den Stress haben sie dann normalerweise, weil sie alleine sind.
Ein wirklich guter Tipp ist den Hund in Abwesenheit zu begrenzen.
Dabei sollte man einen Ort wählen, an dem er sich sicher fühlt.
Wegen der Türglocke und möglichen Passanten empfiehlt sich deshalb nicht der Flur.
Den Futterball würde ich unbedingt weitergeben, da er weniger Stress aufbauen kann, währendem er frisst.
Wenn man zu viel Angst hat, kann man nähmlich nichts mehr (fr)essen, das gilt sowohl für uns Menschen wie auch für Hunde.
Versucht unbedingt ihn zu bestätigen, wenn er entspannt auf Euch gewartet hat, dies kann man manchmal daran merken, dass der Hund noch nicht wirklich aktiv ist, obwohl er sich versucht über Eure Anwesenheit zu freuen.

Bei der Stubenreinheit habt Ihr den Fehler gemacht, dem Hund feste Routinen zu geben.
Dies ist eigentlich gut, solange man deswegen nicht Sonntags plötzlich Probleme hat.
Deswegen würde ich Euch Raten, die Routine langsam zu lockern, also nicht immer zur gleichen Zeit mit dem Hund raus zu gehen aber dabei immer versuchen ihn nicht zu Überfordern.
Etwas anderes kann auch wirklich gut helfen, wenn man bewusst eine spätere Runde macht wie gewöhnlich.
Hunde beobachten uns genau und sie bemerken normalerweise relativ schnell, dass wir dann auch länger schlafen.
Darauf versuchen sie sich dann auch einzustellen.

Bei dem Problemen mit den Menschen würde ich mich grundsätzlich zwischen den fremden Menschen und dem Hund stellen.
Er wird nicht Euch ankurren oder verbellen und deshalb wird er zuerst höchstens versuchen an Euch vorbei zu kommen.
Ob man nun mit Klicker arbeitet oder nicht, sobald der Hund nicht mehr an einem vorbeikommen will, überlässt der Hund einem die Einschätzung der Situation und damit die Verantwortung.
Wie man das genau macht und übt, ist in meinem Blog Parallellaufen und in casabiancas Bogenlaufen beschrieben.
Im Blog Parallellaufen wird auf casabiancas Blog hingewiesen:
http://www.dogspot.de/benutzer/laursen/blog/parallel-laufen/

Was die Kinder angeht, da würde ich sogar mit Flooting arbeiten.
Das geht relativ einfach.
Man geht an einen Ort, an dem es viele Kinder hat, dabei ist es sinnvoll darauf zu achten, dass die Kinder vom Hund durch einen Zaun getrennt sind.
Dort stellt man sich einfach hin und lässt den Hund die Kinder beobachten, bis er sich wirklich entspannt.
Das Problem ist relativ einfach, Kinder bewegen sich mehr und sind lauter, das kann einen unsicheren Hund schon verunsichern, vor allem wenn er vorher keine Erfahrungen mit Kindern gemacht hat.
Normalerweise hilft Flooting gerade wenn es bei einem unsicheren Hund um Kinder geht wirklich viel.

Liebe Grüsse aus dem Norden
caro137
  • Begleithund
Beiträge: 1254
Kleine Anmerkung zum Flooting:
Man muss es wirklich sooo lang durchhalten bis der Hund tatsächlich entspannt.
Wenn man zu früh abbricht hat der Hund gelernt: Ich muss mich nur stark genug aufregen, dann komme ich irgendwann hier weg.
Deswegen ist es für wirklich starke Ängste nur bedingt geeignet - weil es "Tage" braucht, bis der Hund in einer extrem stressigen Situation entspannt -und dann 1.der HH zu früh aufgibt und damit die Angst sogar noch verschlimmert und 2. es tierschützerisch fragwürdig wäre einen Hund stunden/tagelang in massiver Panik zu lassen.

Ich denke dass dies in dieser Situation mit den Kindern nicht so extrem sein wird, deswegen stimme ich laursen zu - generell ist "Flooting" aber umstritten/ nicht ungefährlich.
The greatness of a nation and its moral progress can be judged by the way its animals are treated (Mahatma Gandhi)
Für ein Hundeleben ist der Mensch verantwortlich.
bullterrier-in-not.de
Spencie
  • Forenwelpe
Beiträge: 2
Vielen, vielen lieben Dank für all die tollen Tipps!
Ich bin mir sicher, dass uns das schon ein ganzes Stück weiterhelfen wird!
Der Klicker klingt sehr interessant, ich werde mir gleich einen besorgen und es ausprobieren! Hoffentlich wird Spencer darauf reagieren, denn manchmal ist er gar nicht ansprechbar... Sitz machen klappt in der Regel gar nicht wenn er in dem "ich verbelle alle Menschen"-Modus steckt!
Sollte ich in dem Fall erstmal zu Hause mit dem Klicker üben, dass er den Zusammenhang mit "klick" und Leckerchen verstanden hat? Dass er auch draußen die Zusammenhänger besser verstehen kann?

Heute Morgen bin ich erst um 8 Uhr aufgestanden, ich habe als erstes vor die Schlafzimmertür geblickt und war super glücklich als dort keine Geschenke lagen!
Daraufhin bin ich wieder ins Schlafzimmer gegangen, um mich anzuziehen und kurze Zeit später hörte ich es plätschern...
Hätte ich nicht raussehen dürfen, sondern mich erst anziehen sollen?
So haben wir es sonst immer gemacht!
casabianca
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 3542
+ 1
Hallo und erstmal herzlich willkommen
Ich schreibe meinen Senf mal direkt unter Deine Zitate.

