Insektenvernichter Schmidt

CairnLover
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So sieht es aus Tomstep und es war noch nie anders.

Vielleicht wissen wir in dieser Sache bald etwas mehr. In den USA sind ja die Schadenersatzansprüche und damit auch die Klagemöglichkeiten für die Menschen andere als bei uns.
Aktuell klagen mittlerweile um die 3000 Krebspatienten, die das glyphosathaltige Roundup als Verursacher ihrer Krankheit ansehen, gegen Monsanto und mit Übernahme durch BASF dann wohl gegen BASF.
In den USA haben viele Bauern über Jahrzehnte ihre Felder mit Roundup gespritzt, da Monsanto ihnen sagte, das wäre vollkommen harmlos.
In Gerichtsakten wird der Konzern zudem beschuldigt, entsprechende Studien manipuliert zu haben.
Außerdem hat dort ein Beamter aus der Zulassungsbehörde letztes Jahr eine Studie verhindert, die klären sollte, ob Roundup krebserregend ist.

Bislang hatte es für uns oft genug wenig bis gar keine Folgen, wenn in den USA etwas verboten wurde und dort an Geschädigte insgesamt Milliardenentschädigungen gezahlt werden mussten.
Es sind heute noch Medikamente in D zugelassen, die aus diesem Grund schon vor Jahren und Jahrzehnten in den USA vom Markt genommen werden mussten. Denn hier stimmt der Patient mit dem Lesen des Beipackzettels den aufgeführten Nebenwirkungen zu und hat keinerlei Rechte.
Das hat man auch beim deutschen Vioxx-Prozess gut sehen können. Der Vioxx-Prozess war in den USA vollkommen anders gelaufen.
Mal sehen, wie es mit Roundup ist, falls sich in den Prozessen die Verursachung durch Krebs bestätigt. Ich werde das in jedem Fall verfolgen.
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 619
Es ist, wie immer, alles noch viel schlimmer. Da wäre man fast froh, wenn Glyphosat nur Krebs erregen würde. Denn das ist ein Allroundkiller.
Studien gibt es weltweit und die sind in meinen Augen absolut erschreckend. Bisher hatte ich mir noch keine angeschaut, denn was man nicht vermeiden kann, will man meist auch nicht so genau wissen.
Einen ersten Überblick gibt eine Frauenseite.
https://netzfrauen.org/2017/10/25/glyphosat-monsanto/

Bevor Glyphosat zum Herbizid wurde, war es ein industriell eingesetzter Chelator.
Chelatoren sind auch in der der Medizin bekannt, um z.B. Amalgam oder Schwermetalle aus dem Körper zu leiten, da sie in der Lage sind diese Stoffe fest an sich zu binden.
Glyphosat ist ein starker Chelator und in der Lage eine enge Verbindung mit Mg, Ca, K, Zn, Co, Mn usw. einzugehen.
https://www.beauftragter-sicherheit.uni-mainz.de/files/2016/08/Risiko-Glyphosat.pdf

Glyphosat bindet also Mineralien im Boden, die den Pflanzen danach nicht mehr zur Verfügung stehen.
Dies soll weltweit zu einer drastischen Zunahme der Nierenerkrankungen geführt haben.
http://www.greenmedinfo.com/blog/dramatic-increase-kidney-disease-us-and-abroad-linked-roundup-glyphosate
http://panswiss.org/newsroom/de/glyphosate-linked-to-epidemic-of-kidney-failure-but-regulation-obstructed/

2010 hat Monsanto ein US-Patent angemeldet. Glyphosat in Verbindung mit Oxalsäure als Antibiotikum gegen Erkrankungen wie Malaria. https://www.google.com/patents/US7771736
Nebenbei werden dann alle guten Darmbakterien mit vernichtet und damit das Immunsystem zerstört. Denn der Mensch besteht zu einem großen Teil aus Fremdlebewesen, die für sein Wohlergehen sorgen.

