Erfahrungen mit Tierheimen

nero-bruno
  • Forenwelpe
Beiträge: 54
Welche Erfahrungen habt Ihr mit Tierheimen gemacht?
Deren Umgang mit den Tieren aber auch mit den Menschen die sich für ein Tier interessieren.

Wir haben beim ersten mal sehr negative Erfahrungen gemacht. Erstens ist uns damals als Anfängern ein sehr aggressiver Schäferhund überlassen worden von dem wir mehrmals sehr stark gebissen wurden und sich hinterher herausgestellt hat das er auch schon Pfleger im TH angegriffen hatte.
Auch die Aufklärung im TH war gleich null.
Auf unsere Frage warum wir für den Hund 100€ zahlen sollen (wir wussten es damals nicht besser) erhielten wir nur die Antwort "das ist nun mal so, wenn Sie nicht Zahlen bekommen Sie den Hund nicht." Keine Aufklärung das es sich um eine Schutzgebühr handelt wodurch auch die Arbeit im TH finanziert wird.

Unsere jetzigen Hunde Nero und Bruno haben wir aus dem TH Neuburg a.d. Donau

http://www.tierschutzverein-neuburg.de/thema1.htm

Schaut Euch die Seite mal an, so sollte jedes TH aussehen.
Viel Platz für Hunde, Katzen und auch für viele andere Tiere.
Es wird sehr gut und intensiv auf Interessenten eingegangen und es gibt auch eine umfangreiche Beratung.
An erster Stelle steht hier vor allem das Wohl des Tieres und nicht die Vermittlung.

wir freuen uns auf Eure Kommentare

nero bruno nero-bruno
Terrortöle
  • Forenwelpe
Beiträge: 189
Meine ersten Erfahrungen mit Tierheimen sind sehr ähnlich, leider.
Es war vor etwa 15 Jahren. Beratung gab es keine und auch auch auf die Bitte uns mittelgroße Hunde zu zeigen wurde nicht eingegangen. Ich war mega enttäuscht, denn die Tierheime hier waren voll
Berufstätig (wenn auch nur Teilzeit), keinen hoch eingezäunten Garten usw. waren ein Aus-Kriterium.
Durch ein anderes kleines Tierheim sind wir dann an unseren ersten Hund gekommen, aus Spanien. Sie leisteten Vermittlungshilfe für eine Tierschutzorganisation. Das war damals noch nicht so in Mode und ich war schon etwas unsicher. Aber alles war gut und unsere Spanierin blieb nicht die Einzige. Heute lebt die Maus immer noch und hat noch zwei weitere Mitbewohner aus dem Süden. Eigentlich muß ich den Tierheimen dankbar sein, denn so wurde ich auf das Tier-Elend in südlichen Ländern aufmerksam. Internet gab es nämlich noch nicht. Heute bin ich Mitglied in diesem einen Tierheim, bin im Tierschutz aktiv und habe jede Menge Hundeerfahrung.
Einfach war das damals nicht mit einem misshandelten Wesen, aber mit Geduld und einem Hundeverein hat sich alles zum Guten gewendet.
Heute habe ich viel Kontakt zu Tierheimen und Organisationen und ich muß sagen das es sie immer noch gibt, die Tierheime die am Besten alle Mitarbeiter an die frische Luft setzen sollten. Da scheint kein Interesse zu sein überhaupt zu vermitteln und sich Gedanken zu machen was für Hund und Halter das Beste ist. Hauptsache weg mit den Tieren. Lichtblicke sind da meist die Gassigänger die sich ins Zeug legen und helfen. Deshalb biete ich manchen auch an mal zu uns auf den Hundeplatz zu kommen. Da ist dann mal flitzen angesagt und man kann sich den Hund in "Freiheit" und ohne Leine anschauen. Viele schwierige Hunde sind nämlich gar nicht schwierig, sondern nur genervt und total unterfordert.
Ich wäre dafür die Tierheimmitarbeiter besser zu schulen und zu motivieren. Leider bekommen Tierheime viel zu wenig Unterstützung und kaum Geld von Stadt und Land und viele haben kaum genug Futter um die Tiere satt zu bekommen. Wären da nicht die Sponsoren und freiwilligen Helfer könnten viele zu machen.
Da muß man sich dann eigentlich auch nicht wundern wenn viele zukünftige Tierhalter negative Erfahrungen machen und ihr Tier woanders herholen, leider.
Gruß
Terrortöle
Zuletzt geändert am 05.05.2012 20:18 Uhr
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
hab mir vor ein paar jahren mal einen hund im tierheim angeschaut.
musste da in einem raum warten.
vor mir eine family mit kind, die sich ebenfalls für einen hund interessierten.
die hatten auch noch einen anderen hund zuhause.
es wurde gefragt wie lange der hund alleine sein müsste, antwort war: am anfang gar nicht, dann maximal 4 stunden, ab und an.
also ich denke für einen tierheimhund doch eine nette familie: kind, anderer hund, ab und an 4 stunden alleine.
aber: das wars dann.
die antwort: das ist zu lange.

