Hund gibt Sachen nicht her,knurrt und beisst

edith64
  • Forenwelpe
Beiträge: 57
Hallo und guten Abend.
Ich habe eine golden Retriverhündin von 4 Monaten.
Es ist mein erster Hund und wir sind beide in der Lernphase und machen auch sicherlich beide noch vieles falsch.
Aber ich muß sagen,das es besser klappt als erwartet.
Das mit der Stubenreinheit klappt schon ganz gut,nachts hält sie schon 6 bis 7 Stunden durch.
Auch tagsüber halte ich immer wieder ein Auge drauf, wann sie zur Tür geht,dann weiss ich, das es jetzt Zeit ist.Sie macht sich sonst auf keine andere Art bemerkbar.
Aber das ist nicht das Problem.
Wenn wir zusammen spielen,versuche ich ihr, das Spielzeug ,das sie grade im Maul hat,wegzunehmen ich sage aus,aber sie gibt es nicht her.
Wenn das ganze etwas länger als ein paar Sekunden dauert,fängt sie an zu knurren und zeigt ihre Zähne.
Gelingt es mir dann doch das Spielzeug zu bekommen,dann fängt sie an wie wild an mir hochzuspringen,beisst mir in die Hose ,in den Arm,oder in das Tshirt ganz egal sie lässt sich dann nicht mehr stoppen.
Auf diese Weise hat sie mir schon in viele Kleider Löcher reingebissen.
Auch beim spazierengehen das gleiche.Sie beisst in die Leine,ich sage aus und sie zeigt Zähne,knurrt und fängt an an mir hochzuspringen und zu beissen.

Ich werde laut sage immer wieder aus,halte sie zwischen meinen Beinen fest bis sie die Leine loslässt und gebe ihr dann ein Leckerlie.Ich halte ihr auch schon mal das Maul zu und sage auch aus.
Sobald sie dann wieder frei ist ,geht das ganze Spiel wieder von vorne los.
Gestern hat sie plötzlich im Auto angefangen zu bellen und mich dann plötzlich in den Arm gebissen.
Nicht richtig nur geknappt aber ich habs gemerkt.
Mein Mann hat dann zu Hause mit ihr rumgetobt bis sie müde war,und dann war sie wieder der liebste Hund.

Jeden Tag gehen wir beide so viel wie möglich raus und spazieren und spielen drausen.Meistens so 2 Stunden.
dann ist sie aber auch wieder 4-5 Std.alleine da wir beide arbeiten müssen.
Wenn wir dann nach Hause kommen hat sie die Tapete von der Wand gekratzt und auch in den Flur gepiselt.
Das macht mir aber weniger zu schaffen als dieses Beissen.
Was mache ich falsch?
braunerdobi
  • Halbstarker
Beiträge: 460
+ 2
Moin!

Ich denke, hier läuft das ein oder andere bereits etwas länger nicht richtig....daher würde ich dir empfehlen, da es dein erster Hund ist, dringend eine Hundeschule aufzusuchen. Dort kannst du dich mit anderen Hundehaltern austauschen und die Grundlagen der Hundeerziehung erlernen. Denn ich denke mal nicht, dass du das Hoerzeichen "aus" auch konditioniert hast, sodass der Hund weiss, was es bedeutet oder irre ich mich da?

LG
braunerdobi und Rudel
Lolobrigida
  • Halbstarker
Beiträge: 299
+ 1
Deine Hündin ist "erst" 4 Monate.

Weißt Du mehr über ihre bisherige Haltung? War sie bis zur Abgabe noch im Welpenrudel?

Vieles weist auf den ersten Blick noch daraufhin, dass sie noch im "Welpenrudel" ist und dort musste/muss sie sich durchsetzen. Bereits unter den Welpen gibt es Rangordnungsspiele und -rangeleien.

