Hund wie Katz´

Ruedieltern
  • Halbstarker
Beiträge: 314
Anlässlich eines anderen Threads, ist hier Diskussionsstoff rund um das Thema "Halter von Hunden und Katzen" erwünscht.

Was meint ihr? Wie wirkt sich euer Verhalten zum Hund durch eure Katzen aus? Welche Beobachtungen habt ihr mit Hundehaltern gemacht, die sowohl mit Hunden und Katzen zusammenleben? Wirkt sich das positiv/negativ auf die Erziehung des Hundes aus? Wo seht ihr die Vor- und Nachteile? Welche Anekdoten habt ihr dazu? Gibt es Unterschiede zur katzenfreien Hundehaltung? Wie nehmt ihr sie wahr?

Hier werden Hundehalter ohne Katzen keinesfalls ausgeschlossen. Alles rund um Katz und Hund ist erwünscht.

Ich freu mich drauf.

Ich selber kenne viele Hund- und Katzenhaushalte. Funktioniert wunderbar. Oft wird sogar Verhalten nachgeahmt. Zuzusehen, wie sie langsam zu kommunizieren anfangen, obwohl sie eine unterschiedliche Sprache sprechen und unterschiedliche Ansprüche an ein Rudel oder eine Nutzgemeinschaft haben: Die Beobachtungsgabe der Tiere ist bewundernswert.

Ich bin auch der Meinung, dass man als Katzenmensch nicht automatisch einen Hund verziehen muss, ihn also behandelt wie eine Katze. Ich glaube, dass das sogar von Vorteil sein kann, mit Katzen zusammenzuleben. Der typische Katzenmensch ist oft ausgeglichener. Außerdem müssen Katzenmenschen oft mit kreativen Tricks arbeiten, um ihren Katzen die Flausen auszutreiben. Katzenhalter mit listigen, diebischen Katzen, die sich auch von verschlossenen Türen nicht beeindrucken lassen, werden wissen, was ich meine. Mit der Zeitung wird sich höchstens selber auf den Kopf gehauen, wenn man mal wieder nicht aufgepasst hat.
Zuletzt geändert am 14.03.2016 10:36 Uhr
Gast
Hallo,
bei mir sind Hündin und Kater zusammen aufgewachsen und vertragen sich gut,
doch einen gegenseitigen Arten übertragenden Einfluß auf das Verhalten kann ich nicht feststellen,
ob ich, oder meine Familie schon Hunde, oder Katzenartigesverhalten übernommen haben,
glaube ich auch nicht.
Alle Bewohner hier im Haus leben miteinander, jeder seiner Art entsprechend.
Es mag wohl Menschen geben, die Katzen oder Hunde bevorzugen,
und vielleicht ist dieses auch irgendwie erkennbar,
doch sehe ich keinen Grund dabei von Katzenmensch oder so zu sprechen
und damit so etwas wie eine neue Religion zu gründen.



Fritz.
Ruedieltern
  • Halbstarker
Beiträge: 314
Nö. Keine Religion. Vorlieben. Das ist oft Typsache. In einem anderen Thread wurde darüber geredet, dass Katzenbesitzer oft nachlässiger mit ihren Hunden umgehen, weil sie das von ihren Katzen gewohnt sind.

Katzentyp: Mag selbstständige Tiere, die niemandem gehorchen mehr. Scheut Dominanz und ist oft ein Freigeist.

Hundetyp: Mag Tiere mehr, die man erzieht und die gehorchen. Mit denen man mehr "anfangen" kann. Scheut Dominanz nicht und steht auf Regeln.

Es hieß, dass das Probleme in der Hundeerziehung erzeugen könnte.

Hier wird nach Erfahrungen gefragt. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Hier gibt es nur Tatsache (bei mir, dir, euch) oder Gerücht (bei mir, dir, euch)

