Kastration- was kann oder wird sich ändern?

Gast
+ 1
Hallo,

ich finde, das ist einge gute Idee!
Ist ja doch anscheinend ein strittiges Thema.

Also meine direkten Erfahrungen beschränken sich auf den "Rüden-Bereich".

Unseren ersten Hund (Münsterländermischling) haben wir mit ca. anderthalb Jahren kastrieren lassen, weil er ständig abgehauen ist.
Wir wohnten an einer 6-spurigen Strasse und es war zu gefährlich.
Im Nachhinein muss ich aber natürlich ganz klar sagen, dass das eine Erziehungssache war!
Es war unser erster Hund und wir haben sehr viel falsch gemacht (OK, ich war auch 7.... )!
Die Kastration verlief ohne Probleme. Er war einen halben Tag beleidigt, danach ging es ihm wieder gut.
Das Weglaufen hat danach aufgehört!
Am sonstigen Verhalten kann ich mich zumindest an keine weiteren Verhaltensänderungen erinnern.

Als nächstes kam Wotan.
Den haben wir sehr früh kastrieren lassen. Mit 11 Monaten.
Ich war übrigens bei der OP dabei!
Mein Vater hat darauf bestanden, weil Wotan extrem gerochen hat und meiner Familie davon schlecht geworden ist. (Doofes Argument, ich weiß)
Auch hier muss ich sagen, wäre es wahrscheinlich nicht nötig gewesen.
Wotan ist absolut unproblematisch mit anderen Hunden. Und was mir halt auch auffällt, dass ganz wenige Hunde ein Problem mit ihm haben.
Allerdings ist er einfach auch kein dominanter Hund.
Vom Körperbau kann ich natürlich nicht sagen, wie er sich weiter entwickelt hätte.
Der Geruch ist übrigens verschwunden.
Bei der OP und danach gab es auch keinerlei Probleme.

Arko war schon kastriert, als meine Eltern ihn bekommen haben.
Viele Hunde "verstehen" ihn nicht, aber das liegt eher an seiner schlechten Vergangenheit...

Jetzt hab ich Sam, quasi mein erster unkastrierter Rüde (zumindest der mir gehört).
Bei ihm merke ich jetzt, dass es schon einige Rüden gibt, die ihn dumm anmachen (was halt blöd ist, weil er da schnell mit Panik reagiert).
Aber das ist nunmal auch normal unter Hunden.
Vor kurzem war eine Hündin hier heiß und ich habe gemerkt, dass ich einen "Mann" habe.
Es war zum aushalten, ich musste öfters dreimal was sagen, bevor er gehört hat und es war schon anstrengend, ihn auf mich zu konzentrieren.
Aber es war OK! Deswegen würde ich ihn jetzt nicht kastrieren.
Wenn das jetzt ein Dauerzustand werden sollte oder sein Trieb stärker werden würde, würde ich es mir vielleicht nochmal überlegen.
Ich finde, wenn es Stress für den Hund wird, den man vermeiden kann, würde ich es tun.

Fazit: Ich habe bisher keinerlei negative Erfahrungen gemacht (hab auch ehrlich gesagt noch von keinen gehört, auch keine OP-Komplikationen) aber ich würde nicht aus Prinzip kastrieren (beim Rüden)

Grüße

Christina
steph
  • Forenwelpe
Beiträge: 33
Angel:
Hat sich mit jeder Läufigkeit eine Blasenentzündung geholt, daher Kastration mit ca 2 Jahren. Ok, es hat natürlich einige Wochen gedauert, bis sie den Eingriff weggesteckt hat bzw. sie keine grösseren Schmerzen mehr hatte, aber letzten Endes hat sie es gut überstanden und keine negativen Nachwirkungen oder Veränderungen feststellbar gewesen.

Leon:
Kastration mit einem guten Jahr, weil wir mit Alina ja eine unkastrierte Hündin haben. Eingriff super gut verlaufen und er war sehr schnell wieder fit. Keinerlei Veränderungen festzustellen, er war vorher schon ein friedlicher Rüde und ist es bis heute geblieben.

Grüsse
Steph
Netty
  • Halbstarker
Beiträge: 567
Hallo,
mein Tuerarzt hat es mir so erklärt udn ich habe es auch so festgestellt und auch öfters gelesen.

Die kastration kann nur Dinge verändern, die mit dem Sexualverhalten des Hundes zu tun hat aber nicht charakterliche Eigenschaften.

Nur ein Alpharüde darf sich fortpflanzen. Hat man also einen Rüden, der ein stark ausgeprägtes Sexualverhalten hat, wird er Konkurenten "ausschalten" (im Sinne von Rang) wollen.
Er wird (für uns) ein ziemlicher Macho sein udn sich mit anderen Rüden anlegen.