Egal wie, Du musst Dich durchsetzen. Wie, das kann die am Besten eine gute Hundeschule zeigen. Ich würde aber noch versuchen, in einen Welpenspielkurs zu gehen. Dort kann Dir der Trainer ihr Verhalten im Umgang mit anderen Welpen/Junghunden erklären und Dir entsprechende Korrekturhilfen mitgeben. Auch die erste Grunderziehung wird dort schon vermittelt, also das "an der Leine laufen". Durch den Spielteil dieser Kurse erkennst Du auch gleichzeitig ihr Verhalten im Rudel und gegenüber anderen Hunden. Das macht Dir anschließend die Erziehung auch leichter.

Grüße

Lolobrigida
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
+ 1
kenne mich mit grossen Hunden nicht so aus, aber sind 2 stunden am stück spazieren gehen nicht zu viel? da kann vielleicht jemand anderes was zu sagen.

hat sie denn gelernt alleine zu bleiben? mir scheint sie hat damit doch ein paar Probleme, habt ihr denn vorher mal so spielerisch das zimmer verlassen, dann die Wohnung etc oder ging das ganz abrupt? also sprich Hund kam in euere Familie, und ihr habt sofort angefangen sie gleich 4 stunden alleine zu lassen?

bei meinem welpi hab ich damals immer ganz spielerisch mal Sachen weggenommen, dann wieder gegeben, gaaaanz relaxt. versuch das doch mal mit Sachen an denen sie etwas weniger hängt als ihr lieblingsspielzeug, dazu den Aus-Befehl geben, und wenn sies macht doll loben. oder auch mal mit tauschgeschäftchen (sprich sie hat ein Spielzeug, du sagst aus, und schwenkst ihr mal was leckeres vor die nase, wenn sie dann loslässt loben und leckerlie). musst du mal probieren. bei meinem Welpen gings damals ohne Tauschgeschäft, sondern nur mit ganz relaxtem wegnehmem und wiedergeben, dass sie da gelernt hat: keine grosse Sache. Meine war aber auch nie darauf aus zu knurren.

Bei so nem anfall würd ich energischer werden. fängt sie an zu hüppen, würd ich sie ganz konsequent vorne an die schulter schubsen und von dir weghalten, während du mal ganz ernst und böse (so die ruhe vor dem sturm Stimmung) sagst: NEIN. (oder was auch immer du als abbruchsignal gibtst). also nicht irgendwie grob werden und laut und hektisch.

einiges wächst sich bestimmt auch aus nicht verzweifeln

huschu ist bestimmt ne gute Idee, aber da vorher gut informieren.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
Zuletzt geändert am 09.08.2013 08:56 Uhr
silvie86
  • Moderator
Beiträge: 1476
+ 2
Hallo,
mein erster Gedanke, als ich deinen Beitrag gelesen hab war, dass du mit "aus" kein Ablassen konditioniert hast, sondern das Zähne zeigen und springen, sprich, du sagst "aus" und für deinen Hund bedeutet das "dreh auf, zeig zähne und spiele gefährlich"... Natürlich ist das schwer allein durch die schriftliche Beschreibung beurteilen, doch es liest sich so.
Dein Hund sollte das Ablassen gezielt lernen, dies kannst du tun, indem du ein Leckerchen in deiner Hand hälst und deinem Hund vor die Nase hälst-dein Hund wird versuchen an das Leckerchen zu kommen, am Anfang bekommt dein Hund das Leckerchen, sobald er ruhig abwartet (das kann ruhig mal eine Weile dauern). Das wiederhole gut 10mal. Wenn das klappt und dein Hund schonmal abwarten kann, dann fängst du an deine Hand zu öffnen, versucht dein hund an das Leckerchen zu kommen, schließe deine Hand und sag dein Ablasssignal-so kannst du ersteinmal das Signal konditionieren, heißt, dein Hund verbindet damit dann eine Handlung. Im zweiten Schritt gehts dann ans Spielzeug, unterstütze deinen Hund am Anfang, indem du deinem Hund ein Tauschgeschäft anbietest: sprich, du hast zwei Spielzeuge, ihr spielt mit einem, lässt dein Hund nicht ab, nimmst du das zweite, spielst zunächst allein damit weiter, zeigt dein Hund interesse, so bestehst du darauf, dass er dir erst das andere spielzeug gibt und dann spielt ihr mit dem zweiten. Geht dein Hund nicht darauf ein, dann brichst du das Spiel ab, heißt, du gehst einfach, beachte deinen Hund nicht, geh einfach weg. Du fängst ein Spiel an und du beendest es.
Am besten suchst du dir, da es dein erster Hund ist, eine Hundeschule oder einen Verein. Dort kann dir dann genau geholfen werden und es können dir individuellere Tips geben werden. In einem Forum ist dies immer nur bedingt möglich, da man dich mit deinem Hund nicht agieren sieht. Wir sehen hier weder deine, noch die Körpersprache des Hundes...