Original von Spencie:

Spencer kann recht gut alleine bleiben, allerdings erwischt er neben den Spielsachen hin und wieder mal ein paar Sachen, die er nicht zerstören sollte.

Ich wuerde zunaechst den Hund im Haus begrenzen, wenn ihr nicht da seit. Also lasst ihm nicht das ganze Haus zur freien Verfuegung. Alles, was er interessant zum Anknappern finden koennte, wuerde ich weglegen/hochlegen. Wir mussten bei einigen unserer Junghunde ueber mehrere Wochen alle Schuhe hochstellen
Die Gabe eines Futterballs/Kong/Kabberzeug ist immer gut.
Ganz wichtig ist auch, dass er vorher gut ausgelastet ist und das Alleineslassen anfangs nicht uebertrieben wird.

Das nächste Problemchen ist folgendes....
aber wenn wir aus unserem Rythmus kommen (z.B. Wochenende oder im Urlaub) und die erste Runde nicht mehr um 5.30 Uhr machen sondern um 7.30 Uhr legt er uns als dankeschön dann doch ein Geschenk vor die Schlafzimmertür.
So als wäre es das normalste der Welt...

Ja nun, seit doch froh, dass er so schnell stubenrein war und so einen ausgezeichneten Rhytmus hat Ich wuerde anfangs zur gewohnten ersten Gassirunde aufstehen, kurze Pipirunde und dann kannst Du Dich ja wieder hinlegen. Damit der Hund auch mal etwas laenger "durchhaelt" wie schon geschrieben den letzten Abendgang etwas nach hinten schieben und die morgendlichen Gassizeiten taeglich etwas nach hinten schieben.

Das dritte und letzte Problem ist seine Angst vor anderen Menschen.
Man merkt inzwischen eine deutliche Verbesserung.
Als er anfangs ohne Leine lief und es kam jemand, rannte er schnurstraks nach Hause (wir wohnen direkt am Feld und Wald, keine Straßen), ohne Rücksicht auf Verluste und total blind!
Das macht er nicht mehr, dafür bellt er jeden an...
Ein großer, schwarzer Hund macht fremden Menschen ja schon Angst!
Allerdings geht es bei Frauen tatsächlich auch schon ein bisschen besser!
Männer und Kinder sind schlimm für ihn, da wird er richtig panisch und auf ein lautes "nein" oder "aus" reagiert er gar nicht!

Ich gehe mal davon aus, dass Eurem Hund ein ganz wichtiger Teil der Sozialisierung fehlt und speziell der Kontakt zu Menschen fehlt. Das kann man nur mit sehr viel Geduld und Zeit wieder aufholen. Ich wuerde evt auch mit der Schleppleine arbeiten, damit er nicht einfach panisch weg laeuft.
Bitte auf gar keinen Fall laut werden auch nicht mit einem lauten nein, wenn er Angst bekommt. Er verbellt die Menschen, weil er Angst hat. Darauf wuerde ich so gelassen und ruhig wie nur moeglich reagieren. Den Hund bei Fuss nehmen oder/und absitzen lassen, ein paar beruhigende Worte, den Hund dabei aber nicht lobend streicheln.

Solche Situationen sollten meiner Meinung nach geuebt werden und nicht komplett "umgangen" werden. Das Paralellaufen und Bogenlaufen kann als Methode sehr gut dabei helfen, indem man den Abstand zu den fremden Menschen immer wieder verkleinert, nachdem man ihn zunaechst einmal etwas vergroessert hat, um den Hund daran zu gewoehnen.

Noch ein wichtiger Tipp: Ich wuerde versuchen den Hund so oft wie moeglich mitzunehmen: Einkaufsstrassen, Cafes, Bus etc etc. Natuerlich nicht uebertreiben und mit kleinen Einheiten anfangen und evt auch Restaurants dann aufsuchen, wenn man genau weiss, dass nicht viel los ist (z.B. Montags oder Dienstags). Sich eine kleine Ecke suchen, wo nicht so viel Publikumsverkehr herrscht und ganz langsam aufbauen.

Auch wenn jetzt Feiertagsstress angesagt ist, wuerde ich mich bemuehen recht schnell eine Hundeschule aufzusuchen, wo man Hundebegegnungen und das konkrete Vorbeilaufen an Menschen geuebt werden kann. Mit 8 Monaten ist Dein Hund noch in der Pubertaet und noch sehr "biegsam". Diese Zeit dauert aber nicht ewig, also so gut wie moeglich ausnutzen
Segue l’amico delle greggi, il forte Animoso mastin, di ferree punte Armato il breve collo: abil difesa Incontro al lupo assalitor. Robuste E nervose le membra, e scintillanti Abbia gli occhi, e mantel bianco, Convolto di pelo assa, che dalle Acute il salvi scane de’ lupi, e si’ li Cacci e assalti. (C. Arici, 1824, La Pastorizia)
Laursen
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2588
hej,

clickern ist wirklich eine tolle Sache aber es ist eine ganze, ausgearbeitete Theorie dahinter.
Wenn man nicht weiss, wie man es wirklich anwendet, damit es die gewünschten Resultate auch ergibt, erlebt normalerweise grosse Enttäuschungen damit.
Deshalb empfehle ich wirklich, sich zuerst mit diesem Thema zu beschäftigen, bevor man es einfach ausprobiert.

Hier in Dänemark gab es zwei Wellen mit dem Clickertraining.
Die erste erstarb vollständig, weil die Theorie damals noch nicht bekannt war.

Hier mal ein Blog zum Anfangen:
http://www.dogspot.de/benutzer/blubbl/blog/futterbelohnung-bestechung-warum-sich-loben-lohnt-und-wie-clickern-funktioniert/

Liebe Grüsse aus dem Norden
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