Hund frisst nicht aus dem Napf/ Wieviel Beschäftigiung braucht ein hund?

Stillmoon
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hallo ihr lieben,

benji ist nun über 6 monate ( und ja er ist jetzt stubenrein ) und erfreut sich bester gesundheit.
er war nie der typische hund was das fressen betrifft. er hat immer eher weniger gegessen und langsam und war jetzt nie so scharf drauf.
da ich angst hatte, dass er mir vom "fleisch" fällt , da er anfangs auch immer mit magen etc probleme hatte, hat es sich mehr oder weniger eingeschlichen, dass wir ihn "anders" füttern. dh er isst nur , wenn sein fressen in (trockennahrung) in einem socken versteckt ist, wenn das essen aus dem rollenden ball kommt, aus der hand,..etc.
ABER er frisst so gut wie nicht aus der schüßel. haben versch. sorten durchrpobiert,..immer das gleiche. das problem ist der napf! so jetzt meine frage: wie soll ich mich weiter verhalten? ist es okay, wenn ich sein essen immer in diesen socken gebe und er dann so isst? oder soll ich einfach mal abwarten und sein essen nur in einem napf geben und sonst nix,..?
habe nur angst, dass er dann 2,3 tage gar nix isst ( kann ich mir gut vorstellen..)habt ihr welche tipps?

meine zweite frage:
ich hatte gestern eine diskussion mit meinem freund zum thema "wieviel beschäftigung braucht ein hund" (muss da leider wieder etwas ausschweifen

benji ist so gut wie nie alleine, wenn dann nie länger als 4 stunden und dass vielleicht 4,5 mal im monat. wenn überhaupt. wenn mein freund und ich arbeiten sind, ist er bei der schwiegermutter.
wenn ich mal den halben nachmittag auf der couch liege , plagt mich gleich mein schlechtes gewissen, dass ich benji unterfordere oder sonstiges. meistens (zumindest jetzt im hochsommer) ist es so, dass ich gleich morgens mit ihm eine runde gehe (mal größer,mal nicht so groß,wald,straße,spielplatz,wiese,... gestalte das immer sehr verschieden). das kann von halber stunde bis hin zu 1,5 stunden sein (wobei wir natürlich nicht die 1,5 stunden durchgehen,sondern liegen,sitzen,spielen..) , dann schläft er mal, dann spielt er mit sich selbst..dann spiele ich mit ihm, dann ist er mal alleine im garten und schnüffelt,liegt sonne, danns spiele ich wieder mit ihm,...dann am späten abend gehen wir noch eine runde.
so sieht ein "durchschnittlicher tag aus" ...wie ist das bei euch? wieviel zeit braucht ein hund generell? mir ist schon klar , dass es umso mehr umso besser ist?!aber irgendwie hab ich ein schlechtes gewissen...weiss auch nciht.
wie ist das bei euch so?

so, nun hat mein aufsatz ein ende

Glg und schönen wochenstart,
stillmoon und benji
holly87
  • Begleithund
Beiträge: 1529
+ 1
Zur Fütterung:
Meiner Meinung nach macht es nichts, wenn Benji das Futter sich erarbeitet oder per Handfütterung ernährt wird. Wobei mir sich hier die Frage stellt, was Du unter Handfütterung verstehst? Hälst Du das Futter einfach in der Hand und er frisst direkt daraus oder bekommt er Stückchenweise die Futterbrocken als Belohnung für bswp. einen Trick oder dergleichen?

Frisst er denn aus einem anderen Napf oder meidet er das generell? Mein Hund früher wollte nie aus diesen Edelstahlnäpfen fressen, davor hatte er total Panik. Ein Plastiknapf war dann die Lösung für ihn Du könntest also mal testen, ob er aus einem anderen Napf fressen mag. Und wenn er die Näpfe generell meidet könntest Du immer Futterstückchen einzeln reinwerfen und den Hund dann das Stückchen als Belohnung holen lassen. Also bspw. Hund ins Sitz setzen, Futterstückchen deutlich in den Napf werfen, Blickkontakt fordern, Komando auflösen und die Belohnung ist für Benji dann das Futterstück im Napf. So kannst Du ihn vllt langsam an Futter aus dem Napf gewöhnen und Du machst gleichzeitig noch Distanztraining mit ihm.