Zum Spazieren, 2h sind für einen 4Monate alten Hund zu viel, du überdrehst ihn. Das ist wie mit einem kleinen Kind, die merken auch nicht, wenn es zuviel für sie wird, sie drehen dann nur erst richtig auf, werden wutig etc. Das passiert auch mit deinem Hund. Du beanspruchst ihn über seine Kräfte hinweg und somit kommt er zuhause dann nicht zu Ruhe.
Zum Tapete zerstören und reinpieseln: es ist ein junger Hund-habt ihr das Alleinsein überhaupt langsam aufgebaut? Wie geht ihr weg? Wo ist der Hund, wenn er allein ist? Was macht ihr zuvor mit dem Hund, bevor ihr geht? Wie verhält sich der Hund, wenn ihr geht?
Die Liebe zum Hund ist des Menschens Sehnsucht nach dem Paradies.
marina0211
  • Halbstarker
Beiträge: 398
+ 1
Original von edith64:

Hallo und guten Abend.
Ich habe eine golden Retriverhündin von 4 Monaten.
Es ist mein erster Hund und wir sind beide in der Lernphase und machen auch sicherlich beide noch vieles falsch.
Aber ich muß sagen,das es besser klappt als erwartet.
Das mit der Stubenreinheit klappt schon ganz gut,nachts hält sie schon 6 bis 7 Stunden durch.
Auch tagsüber halte ich immer wieder ein Auge drauf, wann sie zur Tür geht,dann weiss ich, das es jetzt Zeit ist.Sie macht sich sonst auf keine andere Art bemerkbar.

Das ist doch schon mal gut.

Aber das ist nicht das Problem.
Wenn wir zusammen spielen,versuche ich ihr, das Spielzeug ,das sie grade im Maul hat,wegzunehmen ich sage aus,aber sie gibt es nicht her.

Wegnehmen! Da liegt das Problem. Dein Hund sollte nicht das Gefühl haben, du nimmst ihm was weg, sondern du spielst mit ihm gemeinsam, nur mit dir zusammen macht es Spaß. Dazu muss dein Hund erst mal verstehen, was du mit Aus überhaupt von ihm möchtest. Um das zu konditionieren hast du ja schon gute Ratschläge bekommen. Sobald sie weiß, wass du meinst und das Spielzeug hergibt, ohne Leckerlie, konditioniere das weiter, in dem du sofort mit viel Freude sofort wieder mit ihr loslegst beim Spiel. Richtig schön mit Party, so merkt sie, gemeinsam mit dir macht es Spaß, alleine auf dem Spielzeug rumkauen ist langweilig.

Wenn das ganze etwas länger als ein paar Sekunden dauert,fängt sie an zu knurren und zeigt ihre Zähne.
Gelingt es mir dann doch das Spielzeug zu bekommen,dann fängt sie an wie wild an mir hochzuspringen,beisst mir in die Hose ,in den Arm,oder in das Tshirt ganz egal sie lässt sich dann nicht mehr stoppen.
Auf diese Weise hat sie mir schon in viele Kleider Löcher reingebissen.
Auch beim spazierengehen das gleiche.Sie beisst in die Leine,ich sage aus und sie zeigt Zähne,knurrt und fängt an an mir hochzuspringen und zu beissen.

