Hört nicht mehr auf Abruf

SaschaLissy
  • Forenwelpe
Beiträge: 107
Ich habe seid ein paar Tagen das Problem mit meiner Lissy,
das sie sogut wie überhaupt nicht mehr auf Abruf hört.
Das Problem ist wie folgt:
Egal ob ein Joger, Fahrrad fahrer o. spaziergänger an uns vorbeikommt,
sie läuft anfangs schön bei mir, und flitzt dann auf einmal hinterher,
sie bleibt dann meistens immer so 2m vor den Personen stehen, fängt an zu bellen,
oder rennt einfach quer durch die gegengend.
Sie macht dann kein Sitz, Platz und kommt auch nicht zu mir,
Clicker wie Hundepfeife oder super Leckerli helfen da leider auch nichts.
Das stört mich natürlich gewaltig, da sie ja nun auch nicht mehr die kleinste ist
und sich das bellen mitlerweile schon wesentlich bedrohlicher anhört wie bei einem
noch sehr jungem Hund, und dadurch manche Leute sofort Angst bekommen,
was ich ja auf keinen fall will, sie ist ja ansich super Lieb, auch zu Kindern und anderen Hunden.
Wenn niemand in der nähe ist hört sie ja auch super auf Platz, Sitz oder Komm,
aber sobald sich Joger, Fahrrad fahrer o. spaziergänger nähern gibt es keinen halt mehr,
sie bemerkt diese natürlich auch wesentlich früher wie ich, und ein schnelles anleinen ist dann
unmöglich für mich.
Auch wenn ich mich da ein bisschen zum Affen mache, durch rum gespringe oder einfach weg gehen, bringt das nicht wirklich was.
Das nächste Problem ist, das sie zu jedem Hund hinrennt und spielen will,
meistens legt sie sich allerdings erstmal hin und wartet ab, aber manchmal gibts auch dort keinen halt mehr, wobei ich sie meistens noch anleinen kann, dadurch das sie sich dann hinlegt,
aber gut find ich das trotzdem nich, da ja gerade Ältere Hunde nicht mehr wirklich die lust haben mit so nem kleinen Energie Bündel zu spielen.
Und wenn sie angeleint ist, und wir andere Hunde sehen, fängt sie super an zu ziehen ,
und wenn ich dann in die andere Richtung gehen will bleibt sie total stur und rührt sich nicht mehr, einzigste möglichkeit für mich,
wäre sie dann hinter mir her zu ziehen, aber das möcht ich natürlich nicht, wer zieht schon gern seinen Hund hinter sich her
Ich habe ja noch einen Hund, der schon 13 Jahre alt ist, und mit dem hat ich hier und da auch mal meine Problemchen, die sich aber sehr schnell gelegt haben, nur bin ich bei Lissy mitlerweile echt ein bisschen am verzweifeln, ich hoffe ihr könnt mir evtl ein paar Tips geben,
wie ich mich am besten verhalten soll, oder wie ich die Aufmerksamkeit wieder auf mich umlenke,
denn so kann es ja nicht weiter gehen
Noch kleine Info vorweg, da die fragen bestimmt kommen würden.
Nein, ich besuche keine Hundeschule, da in meiner Umgebung bis auf eine keine vernünftige ist,
sprich, ich mit den Methoden ect absolut nicht einverstanden bin, und die die in frage kommen würde ist leider zu Teuer. Ich habe mich da bisher auf meine Erfahrung mit meinem anderem Hund verlassen, und ansich auch schon sehr viele Bücher gelesen,
von der Erziehung allgemein, bishin zu Büchern Extra für Golden Retriever und Schäferhunde,
womit ich bisher auch total zufrieden war, und es hat ja auch alles sehr gut Funktioniert,
"bis jetzt".
Sorry für den soo langen Text hier, aber ich wollte das so ausfürlich wie möglich beschreiben,
in der hoffnung es hat der ein oder andere evtl nützliche Tips für mich.
(Lissy ist ein Golden Retriever - Schäferhund Mix und 6 Monate Jung)
Im vorraus schonmal danke für die Antworten.
LG Sascha u. Lissy
Gast
Ich glaube, diese Phasen haben die meisten jungen Hunde mal.
Das kann sehr nervig sein, aber mit ein bisschen Geduld kriegt man das in den Griff.
Also optimal wäre es, wenn du irgendeinen Helfer hättest, der für dich den Jogger oder Radfahrer spielen kann. Dann hättest du Zeit und Ruhe mit deiner Hündin zu üben und wärst nicht damit beschäftigt, dich für sie zu entschuldigen.
Ich würde es so aufbauen, dass du erstmal ganz intensiv mit ihr spielst und versucht, ihre Konzentration auf dich zu ziehen. Der Helfer geht in einiger Entfernung an euch vorbei. Schaffst du es, ihre Aufmerksamkeit bei dir zu behalten: Super! Weiter üben und erschweren (joggen, radfahren etc.).
Läuft sie zum Helfer, bleibt er stehen, macht gar nichts und du versuchst sie wieder zu dir zu rufen (nicht holen). Kommt sie, wird gespielt und gelobt usw..... Das ganze kannst du immer machen, bei fremden Personen an der Leine. Meiner hat es sich so abgewöhnt, Leute auszubellen. Sofern er Menschen gesehen hat, ist er zu mir gekommen, weil es dann immer was tolles gab.
In ganz schwierigen Fällen kommt auch noch ne 20m-Leine in Frage. Aber ich denke, dafür ist sie noch ein wenig jung und da kann man erstmal andere Sachen ausprobieren.
Versuch halt, die Menschen und Hunde vor ihr zu sehen. Dann kannst du sie früh genug anleinen.
Ich versuche meine Hunde immer möglichst lange bei mir zu behalten, wenn Hunde oder Menschen kommen,um sie dann kurz vor knapp nochmal absitzen zu lassen und erst dann dürfen sie mit anderen Hunden spielen. Dadurch laufen sie meistens nicht schon von weitem auf fremde Hunde zu...
Aber das wird deine auch noch lernen, da bin ich mir sicher!
Viel Erfolg!
WATGirl86
  • Forenwelpe
Beiträge: 7
sehe das genauso wie Christina! Bei Junghunden sind solche Phasen normal, die Kleinen testen halt ihre Grenzen aus. wichtig ist das du in solchen Momenten nicht unsicher wirst und die volle Aufmerksamkeit von der Kleinen bekommst, versuche solche Situationen schon im Kern zu ersticken, du solltest also schneller reagieren als dein Hund überhaupt die Chance hat zu einem Jogger bzw. Radfahren zu laufen. Halte die Aufmerksamkeit durch Spielzeug und Leckerchen bei dir, mach dich interessant.
Solltest du natürlich die Möglichkeit haben mit einem Helfer zu üben, perfekt, so kannst du dich völlig auf Lissy konzentrieren und gezielt üben.

