Hund gebissen - haftet immer der Verursacher, obwohl er nicht Auslöser ist?

Hulli
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Beiträge: 1
Hallo,

ich habe gestern Abend einen Zwischenfall mit meinem Hund gehabt. Mein Hund hat einen anderen Hund verletzt.
Meine Frage bzw. Interesse an euren Erfahrungen zu diesem Thema würden mich interessieren. Wie sieht die Rechtslage aus? Stimmt es, dass egal ob nun mein Hund angefangen hat oder der Andere, schuldig ist der Hund der nun Mal die Verletzung verursacht hat? Für die Versicherung ist dies auch mehr oder weniger egal, wichtig ist nur wer die "gefährliche" Rasse besitzt?

Aber vielleicht versteht Ihr mein Anliegen besser wenn ich die eigentliche Situation schildere.

Ich war bei meinem Abendspaziergang am Grundstück meines Nachbarn vorbeigekommen. Dort lebt ein kleiner Yorkshire Terrier. Mein Hund, ein deutscher Schäferhund, und er können gar nicht genug voneinander haben. Ich stand also eine Weile dort, unterhalte mich mit dem Nachbarn und die zwei Hunde haben sich beschäftigt. Dabei ist zu sagen, mein Hund ist angeleint und der Yorkshire nicht.
Nach einer Weile wollte ich gehen und drehte mich um. Ohne das ich es bemerkt habe, waren zwei junge Nachbarmädchen mit ihrem auch kleinen (kenne die Rasse nicht) Hund keine zwei Meter plötzlich vor mir. Und noch eher ich auch nur was sagen konnte war der Kleine Hund auf den Weg zu meinem. Dazu muss gesagt werden, meiner war noch in Gedanken beim Yorkshire (wie dieser auch) und hat sich überhaupt nicht für den neuen Zugang interessiert.
Es passierte dann alles ziemlich schnell, mein Hund dreht sich zu Yorkshire, der gerade um meinen Hund rumgelaufen war. Dabei haben sich meine Leine und die Leine des Hundes, der zwei Mädchen, angefangen zu verdrehen.
Wir waren gerade dabei das zu beheben, aber da hat der Kleine schon angefangen zu Quietschen (vor Panik nehme ich an, weil er an so einem riesigen Etwas stand und dann noch ein Leinenzug). Meiner schaute an sich runter und war bis dahin ruhig, hat aber dann von dem sich plötzlich (weiß nicht wie ich es nennen soll) "durchdrehenden" Hund eine gewischt bekommen. Da hat mein Hund reagiert. Er hat nicht gebissen, sondern gepackt. Aber im Eifer des Gefechts muss der Kleine in dem Moment einfach in die falsche Richtung sich gedreht haben. Er quietschte einmal lauter auf. Irgendwie konnten wir dieses Chaos beenden.

Als beide getrennt waren, war es dann auch ruhig, beide (bzw alle drei). Jedoch hat der Kleine Hund eine böse Augenverletzung abbekommen. Da die zwei Mädchen dann den Hund einfach gepackt hatten und weggelaufen sind konnte ich mit die Wunde nicht wirklich anschauen.
Von der Augenverletzung selbst, habe ich nachdem die Hunde getrennt worden sind nicht gesehen. Aber diese Hunderasse hat von Natur aus solche Glubschaugen. (ich hoffe ihr wisst was ich meine)

Heute habe ich dann eine Tierarzt Rechnung von den Mädchen in die Hand gedrückt bekommen. Ein Gespräch gab es nicht wirklich, ich hatte mich nur schnell um den Zustand des Hundes erkundigt. Er soll wieder ganz normal sich verhalten, muss nur im Moment eine Halskrause tragen. (Ich war nur kurz zu Hause und musste auch schon wieder los zu Abendschule)

Vielleicht war auch der Verursacher der Verletzung das eine Mädchen, die bei dem Versuch die beiden zu trennen, tatsächlich auf die Idee kam mit der Halterung der Flex Leine auf den Kopf meines Hundes zuhauen. Ich weiß es nicht, vielleicht hat meiner dann kräftiger wie gewollt zugepackt.