Und um witzige Geschichten wie ein tadelloser Rückruf von Katzen (Christiane )
Oder eine Katze, die gerne Bälle apportiert (wie bei mir) weil die Tiere voneinander lernen, was beim andern so funktioniert. Der Kater hat das beim Hund gesehen und, dass der offensichtlich Spaß dabei hatte (ich mag mich täuschen, so kam es mir aber vor). Der hat das dann selbst auch für sich entdeckt.
Zuletzt geändert am 14.03.2016 16:18 Uhr
Eleonore
  • Begleithund
Beiträge: 674
Hallo zusammen,
der Kater meiner Tochter hat auch apportiert, ohne das je bei einem Hund gesehen zu haben. Er rannte jedem sich fortbewegendem Gegenstand hinterher und brachte ihn zurück. Auf ihre Hundeerziehung hat sich das nicht, oder nur geringfügig ausgewirkt. Ihr Hund wurde erzogen, aber absolut nicht für irgendwelche Sachen ausgebildet. Erst der zweite Hund, ein AmStaff, wurde erzogen und zum Assistenzhund ausgebildet. Ihr jetziger Rüde ist zwar erzogen und gehorcht, ist aber für weitergehende Bemühungen nicht zu gebrauchen.
In meiner Kindheit und Jugend waren Katzen als Mäusejäger beim Bauern angestellt, reine Wohnungskatzen gab es eigentlich nicht. Hunde waren Wachhunde an der Kette, oder, ganz selten so friedlich das wir Kinder damit auch mal rumtoben konnten, aber eben selten.
Ich glaube, das neben dem Typ Mensch auch immer die Jugend und Kindheit, und somit der persönliche Umgang mit Hund oder Katze, mit prägend ist. Meine Schwiegertochter hatte als Kind und in der Jugend Katzen und mag Hunde nur bedingt.
Ich persönlich mag zwar Katzen, aber nur die, die über 50 Kg schwer, mehr als 50 cm Schulterhöhe und fahlgelbes, gelb-schwarze Streifen,bzw, schwarze Flecken auf hellen Fell tragen. Am liebsten sind mir allerdings die schwarzen Vertreter der gefleckten Arten. Und dafür braucht man viele Genehmigungen. Außerdem wären diese Katzen nicht so gesund für meine Hunde, obwohl ich zwei Südsibierische Trapperbluthunde habe, die in ihrer Heimat zur Tigerjagd verwendet werden. Ich war, bin und bleibe bekennender Hundenarr.
VlG, Eleonore
Catalou
  • Begleithund
Beiträge: 1831
Katzen machen tolerant, weil sie nur nach dem Motto "Komm oder komm nicht" erziehbar sind.
Katzen kann man kurzzeitig alleine lassen, ohne dass es zu Beschwerden von Nachbarn wegen Protest-Miauen kommt.
Katzen sind verschmust, aber wenn sie genug haben, hüpfen sie davon.

Bei mir haben sich Hund und Katz eher toleriert, als gemocht, aber schon dafür war ich heilfroh.

Haha - Eleonore, vor der Katzenart, die dir gefällt und die du magst, musst du dich hüten, weil sie dich eventuell als Brotzeit betrachten könnten

Ich könnte nicht sagen, ob ich ein Katzen-oder ein Hundemensch bin, aber eines weiß ich genau: Der nächste Hund kommt nur dann ins Haus, wenn ich entsprechend Zeit für ihn habe. Außer, ein Notfellchen läuft mir über den Weg.
Zuletzt geändert am 15.03.2016 10:59 Uhr
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2061
Ich bin auch eher der "Hundemensch", was aber nicht heißt, dass ich keine Katzen liebe. Ich liebe sie beide und hatte bis vor etlichen Jahren auch Hunde und Katzen im Haushalt. Da ich aber jedes WE unterwegs war und die Katzen dadurch viel am WE alleine waren, hatte ich mir keine Katzen mehr angeschafft. Wenn ich nicht gerade auf Wettkämpfe oder Schulungen war, dann war ich zumindest den halben Tag auf dem HP oder unterwegs zu Kunden. Also nicht gerade ideal für Katzen. Man benötigt immer jemanden, der sich bei eigener Abwesenheit um die Katzen kümmert. Bei mir waren nicht nur die Hunde gut erzogen, sondern auch die Katzen. Mich ärgert es einfach, wenn Katzen über den Tisch laufen oder sich drauf setzen, wenn sie mit vom Teller essen oder sich sogar was vom Teller des Besitzers klauen. Selbst aus der Kaffeetasse wird beim Frühstück Milch gesoffen. So etwas ärgert mich an der Katzenhaltung mancher Katzenfreunde. Da könnte ich aus der Haut fahren, wenn ich dass sehe. Erst geht die Katze ins Katzenklo und dann mit der Pfote in Frauchens Suppenteller. Da kommt mir der Kaffee hoch. Eine Bekannte von mir ist da das beste Beispiel. Ihre Katze klaut ihr sogar das Essen aus dem Mund. Ich denke, so weit kann man Katzen schon erziehen, dass sie sich gesittet benehmen. Meine Bekannte freut sich aber noch über das Benehmen ihrer Katze. Bei mir hört es da aber auf. Bei mir haben Katzen nichts auf Küchenmöbel oder Tische zu suchen. Das lernen sie schon am 1. Tag bei mir.
Liebe Grüße von Melwin.
Ruedieltern
  • Halbstarker
Beiträge: 314
Original von melwin:

