Geschlecht

Martina1987
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Wir möchten bald einen Hund als neues Familienmitglied willkommen heißen . Wir haben uns lange mit den verschiedenen Rassen beschäftigt. Ein Traum wäre ein Border Collie (mischling). Das Geschlecht War zweitrangig, bzw "egal".
Jetzt jedoch hörten wir, das Weibchen viel pflegeleichter wären als rüden, besonders als welpe. Welche Erfahrungen habt ihr? Wozu würdet ihr raten. Ach ja es wird unser erster eigener Hund (am Land, 2 schulkinder, so gut wie immer wer zu Hause)
lg martina
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970

Moin Martina !

Border Collies sind egal ob Männlein oder Weiblein meistens recht aktiv und müssen recht intensiv beschäftigt werden , aber wenn ihr Euch mit den Rassen beschäftigt habt , wirst Du das ja wissen.
Allerdings sind ja auch Hunde sehr individuell , also es gibt auch faule Border , Jaghunde die völlig jagduntauglich sind , u.s.w. und die Frage des Geschlechts ist da genau so.
Ich hatte bislang verschiedene Rassen beider Geschlechter und das bestätigte bislang meine vorgegangene Aussage !
Ich habe die Erfahrung gemacht , beide Geschlechter haben so ihre Vor- wie auch ihre Nachteile und ich glaube nicht das man einfach sagen kann , Mädels sind so ... und Burschen so
Das sind wie gesagt nur meine ganz persönlichen Erfahrungen und Meinungen !
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
tüpfelchen
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Beiträge: 466
+ 1

Rüde oder Weibchen...

Moin liebe Martina.
Ich bin bei meinem ersten eigenen Welpen mit einem Weibchen gut beraten gewesen.
Gute Bereitschaft zu lernen, will to please, Kinderlieb, allgemein: den Menschen vertraulich zugewandt und zu allen Hunden freundlich und aufgeschlossen.
Alle waren von meiner Hündin begeistert, die Kinder liebten sie...

Viele Jahre später wollte ich eigentlich mal einen Rüden....
Alle haben mir zu einem weiblichen Welpen geraten...

Bei meinem zweiten Hund, über 13 Jahren später, war ich dann ziemlich erstaunt, wie unterschiedlich diese kleinen Tierchen doch ausfallen...

- Gleiches Geschlecht
- Gleiche Rasse
- Genau so verschmust

-aber sonst völlig anders!

Meine jetzige Hündin ist Fremden gegenüber stets reserviert.
Kinder und Welpen beobachtet sie erst mal aus der Distanz.
Bei kleinen Kindern hält sie still und lässt sich geduldig streicheln, ist aber froh, wenn sie dann weg sind.
Wie die erste Hündin geht sie gern stundenlang spazieren, aber sie bevorzugt es meist mit mir allein unterwegs zu sein.
Sie ist im Gegensatzt zur ersten Hündin sehr wachsam, bellt dann auch scharf ...folgt aber.
In Wald und Flur kann ich sie frei laufen lassen. Sie kommt auf meinen Ruf/Pfiff.
Hundeschule hatte sie gehasst. Spätere Kurse wie Agilitie und Klicker fand sie gut.
Kurz: Sie war stur und hat schwerer gelernt, bzw war nicht immer bereit, etwas anzunehmen, wenn sie den Sinn nicht nachvollziehen konnte. Sie hat als Welpe viel kaputt gemacht (nur keine Schuhe), ist aber jetzt als erwachsener Hund gut zu haben.
Schlimm war für mich die Zeit ihrer Pubertät!
Von meiner ersten Hündin wusste ich, dass das schnell vorbei ist!!!
Denkste! Meine so schöne und anmutige Settertante hat 1 Jahr ihre Pubertät gefeiert.
"Dann, mit 2,5 Jahren war ihre Schaltung im Kopf wohl endlich neu verkabelt"

Jetzt ist sie 5 Jahre alt und noch immer muss ich ab und zu mal klarstellen, dass ich sage, wann wir etwas machen! ( bin ich Gott oder nicht, grins )

Ich kann mich nicht erinnern, dass der Schäferhundrüde meines Vaters jemals so zickig war!