Merlin z.B. wollte alles und jeden dominieren auch uns. Wir hatten 4 läufige Hündinnen in der nachbarschaft. mit ihm war kein normaler Spaziergang mehr möglich. er kratzte an Türen, fras nicht udn war wirklich unausstehlcih.

Mein Arzt riet mir zur Kastration aber erst, wenn er voll entwickelt ist. Er hält nichts von Frühkastrationen.

merlin wurde kastriert. Ein paar tage war er wirklich stinkig, Schmerzen ect.
Auch das Fäden ziehen ging nur mit Maulkorb.

Nach ein paar monaten war er ganz anders. Er ist absolut kein Macho, versteht sich nach wie vor mit allen hunden nur das Dominieren anderer Rüden bei läufigen Hündinnen hat aufgehört.
Mit Merlin kann ich immer und überall arbeiten ohne dass er abgelenkt wird.

Er ist trotzdem ein sportlicher aktiver Hund, denn das hat ja weniger mit Kastration zu tun.
Viele denken, ach kasdtrieren dann hab ich einen ruhigen Hund... das ist blödsinn..
es sei denn dass er vorher extrem, wegen dem Sexualverhalten, hippelig war.

Meine Bekannte hat mehrere Hunde. Einer der Rüden wurde immer schon ziemlich untergebuttert. Diesen Rüden hat sie nicht kastrieren lassen, da er sich noch mehr gefallen lassen hätte.
Sie hat den dominanteren Rüden kastrieren lassen udn seidem ist das zusammenleben entspannter.


LG
Netty
Agnosie:
"Krankhafte Störung der Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen - trotz erhaltener Funktionstüchtigkeit der Sinnesorgane - als solche zu erkennen."
Leidet die Mehrzahl der Menschen darunter?
Gast
+ 1
Ich habe Erfahrungen bei Rüden und Hündinnen, mit früher und später Kastration.

Also der erste Rüde Attila war unser erster Familienhund, ein Berner Sennenhund. Er wurde erst mit ca. 3 Jahren kastriert, der Grund war das er ständig abhauten und es sogar schafte durch unseren umzäunten Garten abzuhauen. Wir haben es gemacht weil er bei einem seiner Ausflüge fast ertrunken wär. Er ist bei Nachbarn in einen Teich gefallen/gesprungen können wir nicht sagen und kam nicht mehr raus, hätte eine andere Nachbarin nicht die Polizei gerufen, wäre er ertrunken. An seinem Verhalten hat sich nur geändert, dass er sich nicht mehr für läufige Hündinnen interessiert hat und nicht mehr abgehauen ist, ansonsten war er ganz der Alte. Letztendlich mussten wir ihn mit 6 Jahren einschläfern lassen, da er unter schwerer HD litt und am Ende nicht mehr allleine aufstehen konnte.

Der 2. Rüde unser dritter Hund Balu ein Berner Sennenhund-Husky-Mix, der hat eine Frühkastration hinter sich mit 6 Monaten. Er erfreut sich mit 9,5 Jahren immer noch bester Gesundheit. Er weiss dennoch zu unterscheiden ob eine Hündin läufig ist oder nicht. Bei läufigen Hündinnen hüpf er trotzdem mal gerne hintendrauf. Sein Verhalten hat sich nicht geändert. Er ist mit Rüden und Hündinnen friedlich, obwohl er bei Rüden manchmal den Macho raushängen lässt.

Meine erste Hündin Ailien (DSH-Collie-Mix) ließ ich mit 7 Jahren kastrieren. Ich war noch in der Ausbildung zur Tierarzthelferin und zu der Zeit hatten wir sehr viele Hündinnen mit Gebärmuttervereiterungen. Und da fast alle Hündinnen in Ailiens Alter waren, entschied ich mich sie zu kastrieren, bevor sie evtl. auch an einer Gebärmuttervereiterung erkrankte. Sie überstand die Operation ohne Probleme und war am Tag nach der Kastration wieder top fit. Ailien war seit der ersten Läufigkeit anderen Hündinnen gegenüber ziemlich zickig, dass ließ nach der Kastration etwas nach, ansonsten blieb sie ganz die Alte. Wir mussten sie letztendlich mit 12,5 Jahren einschläfern lassen, weil sie einen Milztumor hatte, der schon in die anderen Organe gestreut hatte.

Pepper habe ich mit 6 Monaten kastrieren lassen, da ich sowieso nicht vorhabe mit ihr zu züchten und da ich in der Frühkastration eine Vorbeugung gegenüber Erkankungen wie Eierstockszysten, Gebärmuttervereiterungen und Gesäugetumoren sehe. Alles Erkrankungen die sehr häufig bei älteren Hündinnen auftreten. Auch Pepper hat die Operation ohne Probleme überstanden und war am nächsten Tag wieder top fit. Vom Verhalten her ist sie ein toller Hund. Ein besseren hätte ich mir nicht wünschen können. Sie ist ALLEN Hunden und ALLEN Menschen gegenüber freundlich. Also ich würde meinen nächsten Hund ob Rüde oder Hündin auch wieder so früh kastrieren, da ich damit die beste Erfahrung gemacht habe.


