Innenministerium verschweigt Hunderte von getöteten Hunden

tomstep
  • Alpha Hund
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TASSO deckt auf: Hessisches „Hundegate“:
Innenministerium verschweigt Hunderte von getöteten Hunden
Wie viele Hunde wurden seit Einführung der Hundeverordnung in Hessen wirklich getötet?


Seit 16 Jahren existiert in Hessen eine Hundeverordnung. Diese basiert auf einer Rasseliste, die bestimmte Hunderassen wie zum Beispiel Pitbull Terrier und American Staffordshire Terrier als gefährlich einstuft. Diese Liste ist jedoch bei Experten stark umstritten, da sie nicht zur Verbesserung der Sicherheit beigetragen hat. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich die Gefährlichkeit eines Hundes nicht anhand seiner Rassezugehörigkeit festlegen lässt“, kritisiert Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei der Tierschutzorganisation TASSO e.V.

Nach Angaben des Hessischen Innenministeriums wurden in den Jahren 2003 bis 2015 in Hessen 69 Listenhunde getötet. Von 2000 bis 2002 sei keine statistische Erfassung der getöteten Hunde erfolgt. Dies geht aus einer Antwort auf eine Landtagsanfrage der Abgeordneten Barbara Cárdenas (DIE LINKE) hervor. TASSO liegen jedoch Unterlagen vor, die belegen, dass die Zahlen der getöteten Hunde in den Jahren 2000 bis 2002 doch vom Innenministerium erfasst wurden.

„Gerade in diesem Zeitraum wurden die meisten Hunde in Hessen getötet, nämlich mehrere hundert Hunde“, sagt Mike Ruckelshaus. „TASSO liegen zahlreiche Dokumente wie Vermerke, Schreiben an die Landtagsfraktionen, Hundejahresstatistiken und Meldebögen über bestandene bzw. nicht bestandene Wesenstests des Innenministeriums aus den Jahren 2000 bis 2002 vor, die beweisen, dass die Antwort des Ministeriums bezüglich der Nichterfassung unzutreffend ist“, so Mike Ruckelshaus. „Wenn also das Innenministerium jetzt behauptet, es gäbe keine statistischen Erfassungen getöteter Hunde aus den Jahren 2000 bis 2002, so legt dies den Verdacht nahe, dass wichtige Unterlagen „verschwunden“ sind, oder dass das Innenministerium bewusst hunderte von getöteten Hunden unterschlagen will. Daher fordern wir das Innenministerium auf, die tatsächlichen Zahlen der aufgrund der Hundeverordnung getöteten Hunde seit 15. Juli 2000 bis heute offenzulegen.“

In diesem Zusammenhang weist TASSO ebenfalls darauf hin, dass die hessischen Hundeverordnungen, die auf einer Rasseliste basieren, keinen Beitrag zu einer effektiven Gefahrenabwehr geleistet haben. „Dies belegen die Beißstatistiken des Innenministeriums, in denen die gelisteten Hunderassen nur in geringem Umfang auftauchen", kritisiert Mike Ruckelshaus. Daher nimmt TASSO den aktuellen Vorgang zum Anlass, um erneut die Abschaffung der unsäglichen Rasseliste zu fordern, wie dies bereits in Niedersachsen und Schleswig-Holstein erfolgt ist.

Aktuell
Konfrontiert mit unseren Recherchen und einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom 23.9.2016, der dem Innenministerium Trickserei bei der Tötungsstatistik vorwirft und von 500 getöteten Hunden spricht, hat das Ministerium noch am selben Tag Stellung genommen und behauptet, es sei in der Landtagsanfrage nur nach der Tötung von Listenhunden gefragt worden und nicht nach der Tötung aller Hunde. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit. So lautete die genaue Fragestellung in der Anfrage: „Wie viele Hunde sind seit Einführung der Rasseliste in Hessen aufgrund der Hundeverordnung getötet worden?“

Darüber hinaus hat das Innenministerium immer noch nicht offen gelegt, wie viele Hunde seit dem 15. Juli 2000 bis heute getötet wurden. TASSO wird an dieser Thematik weiter dranbleiben!

