hund beißt plötzlich andere hunde

cakina
  • Forenwelpe
Beiträge: 25
hi
also meine teka (15 monate) ist plötzlich total agressive gegen andere hunde.
am anfang dachte ich ja es wäre die scheinschwangerschaft (da hat es angefange) das war aber vor ca 3 monaten , sie ist also schon längst nicht mehr scheinschanger aber trortdem greift sie jeden hund an der genauso groß oder kleiner ist als sie (größere nicht). ich wei0 wirklich nicht warum früher wollte sie immer nur spielen da hat sie wirklich NIE einen hund attackiert aber jetzt !! gestern z.B kam ein kleiner hund freudich auf sie zu gelaufen, da ich diesmal dachte das teka sieht wie er mit ihr spielen will und auch der kamm nicht angehoben war ließ ich die schleppleine locker, sie schnüffelt an ihn und und schnappt sofort nach ihn und bellt und knurrt dabei. das paasiert jedesmal. ich trau mich jetzt gar nicht mehr sie zu anderen hunden zu lassen, ich nehm sie dann immer kurz.
ich versteh nicht warum das passiert ist da sie eigentlich nie ein schlimmes ereignis mit einem anderen hund hatte.
danke für die antwort
LG
Löwchen
  • Halbstarker
Beiträge: 237
Gib doch einfach mal in der Suchfunktion soetwas wie " Hund aggressiv gegenüber anderen Hunden" ein, dann wirst du viele Themen finden, in denen bestimmt einige interessante Sachen stehen.
Liebe Grüße,
Christine mit Hündchen Jenna
TickyTacky
  • Moderator
Beiträge: 3617
Hallo
es muss nichts schlimmes passiert sein, Dein Hund war läufig, scheinschwanger und steuert altersgemäß aufs erwachsenen Leben zu. Dies bringt Veränderungen mit sich.
Auch kann die Verhaltensweise (aggressiv während der Scheinschwangerschaft) einfach schon ins normale Verhalten übergegangen sein. Wie hast du darauf reagiert?

Wie reagiert sie denn im Freilauf auf andere Hund?
Wie reagiert sie auf Hunde die sie vor der Läufigkeit kannte? Will sie noch irgendeinen Kontakt?
Erstmal würde ich sie nur noch mit souveränen größeren Hunden zusammenlassen denn ihr Verhalten kann natürlich dazu führen, das sie mal auf einen Hund trifft der sagt" Hey, so mit mir nicht!" und dann wird es eventuell blutig.
Statts sie kurz zu nehmen würde ich versuchen einen Bogen zu laufen mit möglichst lockerer Leine.

Gruss
Sandra
Mother Nature always wants to be balanced - Cesar Millan
Prinzessin Maya
  • Forenwelpe
Beiträge: 99
Meiner Meinung nach auch das Alter. Sie versucht auszuprobieren wie weit sie gehen kann (Flegelphase). Wie Ticky schon schrieb Bogen laufen. Ich würde aber dann den Bogen (aber langsam, nicht direkt beim ersten Bogen) immer kleiner machen und sie versuchen abzulenken mit irgendwas Besonderen, z.B. ein Spiel mit Dir und dann mit der Zeit immer näher wieder heran an die anderen Hunde.

Ich muß es aber anders machen, viell. hilft Dir das auch. Ich selber kann mit meinen Zweien nicht aufs Feld oder Wiese ausweichen (und ich habe ausgewachsene Leinenpöbler). Ich gehe einfach mit zwei Tobenden vollkommen ignorierend an anderen Hunden vorbei, erst wenn sie sich wieder beruhigt haben kommt ein dickes Lob. Es ist schon etwas Besser geworden.

Aber die erste Möglichkeit würde ich, wenn ich selber könnte, auf jeden Fall vorziehen.
Liebe Pfotengrüße

Moni, Maya und Chico smiley
michak
  • Forenwelpe
Beiträge: 61
Andere Hunde zu meiden ist genau der falsche Weg, denn dies löst das Problem ja nicht, sondern verlagert es nur. Ich glaube, dass hier keine Aggressivität, sondern - wie bereits vorher erwähnt - ein Ausloten des "Wie weit kann ich gehen" im Vordergrund steht.

