Hunde auf den Almen verboten? Diskussion um Hundeverbot auf den Almen

weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 379
+ 1
Heute gibt es eine neue Nachricht über die Diskussion, ob und wie man mit Hunden auf den Almen spazierengehen sollte:
Aktualisiert am 21. Juli 2017, 11:30 Uhr:

Im Sommer hat das Wandern Hochsaison – und damit steigt auch die Gefahr von Kuh-Attacken. Immer wieder kommt es sogar zu tödlichen Unfällen, besonders betroffen sind Freizeitsportler mit Hunden. In Tirol ist jetzt eine Diskussion um ein Hundeverbot entbrannt.

Beim Zusammentreffen zwischen Wanderern und Tieren auf der Alm ist Vorsicht geboten. Erst am Montag ist eine Deutsche, die mit ihrem Mann und einem Hund in der Steiermark unterwegs war, schwer verletzt worden. Leider kommt es auch immer wieder zu tödlichen Unfällen.

Hunde sind auf Almen erlaubt und müssen auch nicht an der Leine geführt werden. Das könnte sich jetzt ändern, eine Diskussion um ein Hundeverbot ist entflammt.
Kommt Verbot auf den Almen?

"Der Hund ist für eine Kuh wie ein Wolf und wird damit als absolut tödliche Bedrohung für ihr Baby empfunden", erklärt die Obfrau der Tierschutzorganisation Pfotenhilfe Johanna Stadler gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten". In einigen Regionen wird über ein Verbot von Hunden auf der Alm diskutiert, um Unfälle zu vermeiden. In Tirol gibt es Pläne, dass man für Wanderer mit Hunden nur noch "gelenkte" Wege freigibt. Das Thema wird derzeit sehr unterschiedlich gehandhabt, in Kärnten sind keine Hundeverbotszonen angedacht.

Die Tiroler Landwirtschaftskammer setzt vorerst auf Präventivmaßnahmen und will Wanderer mit einem Video besser informieren. So sollen kritische Situationen und mögliche Todesfälle verhindert werden.(rs)

https://web.de/magazine/wissen/diskussion-hundeverbot-almen-32439304

Dazu gibt es ein Video wie man sich auf der Alm mit Kühen bewegen soll.

Zuletzt geändert am 21.07.2017 17:58 Uhr
tomstep
  • Alpha Hund
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+ 2
also ich fände das völlig o.k. wenn eine Leinenpflicht, nur bestimmte Wege oder sogar ein Hundeverbot auf den Almen nötig wäre. Die Kühe haben eindeutig "Hausrecht" dort. Sie leben da und die Wanderer oder andere Besucher haben sich gefälligst entsprechend anzupassen und wenn das nicht geht, warum auch immer, müssen sie eben da weg bleiben.
In dem meisten Städten, also wenn es primär um Menschen geht, müssen sich Hundehalter auch anpassen und das sollte dann auf Almen genau so möglich sein !
Wem das nicht passt, soll einfach da weg bleiben finde ich.
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8971
+ 1
wenn man die Regeln in dem Video beachtet, das söllte jedem Menschen möglich sein, ist eine friedliche Begegnung sehr wahrscheinlich. Die Kühe haben ihren Frieden und Mensch & Hund ebenso !
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Shibaherz
Beiträge: 20685
+ 1
Iiich sehe das ähnlich. Wenn die in dem Videoclip erklärten Regeln von den wandernden Hundehaltern nicht beachtet werden, müssen die Almweiden eben für den öffentlichen Durchgang gesperrt werden.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 22.07.2017 16:05 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 919
+ 1
@Weckener: Ich glaub`ich kenne die Uroma von der Kuh, die in der Steiermark den Wanderer mit Hund angegriffen und schwer verletzt hat.... .....