Hast du für deinen Hund ein Abbruchsignal, für alle Dinge die sie tut, die du aber nicht willst. Ich nutze dafür das Nein, muss dem Hund aber auch erst beigebracht werden, mit viel Konsequenz.


Ich werde laut sage immer wieder aus,halte sie zwischen meinen Beinen fest bis sie die Leine loslässt und gebe ihr dann ein Leckerlie.Ich halte ihr auch schon mal das Maul zu und sage auch aus.
Sobald sie dann wieder frei ist ,geht das ganze Spiel wieder von vorne los.

Natürlich, gibt ja dann ein Leckerchen!

Gestern hat sie plötzlich im Auto angefangen zu bellen und mich dann plötzlich in den Arm gebissen.
Nicht richtig nur geknappt aber ich habs gemerkt.

Bist du gefahren?? Wenn ja, wie hat dein Hund die Möglichkeit, während der Fahrt an dich heranzukommen? Sollte dein Hund auf der Rücksitzbank sein, gehört sie gesichert mit einem speziellen Geschirr und angeschnallt. Hier sollte sie schon zu ihrer eigenen Sicherheit nicht zu viel Spielraum haben, hört sich zwar nicht nett an, aber es ist zu ihrer eigenen Sicherheit. Aufstehen, sitzen und liegen, aber nur auf einer Hälfte der Rücksitzbank.

Mein Mann hat dann zu Hause mit ihr rumgetobt bis sie müde war,und dann war sie wieder der liebste Hund.

Jeden Tag gehen wir beide so viel wie möglich raus und spazieren und spielen drausen.Meistens so 2 Stunden.
dann ist sie aber auch wieder 4-5 Std.alleine da wir beide arbeiten müssen.

2 Stunden am Stück ist für vier Monate zuviel. Neben dem Spazieren und Spielen solltest du im übrigen auch noch Gehorsam trainieren. Das läßt sich beim Spiel im übrigen sehr gut einbauen.

Wenn wir dann nach Hause kommen hat sie die Tapete von der Wand gekratzt und auch in den Flur gepiselt.
Das macht mir aber weniger zu schaffen als dieses Beissen.

Sollte es aber, die Erziehung beginnt von allen Dingen von Anfang an. Wie willst du das wieder rausbekommen, wenn du es Monate lang mitmachst. Wie habt ihr das alleine sein aufgebaut? Hört sich nicht so an, als ob dein Hund damit gut klar kommt. Da solltet ihr vielleicht noch mal neu beginnen, sofern ihr irgendwie die Möglichkeit habt.

Was mache ich falsch?

Bist du mittlerweile in einer Hundeschule? Es ist doch dein erster Hund, insofern wäre eine Hundeschule sicher sehr wichtig. Das ist nicht böse gemeint, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und mit kompetenter Hilfe wird euch vieles sicher leichter fallen.
Hund oder Mann?-Die Frage ist doch: "Lass ich mir nur den Teppich versauen, oder gleich das ganze Leben?!"