Zur Auslastung:
Benji ist ja erst sechs Monate alt. Von daher würde ich ihn gar nicht sooo arg viel fordern, sonst gewöhnt er sich daran und erwartet immer mehr. Gerade jetzt ist er ja noch im Wachstum und dergleichen und die Triebe zur Auslastung kommen mit der Zeit ganz von alleine.

Wenn Du ein schlechtes Gewissen hast, dann kannst Du etwas mehr Kopfarbeit mit ihm machen. Das lastet in weniger Zeit wesentlich mehr aus. Meiner Meinung nach läufst Du genug mit Benji durch die Morgen- und Abendrunden. Gerade jetzt in der Sommerzeit.

Verhält sich Benji denn irgendwie auffällig, dass Du denkst, er wäre unterfordert? Oder ist das einfach nur ein Befinden Deinerseits, weil Du mal etwas fauler bist?

Meine Hunde sind nur in Ausnahmesituationen alleine, sonst begleiten sich mich überall hin. Ich habe "anspruchsvollere" Rassen und laste sie jetzt in dieser warmen Zeit auch nur früh morgens und spät Abends aus. Der Rest des Tages ist bei uns wirklich Schlafenszeit und ausruhen. Es ist einfach zu heiß. Im Winter haben wir ein ganz anderes Auslastungsprogramm, dass die Hunde dann auch absolut einfordern. Jetzt reicht es ihnen wenn sie morgens gut rauskommen, tagsüber etwas Kopfauslastung und am Abend eben dann richtig volle körperliche Auslastung mit Kopfarbeit. Hunde können sich da doch sehr gut anpassen.

Also wenn Benji sonst nichts anstellt und er ja auch nicht alleine ist und somit immer jemanden hätte, der sich ihm annimmt, dann würde ich mir keine Sorgen bezüglich seiner Auslastung machen.


(Das ganze beruht auf meiner persönlichen Meinung und der Erfahrungen mit meiner Hunde - sage ich nur mal kurz zur Sicherheit, bevor hier gleich wieder jedes Wort einzeln zerpflückt wird).
silvie86
  • Moderator
Beiträge: 1135

...

guten morgen,
erstmal-was ist schlimm daran, wenn dein hund nicht aus der schüssel frisst?
ich finde es eh viel besser, wenn der hund für sein futter auch was tun muss und dein hund scheint das auch so zu sehen er findet es halt besser in der interaktion mit dir sein futter zu bekommen-das ist doch eigentlich sehr schön?!
wenn du ihn aber nun doch unbedingt an die schüssel gewöhnen möchtest, dann sollte er auch nur daraus bekommen.
und keine sorge, wenn er hunger hat, dann wird er auch fressen. deinen hund schadet es auch nicht, wenn er mal paar tage nichts frisst-wirklich! ich habe auch ne freundin mit nem kleinen hund, die immer denkt, ihr hund stirbt, wenn er mal paar tage nichts isst, aber das ist nicht so! hunde komme auch mal gut und gerne 9 tage ohne futter aus(auch wenn ich das nie tun könnte, weil mein hund schon nach einem tag ohne futter fast dem hungertod nahe ist )
aber wie schon gesagt, ich finde es nicht schlimm, wenn dein hund nicht aus dem napf isst...denn so kannst du das futter auch immer nutzen, um mit ihm zu üben und er lernt, dass du die wichtigste person in seinem leben bist...(auch, weil von dir das futter kommt).