Wir waren auch einmal im Urlaub in der Steiermark und sind zur Halseralm gewandert mit meinem Boxerle, allerdings auf dem Weg und zwischen Rindern und uns war ein Zaun. Mein Boxerle hat sich ein Rind nur still von Weitem angeschaut, da ist das Rind auf uns losgerannt....zum Glück hat es früh genug den Zaun gesehen und gestoppt.

Ich finde solche Verhaltensregeln für Menschen und Hunde, wie in dem Video beschrieben, gut und angebracht. Erinnert es mich doch ganz arg an die Info-Schilder in der Schweiz und den Flyer nebst Video vom WWF bzgl. des Verhaltens bei einem Zusammentreffen mit einer Schafherde, die von Herdenschutzhunden beschützt werden.

Leider scheint es halt immer notwendiger zu werden solche Hinweise anzubringen und zu veröffentlichen, da immer mehr Menschen ignorant den Tieren gegenüber sind und nicht mehr wissen, wie man sich "ordentlich und anständig" ihnen gegenüber benimmt. Siehe das Beispiel im Film, dass man keine Kälbchen auf der Alm streicheln , nicht mit den Armen herumfuchteln oder die Tiere anschreien soll.....hätten wir als Kinder oder Jugendliche uns so den Tieren gegenüber benommen...hätten wir aber ganz flott eine Andacht erhalten....wahrscheinlich noch mit einer Schelle
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2020
+ 4
Guten Morgen

hm, wie würde wohl reagiert werden, wenn urplötzlich ein Fremder durch den eigenen Garten spaziert, durchs eigene Wohnzimmer spazieren würd? Das Ganze vielleicht sogar mit Bike, Hund oder Kinderwagen und logisch seinen Abfall fallen lassend?

Das Gelände gehört ja eigentlich dem Bauern oder wurde vom Schäfer gepachtet........also?
Nebst dem, jeder Urlauber wird ja auch 'Gast' genannt......man darf sich bedanken für Gäste die nur ihren Willen, ihr Vorhaben oder sich selber zugestandene Regeln leben. So wer möcht ich nicht als Gast im Haus.

Was heut halt auch ist, dass man zwar ein Zaungatter (eine Art Gartentor) öffnet, durch geht aber nimmer schliesst.........dass dann die Kühe oder Schafe möglicherweise ihren Platz verlassen, scheint nicht in den Hirnis klar zu sein.......
Jede Mutter verteidigt ihr Junges..........Menschen nämlich auch! Allein schon der kleine Gedanken an dies, könnt massiv viel helfen, damit Muttertiere akzeptiert würden.

Auch das durchqueren von Bauernhöfen ist nicht einfach so 'bewilligt'........'man' nimmt sich das Recht und schimpft dann, wenn der Hofhund seine Arbeit ernst nimmt?

Für mich sind all die Verhaltensregeln seit je her klar und ja man hat sie uns beigebracht. Die 'neuen' Verhalten aber sind weit davon weg, was leider zu immer mehr Gesetzen. Regeln, Vorschriften führt............
Allerdings bin ich ganz stark der Meinung, man müsst solche Ratschläge auch den Bikern unter die Nase halten.........die kennen nix und fräsen über Alpgebiete, als wären dort nur Bikewege, dito im Wald. Die schrecken keine Jungtiere auf, oder?

Tja..........Wenige lösen aus, was Viele dann zu 'tragen' haben........

Grüesslis
Hundeli
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 379
+ 1
@hundeli, Du hast Recht, aber Städter, die das Vieh höchstens aus dem TV kennen, haben keine Ahnung, wie gefährlich dass ein kann. Sie sehen im TV, wie (guttrainierte Tiere) gestreichelt werden, mit fremden Hunden spielen, das jeder selbstverständlich auch in den Ställen reinmarschieren kann.... Radfahrer meinen überall, sie sind diejenigen die die Welt gepachtet haben und nur die wenigsten nehmen Rücksicht auf Mensch und Tier.....

