Gewitter Angst wird immer schlimmer !

skurc
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Beiträge: 71
Hallo,

ich bin leider langsam am verzweifeln.
Ich habe eine 11 jährige schäfermischlingshündin, mit der is so keine Probleme habe.
Allerdings hatte sie schon immer Angst bei Gewitter, sie wird unruhig fängt das hecheln an , rennt ständig hin und her, will auf die couch, solange ich da bin. Ich ignoriere das und tu als wär nix was es aber nicht besser macht.
Nun fängt das aber schon bei etwas stärkerem Wind an.

Und das eigentlich Problem ist, ist sie zu dem zeitpunkt allein ( was ihr sonst kein problem macht wenn wir arbeiten sind ) dann kratzt sie an der Türe ( die dem entsprechend aussieht ) und leert den Kühlschrank.
Heut bin ich extra schnell heim gefahren, weil wind aufkam, aber ich hörte es schon im hausgang das sie den Kühlschrank leert.
Die Glasplatte war runtergeschmissen, natürlich kaputt und ein schubfach total kaputt.

SIe tut das aber nur wenn wind aufzieht oder es regnet und sie ist allein
Und ich habe das gefühl das es mit dem alter schlimmer wird.
Aber was kann ich tun, es kann nunmal sein das es regnet wenn ich in der arbeit bin und der griff ist ja schon weg

lg Sue
Cognac Jack
  • Halbstarker
Beiträge: 379
Hallo
Ich habe auch das Problem ,Moccaschey hat auch Angst wenn es Gewittert. Es gibt Globilis gegen "Angst" beim TA. Die gebe ich Ihm . Erst als Kur ,ca 4 Wochen Morgens und Abends, 5 Stück. Lg Sabine und die Fellnasen.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm ,gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Menschen.
mk271
  • Forenwelpe
Beiträge: 193
Hallo,

das Problem habe ich auch, allerdings noch relativ im Anfangsstadium. Mir wurde gesagt -- was du ja auch bestätigst -- dass eine bestehende Geräuschangst immer schlimmer wird, wenn man nichts dagegen tut. Das kann ich inzwischen auch bestätigen. Zuerst hatte meine Kleine nur Angst an Sylvester. Damit kann ich leben, dachte ich.

Dann hatte sie mal eine extrem schlimme Gewitter-Erfahrung und seitdem hatte sie dann auch vor Gewitter Angst. Inzwischen ist es aber so schlimm geworden, dass sie auch schon bei stärkerem Regen Angst bekommt oder auf der Autobahn, wenn ein bestimmter Straßenbelag da ist, der sich auch so anhört als würde es regnen.

Ich würde dir ein Desensibilisierungstraining empfehlen. Es gibt Geräusche-CDs zu kaufen oder du lädst dir -- wie ich -- im Internet Geräusche runter. Allerdings ist im Moment ein sehr schlechter Zeitpunkt für eine Desensibilisierung, weil zurzeit öfter mal Gewitter sind und die würden dir die Desensibilisierung wieder kaputtmachen. Also besser noch bis zum Herbst oder Winter damit warten.

Ich habe mir eine CD mit verschiedensten Schüssen, Regen, Donner etc. gebrannt, die ich von morgens bis abends auf allerleisester Stufe laufen lassen, sodass mein Hund noch völlig cool dabei bleibt. Das werde ich dann ganz langsam -- über Wochen oder Monate -- immer ein winziges bisschen lauter machen, bis mein Hund auch bei voller Lautstärke cool bleibt.

FALLS alles so klappt wie ich das möchte!

Aber so etwas würde ich dir auch empfehlen.

Ich drücke dir die Daumen!
gary7
  • Begleithund
Beiträge: 1696
Hallo Sue,

du meinst, du ignorierst ihr Verhalten? Das finde ich schon recht schwierig, sie erkennt nicht, dass ihr Verhalten "falsch" ist, in ihren Augen ist es eben angebracht, gestresst zu sein. Es mag Hunde geben, die von allein auf den Halter schauen und sich sein ruhiges Benehmen abschauen, aber ich glaube, das ist die Minderheit. Sie will dir mitteilen, dass etwas nicht in Ordnung ist, du ignorierst es, sie versucht noch verzweifelter dir das mitzuteilen, du ignorierst es immer noch, sie wiederum wird noch energischer,.. ein Teufelskreis.
Deswegen würde ich etwas anderes probieren. Hat sie einen Platz, der für sie Entspannung bedeutet? Vielleicht sogar eine Box, in der sie Zuflucht finden kann (wie in einer Höhle)? Bring ihr bei: dein Platz bedeutet Sicherheit, dort gibt es vllt Fressen, Ruhe, eine Massage, oder was sie eben so mag. Wenn es stürmt gewittert, lass sie nicht allein. Sei bei ihr, kommentier es nicht unbedingt, oder versuch beruhigend auf sie einzureden, sondern gebe ihr einfach etwas von deiner ruhigen Präsenz ab. Wenn sie trotzdem hin und her tigert, zeige ihr ihren Platz, wo sie auch sonst Ruhe findet. Auch wenn sie den verlassen möchte (immer wieder auch in ruhigen Momenten üben), dort bleibt sie dann. Da musst du dann ruhig, aber schon hartnäckig sein.
Mein Hund hat keine Probleme mit Gewittern, aber mit dem Zugfahren (die Geräusche sind ihm gar nicht geheuer, er ist generell sehr geräuschempfindlich). Immer wieder haben wir es geübt, immer wieder sollte er ruhig liegen oder sitzen. Wenn es gar nicht ging, habe ich ihn auf den Schoß genommen und einfach festgehalten, es nicht zugelassen, dass er sich aufregt. Heute heißt Zugfahren für ihn: Schlafenszeit