Lg Carmen
Zuletzt geändert am 19.01.2008 15:40 Uhr
~~**Jinigeliyor**~~
  • Halbstarker
Beiträge: 332
Hallo,

habt ihr vielleicht bei euren kastrierten Rüden auch die Erfahrung mit einer Fellveränderung gemacht??? Das sog. Kastratenfell??? Bei meiner Hündin hat sich da garnix getan, aber bei den Rüden einer Freundin, den Hundis wachsen lange Plüscheln oder sie sehen aus als hätten sie eine gerupfte Wolldecke auf dem Rücken. Rassen: Münsterländer und Deutschlanghaar.

Gruß jini
Gast
Ja, das gibt es vorallem bei Hunden mit längerem roten Fell, wie Irish Setter oder rote Langhaardackel, da kommt es zu plüschigen Fellveränderungen nach der Kastration. Aber ich habe auch schon anders farbige Hunde mit so einer Fellveränderung gesehen.

Lg Carmen
~~**Jinigeliyor**~~
  • Halbstarker
Beiträge: 332
Danke für eure Meinungen.

lieg das mit dem Babyfell an den Hormonen, wahrscheinlich oder??? Könnten man das irgendwie verhindern oder so???

Grüße Jini
jenni666654
  • Forenwelpe
Beiträge: 54

mexi

mein rüde mex war bis zu seinen ersten jahr total lieb wurde dann aber aggresiv und bissig ich konnte ihn nicht einmal mehr anfassen ich wollte ihn erst einschläfern lassen doch er war mir so ans herz gewachsen also riet mir der tierarzt zu einer kastration das tat ich,es dauerte dann 5-6 wochen bis er keine schmerzen mehr hatt und ruhiger wurde nur jetzt hatt er ein neues problem er war mal stubenrein doch nun kann er seine pipi nicht mehr halten ich gehe oft mit ihm raus trotzdem.... naja damit kann ich leben muss ja auch nicht sein das das durch die kastration kommt aber ich würde es endfehlen...liebe grüße
Gast
@visitor: Nein was genaues weiss ich nicht. Ich weiß nur das es Hunde gibt bei denen die Fellveränderungen sehr stark sind und andere da passiert garnichts. Und wie gesagt, soweit ich weiss nur bei Hunden mit längerem rötlichen Fell. Es gibt soweit ich weiss auch nichts was man dagegen tun kann ausser wie du schon sagtest intensive Fellpflege wie scheren oder abschneiden der Haare. Bei einem Golden Retriever habe ich eine solche Fellveränderung noch nie gesehen.

Lg Carmen
Natalie TTE
  • Begleithund
Beiträge: 1143
+ 1
Huhu !
Auch ein paar Erfahrungen :

1) Susi , missbrauchte Boxerhündin,4 Jahre :
Verlor nach der Kastration viele Ängste bzw Angstsitutationen , da sie ja keine Rüden mehr
so anlockte.
2) Tüddl, alpha spitz-sheltie mischlings oberzicke , 9 Jahre :
Wegen mamatumoren dann noch Kastriert. Frühere Kastration hätte dem Frauchen
aufgrund ständiger Scheinschwangerschaften viel erspart.
Das sich ihre Zickigkeit nicht mehr ändert , war , außer dem Frauchen , jedem klar..
3) JackRussel extrem Terrorist:
Fühlt sich nach wie vor als King of the World, aber es ist wieder Frieden mit den Nachbarn
eingekehrt, da er in Zeiten von Läufigkeiten der Hündinnen in der mehr oder weniger näheren
Umgebung , auch zuhause seine Klappe nicht halten konnte ...
4) Harv , "mein" schwuler "doggenLabbi" mix:
Unkastriert, er hat eben kéin Interesse an der gefügigen Damenwelt und bei Rüden,
grad wenn sie in der Pubertät sind, und ihre Hundewiesen Bekanntschaften zum Kräfte
messen auffordern , hat er auch praktisch keine Probleme. Offenbar ist sein Erscheinung
und Ausstrahlung auch hier immens.
5) Boni, kastriert, jetzt drei, ist wie sie ist und schon immer war
3xB : Boni = 90% Buddah+ 10 % Bruce Lee
dafür lieb ich sie !!!
6) Lola , jetzt knappe 4,
auch kastiert in der Hoffnung sie würde doch zunehmen , ist wie sie ist, ein halbes Hemd..
7) Kimba , wurde noch in Spanien kastriert, weiß also nicht wie er vorher war.
Hippeliger Nervzwerg, den ich total liebe

Naja , also nur ein paar aufgezählt, aber Kastration anstatt Erziehung klappt nicht.

Liebe Grüße
Natalie TTE
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