Bei uns werden Rinder im Stall gehalten, nur sehr wenige haben das Glück auf eine Weide zu dürfen, aber was machen da angeblich tierliebe Menschen-------, sie öffnen das Gatter, damit die Rinder, Pferde die Freiheit genießen können.... Ohne daran zu denken, was passieren könnte, in der Presse steht doch immer wieder, "die armen Tiere, und PETA berichtet auch, wie tierquälerisch die Haltung ist.... Muss man doch was tun....." Und die Rinder auf der Alm, sind doch nun glücklich und wollen nur gestreichelt werden und wenn Lumpie eine Runde mit ihnen spielt, freut doch die Tiere, oder....?
Die vielen Filme vermitteln doch eine völlig falsche Welt! Und wenn Lumpie dann die Rippen gebrochen werden, ist das Vieh bösartig und hinterlistig!!!

Ja, allerdings muss ich gestehen, als ich jung war, habe ich auch einmal so einen Blödsinn gemacht. Ich kannte den Umgang mit Kühen durch die Ferien bei meinen Großeltern auf dem Dorf, wo ich meine Ferien verbrachte und meist mich in den Ställen rumgetrieben habe.... Tja, meine Eltern und ich waren im Urlaub in der Schweiz und sind auf einen Gipfel gefahren, es war teilweise neblig und wir wollten den Rundweg, der ausgezeichnet war, sollte ca. eine Stunde zu bewältigen sein...
Wir waren einige Minuten auf dem weg, als ein junges Rind auf dem Weg stand. So wie ich das von unseren Kühen gewohnt war, habe ich ihr einen Schlag auf den Hintern gegeben... ich muss wohl die Leitkuh erwischt haben, sie folgte uns und alle anderen Rinder schlossen sich an, wir hatten dann die ganze Herde bei uns, eine 3/4 Stunde lang, zugegeben, wir haben Blut und Wasser geschwitzt, sehen konnte man auch wenig, wegen dem Nebel so konnten wir auch nicht abschätzen, wo wir die Tiere wieder los werden können.... Erst kurz vor dem Gipfellokal kam dann der Zaun, ----nie wieder werde ich so etwas tun,---- und wie gefährlich so eine Situation werden kann, war uns nicht bewusst.

Und mit Hund kann das dann böse enden, wir hatten zu der Zeit keinen, ich möchte nicht wissen, wie es uns dann ergangen wäre....
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2020
+ 1
Guten Morgen

hm, mag sein, dass bei Euch solche Verherrlichungen ausgestrahlt werden...........kenn mich da wohl zuwenig aus, sorry.

Ich frag mich einfach, warum das arme Hirn nimmer eingesetzt wird? Gehen die in einen Zoo, sahen zuvor einen Film über die Tiere im Zoo, klettern sie dann auch in das Krokodil-Gehege?
Ach und ja, heute ist IMMER der Andere schuldig.......egal was man selber tut............

Weisst, wenn wir in ein Land reisen, Urlaub oder verlängertes Weekend machen, informiere ich mich vorher, was - wie und wo zu beachten ist...........so falle ich nicht negativ auf, so respektiere ich die Region und ihre Menschen, so hab ich friedliche Stunden und und und...........

Griiiiis, aus Erfahrung wird man klug.........sagt man wenigstens! Hier passiert sogar oft, dass so obergescheite Menschen die Kühe im Dorf belästigen...........allein schon wegen der Glocken, die von weissichwas Tierschützern als negativ beurteilt werden/wurden..........steht dann eine Kuh auf einer Strasse, kann man sich fast totlachen ab den lieben Menschen, die sie aus der Weide liessen..............

Ich händle es immer so, dass ich mit ausreichend Abstand, ohne Gestiken und Augenkontakt ganz ruhig und doch zielstrebig weiter lauf. Lässt man dem Tier 'seinen' Radius an Platz, guckt es zwar, lässt einem aber in Ruhe............
Ist Hundi angeleint und bei mir, geht es gut..........und, wenn man weiss, dass Wanderferien gern gemacht werden, sollt man halt den Hundi an die Tiere gewöhnen........geht sicher in D auch.