Das Szenario ohne Leine würde mich auch interessieren bes. im Zusammenhang mit erwachsenen, souveränen Hunden.
cakina
  • Forenwelpe
Beiträge: 25
Also bei Hunden die sie früher kannte ist sie noch sehr lieb und will spielen. Was sie wirklich hasst sind kleine kläffende Hunde (außer eben einen kleinen parsell Russel den sie schon kennt).
Aber bis jetzt hat sie alle unbekannten Hunde angegriffen die auf sie zu gegangen sind (sie war immer an der Leine) Also ich denke mit spielen werden wir sie nicht ablenken können, sie will nämlich zu JEDEM Hund und rastet dann immer aus (verzweifeltes Winseln und bellen, zerren an der Leine.) Vielleicht werde ich es mal mit Leckerlies probieren und mit dem Bogenlaufen. Bis jetzt hab ich sie immer kurz genommen und bin stehen geblieben und hab gewarte bis der Hund vorbei gelaufen ist.
Blöeibt dieses Verhalten jetzt für immer oder kann man es mit verschiedenen Methoden abtrainieren? Wir wollen sie bald auch kastrieren lassen, dass ändert den Charakter des Hundes doch auch oder?
Gast
  • Forenwelpe
Hallo,

ich denke es kommt noch von der Scheinschwangerschaft, die ganzen Hormone sind bei Ihr durcheinander, ich würde zu Deinem Tierarzt gehen und es mit ihm abklären,...
Viel Glück!
visitor
  • Alpha Hund
Beiträge: 7442
+ 1
Hi,

eine Kastration ersetzt keine Erziehung. Dazu kannst du aber mehr im medizinischen Bereich nachlesen.

Das Verhalten kann man abtrainieren.
Dazu gehört, sich ein Ziel zu setzten und den Hund genau zu kennen und zu beobachten.
Dein Hund sollte einen guten Grundgehorsam haben, und wenn er das nicht hat, dann wird es Zeit, daran zu arbeiten
Dein Hund wird immer angeleint geführt, um das entsprechende Verhalten einzuüben.

Für dich wichtige Kommandos sollten sein: Hier, bei Fuß, und ein Abbruchkommando wie "Nein", "lass das" oder ähnliches.

Es ist oft ein Teufelskreis; der Hundehalter ist verunsichert und schaut direkt in eine Konfliktsituation, und der Hund nimmt das auf und verhält sich entsprechend.

Deine erste Aufgabe wird sein, deinen Hund angeleint zu gar keinem Hund zu lassen. Jede Konfrontation wird das gezeigte Verhalten vertiefen, und genau das brauchst du nicht.

In einer möglichst ablenkungsfreien Umgebung wird nun das ruhige am Fuß laufen geübt und der Hund, wenn er es gut macht, bestätigt. Am Fuß laufen und vernünftig bei dir sitzen ist nun das Ziel.
Viele kleine aber gute Übungseinheiten stärken eure Kommunikation und das Timing, ebenso wie der Hund an ein gewünschtes Verhalten gewöhnt wird.

Über die Leine werden sehr viele Signale an den Hund übertragen. Dein Hund fühlt deine Anspannung sowie Unsicherheit, jedes Leinenaufnehmen und daher ist es wichtig, den Hund so zu trainieren, dass er mit durchhängender Leine laufen kann.

Begegnest du in dieser Zeit anderen Hunden, versuche mit Teka einen Abstand zu ihnen zu gewinnen, der so groß ist, dass sie sich nicht aufregt und immer noch gut auf deine Kommandos hört.

Wichtig: Kommandos werden eingefordert und wenn dein Hund erst beim zweiten Mal hört, bekommt er keine Belohnung. Schließlich soll sie sofort hören!