Ich möchte damit nur sagen, dass ich heute nicht mehr daran glaube, dass weibliche Hunde einfacher zu erziehen sind.
In jedem Wurf gibt es völlig unterschiedliche Welpen. Da hilft es nur, mit dem Züchter, oder dem Personal des Tierheimes zu sprechen und das Tier zu beobachten.
Ich wünsche Euch bei der Wahl und auch später viel Glück
Dem Instinkt meines Hundes kann ich trauen... __________________________________________________________________
Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
(nach J. W. von Goethe)
Zuletzt geändert am 13.01.2016 13:20 Uhr
Eleonore
  • Begleithund
Beiträge: 674
Hallo Martina,
wenn du unter "pflegeleicht" die Erziehung verstehst, kann ich dir nur sagen: Man hat dir ein Märchen erzählt. Man sagt allgemein, das Hündinnen mit Kindern etwas sanfter umgehen (sollen), aber das ist auch völlig unterschiedlich. Als Halter von Rüden sowie auch Hündinnen kann ich sagen: Es kommt auf den Hund an.
In einem Welpenrudel gibt es immer einen Boss, und immer einen der am unteren Ende der Rangordnung steht. Der Boss, auch Kopfhund genannt, setzt sich gegenüber seinen Geschwistern durch, muss aber nicht unbedingt ein Rüde sein. Dieser Welpe markiert auch gerne mal in der neuen Familie einen auf dicken Larry. Der Underdog, also der letzte in der Rangfolge,
ist es gewöhnt zu gehorchen, zumindest seinen Geschwistern. Aber auch so ein Hund KANN zum Terrorspezialisten in der neuen Familie mutieren. Erziehung zum alltagstauglichen Familienhund benötigen sowohl der Boss als auch der Underdog. Nur sind die Methoden der Erziehung unterschiedlich, eben dem Hund und seinem Wesen angepasst.
Warum überlasst ihr nicht den Welpen die Entscheidung wer mit Euch kommen will? Setzt euch zwischen die Welpen auf den Boden, der Welpe der als erstes Vertrauen zu einem von euch fasst und zum Spielen oder kuscheln kommt DER ISSES.
Egal ob Rüde oder Hündin.
VlG, Eleonore
Gast
  • Begleithund
+ 1
Hallo Martina,

darf ich mal fragen, welche Erwartungen und Wünsche ihr an euern zukünftigen Hund habt? Wollt ihr einen Sport machen oder soll es "nur" ein Familienhund werden? Habt ihr die Möglichkeit bei euch in die Hundeschule oder auf einen Hundeplatz zu gehen?

Zum Border Collie: Für mich ist es die tollste Hunderasse, sowohl optisch als auch vom Wesen. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sie ein wenig falsch einschätzt.
Es ist nicht richtig zu sagen, dass BC intensiver als andere Rassen beschäftigt werden müssen. Zu Beginn ist eher das Gegenteil der Fall: Der Hund wird mit dem Wissen geboren, wie seine "Arbeit" funktioniert. Was er im allerersten Jahr lernen sollte, ist Abschalten, zur Ruhe kommen, "arbeitslos" und dabei doch entspannt zu sein. Dabei müssen alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen. Wenn der Hund auf seinem Platz ruhen soll, weil jetzt Pause ist, müssen sich auch die Kinder daran halten. Außerdem hat der BC, auch wenn es eine reine Showzucht ist, ein gewisses Hüteverhalten - der eine mehr, der andere weniger. Schon in den ersten Wochen wissen die kleinen, was Hüten ist und als Mensch ist man gut daran gelegen, jedes Mal, wenn der Hund das ohne "Arbeitserlaubnis" tut, sofort zu unterbinden. Das muss der Mensch sehr gut einschätzen können, was ist normales Spielverhalten und wo beginnt der Hütetrieb. Es kann passieren, dass der Hund mal austestet, wie es ist Fliegen oder Schatten zu hüten, oder schon mit 10 Wochen die Kinder umrundet, damit sie zusammenbleiben. Das Verhalten ist für ihn selbstbelohnend und er fühlt sich ganz schnell so gut dabei, dass er es immer wieder machen möchte. Klar, ist zu Beginn vielleicht witzig, aber nicht umsonst gibt es soviele Problemborder. Hütehunde haben eine riesige Veranlagung Suchtverhalten zu etablieren, sie können stundenlang hinter Bällen und Stöckchen hinterhetzen ohne müde zu werden. Der Kopf ist ausgeschaltet, die Tätigkeit also sinnlos, aber die Glückshormonproduktion läuft auf Hochtouren.