Und doch bleibt halt, wegen ein paar Wenigen entstehen immer wieder neue Einschränkungen für Alle...............und die werden dann eben meistens von den Wenigen nicht eingehalten, was dann wiederum zu grossen Ärgern führt..........

Darum schrieb ich ja, hätte 'man' es gern, wenn Jemand einfach so durch den eigenen Besitz läuft????? Nein, oder?
Also ist es doch wirklich einfach, sich rücksichtsvoll und anständig zu benehmen...........damit der 'Gastgeber' keinen Schaden erleben muss...........

Grüesslis
Hundeli
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 919
+ 1
@Hundeli: Seinen Hund an Kühe zu gewöhnen kann mittlerweile in Deutschland z.T. unmöglich sein ..... es gibt in einigen Regionen gar keine Kühe mehr oder aber nicht mehr auf der Weide, sondern nur noch im Stall.

Viele Kinder haben auch noch nie eine lebende Kuh gesehen, bes. Kinder aus den Großstädten. Sie kennen nur die lila Milkakuh aus dem TV....Wie soll man da einen Hund an eine Kuh gewöhnen?

Und ja.....es passiert immer häufiger, dass etwas im TV gesehen wird und dann nachgemacht....ob es der Besuch vom Krokodil ist oder der Sprung über ein anderes Absperrgitter im Zoo......kommt immer wieder in den Nachrichten.
Was Weckener über das Nachahmungsverhalten der Menschen bzgl. TV-Sendungen geschrieben hat, stimmt schon....leider...deswegen wird ja auch immer in einigen Shows dazugesagt: NICHT NACHMACHEN !! .....manche tun es dann halt doch...

Aber ich hab ja schon geschrieben, dass das Unwissen über Tiere und die Natur ein immer größeres Ausmaß annimmt und dadurch ein immer seltsameres Verhalten der Menschen gegenüber dem Tier zunimmt....Leider....

Deswegen finde ich solche Flyer bzw. Hinweisschilder gut und nützlich ....lernt der Mensch doch im Urlaub etwas dazu....
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8971
also finde ich immer noch, die Tiroler machen das mit dem Video und den Hinweisen schon mal ziemlich gut. Das ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn das aber keinen wirklichen Effekt zeigt, werden halt nur noch wenige Wege mit Leinenpflicht frei gegeben, oder die Almen komplett gesperrt und Schluß ists !
Wenn das nötig wird, um die Kühe und auch die Wanderer zu schützen, dann ist es eben so und es darf ja nicht der Sinn einer Alm sein, als Streichelzoo angesehen zu werden, von irgendwelchen Ignoranten und/oder Unwissenden.
Hier bei mir zu Hause z.B. schaue ich aus meinem Küchenfenster und sehe Leute von der Wasserbehörde, die auf der riesigen Kuhwiese, die in die Erde eingelassene und verschlossene "Bio-Kläranlage" kontrollieren wollen. Die Jungrinderherde auf der Wiese kommt neugierig und recht übermütig auf die Wassermenschen zu und nervt offensichtlich. Die Leute brüllen plötzlich herum: Verschwindet blöde Kühe, u.s.w., fuchteln mit den Armen und eine immer größer werdende Zahl der Rinder fängt an auf die Wasserbehörden Heinis loszulaufen und innerhalb von wenigen Sekunden waren die Menschen weg von der Wiese. Haben sich beide sogar noch nen Stromschlag am Zaun gefangen weil sie so schnell weg wollten.
Ist ja zum Glück nichts passiert, aber so sollte man nicht mit Tieren umgehen und wenn doch, muss man auch die Konsequenzen tragen
Also Wanderer, benehmt euch, respektiert die Tiere, oder fahrt nach Mallorca !
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
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