zur zweiten frage, die auch immer wieder heiß diskutiert wird... wieviel auslauf/beschäftigung ein hund braucht, hängt eben sehr stark von dem hund ab(rasse, alter, gesundheit, temperament, jahreszeit...) das kann man nicht generell sagen.
mein hund zb braucht nun nicht soooooo viel auslauf, dafür aber viel beschäftigung...
ich finde auch, dass ein spaziergang von 1,5h für einen hund unter einem jahr zu viel ist-lieber viele kleine am tag.
mein hund kommt ca. 2h am tag raus(also jetzt reines laufen, wobei wir jetzt auch mit leichtem, kurzen joggen begonnen haben) und dann eben die zeit der beschäftigung-training auf dem hundeplatz, training daheim-beschäftigung durch spiel oder toben, auch mit anderen hunden. dummytraining, tricks lernen und mit ZOS fangen wir gerade langsam an- das ist aber nicht jeden tag gleich. das ist mal mehr mal weniger. das hängt auch stark von der jahreszeit ab. im sommer machen wir deutlich weniger, bzw es verschiebt sich alles auf früh am morgen und in die abendstunden. in den kühleren jahreszeiten sind wir fast den ganzen tag drausen, wenn es meine zeit zulässt...
mein hund hat zudem auch gelernt, dass er ruhezeiten hat, also zeiten in den gar nichts passiert. am vormittag zb, da bin ich im normalfall in der uni oder arbeiten und auch wenn ich daheim bin, liegt mein hund nur da und schläft. er hat gelernt, dass er nicht immer bespaßt wird-in der zeit wo es passiert, dafür umso intensiver.
Die Liebe zum Hund ist des Menschens Sehnsucht nach dem Paradies.
Zuletzt geändert am 05.07.2010 08:03 Uhr
Stillmoon
  • Forenwelpe
Beiträge: 40
danke für eure antworten.

also es ist nicht so, dass ich mit benji 1,5 stunden durch die gegend laufe. wir sitzen mal in einer wiese, sind im see, dösen, laufen, entdecken etwas... ich will ihn da ja nicht überfordern mit der laufere. wir gestalten diese zeit einfach sehr abwechslungsreich. es kommt aber auch oft vor, dass es nur ein kleiner spaziergang von 20 min. ist.

benji benimmt sich jetzt nicht auffällig..also nicht aggressiv, er zerstört nichts, ...etc. deshalb meint mein freund,dass ich mirkeine sorgen machen brauche, denn eine unterforderung würde man doch gleich erkennen.
ich denke auch,dass benji bei uns ein wundervolles leben hat...er kann jederzeit raus in den garten, es ist so gut wie immer jemand in seiner nähe..auch wenn er dann nicht direkt von mir oder sonst jemanden beschäftigt wird.
mir fällt auch auf,dass er jetzt, in der heißen zeit,sowieso einfach mehr liegt und schläft...also das schlechte gewissen mache ich mir glaub ich eh selbst...
also denkt ihr, dass es so eh "halbwegs" passt?!

nein, er frisst auch nciht aus anderen näpfen. eigentlich habe ich eh kein problem damit, wenn er aus dem socken frisst oder aus meiner hand.
aber es heisst ja immer ,dass es feste futterzeiten geben soll? und die "leiden" darunter schon etwas.
soll ich ihm den socken immer nur zu einer gewissen zeit geben und wenn er nicht frisst - dann pech?!
(hört man ja immer so...) ...aber im moment hat er immer zugang zu futter..jederzeit...obwohl er eh so wenig isst.

