Hündin ist immer gestresst und ängstlich!!!!

Sabrinastrohmaier
  • Forenwelpe
Beiträge: 20
Meine 2 jährige Hündin stresst sich total.

Es fängt an in der Wohnung sobald sie etwas im Stiegenhaus hört wird geknurrt und sofort die Haare aufgestellt.
Klingelt es ist die Hölle los, man kann sagen was man will sie hört einfach nicht mehr dann.

Beim Spaziergang auf bekanntem Gelände und es kommt jemand entgegen egal ob Hund oder Mensch wird sofort geknurrt und die Haare aufgestellt. Aber bevor sie das tut wirft sie mir einen Blick zu. Sag ich was dann macht sie nichts so ca. 5 min lang danach ignoriert sie mich.

Bei unbekanntem Gelände und es kommt jemand zieht sie den Schwanz ein und rennt mir zwischen die Beine das ich fast falle, am liebsten würde sie davon laufen.

Wen ich in ein Tierhandelgeschäft gehe und ich nehme sie mit und es sind nicht mehr als 2 Leute anwesend zittert sie und hat Angst.
immer bei neuen Umgebungen hat sie Panik und Angst.

Und was ganz besonders nervig ist, sie schüttelt sich immer und überall ab. Zb. wen man sie ruft, wen man spazieren geht. einfach immer. Und sie schleckt auch immer Luft mit ihrer Zunge.

Ich versuche es momentan mit Bachblüten.

Hat vl jemand eine Idee?
Laursen
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2588
+ 1
hej,

es ist wirklich Schade, dass Euch niemanden sehen kann.
So wie Du Deine Hündin beschreibst, stimmt Deine Beobachtung unbedingt, sie hat übermässigen Stress.
Das Problem ist, aus Deinen Beschreibungen heraus kann man nicht sehen, was da schief läuft.
Um Deiner Hündin den Stress zu nehmen, musst Du Dein Verhalten und vielleicht sogar die Haltungsbedingungen ändern.
Genau hier liegt aber das Problem, ich kann von Dir nicht erwarten, dass Du alles gut beschreiben kannst, was Du machst und wie das Umfeld aussieht, den schliesslich musst Du ja gleichzeitig auf Deinen Hund achten.
Deshalb wäre es wirklich gut, wenn Du jemand hinzuziehen würdest, der sich alles ansehen kann und der auch mit Dir direkt reden kann.
Meistens kann man solche Probleme mit einer besseren Auslastung des Hundes oder mit einer anderen Führung des Hundes lösen.

Liebe Grüsse aus dem Norden
gary7
  • Moderator
Beiträge: 1435
+ 1
Hallo Sabrina,

das hört sich überhaupt nicht gut an
Stress ist eine furchtbare Sache und als Halter fühlt man sich so machtlos, weil man erstmal kaum Handlungsspielraum hat.
Aber so ganz ist es dann doch nicht! Es gibt einige Dinge, die man tun kann. Als allererstes würde ich dir dringend raten, herauszufinden, ob der Stress eine medizinische Ursache hat. Dazu möchte ich dir gern noch mehr schreiben, wenn du mir ein paar weitere Infos gibst: Wie ist deine Hündin aufgewachsen? Wurde sie normal sozialisiert (also schon im Welpenalter mit den verschiedensten Reizen konfrontiert)?
Ist diese Angst in einem bestimmten Alter auf einmal einfach da gewesen, oder ist sie schon immer eher misstrauisch gewesen?
Wie fütterst du sie?
Wie hast du dich früher verhalten, wenn sie Angst gezeigt hat und wie verhälst du dich jetzt?

Lieben Gruß,
Nadine
Das ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet, ohne anderen zu nützen.
(Kurt Tucholsky)

PitaPata Dog tickers
Muddi 1
  • Forenwelpe
Beiträge: 32
Hi Sabrina, ja das kenne ich, da müsste man wissen woher deine Hündin kommt, die Vergangenheit wissen... Was hat sie erlebt, was ist ihr wiederfahren? Erst dann dann man damit arbeiten und konkrete Lösungen finden.
Erzähl und doch mehr was du von ihr weisst.
L.G.
Sabrinastrohmaier
  • Forenwelpe
Beiträge: 20
Also ich glaube das sie nicht sozialisiert war.

Wir wir auf den Bauernhof gekommen sind und uns soviele Hunde entgegen gekommen sind haben wir auch nur gedacht oh mein gott.