Ich habe allerdings auch einen Bericht gelesen, nachdem eine Studie festgestellt hat, dass bereits eine Aufnahme von 1 ppm, sehr schädlich für jeden Organismus ist und man sich gewundert hat, dass dieser Stoff bereits in dieser extrem niedrigen Konzentration Schaden anrichtet. 1 mg/mL sind 1000 ppm. Die laut BfR unbedenkliche Menge von 0,5 mg sind 500 ppm.


Canada hat in einer Studie festgestellt, das 1ppm Glyphosat ausreicht, um das Wachstum und die Ansiedlung des Pilzes zu reduzieren, der für die Ernährung von Bäumen lebensnotwendig ist.
Ab einem 20.tel der Standardkonzentration von Glyphosat werden Regenwürmer nach Untersuchungen in Neuseeland bereits geschädigt.
Glyphosat triftet bei ruhigem Wetter während der Aufbringung 400 Meter weit ab.

Studien an menschlichen Zellen zeigten Toxizität und Hormonstörungen auf sub-landwirtschaftlichen Ebenen mit Wirkungen innerhalb von 24 Stunden, verursacht durch Konzentrationen so niedrig wie 0,5 ppm. Und DNA-Schäden bei 5 ppm. Die Auswirkungen von Rückständen von Herbiziden auf Glyphosat-Basis in Lebensmitteln, Futtermitteln oder in der Umwelt müssen somit als real betrachtet werden.

Die Zusatzstoffe/Tenside in Roundup sind signifikant toxischer als Glyphosat, verursachen schwere Reizungen der Augen, der Atemwege und der Haut, und es wurde festgestellt, dass sie krebserregende Dioxan- (nicht Dioxin) Verunreinigungen enthalten.
Bei Konzentrationen von weniger als 2% der empfohlenen landwirtschaftlichen Nutzung wurde festgestellt, dass alle gebräuchlichen Tenside Zellen abtöten, Zellmembranen, Mitochondrien schädigen und DNA im Zellkern fragmentieren. Deren Wirkungen sind in Kombination mit Glyphosat größer als alleine.

"Fische und wirbellose Wassertiere sind gegenüber Glyphosat und seinen Formulierungen empfindlicher. Seine Toxizität ist bei höheren Wassertemperaturen und pH-Werten erhöht. (1)

Primärproduzenten (Algen und Makrophyten) gehören zu den empfindlichsten Testarten für Glyphosatsäure, das IPA-Salz und Roundup. Die empfindlichsten Arten, die für Glyphosatsäure gemeldet wurden, sind die nützlichen Kieselalgen und Grünalgen sowie Wasserpflanzen (Makrophyten). (6) Dies kann sich auf die aquatische Nahrungskette auswirken.

Vereinzelte Übersetzungen aus einer Zusammenfassung vom Permaculture College Australia
http://permaculture.com.au/glyphosate-toxicity-impacts-on-the-environment-and-non-target-species/


Glyphosat ist überall. In der Nahrung, in der Luft und im Meerwasser. Und es scheint die Potenz zu besitzen in unvorstellbar niedriger Konzentration töten und die ganze Menschheit schwer schädigen zu können. Da ist Krebs fast noch das geringste Problem.

Auch wenn ich es vor den Studien nicht so genau gewusst habe und nur diverse Reportagen über den Einsatz von Glyphosat in Südamerika gesehen hatte, wo sich die Rate der Missbildung bei Kindern teilweise vervierfacht und die Rate der Krebserkrankungen verdreifacht hat, war mir schon klar- das Zeug muss weg.
Nach einem kleinen Auszug aus Studien zu Glyphosat kann ich noch weniger verstehen, wie irgend jemand so mächtig sein kann, dass er über allem Leben zu stehen scheint und es nicht zu einem weltweiten Verbot kommt.

Das Volk müsste den Schmidt für seine Zusage eigentlich anzeigen. Schließlich sind unsere Volksvertreter verpflichtet, Schaden von uns abzuwenden. Und dies war dank SPD auch vorgesehen.
Zuletzt geändert am 05.12.2017 14:05 Uhr
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