PitaPata - Personal picturePitaPata Dog tickers
BorderCollieHalterin
  • Begleithund
Beiträge: 612
Ich schließe mich Marina an: Wenn du deinem Hund etwas wegnehmen möchtest, und er knurrt, muss er merken, dass du es TROTZDEM nimmst! Jetzt, mit 4 Monaten, kann man es noch gut machen - kleine Welpenzähnchen ... Aber wenn er jetzt nicht akzeptieren lernt, dass nicht er, sondern du bestimmst, hast du später ein ziemliches Problem! Die Hunde, auch Welpen, merken ganz genau, ob du auch meinst, was du sagst, oder ob sie dich lenken/verunsichern können. Mein Hund hat als Welpe auch zunächst versucht, mir verständlich zu machen, dass man das, was er "erobert" hat (nicht sehr sinnvoll ...), ihm auf gar keinen Fall wegnehmen darf (auf Kommando reagieren wollte er in dem Fall absolut nicht). Mit 10 Wochen hatte er damals mit Zähncheneinsatz zu verteidigen angedroht - und ich habe ihn unbeeindruckt, weil er auf "Aus!" nicht gehört hatte, trotzdem herausgegriffen Das hatte ihn mächtig beeindruckt! Wäre ich aber zurückgewichen und hätte damit quasi "auf ihn gehört", hätte der winzige Welpe damit ein relativ problematisches Erfolgserlebnis gehabt, nämlich gelernt, dass man so seinen Willen optimal durchsetzt! Dann besser einmal konsequent und beherzt eingreifen und danach erinnert ein strenges "Aus!" daran, was gemeint ist!

