Klappe zu, Affe tot

Shibaherz
Beiträge: 20798
Willfährige Wissenschaftler haben in den USA Diesel-Abgase für deutsche Hersteller an Affen getestet. Die Vorstände wussten natürlich nichts davon und haben die Verantwortung Einzelpersonen zugeschoben, die geschasst wurden.
Nicht nur PETA gestern mit einer Demonstration in Wolfsburg, auch der Deutsche Tierschutzbund hat ein Ende der Abgas-Tests an Tieren gefordert.
Aber mit anderen Tierversuchen machen wir natürlich weiter ...




http://www.zdf.de/kultur/aspekte/none/tierversuche-affen-autokonzerne-abgastest-gespraech-mit-florian-werner-100.html

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 03.02.2018 22:44 Uhr
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2040
+ 4
Guten Morgen

alle Versuche an Tieren/Menschen sind einzustellen!
Beim Abgastest wurden ja auch Menschen 'eingesetzt'...........für was? Mehr Gewinn, mehr reine Weste, mehr ?????

https://www.blick.ch/news/wirtschaft/abgasskandal/deutsche-testeten-diesel-abgase-an-menschen-neuer-skandal-erschuettert-deutsche-autoindustrie-id7905408.html

Grüesslis
Hundeli
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 984
+ 2
Angeblich hat der Versuch mit Stickoxiden an 25 jungen, freiwilligen Menschen nichts mit dem Test mit Affen zu tun.

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Was wurde in der Studie untersucht?

25 junge, gesunde Freiwillige - 19 Männer, 6 Frauen - wurden drei Stunden lang unterschiedlichen Mengen von Stickstoffdioxid ausgesetzt. Maximal mussten sie eine Konzentration von 1,5 ppm Stickstoffdioxid einatmen (also 1,5 Teilchen pro Millionen Luftteilchen).

Die Studie wurde 2013 - also vor dem VW-Abgasskandal - von Forschern der RWTH Aachen, von der TU München und der LMU München durchgeführt, an renommierten Instituten also.

Die sieben Wissenschaftler wollten nach eigenen Angaben die Folgen des Stickstoffdioxid auf den menschlichen Organismus untersuchen, weil der Stickstoffdioxid-Grenzwert für Arbeitsplätze 2010 verschärft worden war.

Bis 2010 lag der Grenzwert für die dauerhafte Stickstoffdioxid-Konzentration mehr als dreimal höher als in dem Experiment der Forscher, seither bei 0,5 ppm.

Gibt es einen Zusammenhang zum Dieselskandal?

Die Forscher betonen, die Studie sollte die Stickstoffdioxid-Belastung an Arbeitsplätzen untersuchen. An vielen Arbeitsplätze würden erhöhte Stickstoffdioxidwerte gemessen, gerade auch in der Autoindustrie - während Schweißarbeiten beispielsweise.

Stickstoffdioxid ist aber auch in Dieselabgasen enthalten, deren Messwerte von Volkswagen in den USA jahrelang manipuliert worden waren. Doch die Studie beantwortet nicht die Frage, ob Dieselmotoremissionen gefährlich sind oder ungefährlich. Es wurden keine Belastungen mit Dieselmotoremissionen getestet. Ein Zusammenhang kann deswegen nur angenommen, aber nicht eindeutig hergestellt werden.

Hier der ganze Link dazu mit vielen Info`s zum Thema:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/menschenversuche-der-autoindustrie-was-steckt-dahinter-a-1190384.html

Trotzdem ist es für mich ein absolutes No-Go. Sowohl die Versuche an Tieren, als auch an freiwilligen Menschen.

Zumal die Testergebnisse wirklich sehr überflüssig und fragwürdig in meinen Augen sind.