Wenn man einen Border hat, braucht man nicht notgedrungen Schafe, der Hund braucht höchstwahrscheinlich auf lange Sicht aber eine Aufgabe. Nicht 10 stück und nicht jeden Tag 6 Stunden, aber etwas wo er seinen ganzen Willen reinlegen kann und mit seinem Menschen arbeiten darf. Dafür ist er da, das ist sein Leben. Wie diese Aufgabe aussieht, das ist ganz abhängig von den Wünschen des Menschens und den Talenten des Hundes.

In meinen Augen ist der Border nicht der ideale Ersthund, aber ich will nicht sagen, dass es nicht möglich ist. Dafür sollte man sich aber vor Augen führen, was ihre Bedürfnisse sind und was für Probleme entstehen könnten.

Fahrt doch mal zu einem Züchter und schaut euch seine Hunde an!

Lieben Gruß,
Nadine
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
(Johann Wolfgang v. Goethe)
Martina1987
  • Forenwelpe
Beiträge: 9
Hallo Nadine.
Also eine Welpen und Hundeschule ist für mich persönlich ein MUSS, vor allem weil es ja der erste Hund ist und man womöglich schnell mal "Fehler" macht. Zudem finde ich es auch von Vorteil, andere kennen zu lernen, mit denen man sich vielleicht später öfter mit den Hunden trifft. Zudem ist es, so denke ich, gut, dass die Welpen schon von klein auf andere Hunde kennen lernen.
Wir sind eine sportliche Familie, vor allem Rad fahren und wandern. Unser großer (9 Jahre) ist auch ein richtiges Energiebündel und sein Wunsch ist auch ein Hund, der sich sehr gerne bewegt und läuft (er sagt immer: ich möchte einen Sporthund ). Natürlich sollte er zusätzlich als Familienhund geeignet sein, da unser "kleiner" erst 6,5 Jahre ist.
Auch beibringen möchten wir unsren zukünftigen Hund so einiges.
Schafe haben wir keine, dafür 3 Ziegen, Hühner und Enten (ein paar)


Zwecks Geschlecht haben wir jetzt gemeinsam beschlossen, wenn wir wo Hunde besichtigen das dann der Welpe in Frage kommt, der zu uns kommt egal ob jetzt Rüde oder Weibchen.
halunke
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Beiträge: 1220
Original von Martina1987:

Zwecks Geschlecht haben wir jetzt gemeinsam beschlossen, wenn wir wo Hunde besichtigen das dann der Welpe in Frage kommt, der zu uns kommt

das würde ich zumindest nochmal überdenken!
der welpe, der sich in seiner kleinsozietät als erstes der neuen situation stellt ist später nicht unbedingt der einfachste zeitgenosse...sich den neugierigsten und forschesten aus einem borderwurf auszusuchen ist eine mutige entscheidung!
die auswahl eines welpen, an den ihr ja nun doch auch ansprüche habt, sollte ein wenig fundierteren kriterien unterliegen.

