Junghund läuft weg

lanne
  • Forenwelpe
Beiträge: 2
Hallo, ich habe einen 6 Monate alten Labrador Rüden , der noch nicht zuverlässig auf das Kommando "hier" hört. Deswegen habe ich mit ihm auf einer Wiese, die gut überschaubar ist mit dem Ball geübt. Das klappte auch ganz gut, wenn ich sagte , wir gehen jetzt weiter in den Wald , ließ er sich anleinen. Bis letzten Freitag, da lief er plötzlich weg außer Sichtweite. Ich bin dann hinterher und da stand er und kam dann auf mein Rufen freudestrahlend zu mir. Jetzt traue ich natürlich nicht mehr , ihn von der Leine zu lassen. Man liest immer wieder , daß wenn der Hund sich von einem entfernt, die Bindung zwischen Mensch und Hund nicht stimmt. Das frustriert mich , weil ich mich doch den ganzen Tag mit ihm beschäftige. Wie seht ihr das?
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8972
ich würde es mit Schleppleinentraining üben,Das klappt eigentlich immer , wenn es korrekt durchgeführt wird.Wie immer , mal schneller und mal langsamer !

Hier ist eine kleine Vorabinfo zum Thema ;

http://www.ath-die-hundeschule.de/index.php?option=com_content&task=view&id=286&Itemid=193
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1294
+ 1
Das ist normales "Pubsitäterverhalten"

Schleppleine dran, erst einmal NICHT von der Leine lassen (es sei denn umzäuntes Gebiet wie Hundeplatz, aber dann nicht rufen, weil auch da 4 Beine schneller sind als 2 ).

Außerdem >> Privilegien streichen, deutlicher werden in der Aussage dass DU bestimmst, wo es lang geht, aber auch dein Rudel/deinen Hund beschützt, Streit schlichtest usw. Dazu gibt es einen Maßnahmenkatalog, der nichts mit Knechten oder Unterwerfen zu tun hat; steht hier auch irgendwo schon mehrfach

UND >> verdeutliche ihm, dass es bei dir viel schöner ist als irgendwo auf der Welt oder gar schöner als Hasen zu jagen
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Gast
+ 1
Hallo lanne,
Schleppleinentraining ist gut, wie von tomstep vorgeschlagen. Nur muss es richtig gehandhabt werden und vor allem rechtzeitig abtrainiert werden, sonst muss er ein Leben lang an der Schleppe laufen weil er sonst nicht zurück kommt,

Du fragst: Wie seht ihr das?
Meine Meinung dazu, der Kleine hat DICH schon recht gut erzogen. Er läuft außer Sicht und DU gehst hinterher. Wenn meine Hunde von mir weglaufen, mache ich kehrt und gehe in die entgegen gesetzte Richtung. Was meinst du wie schnell die werden können um wieder bei mir zu sein. Lauf NIE deinem Hund hinterher, er ist schneller.
Ein probates Mittel um die Bindung zu stärken ist die Handfütterung. Damit ist nicht die Gabe eines oder mehrerer Leckerchen gemeint, sondern er muss sich seine gesamte Futterration gegen Leistung, also Gehorsam, verdienen. Bröckchenweise, damit er lernt, das er auf dich angewiesen ist.
Eine andere Frage ist, hat er das Kommando HIER schon richtig verknüpft? Um dieses Kommando richtig zu festigen, würde ich bei jeder Gelegenheit, d.h. immer wenn der Kleine auf dich zuläuft, dieses Kommando geben, Und wenn er dann bei dir angekommen ist, geht die Party ab.
Dein Frust über sein NICHT gehorchen ist selbst gemacht. Du beschäftigst ihn den ganzen Tag, anders ausgedrückt, es richtet sich alles nach dem Hund. Bei mir werden schon einem Welpen Grenzen gesetzt die er einzuhalten hat. Und von meiner Seite durch gesetzt werden.
Was verstehst du unter üben mit einem Ball?? Soll er apportieren? Das übt man in der Wohnung und nicht auf der Wiese. Eine Anleitung zum Apport wurde hier auch detailliert eingestellt.
Versuch doch für den Hund mal klar und deutlich rüber zu kommen in dem du klare, einfache Kommandowörter verwendest, und zwar immer die gleichen, von Tonfall her sollten sie für deinen Hund aber auch als solche (Kommandos) erkennbar sein.
Mit deinem "Jetzt gehen wir den Wald" laberst du dem Kleinen einen Knick in die Rute, aber ein Kommando ist das nicht.
LG, Alidasy mit Banditen
lanne
  • Forenwelpe
Beiträge: 2
+ 1
Danke euch allen für eure schnellen Antworten und die hilfreichen Tipps. Alidasy möchte ich noch sagen, dass ich mit meinem Hund auch über die Kommandos hinaus kommunizieren kann .Das ist kein Zulabern. Auch meine vorherige Labrador Hündin hatte einen großen Wortschatz, das ist eine Frage der Intelligenz und spricht für ein inniges Verhältnis zum Frauchen. Natürlich richtet sich bei mir vieles nach dem Hund , sonst hätte ich ihn mir nicht anzuschaffen brauchen.
Gast
+ 1