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"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 29.09.2016 11:28 Uhr
gundhar
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Beiträge: 256
Original von tomstep:

TASSO deckt auf:

... in den Jahren 2003 bis 2015 in Hessen 69 Listenhunde getötet....

69 Hunde in 12 Jahren! Dafür braucht P€ta nicht mal einen Monat >
Hoch qualifizierter und staatlich geprüfter Jäger, der diese Tätigkeit ehrenamtlich ausführt.
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
+ 2
ja, oder vermutlich die deutsche "Jägerschaft" !
Aber nur weil es so gut wie immer noch etwas schlimmeres gibt, finde ich, sollte man sich auch über das kleinere Übel durchaus Gedanken machen und es nicht akzeptieren, nur weil es ja etwas schlimmeres geben könnte !!!
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gundhar
  • Halbstarker
Beiträge: 256
Natürlich gibt es immer noch schlimmeres. Es ist bloß seltsam daß die schlimmsten Organisationen wie P€ta von Hundehaltern Spenden bekommen und daß Organisationen wie TASSO mit P€ta zusammenarbeiten und mit Geld unterstützen.
Hoch qualifizierter und staatlich geprüfter Jäger, der diese Tätigkeit ehrenamtlich ausführt.
Catalou
  • Begleithund
Beiträge: 1833
+ 1
Ich habe mich schon oft gefragt, was mit den nicht vermittelbaren Hunden in den Tierheimen geschieht.
Die werden sicherlich auch nicht bis an ihr natürliches Lebensende versorgt, aber darüber herrscht Schweigen.

Wenn man Themen wie dieses liest, könnte man Depri kriegen und deshalb knipsen die meisten (auch ich) diese Tatsachen einfach aus, weil man sich hilflos fühlt und eigentlich nicht helfen kann.
Zuletzt geändert am 02.10.2016 10:41 Uhr
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 379
+ 3
Catalou,
hier in der Gegend werden alte und nicht vermittelbare Hunde und Katzen bis zuletzt in Tierheimen bleiben, die großen Tierheime haben Gnadenhöfe dafür, da kommen dann auch alte Pferde hin. Es ist in vielen TH wenig Platz für Neuzugang, weil die Zwinger mit sogenannten "Listenhunden" voll belegt sind. Sie haben nur wenig Chancen einen neuen HH zu finden. In dem für uns zuständigen sind drei Hunde zum Teil schon 5 Jahre, einer ist ein blinder Dackel gesund fröhlich und doch will ihn keiner...

Die Jagdpächter hier legen Wert darauf, dass sie keine Hunde und Katzen schießen, sie haben da Angst vor der Negativpresse. Wir haben etliche HH die abends am Waldrand parken, Hund raus und spielen bis der wieder kommt mit dem Computer, andere machen die Hoftür auf und lassen den Hund laufen, weil sie keine Zeit haben mit dem Hund zu gehen... Es sind immer wieder Hunde ohne HH im Wald und jagen... Die Jäger sind verständlich sauer, aber sie versuchen die Besitzer zu finden und diese haben kein Einsehen, finde ich garnicht gut, ich habe auch 2 jagdverrückte Hunde, die bleiben an der Leine und wenn die anderen die Rehe vor sich her treiben und sie uns über den Weg laufen, habe ich meine liebe Not meine Hunde zu bändigen....
Allerdings haben wir auch Jäger, die am Abend oder Wochenenden im Wald sind, sie sind meist Leute mit viel Geld, die schießen auf alles. Ich habe unseren Jagdpächter nach denen gefragt, er bestätigte, "wir brauche die, das Geld ist wichtig, damit wir die Pacht und die Entschädigungen für die Bauern bezahlen können". Da düsen diese mit Superautos, wie Jaguar, Porsche , usw. durch den Wald, sie haben kein Interesse an der Hege und Pflege, nur: "wo bewegt sich was? Schießen!"
Daher laufe ich nur noch in knallgelben und roten Jacken durch den Wald, damit sie mich nicht verwechseln....
Es sind schon Jägern von anderen erschoßen worden, weil sie für ein Wildschwein gehalten wurden, hier bei uns!!!
gundhar
  • Halbstarker
Beiträge: 256
Was haben die im Autrag von Behörden getöteten Hunde jetzt mit den Jägern zu tun??????