Lieben Gruß,
Nadine
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
(Johann Wolfgang v. Goethe)
gary7
  • Begleithund
Beiträge: 1696
Original von mk271:

Ich würde dir ein Desensibilisierungstraining empfehlen. Es gibt Geräusche-CDs zu kaufen oder du lädst dir -- wie ich -- im Internet Geräusche runter. Allerdings ist im Moment ein sehr schlechter Zeitpunkt für eine Desensibilisierung, weil zurzeit öfter mal Gewitter sind und die würden dir die Desensibilisierung wieder kaputtmachen. Also besser noch bis zum Herbst oder Winter damit warten.

Ich habe mir eine CD mit verschiedensten Schüssen, Regen, Donner etc. gebrannt, die ich von morgens bis abends auf allerleisester Stufe laufen lassen, sodass mein Hund noch völlig cool dabei bleibt. Das werde ich dann ganz langsam -- über Wochen oder Monate -- immer ein winziges bisschen lauter machen, bis mein Hund auch bei voller Lautstärke cool bleibt.

FALLS alles so klappt wie ich das möchte!

Damit wäre ich ganz vorsichtig, vor allem wenn man sich als Mensch dabei noch falsch verhält (Angst und Stress immer wieder ignoriert).
Stellt euch mal vor, ihr hättet eine Spinnenphobie und müsstet (ohne dass ihr wisst warum das gemacht wird) jeden Tag auf Arbeit in einen Raum voller Spinnen. Eure Kollegen ignorieren euren Wunsch diese zu entfernen, reagieren nicht mal auf eure Angst. Es mag sein, dass ihr nun lernt, Spinnen sind gar nicht so schlimm, viel eher werden ihr euch aber gruseln auf Arbeit zu gehen, ihr bekommt regelrecht Horror den Raum zu betreten, es stresst euch total und ihr fühlt euch ganz elend.
Wenn eure Kollegen euch aber zeigen, dass Spinnen überhaupt nicht gefährlich sind, man sie auf die Hand setzen kann, eure Angst nicht ignorieren sondern immer wieder versuchen zu helfen, dann fühlt ihr euch nicht allein, sondern verstanden.
Natürlich ist das kein wirklicher Vergleich mit der Gewitterangst des Hundes, aber auch ihm kann man "erklären", dass er keine Angst zu haben braucht: man unterbindet diese und zeigt ihm, wie er sich stattdessen verhalten kann.
Geräusch-CDs können helfen, aber dann muss man sich als vertraute Person auch dementsprechend verhalten und nicht den Hund mit seiner Angst allein lassen!
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
(Johann Wolfgang v. Goethe)
skurc
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Beiträge: 71
Ich habe jetz schon oft gelesen , dass beruhigen falsch is da man die angst bestättigt!
Und ich kann eben nicht immer bei stärkeren wind oder regen daheim sein, muss ja auch mal arbeiten

Das mit der CD werde ich mal probieren, glaube aber das sie das schnell durschaut, denn der tv interresiert sie ja auch nicht

Und wie gesagt das Hauptproblem liegt daran das wenn sie allein is, versucht den stresst durch tür zerkratzen oder kühlschrank ausräumen ab zu bauen ...
Laursen
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2588
hej,

natürlich gibt es die Möglichkeit, dass Dir ein fähiger Trainer weiterhelfen könnte, nur finde ich es bei Deiner Problemstellung sehr schwer dies in einem Forum zu tun.
Wenn man mit der Angst eines Hundes arbeiten will, braucht man sehr viel Einfühlungsvermögen und muss deshalb direkt beobachten können, hier scheitert das Forum.

Leider schreibst Du nicht, wie Dein Hund draussen auf das Wetter reagiert, den dies könnte ein Lösungsansatz sein oder auch das Problem besser verständlich machen.
Als Beispiel, es ist möglich dass Dein Hund Zuhause mehr Angst vor dem Gewitter hat, wie draussen, das kann damit zusammenhängen das Durchzug Türen zugeknallt hat oder ähnliches.

Du schreibst auch nicht, ob sie den Kühlschrank nur ausräumt oder ob sie dann auch frisst.
Letzteres würde dabei eher darauf hinweisen, dass sie noch nicht panisch ist, den unter Panik kann man nicht essen/fressen.