Ich bin auch eher der "Hundemensch", was aber nicht heißt, dass ich keine Katzen liebe. Ich liebe sie beide und hatte bis vor etlichen Jahren auch Hunde und Katzen im Haushalt. Da ich aber jedes WE unterwegs war und die Katzen dadurch viel am WE alleine waren, hatte ich mir keine Katzen mehr angeschafft. Wenn ich nicht gerade auf Wettkämpfe oder Schulungen war, dann war ich zumindest den halben Tag auf dem HP oder unterwegs zu Kunden. Also nicht gerade ideal für Katzen. Man benötigt immer jemanden, der sich bei eigener Abwesenheit um die Katzen kümmert. Bei mir waren nicht nur die Hunde gut erzogen, sondern auch die Katzen. Mich ärgert es einfach, wenn Katzen über den Tisch laufen oder sich drauf setzen, wenn sie mit vom Teller essen oder sich sogar was vom Teller des Besitzers klauen. Selbst aus der Kaffeetasse wird beim Frühstück Milch gesoffen. So etwas ärgert mich an der Katzenhaltung mancher Katzenfreunde. Da könnte ich aus der Haut fahren, wenn ich dass sehe. Erst geht die Katze ins Katzenklo und dann mit der Pfote in Frauchens Suppenteller. Da kommt mir der Kaffee hoch. Eine Bekannte von mir ist da das beste Beispiel. Ihre Katze klaut ihr sogar das Essen aus dem Mund. Ich denke, so weit kann man Katzen schon erziehen, dass sie sich gesittet benehmen. Meine Bekannte freut sich aber noch über das Benehmen ihrer Katze. Bei mir hört es da aber auf. Bei mir haben Katzen nichts auf Küchenmöbel oder Tische zu suchen. Das lernen sie schon am 1. Tag bei mir.


Ist dir bestimmt schwergefallen, keine Zeit mehr für die Katzenhaltung zu haben.

ich finde auch, dass man Katzen ganz gut erziehen kann, sodass sie Unarten unterlassen, während man dabei ist. Wir haben einen Vorzeigekater und einen frechen. Der freche wollte immer klauen und hat gebettelt. Der andere lag irgendwo. Ihm war das die Mühe irgendwann nicht mehr wert. Zu dem sind wir dann immer rüber und haben ihm kleines Leckerle gegeben. Irgendwann hats der andere auch geschnallt. Aber leider hat auch hier die Erziehung Grenzen. Spuren zeigen mir, dass sie es sich auch mal auf dem Esstisch gemütlich machen, wenn ich nicht da bin. Auch die Türklinken mussten wir umdrehen, um sie von Taburäumen abzuhalten. Das schafft der Hund besser.
Eleonore
  • Begleithund
Beiträge: 674
+ 1
Original von Catalou:

Haha - Eleonore, vor der Katzenart, die dir gefällt und die du magst, musst du dich hüten, weil sie dich eventuell als >Brotzeit betrachten könnten

Hallo Catalou,
als Brotzeit bin ich nicht geendet. Aber es macht einen Heidenspaß mit einem Tiger zu balgen. Schon mal gemacht? Bei mir in der Nähe gibt es einen Tierpark der etwas anderen Art. Eine Gepardin läuft grundsätzlich frei durch das Tierparkgelände, wenn sie nicht gerade mit ihrem Frauchen Kaffee trinkt. Aber es laufen auch andere Raubtierjunge, z.B. Tiger oder Leoparden frei herum, außer Löwen.
VlG, Eleonore
Catalou
  • Begleithund
Beiträge: 1831
Original von Eleonore:

Original von Catalou:

Haha - Eleonore, vor der Katzenart, die dir gefällt und die du magst, musst du dich hüten, weil sie dich eventuell als >Brotzeit betrachten könnten

Hallo Catalou,
als Brotzeit bin ich nicht geendet. Aber es macht einen Heidenspaß mit einem Tiger zu balgen. Schon mal gemacht? Bei mir in der Nähe gibt es einen Tierpark der etwas anderen Art. Eine Gepardin läuft grundsätzlich frei durch das Tierparkgelände, wenn sie nicht gerade mit ihrem Frauchen Kaffee trinkt. Aber es laufen auch andere Raubtierjunge, z.B. Tiger oder Leoparden frei herum, außer Löwen.
VlG, Eleonore