Eingentlich ja gar nichts, aber man kann ja die Gelegenheit nutzen und mal eben wieder ein paar Lügen über die Jäger verbreiten.
Bei Tomstep kann ich das ja noch verstehen, bei ihm ist es der automatische Beißreflex aus Neid. Vielleicht macht er ja bei Gelegenheit mal die Jägerprüfung damit das aufhört.
Hoch qualifizierter und staatlich geprüfter Jäger, der diese Tätigkeit ehrenamtlich ausführt.
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
+ 3
Original von gundhar:
Was haben die im Autrag von Behörden getöteten Hunde jetzt mit den Jägern zu tun??????
Bei Tomstep kann ich das ja noch verstehen, bei ihm ist es der automatische Beißreflex aus Neid. Vielleicht macht er ja bei Gelegenheit mal die Jägerprüfung damit das aufhört.


das gleiche, das auch Peta mit Autrag von Behörden getöteten Hunden zu tun hat, garnichts und bevor ich eine Jägerprüfung machen würde und dann noch aus Neid auf Jäger, .... das schreibe ich nun besser nicht ( Verhaltenskodex )
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(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 03.10.2016 21:53 Uhr
red-nose
  • Begleithund
Beiträge: 619
+ 1
In Hessen wurden Anfang 2000 keine 69 sondern ca. 400-500 meist unfauffällige Hunde bestimmter Rassen getötet.
Wir hatten neben Hamburg das strengste Hundegesetz in Deutschland.


Stellt euch vor, eure Kinder spielen gerade im Garten mit eurem geliebten Hund, es klingelt an der Haustür und euer Hund wird vom OA oder der Polizei zur Tötung abgeholt! So geschah das Anfang 2000 in Hessen! Bouffier wurde vor einigen Jahren gefragt,was er denn im Rückblick auf vier Ministerjahre anders machen würde. Seine Antwort": "Wenig, wenig - vielleicht die Kampfhundeverordnung etwas besser vorbereiten - 300 potenzelle Beißer seien aus dem Verkehr gezogen worden, eigentlich doch nicht so schlecht". - Die "potenziellen Beißer" waren völlig normale Familienhunde, die aufgrund ihrer Rasse auf seine Anordnung hin getötet wurden! 10 Jahre später wird dieses barbarische Vorgehen verleugnet!
Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt !"
Théophile Gautier

Nicht für alle Schätze des Himmels, will ich diesen Hund im Stich lassen,
der meinen Schutz gesucht hat, mir treu ergeben ist.
Zuletzt geändert am 04.10.2016 17:14 Uhr
gundhar
  • Halbstarker
Beiträge: 256
Zusammenhang zwischen der Tötung von Hunden und P€ta:

Original von tomstep:

TASSO deckt auf: Hessisches „Hundegate“:
Innenministerium verschweigt Hunderte von getöteten Hunden
...
TASSO enthüllt seit vielen Jahren politische Missstände und macht so auf Tiere aufmerksam, die unsere Hilfe brauchen...

TASSO arbeitet mit Organisationen wie P€ta zusammen! Dabei stört es Tasso nicht wenn Organistationen wie P€ta als erklärtes Ziel die Abschaffung jeglicher Tierhaltung forder.
Wenn es nach P€ta gehen würde hätten wir alle keinen Hund, keine Katze kein sonstiges Haustier!!
Konsequent passend zu ihrer Anti-Tier Politik werden die meisten Tiere deren sie habhaft werden können umgebracht.
Nachzulesen bei http://www.petatotet.de/

P€ta sagt dazu: Die Tiere würden durch die Tötung von ihrem Leiden erlöst. "Unser Euthanasie-Programm war nie ein Geheimnis", sagt Daphna Nachminovitch von Peta. Schuld an der Misere seien nicht die Tierheime, die Tiere einschläfern, sondern die Tierhändler und Züchter, die zu viele Haustiere verkaufen
Quelle: http://diepresse.com/home/panorama/klimawandel/547119/


Wie kann eine Organisation wie Tasso mit einer solchen Organisation zusammenarbeiten und sie möglicherweise sogar finanziell unterstützen.

Wie können es Hundehalter mit ihrem Gewissen vereinbaren an P€ta zu spenden?
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Zuletzt geändert am 04.10.2016 18:40 Uhr
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