Mich würde auch interessieren, ob Du schon daran gedacht hast Ihren Raum zu begrenzen, wenn Ihr weg seid.
Dies kann einem Hund tatsächlich Sicherheit geben aber Anbetracht des Alters meine ich, das man davon absehen sollte, zu extrem vorzugehen, wenn es sich wirklich um Angst handelt.

Insgesamt zeichnen sich für mich zwei Lösungswege ab.
Entweder Du suchst Dir einen Speziallisten, der mit der Angst eines Hundes umgehen kann oder Du versuchst es mit Hilfsmitteln wie DAP.
Bei DAP ist es leider ungewiss, wie gut Euer Hund darauf anschlägt, manche Hunde reagieren stark andere gar nicht aber es ist zu mindestens ein Versuch wert.

Liebe Grüsse aus dem Norden
gary7
  • Begleithund
Beiträge: 1696
Original von skurc:

Und wie gesagt das Hauptproblem liegt daran das wenn sie allein is, versucht den stresst durch tür zerkratzen oder kühlschrank ausräumen ab zu bauen ...

Deswegen ja auch ein zugewiesener Platz, an dem sie sich zurückziehen kann, wenn sie Angst bekommen sollte. Das übt ihr, wenn sie nicht allein ist. Du sagst ja, bei Gewitter hat sie auch Angst. Wenn sie da panisch werden "darf" warum sollte sie es dann lassen, wenn ihr nicht da seid?
Wenn ihr nicht zu Hause seid, hat sie die Möglichkeit die ganze Wohnung zu nutzen?
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
(Johann Wolfgang v. Goethe)
skurc
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Beiträge: 71
Kurze Antwortstellung:

Ist Sie bei Gewitter draussen will sie heim und zwar sofort
Sie räumt den Kühlschrank leer und frisst es auch , leider -.-
Wenn wir nicht da sind hatt sie die ganze Wohnung, ausser Schlafzimmer, die Tür ist nicht abgesperrt, geht aber trotzdem nicht rein.

Allerdings musste ich schon die Haustüre mit plexiglas schützen da diese schon sehr gelitten hat, würde ich den raum begrenzen müsste ich auch diese Türe schützen

Ich werde mir morgen Transport Box aus Stoff holen und die hinter die Couch stellen.
mk271
  • Forenwelpe
Beiträge: 193
Original von gary7:

Damit wäre ich ganz vorsichtig, vor allem wenn man sich als Mensch dabei noch falsch verhält (Angst und Stress immer wieder ignoriert).
Stellt euch mal vor, ihr hättet eine Spinnenphobie und müsstet (ohne dass ihr wisst warum das gemacht wird) jeden Tag auf Arbeit in einen Raum voller Spinnen. Eure Kollegen ignorieren euren Wunsch diese zu entfernen, reagieren nicht mal auf eure Angst. Es mag sein, dass ihr nun lernt, Spinnen sind gar nicht so schlimm, viel eher werden ihr euch aber gruseln auf Arbeit zu gehen, ihr bekommt regelrecht Horror den Raum zu betreten, es stresst euch total und ihr fühlt euch ganz elend.
Wenn eure Kollegen euch aber zeigen, dass Spinnen überhaupt nicht gefährlich sind, man sie auf die Hand setzen kann, eure Angst nicht ignorieren sondern immer wieder versuchen zu helfen, dann fühlt ihr euch nicht allein, sondern verstanden.
Natürlich ist das kein wirklicher Vergleich mit der Gewitterangst des Hundes, aber auch ihm kann man "erklären", dass er keine Angst zu haben braucht: man unterbindet diese und zeigt ihm, wie er sich stattdessen verhalten kann.
Geräusch-CDs können helfen, aber dann muss man sich als vertraute Person auch dementsprechend verhalten und nicht den Hund mit seiner Angst allein lassen!

Das hast du völlig falsch verstanden!

Ich lasse sie ja nicht mit ihrer Angst allein!!! Ich bin den ganzen Tag bei ihr und habe die CD - wie gesagt! - so leise, dass sie NICHT drauf reagiert, also KEINE Angst hat und KEINE Stresssymptome zeigt. Sie nimmt Futter (was sie NICHT tut, wenn sie gestresst ist), sie schläft völlig friedlich (und zwar kein Stressschlaf, sondern entspannt auf dem Rücken mit allen Vieren von sich gestreckt) und ist absolut unbeeindruckt. Sie nimmt die Geräusche wahr (Ohrenspiel), aber auf einem Pegel, der für sie noch nicht stressauslösend ist.

Dein Beispiel mit den Spinnen ist zwar sehr anschaulich, aber das würde nur dann zutreffen, wenn ich sie einfach jeden Tag in einen Raum mit der CD sperren und dann allein lassen würde. Aber so ist es ja ganz und gar nicht!
Zuletzt geändert am 17.07.2011 19:37 Uhr
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