Na klar - ich hab auch schon mit einem Tiger gebalgt, allerdings war der aus Plüsch

Ich kann es dir nachfühlen, dass Begegnungen mit zahmen Raubkatzen Spaß und Freude machen, besonders wenn selbige gerade satt sind
LG Tina
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
+ 2
Ich glaube schon, dass es den Hunde- und den Katzenmenschen gibt. Dahinter steckt aus meiner Sicht ein Gedanke aus alter Zeit, als beide Arten noch Nutztiere waren. Hunde werden beherrscht, und Katzen sind unabhängig. Bei der heutien Form des Zusammenlebens verfliessen mMn die Grenzen. Der Hundemensch erwartet einen treuen Kumpel, der immer an seiner Seite ist, wenn man ihn braucht. Der Katzenmensch überlegt im Laden zwei Stunden, mit welcher der zwanzig Futtersorten er seinen Schatz gnädig stimmen könnte. Hunde und Katzen müssen sich aber beide an menschliche Regeln anpassen.

Was passiert, wenn ein richtiger Hundemensch auf eine typische Katze trifft, erlebe ich jedes Mal, wenn ein Freund von mir zu Besuch kommt. Er ist Ü 70, auf dem Land aufgewachsen, und findet Katzen bestenfalls noch als Mäusefänger erträglich. Sein Pech ist nur, dass meine Minka ihn abgöttisch liebt. Er sitzt also noch nicht mal richtig und hat sie schon auf dem Schoss. Er brummelt sein Verschwinde, keine Reaktion, er schubst sie runter, ein entrüstetes Miauen, und sie ist wieder oben. Das kann sich eine ganze Weile hinziehen, aber bislang hat er jedes Mal verloren. Irgendwann liegt Minka gemütlich zusammen gerollt auf ihm. Katzen haben nicht nur vor Mauselöchern eine endlose Geduld, wenn sie ihr Ziel erreichen wollen. Für so einen echten Hundemenschen, der sich ein gehorsames Tier wünscht, ist das einfach nur grausam. Mir gefällt es, und gegen die hunderte Male, die ich mit einer Katze diskutiere, um sie von etwas Unerwünschtem abzubringen, ist jeder Hund leichtführig.

In Sachen Geduld ist meine Hundeerziehung schon mal sicher vom Zusammenleben mit Katzen geprägt. In meiner Kinderzeit gab es Katzen nur draussen, und von denen habe ich in erster Linie gelernt, dass man Tiere in Ruhe lassen sollte, wenn sie nichts von einem wissen wollen, weil es sonst richtig weh tut. Kindern schmerzhaft Respekt beizubringen, beherrschten aber auch unser Cocker und der Schäferhund meines Grossvaters sehr gut. Auf ein Jammern, dass man gekratzt oder gebissen wurde, kam die Rückfrage, was man vorher mit dem Tier angestellt hätte. Dieses Klären der Schuldfrage hat mich fürs Leben geprägt. Kein Tier muss sich von mir Alles widerspruchslos gefallen lassen, und wenn irgendwas schief läuft, packe ich mir erstmal an meine eigene Nase. Die dritte Tierart, die mich seit frühester Kindheit beeinflusst hat, sind Pferde. Als Fluchttiere, die, zumindest gewaltfrei, dem Menschen massiv körperlich überlegen sind, muss man ihr Vertrauen gewinnen und Überzeugungsarbeit leisten. Wenn man als Führungskraft versagt, bekommt man eine noch deutlichere Rückmeldung als bei Hunden. Ich habe gelernt, die Bedürfnisse, die Grenzen und den eigenen Willen von Tieren zu respektieren.

Der manchen Hundemenschen eigene Wunsch nach absolutem Gehorsam passt da sowieso nicht rein. Von daher verwischen bei mir auch in der Erziehung die Grenzen zwischen Hund und Katze. Alle hören auf ein geknurrtes "Hau ab", aber auch alle draussen auf Abruf. Ein Unterschied ist sicher, dass meine Katzen Regeln nur in meiner Gegenwart akzeptieren. Würde ich den Raum verlassen und etwas Leckeres steht in Reichweite, ist es weg. Meine Hunde und Katzen lernen auch voneinander. Meine Hündin liess sich zeigen, wie man eine Tür öffnet, mein Hovawart ging aufs Katzenklo ... Sogar gemeinsame Jagd habe ich schon beobachtet. Während die Hunde nach den Mäusen gruben, sassen zwei Katzen an den Notausgängen des Baus.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
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