Ich war noch nie in einer solchen Situation und fühle mich etwas überfordert. Mein Hund ist keine Bestie. Er hat den Hund ja nicht angefallen, es ist meinem Erachten nach einfach unglücklich verlaufen. Würde sich die Versicherung überhaupt darüber Gedanken machen, oder mich und mein Hund als Verursacher abstempeln?
Leider hatte ich bei der Versicherung niemanden Kompetenten erreichen können, um einfach allgemein zu fragen, da die Meldung selbst meine Eltern machen müssen (sind gerade verreist, kommen erst am Wochenende wieder).

Wie seht ihr das? Und entschuldigt diesen langen Test, ich hoffe er war nicht zu wirsch geschrieben.
Würde mich freuen über euren Rat und Tipps.

LG
Shibaherz
Beiträge: 20684
Beide Hunde waren angeleint, und beide Hunde wurden trotzdem nicht ausreichend beaufsichtigt. Darauf kommt es aber nicht an, weil es sich im Fall „Hund beißt Hund“ um die sog. Gefährdungshaftung handelt, die VERSCHULDENSUNABHÄNGIG greift. Die Tierhalterhaftpflichtversicherung für Deinen Hund wird daher mutmaßlich nur zu einer Kostenübernahme von 50 % der tierärztlichen Behandlungskosten des kleinen Hundes bereit sein.
Die restlichen 50 % müssten dann die Halter des kleinen Hundes selbst tragen.
Vor Gericht würde mutmaßlich auch das Größenverhältnis der Hunde zueinander bewertet werden, zu Deinen Ungunsten als Hundehüterin bzw. zu Ungunsten Deiner Eltern als Halter.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
+ 1
na ja, ich würde mal mit dem "Yorkihalter" sprechen und fragen was er/sie gesehen hat und bereit wäre, bei Bedarf auszusagen und dann entscheiden was genau du weiter machst. Natürlich wäre es am Einfachsten einfach deinen Anteil der TA Rechnung zu zahlen (kann ja nicht so viel sein ?!), vielleicht übernimmt auch eure Vers. alles oder einen Teil und die Sache wäre gegessen. Denn eine großartige "juristische Aufarbeitung" einer so kleinen Sache fände ich völlig überzogen.
Sollten die Eltern der Mädels des anderen kleinen Hundes nämlich die Aktion dem Ordnungsamt melden und der Yorkihalter würde nicht in deinem Sinn aussagen, kann es zu einer Einstufung deines Schäfis als Gefahrhund kommen und das wird dann teuer und mega nervig. Also Wesenstest, Maulkorb, Leinenpflicht, erhöhte Hundesteuern, u.s.w. .
Ich will nur sagen, geh den Weg des geringsten Aufwandes wenn Du Frieden haben willst. Klar ist das alles etwas ärgerlich, aber es ist nicht immer sinnvoll zu versuchen sein vermutetes Recht durchzuboxen.
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 23.06.2017 09:25 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20684
Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass das eine Sache ist, die vor Gericht gehört; wollte nur darauf hinweisen, dass Gerichte das Größenverhältnis bei der Eiinschätzung des "Gefährdungspotentials" berücksichtigen.
Im Gegenteil denke ich, dass die Übergabe der Rechnung ohne Kommentar darauf schließen lässt, dass sie darauf verzichten, die Sache dem Ordnungsamt zu melden, und ich würde diese Rechnung schnellstmöglich bei der Versicherung des Schäferhundes einreichen.
Und ich würde jedem Streit mit den Haltern des kleinen Hundes aus dem Wege gehn und ansonsten einfach die weitere Entwicklung abwarten.

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tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
+ 1
wie so oft geht es auch nicht um Dich, sondern um @Hulli und seinen/ihre Schäfi !
Wenn sie/er nun eine Zahlung ablehnen würde, könnte es ja durchaus sein, das dann doch noch das Ord.amt o.ä. eingeschaltet wird und das wäre meiner Meinung nach in jedem Fall dann Schei..., wie ich ja schon versuchte zu erläutern.
Allerdings ist das eigentlich auch wurscht! @Hulli hat um die persönlichen Einschätzungen der dogSpotis gebeten und immerhin schon mal 2 bekommen
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 23.06.2017 11:13 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20684
Eine Ablehnung der (wie ausgeführt bloß anteiligen) Erstattung der Tierarztkosten für die Behandlung des kleinen Hundes könnte nicht nur eine Anzeige beim Ordnungsamt, sondern evtl. auch eine Strafanzeige provozieren. Der Schäferhund hat doch dem kleinen Hund die Verletzung eindeutig zugefügt.