wenn man sich nicht ganz sicher ist, bieten einige hundetrainern kaufberatungen an und begleiten dich zu dem wurf. ein fachlich geschultes auge kann da sehr hilfreich sein...
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
Gast
  • Begleithund
Original von halunke:

das würde ich zumindest nochmal überdenken!
der welpe, der sich in seiner kleinsozietät als erstes der neuen situation stellt ist später nicht unbedingt der einfachste zeitgenosse...sich den neugierigsten und forschesten aus einem borderwurf auszusuchen ist eine mutige entscheidung!
die auswahl eines welpen, an den ihr ja nun doch auch ansprüche habt, sollte ein wenig fundierteren kriterien unterliegen.

Unterschreibe ich

Ich habe hier noch einen tollen Artikel zum Lesen: http://www.planethund.com/hundewissen/border-collie-problemhund-2808.html

Es gibt andere Rassen, die sportlich sind und sich gut als Familienhund eignen, warum ist der Border für euch der Traumhund?
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
(Johann Wolfgang v. Goethe)
LilaBadeente
  • Forenwelpe
Beiträge: 24
Meine Erfahrung:

Auf das geschlecht kommt es keines wegs drauf an. Wir hatten schon alles und sie waren alle von grund auf verschieden. Eben wir wir Menschen auch, wäre ja auch irgendwie langweilig wenn wir alle gleich wären.

Vom Grund her habe ich auch mal gehört "Der Hund sucht dich aus, nicht du den Hund", sollte aber vielleicht nicht ganz so wort wörtlich genommen werden. Beispielsweise kann man in einem Tierheim nicht danach gehen, welcher Hund bellt am lautesten, welcher Hund kommt zum Gitter gerannt. Um Gottes Willlen... ich glaube nicht das dass dann genau der Hund sein muss. Viele sehen das aber dann leider so und fallen damit derbe auf die Nase. Dazu könnte ich jetzt auch mein persönliches Erlebnis schildern, aber das interessiert hier nicht.
Bei einem Wurf würde ich immer darauf achten wie der Welpe sich gegenüber seiner anderen Geschwister verhält, dann die Kinder mit hin nehmen, schauen wie die Welpen dann reagieren. (Bei einem Wurf ist meine Erfahrung das erst mal so gut wie alle auf einen los stürmen, daher kann man nach der genannten Regel nicht tendieren).

Wichtiger als das alles ist aber immer noch die anschließende Erziehung. Habe mir jetzt die Bücher von Anton Fichtlmeier bestellt, darauf tendieren hier im Sauerland viele Hundeschulen. Ist vielleicht ja auch für euch interessant.
* Ein Freund ist ein Mensch der die Melodie deines Herzens kennt und sie dir vorspielt wenn du sie vergessen hast *
Eleonore
  • Begleithund
Beiträge: 674
Hallo zusammen,
natürlich ist der erste Welpe der zu mir kommt, nicht automatisch meiner. Wenn ich mich in einen Wurf quirliger junger Hunde setze, kommen fast alle, allein oder gemeinsam zu mir um zu schauen was denn da so sitzt. Da ich mehrfach bis zur endgültigen Abgabe den Wurf besuche, kristallisiert sich dann schon der Welpe raus der ne Menge von mir hält. Bei meiner Althündin lief das so ab, das sie abseits saß bis ihre Geschwister sich wieder dem Spielen miteinander widmeten. Dann erst kam sie zu mir, kuschelte sich an und gut war. Das blieb auch bei Folgebesuchen so. Mit ihrer ruhigen Art hat sie mir gezeigt, das wir zusammen passen. Die Erziehung gestaltet sich dann auch wesentlich einfacher weil einfach schon ein Vertrauensvorschuss von Seiten des Welpen vorhanden ist. Es gab auch keinerlei Schwierigkeiten nach der Abholung, die Wohnung wurde abgewittert, dann legte sie sich auf ihre Decke und gut war.
VlG, Eleonore
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