Fipronil und kein Ende in Sicht

Veradahl
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Beiträge: 3
Seit Wochen beschäftigt der Eier- Fipronil -Skandal die Medien, von Versäumnissen, von angeblichem Nichtwissen, nachlässigen Kontrollen und diversen Schuldzuweisung ist die Rede. Nun, ich gebe meinem Hund maximal 2 Eier pro Woche und sollte mir nach Aussagen eigentlich keine Sorgen machen, eigentlich, aber da fiel mir auf, was ist denn nun mit dem Fipronil in diversenSpot on - Produkten, die ich sowohl bei Hund als auch bei der Katze gegen Föhe, Zecken u.ä. Schädlinge in wesentlich höherer Konzentration einsetze oder mit dem Fipronil in Pflanzenschutzmitteln? Addiert sich das nicht,in welchem Bereich liegt denn der "Fipronil-Konsum eines Normalbürgers mit Hund und Katze,mit Garten und noch nicht aufgedeckten Bezugsquellen"? Dazu suche ich vergeblich eine Antwort und weiß doch aus der Schule noch-die Dosis macht das Gift-.
Vor einem Jahr hatte ich meinen Hund gegen Föhe und Konsorten behandelt, unmittelbar danach bekam er abartige Angstzustände, konnte 1 Woche lang vor Aufregung, ständigem Zittern, Schreckhaftigkeit nicht mehr schlafen. Die Tierärztin meinte, das kommt schon mal vor,er hätte wahrscheinlich ein traumatisches Erlebnis gehabt, aber vom Antifloh- Mittel käme es auf gar keinen Fall. Heute wage ich als Laie das zu bezweifeln.
Feuerwolf
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Beiträge: 915
Ich denke auch, dass die Dosis das Gift macht.

Erschreckt hat mich, dass Fipronil großzügig als s.g. Pflanzenschutzmittel überall auf der Welt eingesetzt wird bei Kartoffeln, Reis, Mais, Sonnenblumen, Lauch, Zwiebeln, Kohl, Getreide und wohl noch eingem mehr.

Da wundert es mich eigentlich mittlerweile auch nicht mehr, dass es immer mehr Resistenzen dagegen gibt und es immer mehr "Zwischenfälle" bzw. massive Nebenwirkungen gibt, obwohl HH und TA die empfohlene Menge bei der einzelnen Anwendung nicht überschreiten.

Bei Hühner sollte es laut Wikipedia überhaupt nicht eingesetzt werden.

BASF will jetzt seine Zulassungsgenehmigung als Pflnazenschutzmittel in der EU 2018 auslaufen lassen....Wird wohl schon seinen Grund haben....allerdings gibt es Fipronil weiterhin auch als Schabengift (Kakerlaken), Ameisen- und Termitenprohoylaxe.
Lincan
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Beiträge: 1294
Und die angeblich entsorgten Eier kommen dann ins Industriehundefutter.....
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
CairnLover
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Beiträge: 571
Original von Lincan:

Und die angeblich entsorgten Eier kommen dann ins Industriehundefutter.....

Während die belasteten Eier vor Kenntnisnahme in Eiernudeln und sonstigen Lebensmitteln verarbeitet wurden. Wer weiß wie lange schon. Denn bis so was auffällt, dauert es ja auch seine Zeit.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 915
+ 1
Original von Lincan:

Und die angeblich entsorgten Eier kommen dann ins Industriehundefutter.....

Ich dachte die Industrie würde die Eier als Sondermüll u.a. in Verbrennungsanlagen bringen, was legal wäre....aber es gibt ja auch noch die Sondermülltransporte nach Afrika etc. .....Wer weiss, was damit passiert?

Der Verbraucher soll seine Eier in den Restmüll schmeißen. Der landet dann ganz normal auf der Müllkippe u.U. und wird doch wieder in die Natur gebracht.

Aber ich selber denke die Hauptgefahr beim Essen für uns ist jetzt (!!) gebannt....aber wieviel Eier, Hühner und die daraus hergestellten Produkte wir und unsere Hunde bisher gegessen haben ist unbekannt und wahrscheinlich ist es eine ziemliche Menge.