Bei den anderen Hunden sollte sie von vorneherein lernen, dass sie nicht mit jedem Hund spielen darf, das es durchaus Situationen gibt in denen mal nicht gespielt wird.
Mit der Schleppleine erzielt man da ganz gute Erfolge, weil es so für den Hund immer Konsequenzen hat wenn er auf ein Rufen nicht reagiert und dein Rufen nicht einfach nur ein Geräusch für den Hund ist welches er ruhig ignorieren kann. Die SL wird zu beginn des Spazierganges dran gemacht, zusätzlich zu der normalen Leine. ist man dort angekommen wo der Hund freilaufen kann, wird die normale Leine abgemacht, die SL bleibt weiterhin dran. Alles sollte für den Hund so normal wie möglich aussehen, es wird also gespielt, der Hund darf laufen, schnüffeln usw. (achtung: nicht auf die Leine treten!) kommt nun ein anderer Hund, rufst du Lissy zu dir, reagiert sie nicht, zupfst du ganz leicht an der SL, wenn sie nun kommt, lobst du sie riesig und nach deiner Aufforderung darf sie dann mit dem anderen Hund spielen (Das Rufen sollte für sie anfangs nicht bedeuten das der Spaß vorbei ist)

Hui viel geschrieben, ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen...
hab Geduld mit deiner Kleinen, viele Probleme die in jungen Hundejahren unlösbar scheinen, lösen sich hinterher ganz von selbst in Luft aus.
Liebe Grüße
Steffi
SaschaLissy
  • Forenwelpe
Beiträge: 107
Danke ihr zwei für die Tips.
An die SL hab ich auch schon gedacht, und werde sie mir wohl heute auch zulegen.
Das die kleinen versuchen ihre Grenzen zu testen, kenn ich ja schon von unserer anderen Hündin,
nur war es bei ihr nie so extrem, naja, da hab ich wohl nen kleinen dick kopf erwischt
Vielen dank nochmal.
Lg
Sascha u. Lissy
WATGirl86
  • Forenwelpe
Beiträge: 7
Hast du es schon mit der SL probiert? Dies wäre die eine Möglichkeit, eine andere wäre sicherlich auch noch das weglaufen, lauf einfach sehr schnell in die andere Richtung wenn sie auf Abruf nicht kommt, die meisten Hunde versuchen dann bei ihrem Rudel zu bleiben. Auch wenn du denkst das sie das in dem Moment sowieso nicht interessiert, probier es mal aus.
Hunde bekommen manchmal mehr mit als wir glauben
Gast
Ich möchte nur noch mal anmerken, dann die Schleppleine sicher nicht das Allheilmittel ist.
Den meisten Hunden kann man durchaus auch ohne Schleppleine beibringen, sich in einem gewissen Umkreis zu bewegen.
Gerade wenn es in Richtung jagen (auch Jogger jagen) geht, kann man auch Pech haben und der Hund hört vielleicht dann an der Leine, aber nicht mehr ohne (hab das bereits bei zwei Hunden erlebt).
Eine Schleppleine ist ein Hilfsmittel, mit dem man auch Schaden beim Hund anrichten kann. Also ich würde nicht so ohne weiteres meinen 6 Monate alten, großwüchsigen Hund möglicherweise mehrmals mit Anlauf in die Leine rennen lassen. Die armen Knochen.
Sicher ist die Schleppleine eine gute Alternative wenn es gar nicht anders geht. Aber vorher würde ich immer erst noch überprüfen, ob man nicht doch noch mehr an der Motivation des Hundes arbeiten kann!
Und wenn man sie anwendet, bitte vorher genau überlegen, wie man wann reagiert und nicht einfach drauf los üben....
LG Christina
André
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Hallo Sascha,