Na dann...

ist doch alles Klar. Ich rede mit meinen Banditen auch wie mit Doofen, die sind aber schon 8 bzw. 5 Jahre bei mir, wir verstehen uns auch blind. Mit Intelligenz hat das nicht viel zu tun. Eine Gleichung mit zwei Unbekannten muss ich immer noch selbst lösen. Dein 6 Monate alter Jungspund muss das was du ihm so erzählst auch erst mal verknüpfen, und da sprechen Fachleute auch schon mal von 200 bis 500 oder mehr Wiederholungen bis der Hund richtig verknüpft hat. Ich arbeite halt etwas anders. Viel Spaß noch.
LG, Alidasy mit Banditen
frau_mahlzahn
  • Forenwelpe
Beiträge: 34
+ 1
Bei mir hilft es wenn ich Interesse an dem zeige, was meinen Hund interessiert. Wenn ich mich an dem was sie tut beteilige, dann verspürt sie auch nicht das Bedürfnis abzudüsen Ein kleiner Lektüretipp von mir an dieser Stelle: http://www.amazon.de/Wege-zur-Freundschaft-Liebeserklaerung-jagende/dp/3738652426

Ansonsten würde ich den Jungspund auch erst mal an der Schlepp lassen. Nach der Sturm und Drang Zeit lassen sich die meisten Hunde eigentlich wieder ganz gerne führen, sofern man ihnen das Gefühl gibt für sie gute und richtige Entscheidungen zu treffen.
Zuletzt geändert am 16.11.2015 17:48 Uhr
Kassie
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
würde es auch mit einer schnleppleine versuchen. Aber auch nicht in Angst verfallen ihn nie wieder von der Leine zu lassen der kleine macht das schon, baut langsam vertraune auf !
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8972
Original von tomstep:

ich würde es mit Schleppleinentraining üben,Das klappt eigentlich immer , wenn es korrekt durchgeführt wird.Wie immer , mal schneller und mal langsamer !

Hier ist eine kleine Vorabinfo zum Thema ;

http://www.ath-die-hundeschule.de/index.php?option=com_content&task=view&id=286&Itemid=193


Sorry , wird nur angemeldeten Usern zugänglich gemacht , aber hier ist fast das gleiche Thema nebst Hintergrundinfos für Jede/-r/-frau/-mann :

http://www.hundefreunde-frankenwald.de/tippsundtricks/tipps-zur-erziehung-des-hundes/schleppleinentraining-fuer-jedermann-/index.html
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 16.11.2015 18:52 Uhr
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1294

Zutexten und Intelligenz eines Hundes

Man sollte wissen, dass ein Hund gewisse Entwicklungsphasen durchlebt, genau wie wir Menschen. Allerdings ist die Zeitdauer anders, ebenso der Beginn der Phase, da ja auch sein Leben deutlich kürzer ist, er schneller altert.

Aber ihn deswegen wie ein Mensch zu behandeln ist schlicht unfair ihm gegenüber. Man sollte schon wissen, was hündisches Denken ist und sich danach richten. Das bedeutet z.B. Hierarchie einhalten. Allerdings sollte man dies nicht mit Verknechtung machen, zumal es Hunde untereinander so auch nicht machen. Jedoch sollte man wissen, wie man einen Hund führt/leitet und wie Hunde "ticken".

Nun ja, die angesprochene Intelligenz hat nichts damit zu tun, dass ein Hund sich wie eine Marionette verhält, die nur am Mund des Halters klebt (Malinois ist so ein Beispiel) oder er ganze Sätze versteht. DAS kann fast jeder Hund, der ERFAHREN ist und sein entsprechendes Alter hat. Bei Kindern würde man ja auch nicht fließend Englisch sprechen und darauf vertrauen, dass sie es sofort verstehen

Intelligente Hunde sind für mich diejenigen, die sich auch mal widersetzen, weil es z.B. Sinn macht (ich arbeite so mit meinen Hunden; wir bilden ein Team im Beruf und privat). Auch spricht es für Intelligenz, wenn sie selbständig komplexe Lösungen finden anstatt ständig nach dem Fraule zu plärren Trainierbarkeit ist also für mich KEIN Zeichen von Intelligenz

Ich habe meine Hunde zum selbständigen Denken ermuntert; auch rede ich mit den ERFAHRENEN Hunden manchmal so, wie man es nicht machen sollte. Bei den Shows ist es der Brüller, wenn ich sage: "Prinzessin, würdest du die außerordentliche Güte besitzen und dich mal auf deinen Popo setzen????"

SO rede ich aber nicht mit einem Jungspund! Im Gegenteil - der muss erst einmal meine Familiensprache lernen, also auch meine Mimik einordnen und sonstige Körpersprache und Stimmung nebst Geruchsinfo usw. Außerdem ist da noch das Hunderudel bei mir, das dann auch noch kommuniziert
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
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