Denn wer weiss, wie lange schon hier Unwesen getrieben wurde.
Shibaherz
Beiträge: 20679
+ 1
Ja. Bei der Lebensmittelproduktion und ihren Begleitumständen mangelt es eklatant an wirksamer staatlicherAufsicht/Kontrolle und an öffentlicher Aufklärung. Nicht aber an öffentlichem Interesse. Wäre doch – auf den ersten Blick – ein politisches Betätigungsfeld für die Grünen. Aber die schielen auch nur noch auf die Regierungsbeteiligung im Bund womöglich unter „Jamaika“-Flagge


Da gibt es also den gefürchteten Parasiten „Rote Vogelmilbe“ bei der Geflügelzucht. Deren Blutsaugerei kann zum Tod der Wirtstiere, besonders der jungen , führen. Ständiger Juckreiz, Entzündungen. Ökonomisch ausgedrückt: Geringere Mast- und Legeleistung.
Der Landwirt möchte der Plage Herr werden, da kommt ihm das Wundermittel Dega16 gerade recht, vom Hersteller so angepriesen: „Hat eine hellgelbe Farbe, riecht nach Menthol und ist völlig ungefährlich“. Keine Angabe zu Inhaltsstoffen. Aber vorsichtshalber das Statement: „Irrtümer und Auslassungen vorbehalten“.

Den z. T. mafiösen Strukturen in der Wirtschaft steht eine nationalstaatliche und EU-Bürokratie gegenüber, von der Informationen über eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung nur zögernd aufgenommen und mit Verzögerung weitergegeben werden. Frei nach der alten Spielregel: Bloß nicht zuständig sein und sich den Schwarzen Peter zuziehen.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
CairnLover
  • Halbstarker
Beiträge: 571
Original von Shibaherz:

Der Landwirt möchte der Plage Herr werden, da kommt ihm das Wundermittel Dega16 gerade recht, vom Hersteller so angepriesen: „Hat eine hellgelbe Farbe, riecht nach Menthol und ist völlig ungefährlich“. Keine Angabe zu Inhaltsstoffen. Aber vorsichtshalber das Statement: „Irrtümer und Auslassungen vorbehalten“.


Soweit dazu Stellung genommen wurde, war es ein Mittel auf pflanzlicher Basis, dem das Zeug unerlaubt zugesetzt wurde.
Shibaherz
Beiträge: 20679
+ 1
Das ist doch bekannt. Ich wollte darauf aufmerksam machen, wie der nichtsahnende Landwirt bzw. Geflügelzüchter, der gleichwohl verantwortlich gemacht wird als letztes Glied einer Kette, dazu kam, das Zeug versprühen zu lassen.

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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 13.08.2017 20:17 Uhr
Veradahl
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
Fipronil , das wird mir jetzt erst so richtig klar, ist ein weltweit in großem Maße eingesetztes Biozid. Dadurch, dass es in Eiern "zufällig" und " nicht gewollt" entdeckt wurde, wurde man hellhörig.Mir geht es aber vor allem auch um die großen Mengen von Fipronil, die wir ein Hundeleben lang unseren Vierbeinern zumuten und die wir indirekt mit aufnehmen, denn wer lässt denn seinen Hund oder die Katze"links liegen", nachdem er ihnen eine große Dosis von Frontline, Bolfo oder wie sie alle heißen verabreicht hat?
Mich würde die Belastung und deren Auswirkung auf Mensch und Tier interessieren, konkrete Analysenwerte, anfordern und fordern kann man das nur von staatlichen Stellen, hier hat man, so scheint es mir die Gesamtproblematik noch längst nicht im Focus. Es sind sicher nicht die "zufälligen" Werte, die mir Angst machen , sondern die gewollten, beabsichtigten und da kommen wir in einen Interessenkonflikt mit der Pharmaindustrie und was das bedeutet, brauche ich ja wohl keinem erzählen.
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