Dann sind wir ins Haus und da stand sie total ängstlich, aber was komisch war zu uns ist sie sofort gekommen bei anderen macht sie das nie.
Ich glaube sie hat nur den Bauernhof gekannt und sonst nichts war ja nicht mal stubenrein.

Je mehr sie uns kennengelernt hat desto mehr hat sich das Verhalten gezeigt.

Wen sie Angst gehabt hat habe ich sie ignoriert und das tu ich jetzt noch, weil ich will sie nicht bestärken indem was sie tut.

Nur wen sie knurrt und die Haare aufstellt dann werd ich sauer, den ich habe Angst das sie vl sogar mal zuschnappen würde.
Ich schimpfe sie dann was sie so halb halb ernst nimmt, bin da auch oft fraglos was ich machen soll damit sie Ruhe gibt.
Sie ignoriert mich dann auch wen sie sich dominater fühlt.

Ich habe noch nie einen Hund gehabt und gesehen der sich so oft abschüttelt wie sie.

Ruft man sie abschütteln, macht man die Haustür auf und man ist nicht schnell draussen abschütteln, ist man im Hof und sie schaut herum abschütteln usw.
Mir kommt auch vor sobald wir draussen sind sucht sie Gründe sich aufzuregen.
WEn wir beim Stiegenhaus hintergehen stellt sie schon leicht die Haare auf obwohl nirgends wo wer ist.
iLoVeMyDoGi
  • Forenwelpe
Beiträge: 111
+ 1
Hallo,

also für mich klingt das ein bisschen so, als hat sie die Erwartung (gerade an sich selbst) SIE muss alles machen. SIE muss sich verteidigen, SIE muss für ihr Verhalten allein Sorge tragen. Schimpfen würde ich auf keinen Fall mit ihr. Ich würde sie einfach und bestimmt weiter führen, einfach ignorieren und ihr zeigen da gehts lang. Vielleicht musste sie auch immer ganz selbstständig sein, aber ist garnicht der Typ dafür, weißte wie ich meine?!

Liebe Grüße
Kirstin und Rico
Liebe Grüße
Kirstin und Rico
Laursen
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2588
+ 1
hej,

das Schütteln und auch das Züngeln sind Anzeichen von Stress.
Unter Stress spannt man sich an und das Schütteln dient dazu, diese Spannungen zu lockern.

Das Züngeln hat Turid Rugaas in ihrem Buch "calming signals" als Beschwichtigungssignal bezeichnet.
Da bin ich nicht ganz einig, da Hunde es auch ohne Konflikte anwenden.
Es ist aber definitiv ein freundliches Signal , wie zum Beispiel bei uns das Lächeln.
Deshalb macht es auch Sinn, dass ein Hund intensiver züngelt, wenn er unter Druck steht aber nicht aggressiv reagieren will.

Wenn ein Tier beisst oder schnappt ist es für uns im ersten Augenblick nicht wichtig, weshalb es das tut, sondern dann müssen wir zuerst einmal unsere Haut retten.
Dies ist so tief in uns verwurzelt, dass wir aggressives Verhalten bei den Hunden manchmal als Grundlos ansehen.
In Wirklichkeit hat ein Hund aber immer einen Grund, weshalb er so reagiert und die verschiedenen Gründe lassen sich eigentlich immer mit Angst zusammenfassen.
Wenn ein Hund selbstsicher oder schon nur entspannt ist, hat er es nicht nötig aggressiv zu sein.
Das bedeutet nicht, dass wir es als richtig empfinden müssen, weshalb der Hund meint, er müsse aggressiv sein.
Zum Beispiel ist es sicher nicht die Aufgabe des Hundes uns als Ressource zu verteidigen, erst recht nicht gegenüber anderen Menschen.

Du hast Recht, wenn Du Angst davor hast, dass sie einmal beissen könnte, wenn sie knurrt und die Haare aufstellt.
Beides sind Drohungen und wenn man die Drohungen nicht beachtet, dann zwingt man einen Hund regelrecht dazu, zu beissen.
Das Schimpfen in dieser Situation ist eine typisch menschliche Fehlreaktion.
Du weist ja selbst, dass es nichts hilft und trotzdem machst Du es weiter.
Bei uns Menschen ist das halt eine normale Stressreaktion.
Anstatt mit Deinem Hund zu schimpfen, ist es um einiges Sinnvoller zu handeln.
Wenn sie an der Leine jemanden bedroht, zieh sie weg von der Person (oder Hund) , dreht Dich um und zwing sie, aus der Situation weg zu gehen.
Wenn Du schimpfst, schaukelst Du alles nur hoch.
Dein Hund steht unter Stress und Dein Schimpfen erhöht den Stress noch.
Aus Hundesicht ist es übrigens eine logische Lösung, einfach zu versuchen diese Menschen schneller zu vertreiben, damit Du gar nicht erst anfängst zu schimpfen.
Schliesslich kann aus Hundesicht doch der Hund nichts dafür, dass da eine Bedrohung ist.