Übrigens ist es wirklich sehr anstrengend für einen Welpen, 2 Stunden am Stück Spazieren zu gehen. Damit pusht ihr ihn ziemlich und die Gesundheit leidet auch! Er muss auch lernen, einfach mal runterzukommen! Und auch wenn ein totmüder Welpe nicht zwicken kann - wenn er nicht zwickt, weil er total k.o. ist, heißt es auch nicht, dass er begriffen hat, dass man dieses Mittel nicht anwenden darf! Und was das Alleinbleiben betrifft: Das würde ich nochmal kleinschrittig üben! Vielleicht kann zudem auch in der Anfangszeit nach Absprache zwischendurch ein Nachbar (oder oder) nur kurz vorbeischauen, wenn der Hund längere Zeit am Stück allein zu Hause ist, damit der Hund das Gefühl bekommt - irgendwer kommt immer irgendwann - und es nicht mehr so unendlich lang auf den kleinen Hund wirkende Zeitintervalle sind.
Zuletzt geändert am 09.08.2013 15:31 Uhr
Gast
Hallo zusammen,
erstmal ein paar Worte zum Spazieren gehen. Allgemein sagt man 10 Minuten pro Lebensmonat sind für einen Welpen angemessen als Spaziergang, d.h. 4 Monate mal 10 Minuten = 40 Minuten Hin- und Rückweg zusammen. Ein Welp braucht Ruhe und Schlaf.
Stubenreinheit: Welpen müssen nach jedem Aufwachen,Fressen, Trinken , Spielen und vor allem nach Stress mal Müssen.
Abwarten bis er zur Tür geht und anzeigt das er Raus will, führt nur dazu as er in die Wohnung macht wenn nicht schnell genug reagiert wird. Außerdem lernt der Zwerg nur: Ha, wenn ich zur Tür gehe, gehen die mit mir Spielen. Ich hab meine Alten gut im Griff.
Alleinbleiben muß man üben und langsam steigern. Man geht aus dem Raum, kurzzeitig und ist wieder zurück bevor der kleine merkt, das man draußen war. Notfalls muß man das 20 oder auch 30 mal wiederholen. Irgendwann wird es dem Welpen zu blöd ständig hinterher zu laufen und er bleibt auf seinem Platz liegen. Frauchen kommt ja wieder. Die Zeitabstände langsam steigern. Anstatt die Tapete abzunagen, sollte man ihm vielleicht einen Kauknochen geben. Weggehen und Wiederkommen läuft ohne große Abschiedsszene oder Wiedersehensfreude ab.
Zu den Kommandos sei folgendes gesagt: Hunde können uns zwar hören, aber nicht verstehen. Ein neu nach Deutschland eingereister Chinese kann uns hören, aber nicht verstehen. Erst mit Gestik und Mimik ist nach diversen Fehlversuchen eine Vertändigung möglich. Das heißt ich muß mit Mimik und Körpersprache unter zuhilfenahme des Kommandos meinem Hund zeigen was ich von ihm will. Im Laufe der Zeit wird alles iteinander verknüpft und Hund hört auch auf ein Kommando.
Zum Beißen: Welpenrudel haben ihre eigenen Regeln nach denen die Rangfolge festgelegt wird. Im Anfang ist es der Kampf um die beste Zitze der Hündin, später kommt auch noch die intelligenz des einzelnen Individuums dazu. Aber auch hier steht den Kleinen nur Körpersprache, Mimik Zähne und Pfoten zur Verfügung. Setze gleiche Waffen ein. Knurrt der Kleine dich an, knurre dumpf grollend zurück, zeige ihm Deine Zähne (Hochziehen der Oberlippe) und beuge dich drohend vor. Ein Zurückweichen von dir wird sofort als Schwäche deinerseits erkannt und in eurem persnlichen Machtgerangel gnadenlos ausgenutzt.
Welpen spielen nicht, sie üben das Fangen und Überwältigen von Beute. Anstatt beim Spziergang zu spielen, solltet ihr gemeinsam Üben. Such"spiele", bei Fuß gehen, am besten ohne Leine (ist noch möglich, da der Folgetrieb noch etwas anhält) Rückruf schon mal probieren Usw.Usw.
Euer Kleiner will lernen, will geführt werden. Und jetzt ist die beste Zeit dafür.
Ach so, noch eins auch retriever kommen nicht erzogen zur Welt, sondern müssen alles erst erlernen.
LG, Alidasy und Bandidas
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896
Gute Erziehung ist auch bei der Moderasse Retriever nicht serienmäßig eingebaut. Das ist ein Extra, das gefälligst jeder selber nachrüstet.
Mein Kleiner, der Zonk, der kam mit acht Wochen zu mir. Er war sehr ängstlich als Welpe. Wir haben gleich beim Frühstück angefangen zu üben, Sitz und Stullenhaps fürs Jungchen. Andere Worte dito. Er war zwei Monate alt. Das erste Üben noch im Mutterhaus, Übernahme mit zweieinhalb Monaten und gleich weiter eingearbeitet. Bei dem jungen Tier eine leichte Übung. Halbjährig hatte er ohne viel Gezanke das volle Programm für DSH drauf. Unterordnung wie ein Alter. Ihm half die Einarbeitung mit seinem ängstlichen Wesen, er klammerte sich an das, was Mama sagt. Was weggenommen habe ich ihm nur im Ernstfall, unerwünschtes aufgesammeltes fremdes Futter. Damit war ich sehr streng, Widerstand wurde nicht geduldet. Eine Schelle von seiner Alten überlebt er. Eine Vergiftung nicht. Es gab vergiftete Köder in unserer Gegend, drei Hunde nahmen sie auf und starben fast.
Vhoyer
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Hallo edith64,
habe soeben deinen Beitrag gelesen...deine Retrieverhündin ist ja nun schon aus dem Gröbsten raus, oder?
Bin auf deinen Beitrag gestoßen, da wir mit unserem Golden Retriever Rüden (8 Monate) genau die gleiche "Problematik" haben.
Zu Hause beim spielen reagiert er schon auf das Kommando 'Aus' und gibt gegen Leckerlie sein Spielzeug ohne Probleme ab.
Aber draußen, sobald er etwas "erbeutet" hat z.B. Flaschen, Müll...verteidigt er dies und denkt nichteinmal daran es ab zugeben. Tauschgeschäfte mit Leckerlie, anderes Spielzeug...keine Chance. Das Kommando Aus wird ignoriert.
Er wendet den Kopf von einem ab, sobald man zugreifen will knurrt er. Ziehen es trotzallem immer durch und nehmen ihm die Sachen aus dem Maul, aber danach schnappt er...springt an einem hoch, beißt in die Leine etc.
Haben eine private Hundetrainerin, aber so einen richtig guten Rat hatte sie auch nicht parat.
Vielleicht hast du ja einen Tipp, wie ihr das damals in den Griff bekommen habt.
Liebe Grüße.
Vanessa
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online
Elvis07
Elvis07Online seit
26 Minuten