ich hatte mit meinem Hund mal ähnliche Probleme, die man in erster Instanz erstmal lieber ohne Schleppleine abzuschaffen versuchen sollte. Bei uns hat es glücklicherweise funktioniert.

Der Clou bei uns war, dass ich mich gar nicht bemühen musste, diese "Gefahrenquellen" Jogger, Radfahrer etc. vor meinem Johnny zu erkennen; ich muss lediglich mehr auf Johnny selbst achten. Bei ihm kann man wunderbar erkennen, wann er das "Objekt seiner Begierde" entdeckt hat.

Sobald er losläuft, habe ich keine Chance mehr, ihn abzurufen. Wenn ich aber erkenne, dass er etwas interessant findet, kann ich just in diesem Moment seine Aufmerksamkeit wieder auf mich lenken, z.B. lediglich durch das Rufen seines Namens.

Das Zurennen auf jeden anderen Hund ergibt sich sicherlich spätestens dann von alleine, wenn ein Hund Deiner Lissy mal zeigt, dass er das gar nicht witzig findet. Mit zunehmendem Alter wird sie dann nicht mehr ungestüm auf jeden zurennen, sondern sich langsam nähern und erstmal abchecken, mit wem sie es zu tun hat.

Alles Gute wünsche ich Euch und bin mir sicher, dass Ihr das auch ohne Hundeschule und SL in den Griff bekommt, wenn ihr mehr über die Körpersprache geht.

Viele Grüße,
Johnny & André
promise
  • Forenwelpe
Beiträge: 26
Hallo, will jetzt keinen neuen Beitrag aufmachen, da´s ja ziemlich das gleiche Thema ist, hoffe, das ist okay so...
also ich hab mit meinem so ziemlich das gleiche Problem. Allerdings beschränkt sich das bei ihm auf die anderen Hunde. Wenn wir alleine sind- alles kein Problem, da macht er wirklich alles (kommt zu mir, läuft bei Fuß, setzt sich auch auf Entfernung etc), aber wenn er nen anderen Hund vor mir sieht, schaltet er echt auf Durchzug. Schleppleine lässt ihn dann auch völlig kalt, rumdrehen hilft nur dann, wenn der andre Hund noch weit genug weg ist. Pando ist zwar an sich ein totales Schaf, das nur spielen will,aber wer glaubt einem das schon, wenn ein schwarzer Riese ungebremst auf einen zugedonnert kommt??? Bzw auf den Hund... Die meisten hier kennen ihn jetzt zwar, aber eben nicht alle und zu manchen soll er einfach nicht hin, weil die halt auf alles losgehen und das muss man ja nicht provozieren. Versuche ihm grade beizubringen, dass er zu mir kommen muss, wenn ein andrer Hund kommt, und sich dann hinsetzen und auf meine Erlaubnis warten muss, zu spielen. Funktioniert auch, solange ich die Hunde rechtzeitig sehe, aber.... Wenn er dann mal was fixiert, ist er wie in ner anderen Welt. Ab und zu hilft da noch ein Schlüssel-Klappern, um ihn "Zurückzuholen", aber eben nicht immer. Grad wenn er den andren Hund nicht wirklich kennt, ist er kaum noch "anwesen". Bin langsam echt am verzweifeln.
LG
Zuletzt geändert am 12.09.2007 18:02 Uhr
doglove
  • Forenwelpe
Beiträge: 144
Wie alt ist denn Dein Pando?
promise
  • Forenwelpe
Beiträge: 26
Pando ist jetzt 2 1/2 Jahre alt. Hab ihn mit acht Monaten aus´m Tierheim geholt.
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