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Zuletzt geändert am 23.06.2017 12:17 Uhr
Gast
  • Forenwelpe
+ 2
Hallo Hulli
ich rate dringend davon ab, diese Tierarzt-Rechnung sofort und stillschweigend zu zahlen!
Rechtlich wird dieses nämlich als Schuldeingeständnis gewertet!

Lasst euch von eurem Versicherungs-Vertreter beraten und zieht gegebenenfalls einen Anwalt und/oder einen in diesen Rechtssachen erfahrenen Tierarzt*** zu Rate.
Nur allzu schnell wird ein Hund als gefährlich eingestuft und das ist nicht nur ärgerlich sondern verursacht auch immense Kosten.....
Eine Meldung beim Ordnungsamt kann auch verspätet noch kommen, nämlich dann, wenn irgendjemand von der Gegenseite sich über euch ärgert oder von Dritten den Floh ins Ohr gesetzt bekommt "Schäferhunde seine eh immer gefährlich" ....
Darum (heutzutage) immer den offensiven Weg gehen und nichts auf sich und seinen Hund kommen lassen! zumal du ja nicht einmal sicher bist, ob es wirklich ein Biss war und nicht ein Ratscher von dem Flexigedöns.

***in welchem Bundesland lebst du?
für S-H wüsste ich 2 sehr kompetente Tierärzte: Piturru + Venthien
http://www.tieraerztekammer-schleswig-holstein.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=fileadmin/pdf/Facherkennung_FTA__-_ZB_01.pdf&t=1498304953&hash=ba03211856e48fd586116ad3f79443fe77a1c0bf
ausserdem Michael Grewe in Bad Bramstedt google: canis-kynos.de , die du anrufen könntest.
Viel Glück und Erfolg!

edit. Kinder mit Hunden alleine spazieren gehen zu lassen, kann als Verletzung der Aufsichtspflicht gewertet werden....
Zuletzt geändert am 23.06.2017 12:51 Uhr
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2061
+ 3
Original von Hulli:

Hallo,

ich habe gestern Abend einen Zwischenfall mit meinem Hund gehabt. Mein Hund hat einen anderen Hund verletzt.
Meine Frage bzw. Interesse an euren Erfahrungen zu diesem Thema würden mich interessieren. Wie sieht die Rechtslage aus?


Erstmal hat ein HH für jeden Schaden, den sein Hund verursacht, oder der durch seinen Hund verursacht wird aufzukommen. Deshalb sollte ja auch jeder Hund versichert sein, sonst kann es für den HH sehr teuer werden.
So weit, so gut.


Stimmt es, dass egal ob nun mein Hund angefangen hat oder der Andere, schuldig ist der Hund der nun Mal die Verletzung verursacht hat? Für die Versicherung ist dies auch mehr oder weniger egal, wichtig ist nur wer die "gefährliche" Rasse besitzt?
>

Deshalb ist doch aber eine Rasse nicht gefährlich, höchstens der Hund.


Aber vielleicht versteht Ihr mein Anliegen besser wenn ich die eigentliche Situation schildere.

Ich war bei meinem Abendspaziergang am Grundstück meines Nachbarn vorbeigekommen. Dort lebt ein kleiner Yorkshire Terrier. Mein Hund, ein deutscher Schäferhund, und er können gar nicht genug voneinander haben. Ich stand also eine Weile dort, unterhalte mich mit dem Nachbarn und die zwei Hunde haben sich beschäftigt. Dabei ist zu sagen, mein Hund ist angeleint und der Yorkshire nicht.

Was doch aber mit diesem Fall nichts zu tun hat. Es geht ja um den anderen Hund.