Du schreibst, dass es Dir so vorkommt, als ob sie draussen Gründe sucht, um sich aufzuregen.
Das ist sehr wohl möglich, wäre dann aber ein Anzeichen dafür, dass sie nicht genügend ausgelastet ist.
Dann wäre ihr so langweilig, dass es besser ist, unnötig sich über etwas aufzuregen.
Wenn das so richtig ist, müsste man unbedingt Möglichkeiten für Euch finden, dass der Hund besser ausgelastet ist.
Das Problem hierbei ist nicht, dass es so wenige Möglichkeiten gibt, sondern dass es wirklich viel gibt und aus diesen Möglichkeiten müsste man die Richige(n) für Euch finden.

Wir sind ganz am Anfang, wenn es darum geht, das Problem zu lösen und jetzt hast Du schon zwei Mal die Möglichkeit, Dich angegriffen zu fühlen.
Ganz ehrlich, ich halten nichts davon, so lange weiter zu machen, bis Du sauer wirst und das ist bei diesem Problem wirklich leicht möglich, vor allem weil der schriftliche Verkehr so viel leichter ist misszuverstehen.

Liebe Grüsse aus dem Norden
Zuletzt geändert am 23.12.2011 10:44 Uhr
Sabrinastrohmaier
  • Forenwelpe
Beiträge: 20
Vielen Dank.

Habe mir schon oft gedacht mit ihr einen Hundesport zu machen das sie ausgelastet ist, doch das findet ja meistens bei mehreren Leuten und Hunden vor und das geht mit ihr nicht weil sie die Panik kriegt.

Wen ich lange Strecken spazieren gehen werfe ich oft ein Spielzeug das sie gerne holt und nachläuft aber irgendwann ist ihr das auch zu langweilig.

Will das sie weniger gestresst ist und weniger Angst hat dann könnte ich auch mal was machen wo sie nicht gleich an die Decke geht wen nur ein paar Leute und Hunde dabei sind.
Rosieichner
  • Forenwelpe
Beiträge: 42
hallo , kann es sein das du ihr zu wenig sicherheit vermittelst. das du selbst unsicher bist. das abschütteln ist stress abbau, das züngeln bedeutet unsicherheit, sie wartet darauf das du ihr zeigst was sie darf oder nicht darf. gerade bei unsicheren hunden ist überlegenheit unbedingt nötig. nicht schimpfen sondern mit dem körper zeigen ich regle alles. ruhig und gelassen. hunde sport jetzt mit ihr wäre verkehrt. du mußt auch zuhause der boss sein. ich würde dir mal das buch von jan fennell enpfehlen. damit du besser verstehst was in ihr vorgeht. wenn sie beim spielen die lust verliert dann ist das spiel zulang. wenn sie beim treffen mit anderen hunden an die decke geht , will sie dich verdeitigen das ist aber eine rolle die nur dir zusteht. hat man aber oft wenn die rangordnung nicht klar ist. du mußt deinen hund besser beobachten damit du rechtzeitig eingreifen kannst ,nicht erst wenn sie sich schon hochgejubelt hat. redest du vileicht zu hause viel mit ihr, darf sie ins bett oder aufs sofa, füttere sie mal eine zeit mit der hand. das futter muß auf jedenfall nach spätestens 10minuten weggetan werden. kontrolliere einmal dein eigenes verhalten, vieleicht kannst du da etwas verbessern. das sollen aber nur ein paar tips sein kann ja sein das du damit etwas anfangen kannst. manchmal ist es ja so wenn ein anderer einen auf etwas aufmerksam macht ,, fällt es einem selber wieder ein .geht mir auch so.
Gast
  • Begleithund
+ 1
Sabrina..

mach doch etwas mit ihr, das sie gut kann. Das eigentlich JEDER Hund gut kann:

Suchspiele/Trailen/Mantrailing.

JEDER Hund kann suchen und finden, man muss ihm nur sagen, was (und anfangs unterstützen). Mein Gedanke dahinter ist: Durch Erfolg das Selbst"bewusstsein" oder eher die SelbstSICHERheit stärken.
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