danke und lg stillmoon
silvie86
  • Moderator
Beiträge: 1135
warum sollte er denn immer zu einer bestimmten zeit fressen? tun das wölfe oder wildhunde auch? das wär mir neu...
mein hund bekommt ganz unterschiedlich sein futter, das meiste davon, wenn wir was zusammen machen und das ist sehr unterschiedlich...
ich hatte es aber bei meinem alten hund auch gemacht und dann hat sich eben da problem ergeben, dass er sein futter jeden tag um die gleiche zeit gefortet hat-nähmlich dann, wenn die kirchturmglocken läuteten. das muss nicht immer von vorteil sein. denn DU wirst für den hund berechenbar und er kann damit eine kontrollposition einnehmen-du funktionierst dann für deinen hund. (das alles kann, muss aber nicht)
ich finde, man sollte mehr instinktiv handeln-mache es doch so, wie es dir am beseten passt-dein hund wird sich dem fügen und keinen schaden nehmen, wenn er nicht immer punkt zwölf sein futter bekommt.

gut, einen unausgelasteten hund bemerkt man nicht immer sofort-doch du solltest dir erstmal keine gedanken machen, ich denke ei auch passt das alles und dein hund hat alles, was er braucht...
Die Liebe zum Hund ist des Menschens Sehnsucht nach dem Paradies.
holly87
  • Begleithund
Beiträge: 1529
Wegen der Beschäftigung/Auslastung musst Du Dir wirklich keine Sorgen machen, wenn es so ist, wie Du es schilderst

Zur Fütterung: Das ist Ansichtssache und die Meinungen gehen weit auseinander. Meiner (!) Meinung nach belasse es einfach so wie es ist. Kein Hund braucht feste Fütterungszeiten in meinen Augen. Der Hase läuft dem Wolf auch nicht jeden Tag um punkt zwei Uhr vor der Nase vorbei Meine bekommen ihr Futter auch unterschiedlich und es gibt gar keine Probleme. Ich würde nur zu festen Futterzeiten raten, wenn es aus gesundheitlichen Gründen nötig wäre. Handhabe es weiterhin so, wie ihr es bisher macht. Benji kommt ja anscheinend gut damit klar und das ist das Wichtigste.

Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben und auch die Fütterungsmethode ist völlig in Ordnung!
visitor
  • Alpha Hund
Beiträge: 7442
Hi,

ich bin schon der Ansicht das ein Hund auch das Futter aus dem Napf aufnehmen sollte.
Niemand kann vorhersehen ob der Hund nicht doch mal zeitweise nicht bei seinen Besitzern ist- zB Hundepension, andere Verwandte oder ähnliche Begebenheiten- und die dann eben nicht so wie du füttern wollen.
Hunde in dem Alter sind öfter mal mäkelig. Und sicher, natürlich ist es auch viel schöner für den Hund wenn sich ein Besitzer so eine Mühe mit dem Futter- Ritual macht!
Warum sollte er dann aus einem Napf fressen?
Ich würde es entweder immer wieder anbieten oder das Futter wechseln. Futter ist ja nicht nur Spiel, sondern Lebensnotwendig. Nimmt ein Hund freiwillig das Futter nicht auf und muss dann mit Animationsprogramm zum Fressen überredet werden schmeckt es dem Hund vielleicht einfach nicht oder ist nicht das richtige für ihn.

Wir haben auch mehrfach das Futter gewechselt und bemerkt das sie zB zuerst nur Trockenfutter fressen wollten das ohne Zusätze hergestellt wurde. Inzwischen geben wir aber schon lange rohes Fleisch und Gemüse. Zwischendurch wird aber immer wieder aus den oben genannten Gründen auf TroFu zurück gegriffen.

Die Futterzeiten sind reine Gewohnheitssache. Da muss man einfach schauen was in den eigenen Ablauf passt. Nur wenn es zu unregelmäßig ist wird der Hund auch unterschiedlich Hunger haben, daher ist eine gewisse Stundenanzahl zwischen den Mahlzeiten schon sinnvoll.

Lieben Gruß Tina
Ein Australian Terrier ist gut - zwei sind besser!


Der Mensch versteht aus gutem Grund am besten sich mit seinem Hund, vor allem seiner Meinung wegen: Der Hund sagt nämlich nichts dagegen ...
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