Nach einer Weile wollte ich gehen und drehte mich um. Ohne das ich es bemerkt habe, waren zwei junge Nachbarmädchen mit ihrem auch kleinen (kenne die Rasse nicht) Hund keine zwei Meter plötzlich vor mir. Und noch eher ich auch nur was sagen konnte war der Kleine Hund auf den Weg zu meinem. Dazu muss gesagt werden, meiner war noch in Gedanken beim Yorkshire (wie dieser auch) und hat sich überhaupt nicht für den neuen Zugang interessiert.


Bis hier her hat doch der HH und der DSH keinen Fehler gemacht.Und da stellt sich mir die Frage nach dem Alter der Kinder. Ich denke mal, dass das wichtig wäre.


Es passierte dann alles ziemlich schnell, mein Hund dreht sich zu Yorkshire, der gerade um meinen Hund rumgelaufen war. Dabei haben sich meine Leine und die Leine des Hundes, der zwei Mädchen, angefangen zu verdrehen.
Wir waren gerade dabei das zu beheben, aber da hat der Kleine schon angefangen zu Quietschen (vor Panik nehme ich an, weil er an so einem riesigen Etwas stand und dann noch ein Leinenzug). Meiner schaute an sich runter und war bis dahin ruhig, hat aber dann von dem sich plötzlich (weiß nicht wie ich es nennen soll) "durchdrehenden" Hund eine gewischt bekommen.


Also hat doch eigentlich der andere Hund angefangen.
Wenn sich Leinen ineinander verwirren, wird eigentlich immer eine brenzliche Situation daraus. Die Hunde fühlen sich bedrängt. Da ist immer mit einer folgenden Beißerei zu rechnen. Da hilft eigentlich nur die Leinen ab zu machen und dann auseinander zu fitzen. Alles andere ist für Hund und Halter gefährlich. Gerade bei den Rollleinen ist ein gefahrloses auseinanderfitzen der angeleinten Hunde fast unmöglich.


Da hat mein Hund reagiert. Er hat nicht gebissen, sondern gepackt. Aber im Eifer des Gefechts muss der Kleine in dem Moment einfach in die falsche Richtung sich gedreht haben. Er quietschte einmal lauter auf. Irgendwie konnten wir dieses Chaos beenden.

Als beide getrennt waren, war es dann auch ruhig, beide (bzw alle drei). Jedoch hat der Kleine Hund eine böse Augenverletzung abbekommen. Da die zwei Mädchen dann den Hund einfach gepackt hatten und weggelaufen sind konnte ich mit die Wunde nicht wirklich anschauen.
Von der Augenverletzung selbst, habe ich nachdem die Hunde getrennt worden sind nicht gesehen. Aber diese Hunderasse hat von Natur aus solche Glubschaugen. (ich hoffe ihr wisst was ich meine)

Heute habe ich dann eine Tierarzt Rechnung von den Mädchen in die Hand gedrückt bekommen. Ein Gespräch gab es nicht wirklich, ich hatte mich nur schnell um den Zustand des Hundes erkundigt. Er soll wieder ganz normal sich verhalten, muss nur im Moment eine Halskrause tragen.


Hier würde ich mich erst mal beim TA erkundigen, was denn nun wirklich mit dem Hund ist und es mir schriftlich geben lassen.Es könnte doch noch wichtig werden. Genau so, wie die Art der notwendigen Behandlung.


Vielleicht war auch der Verursacher der Verletzung das eine Mädchen, die bei dem Versuch die beiden zu trennen, tatsächlich auf die Idee kam mit der Halterung der Flex Leine auf den Kopf meines Hundes zuhauen. Ich weiß es nicht, vielleicht hat meiner dann kräftiger wie gewollt zugepackt.


Was da doch eigentlich die Schuld (und Fehlverhalten) der Kinder war.
Ich würde sagen, so einfach ist die Schuldzuweisung nicht. Ist mein Kind noch zu jung, um richtige Entscheidungen zu treffen, kann ich es nicht mit meinem Hund alleine Gassi gehen lassen. Hier würde dann auch eine Mitschuld oder mangelnde Aufsichtspflicht der Eltern bestehen. Eltern haften für ihre Kinder. Ein Fehlverhalten der Kinder war doch schon, sich von hinten an den DSH zu nähern, ohne den Besitzer vorher anzusprechen und dann auch noch auf den DSH einzuschlagen. Ich würde auch sagen, die Kinder hatten viele "Schutzengel", dass da nicht mehr passiert ist. Es hätte mich in dem Fall nicht gewundert, wenn der DSH die Kinder gebissen (Selbstschutz des Hundes) hätte und dass wäre sehr böse ausgegangen.