Zwischen den Übungseinheiten kannst du sie immer mal wieder an der langen Leine laufen lassen, etwas spielen und heranrufen. Die Leine sollte aber nicht zu lang sein, damit du schnell und effektiv arbeiten kannst.

Das ist eure zweite Aufgabe. Sie soll ja lernen, dass sie vernünftig auf dich achten soll und auch, dass sie sofort kommen soll, wenn du rufst.
Das Ganze würde ich konsequent, aber spielerisch durchführen. Auch hier ist es wichtig, in einer Ablenkungs- und Hundearmen Umgebung zu üben.
Sie bekommt nach einer gut ausgeführten Übung das "OK Kommando" und darf laufen. Immer wenn du siehst, dass sie kurz davor ist, die Leine zu strammen oder etwas interessantes zu sehen, rufst du sie mit deinem "Rückrufkommando" und wenn sie sofort kommt, dann wird was tolles gemacht. Spiel, Bewegung, Freude, kurz klopfen, was dir einfällt.
Kommt sie nicht, wird das Kommando nicht wiederholt. Du fasst die Leine stur vor deinen Bauch, drehst dich auf dem Absatz um und hältst sie stramm. Nicht ziehen, nur halten- du wirst merken, wenn sie auf ein mal nachläst und das ist dein Einsatz. Mit schnellen und bewusstem Schritt gehst du in die entgegen gesetzte Richtung. Dabei musst du auch in diese Richtung denken- du bist ein Anführer
Merkst du, dass sie auf gleicher Höhe mit dir ist, wird ruhig gelobt. Die Leine sollte für diese Übung nicht sehr lang sein, eine 3 m Leine reicht da völlig.

Ziel: der Hund muss auf dich achten, wenn er mit dir läuft. Sie soll dein Kommando schon beim ersten mal befolgen. Sie gewöhnt sich daran, in deinem Einflussbereich zu sein.

Begegnest du in der Zeit Hunden, wird der Hund gerufen, das Kommando durchgesetzt und dann mit dem Hund am Fuß ruhig aber zügig die "Stresszone" verlassen.

Grund: der Hund soll nicht in sein altes Verhalten zurückfallen. Er soll sich deiner konsequenten Führung anvertrauen.

Kannst du damit etwas anfangen?

Lieben Gruß Tina
Ein Australian Terrier ist gut - zwei sind besser!


Der Mensch versteht aus gutem Grund am besten sich mit seinem Hund, vor allem seiner Meinung wegen: Der Hund sagt nämlich nichts dagegen ...
michak
  • Forenwelpe
Beiträge: 61
Meinst Du vollkommenes Fernbleiben anderer Hunde wäre die ideale Lösung? Offensichtlich gibt es ja - wie sie schreibt - durchaus Hunde mit denen sie klar kommt. Ihr dies vorzuenthalten wäre aus meiner Sicht kontraproduktiv, da so die Sozialisation noch weiter vernachlässigt wird.

Auch das Winseln - bei Hundekontakt - an der Leine hört sich für mich nicht nach starker Aggressivität an, denn diese würden gar nicht mehr den Kontakt mit dem Führer ("Komm schon, mach mich los" suchen, sondern eher zähnefletschend gen "Gegner" zerren.

Hormondurcheinander hört sich plausibel an, aber da hab ich als Rüdenbesitzer leider keinen Plan von.
visitor
  • Alpha Hund
Beiträge: 7442
Ja,

ich bin der Ansicht, dass der Hund erst ein mal keine Hundebegegnungen haben sollte, bis der Hundeführer sicher auf ihn einwirken kann.

Kontraproduktiv wäre, immer das selbe Verhalten "abzurufen", damit zu vertiefen und Roulette mit den Hunden anderer Leute zu spielen und damit vielleicht noch einen Unfall zu produzieren.

Wie sich "Winseln" anhört, und welchen Hintergrund es bei diesem Hund hat, würde ich vielleicht sagen können, wenn ich das sehe- so aber kann es alles Mögliche ausdrücken.

Lieben Gruß Tina
Ein Australian Terrier ist gut - zwei sind besser!


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