"Solange junge, gesunde Menschen nicht dauernd in einer Luft mit soundsoviel Stickstoff leben, ist die Konzentration nicht gefährlich" ...... Was soll denn dieser Sch...... ähm......dieses Wort nach Till Eulenspiegel eben.....?
Catalou
  • Begleithund
Beiträge: 1882
+ 1
Ich finde diese Tests und Versuche jeder Art, einfach widerlich, wobei zu den Test an den 25 jungen und gesunden Menschen zu sagen wäre, dass diese dazu nicht gezwungen wurden, die Affen aber schon .
Die auch in Dieselabgasen enthaltenen Stickstoffdioxiden werden im Straßenverkehr aber auch von nicht ganz so gesunden und nicht mehr jungen Menschen (und von Hunden in jeder Größe) eingeatmet und da kann mir keiner erzählen, dass es keine nachteiligen Reaktionen gibt. Es kommt auf den Gesundheitszustand und auf das Alter (Babys atmen diese Luft auch ein) der Menschen an.
Wenn diese Tests jetzt auch noch " schön geredet und geschrieben werden, dann hält man anscheinend alle für geistig behindert.
Zuletzt geändert am 04.02.2018 11:25 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20798
+ 2
Ich seh das genauso, Catalou. Aber was gilt Ethik schon in der Wirtschaft?

VW stand unter Druck, weil die US-Umweltbehörde die angegebenen Abgaswerte angezweifelt hatte. Man wollte ein „Unbedenklichkeits“-Zeugnis für die neuen Diesel-Modelle nachliefern.
Die Tests, die von dem Lovelace Respiratory Research Institute in New Mexico – gegen ordentliche Bezahlung natürlich - an Affen durchgeführt wurden, gingen in die Hose.
Zum einen, weil sie – trotz des manipulierten Diesels – bei den Affen Reizungserscheinungen an den Atemwegen nachwiesen. Zum anderen, weil weibliche Tiere verwendet wurden, die wegen ihrer Menstruation, wissenschaftlich gesehen, zum Nachweis von Entzündungsparametern ausscheiden.

Der VW-Vorstand versuchte, das Desaster auf die (von ihm zusammen mit BMW, Daimler und Bosch gegründete) Lobby-Organisation mit dem hochtrabenden Namen „Europäische Forschungsgemeinschaft für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT)“ abzuwälzen (sie wurde inzwischen aufgelöst) und beauftragte seine Hausjuristen, unter allen Umständen die Verwendung der „Affen“-Studie vor US-Gerichten zu verhindern.

Nicht die Wirtschaftsbosse, aber die Politiker schwören, „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“. Unser geschäftsführender Verkehrsminister Schmidtchen Schleicher fasst das so auf, dass er die Bosse von Unternehmen einer bestimmten Größe nicht zur Verantwortung ziehen darf.

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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20246
Diese Versuche an Affen waren aus meiner Sicht eine vollkommen unnötige Tierquälerei, weil die Ergebnisse nicht aussagekräftig sind. Genauso kritisiere ich, dass dieselben Tierversuche hundertfach ausgeführt werden, weil jede Forschungsgruppe und jeder Hersteller von irgendwie bedenklichen Materialien (Lebensmittel, Medikamente, Kosmetik, Baustoffe... ) aus Gründen der Geheimhaltung und des Kommerzes seine eigenen macht. Stattdessen sollten bei Versuchsreihen mit Tieren und Menschen die Ergebnisse in einer für alle zugänglichen, internationalen Datenbank veröffentlicht werden. Es müssen nicht täglich neue Tiere geopfert werden, bis z. B. auch der letzte Hersteller irgendeiner Sonnencreme herausgefunden hat, dass bestimmte Inhaltsstoffe Hautkrebs erzeugen.

Ich kann mich aber nicht anschliessen, wenn Tier- und Menschenversuche grundsätzlich abgelehnt werden. Da würde ich sogar eher sagen, dass es manchmal noch zu wenig sind, denn ohne wird jeder Verbraucher unfreiwillig zum Tester. Erst nach tausenden missgebildeter Kinder wurde dies als Nebenwirkung von Contergan bekannt, und erst nach tausenden Krankheits- und Todesfällen wurde die Ursache bei Stoffen wie DDT, Asbest, Formaldehyd und vielen anderen richtig zugeordnet. Wobei man z. B. beim Thema Formaldehyd feststellen kann, wie hart nach Versuchsreihen die Grenzwerte umkämpft werden, denn der Einsatz als Desinfektionsmittel in der Massentierhaltung wurde nicht verboten. Zynisch könnte man sagen, dass diese Tiere ohnehin nicht alt genug werden, um Krebs zu bekommen.
Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu machen. (John Lennon)
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