Hier auch mal ein paar Urteile www.tierrecht-anwalt.de
Liebe Grüße von Melwin.
Zuletzt geändert am 23.06.2017 14:02 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 918
+ 1

@Hulli

Hast Du eine Rechtschutzversicherung?

Dort kann man oft unentgeldlich nachfragen und bekommt eine Auskunft von einem Rechtsanwalt wer was und wieviel gezahlt werden muss, aber auch wer welche Schuld trägt.
Gleichzeitig kannst Du dann einen evtl. Rechtstreit der Versicherung prophylaktisch schon melden und hast hinterher keine Schwierigkeiten Du hättest es eben zu spät gemeldet.

Auf jeden Fall sofort der Hundehaftpflichtversicherung den Schaden also den Biss melden und dazusagen, dass Du Dich bei der Rechtschutzversicherung schlau machen willst.

Dann, wie NeeleCh schon schrieb, den TA kontaktieren welche Behandlung genau gemacht wurde und was die Diagnose ist!
Kam die Verletzung wirklich vom Biss eines großes Hundes....oder ist danach noch etwas anderes passiert und Du sollst herhalten für die TA-Kosten?

Danach würde ich, wie Tomstep schrieb, mit dem Yorkihalter reden, ob und was ( Schlag mit Flexi-Leine auf den Kopf Deines Hundes etc.)er gesehen hat von dem Vorfall und gleich fragen, ob er als Dein Zeuge fungieren würde.

Falls die Rechnung aber wirklich ganz gering ist, würde ich das Gespräch mit den Eltern suchen und sie wahrscheinlich bezahlen. Aber trotzdem erst mit dem TA sprechen wegen evtl. Folgebehandlungen falls sich etwas entzündet, das Auge ganz rausoperiert werden muss oder...oder.....

Falls evtl. Folgekosten hinterherkommen könnten oder der TA-Rechnungsbetrag jetzt doch schon höher ist, trotzdem das Gespräch mit den Eltern suchen und fragen, wie Melwin schrieb, wie alt das Kind ist. Ist es überhaupt das eigene, zum Kind gehörige Kind oder ist es gar ein Nachbarskind etc.

Drücken Euch die Daumen, dass Alles doch noch glimpflich abläuft......es gibt auch Gegenden, wo nicht gleich mit dem Ordnungsamt dahergekommen wird etc. bei so einer Sache.

LG Feuerwolf mit Renntier Fina
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 379
+ 1
Also ich würde die Rechnung deiner Hundehaftpflichtversicherung geben, die setzten sich mit dem anderen HH auseinander.

Mein Nachbarhund hatte meine Katze schwer gebissen, 4 Stunden OP mit 3 Tierärzten, 800 €, die Rechnung habe ich dem HH gegeben, und die Versicherung hat es anstandslos bezahlt. Es war auch egal, das meine Katze auf dem Grundstück des Hundes war, die Tatsache er hat meine Katze gebissen, war entscheidend.
Wenn die Versicherung Auskünfte haben will, kann sie ja fragen, aber Erfahrungsgemäß zahlen sie einfach. Du gehst damit auch kein Risiko ein, wegen Bissigkeit Deines Hundes.

@Shibaherz hat Recht mit:
Darauf kommt es aber nicht an, weil es sich im Fall „Hund beißt Hund“ um die sog. Gefährdungshaftung handelt, die VERSCHULDENSUNABHÄNGIG greift. Die Tierhalterhaftpflichtversicherung für Deinen Hund wird daher mutmaßlich nur zu einer Kostenübernahme von 50 % der tierärztlichen Behandlungskosten des kleinen Hundes bereit sein.

Ich denke alles andere kannst Du Dir ersparen, Ansprechpartner ist auf jeden Fall die Versicherung. Ich habe auch geglaubt, als mein Hund von einem anderen angegriffen wurde, meiner an der Leine, der andere frei, das zöge irgendwelche Folgen mit dem Ordnungsamt nach, aber nichts war.
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