Haftung- wann muss man nach einer Beisserei zum Tierarzt

tk2511
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Beiträge: 20
Ich habe ein Problem.
Mein Hund hatte eine Beisserei mit einem anderen Hund. Die Besitzerin ist nicht am gleichen Abend, sondern erst 20 Stunden später zum Tierarzt gegangen. Jetzt behauptet sie, ihr Hund wäre schwer verletzt gewesen und mehrfach genäht worden.
Wohlgemerkt - 20 Stunden später.
Meine Versicherung spielt da aber nicht mit, weil sie sagt, es könnte eine erneute Beisserei in der Zwischenzeit vorgekommen sein.
Muss ich die Rechnung jetzt aus eigener Tasche zahlen oder hat der Geschädigte keinen Anspruch mehr??

Wer kann mir eine Antwort geben?
Zuletzt geändert am 04.02.2015 16:50 Uhr
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
+ 1
Ich sehe da erst mal kein Problem für dich. Grundsätzlich haftet die Versicherung im Rahmen der Vertragsbedingungen, also eventuell nur bei Vorfällen an der Leine oder im Beisein des Versicherungsnehmers.

Hast du denn die Verletzungen des anderen Hundes gesehen? Und gibt es eine vernünftige Erklärung für die 20 Stunden Verzögerung zwischen dem Unfall und der tierärztlichen Behandlung?
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 896
Rein theoretisch sieht man schwere Verletzungen gleich und geht genauso gleich zum Tierarzt.
Wenn 20 Stunden dazwischenliegen, waren die Verletzungen nicht so schwer, daß Nähen nottut.
Was hat sich in den 20 Stunden noch abgespielt ?
Die Versicherung weist unberechtigte Ansprüche ab.
halunke
  • Begleithund
Beiträge: 1220
+ 1
ist es rechtlich nicht maßgeblich entscheidend ob und wenn wer angeleint war?

wenn beide frei waren bist du verpflichtet den schaden zu begleichen. wenn du der gegenerischen halterin nicht traust kläre es gerichtlich. damit festgestellt werden kann, ob bei dem TA gemauschelt wurde...

im übrigen kann es durchaus vorkommen, dass verletzungen erst wesentlich später entdeckt werden. auch ich würde nur in lebensbedrohlichen zuständen eine nacht-notaufnahme aufsuchen...ein unterschwelliges hämathom zB enttarnt man in dichten fellen nur sehr schwer, die werden bei ungünstiger lage und schlechter gerinnung auch eröffnet und genäht...hast du grund zur annahme betrogen zu werden? war sie dir gegenüber irgendwie komisch?
mein halunke wurde mal von einem herdenschutzhund zerfetzt...direkt nach dem kampf habe ich nichts gefunden außer kreislaufproblemen und einem schock. beim TA am abend wurden dann zwei 2 cm tiefe bisslöche (die zwei dazugehörigen gegenbisshämatome) und ein ausgerenktes hinterbeinchen diagnostiziert, die löcher wurden schließlich getackert. ohne eine großflächige rasur war da nix zu sehen, es blutete nicht und schwoll auch erst 10 stunden später an. hätte der TA zufällig nicht offen gehabt wäre ich auch erst am näxten morgen hingefahren, mehr als humpeln war ja nicht zu sehen....
diese rechnung wurde vom halter des anderen hundes sofort und ohne bürokratie übernommen!
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
Zuletzt geändert am 04.02.2015 19:24 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20680
Was heißt denn: "am gleichen Abend"? Das konnte sie doch evtl. gar nicht mehr; mal angenommen,die Beißerei war ca. 18 h, dann liegen bis zur Öffnungszeit des TA ja ohnehin 15 Stunden.
Dass die Versicherung sich drücken möchte, ist nicht weiter überraschend, besagt rechtlich aber nichts.
Ich würde mich mit der Geschädigten in Verbindung setzen, um - evtl. auch gegen die eigene Versicherung - abzuklären, wo sich der gebissene Hund zwischen Beißvorfall und TA-Besuch aufgehalten hat.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 04.02.2015 22:50 Uhr
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
Deswegen hatte ich gefragt, wie die zwanzig Stunden zustande gekommen sind. Die Versicherung muss schon begründete Zweifel anmelden können, denn immerhin würde es sich dann um versuchten Versicherungsbetrug handeln.

Ich bin auch durchaus schon mit einer erst harmlos aussehenden Bissverletzung, bei der ich desinfizieren für ausreichend hielt, zwei Tage später beim TA gewesen, weil eine Entzündung dazu kam, und die gegnerische Versicherung hat anstandslos bezahlt.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
tk2511
  • Forenwelpe
Beiträge: 20

Beisserei

Nun ja- die Beisserei ist in einer Huta passiert. Ich war nicht dabei, habe allerdings gesehen wie der Hund abgeholt wurde.
Da habe ich noch von nichts gewusst und auch ist mir nichts aufgefallen, von wegen blutüberströmt - wie die Besitzerin es jetzt darstellt. Die Huta-Betreuerin hat mir dann erst erzählt was passiert ist.
Mal schauen wie die Versicherung reagiert.
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
+ 3
Das ist doch eine völlig neue Situation. Da ist deine Haftpflicht nicht zuständig, sondern die der Tagesstätte.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
tk2511
  • Forenwelpe
Beiträge: 20
Original von christianeadler:

Das ist doch eine völlig neue Situation. Da ist deine Haftpflicht nicht zuständig, sondern die der Tagesstätte.

Die hat keine Haftpflichtversicherung ! (
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
Dann muss die Hundetagesstätte die Kosten eben aus eigener Tasche übernehmen. Aus Schaden wird man klug. Du und deine Haftpflicht sind nicht zuständig, wenn du jemanden mit der Beaufsichtigung deines Hundes gegen Bezahlung beauftragst. Ausgenommen wäre nur Schwarzarbeit, dann wird die Rechtslage ganz fatal.
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