.....

wir wurden gefragt ob wir einen garten hätten...
hatten wir nicht....
das wars dann auch.

anscheinend gabs da massig interessierte, so dass nur jeder einen hund bekam, der 120% perfekt war....
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
caro137
  • Begleithund
Beiträge: 1681
Die beiden Tierheime mit denen ich bisher näher zu tun hatte Castrop-Rauxel (Buddy) und Kaiserslautern (Apollo) waren meiner Meinung nach absolut empfehlenswert.
Sehr engagierte MItarbeiter mit viel Herz für ihre Hunde - was aber durchaus mit realistischen Anforderungen zusammen passte.
Das wichtigste für beide TH - und auch für mich- war dass die Hunde harmonieren und ich wohl einen einigermaßen hundeerfahrenen, seriösen Eindruck machte (ich denke da schaut man bei den Listis noch etwas genauer).

Auch "Bullterrier in Not" vermittelt sehr gewissenhaft, aber vorurteilsfrei...allerdings müssen die Rassebedingt schon recht streng aussieben, da sich dort wirklich gehäuft die falschen Leute aus den falschen Gründen für die falschen Hunde interessieren .

Bei allen dreien wird viel wert auf die Beschäftigung und weitere Erziehung der Hunde gelegt und versucht das TH-Leben so gut wie möglich zu gestalten.
The greatness of a nation and its moral progress can be judged by the way its animals are treated (Mahatma Gandhi)

Nur indem wir die Hunde vor gefährlichen Menschen schützen,
schützen wir die Menschen vor gefährlichen Hunden !
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
Meine Erfahrungen mit Tierheimen sind sehr unterschiedlich. Hauptsache weg mit dem Hund habe ich persönlich allerdings noch nicht erlebt (bei Katzen schon). Eher haben bei mir schon mal Tierheimmitarbeiter den Eindruck hinterlassen, daß es ihnen sch...egal ist, ob ihre Tiere vermittelt werden, sich z.B. durch lästige Fragen nicht beim Kaffeetrinken stören lassen wollten (bei vier Stunden Öffnungszeit pro Woche und meinerseits einer Anfahrt von 140 km). Dann habe ich feststellen müssen, daß die Einschätzungen bzgl Verträglichkeit, Jagdtrieb usw leider häufig völlig daneben gehen.
Was ich etwas zwiespältig sehe, sind die Anforderungen an die zukünftigen HH. Natürlich sollte immer ein möglichst guter Platz gesucht werden, besonders wenn es in einem Tierheim zuviele Interessenten gibt, wie es Meerestaucher beschreibt. Ich persönlich kenne allerdings nur überfüllte Tierheime, die also alles andere als ideale Haltungsbedingungen bieten. Wenn die Interessenten nicht arbeiten dürfen, wie sollen sie dann die Kosten für einen Hund tragen können, habe ich mal einen Tierheimmitarbeiter gefragt und darauf keine Antwort bekommen. Der Hund, den ich mitgenommen hätte, stand ein Jahr später immernoch auf deren Internetseite. Ich glaube, wenn er hätte wählen dürfen, ob er ein paar Stunden (mit Artgenossin) zuhause bleibt oder sein Leben im Zwinger verbringt, wäre die Entscheidung anders ausgefallen. Andererseits vermittelt selbiges Tierheim aber auch nicht an Rentner und Arbeitslose, da frage ich mich jetzt, an wen sie vermitteln. Vermittlung nur an Nichtraucher und nicht an Singles fand ich auch recht kurios bei einem anderen TSV. Oder 80 Euro Schutzgebühr für eine chronisch kranke Katze.....
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
Gast
  • Begleithund
Vor 13 Jahren ging ich ins Tierheim, es war im Winter. Die Hiunde hatten keine Decken und es war dreckig. Ich wollte einen großen schwarzen Hund haben, doch als der kleine Pepino da so frierend und erbährmlich zitternd in dem Zwinger lag und dann noch kam und mit seinem Unterbiß meinen Finger festhielt und nicht mehr los ließ und mit seinem Blick sagte "Nimm mich mit", da war es um mich geschehen.
Die Mitarbeiter fühlten sich durch mich beim Kaffee trinken gestört. Widerwillig ging man mit zum Zwinger, ich durfte nicht mit Pepino spazieren gehen, es hieß entweder nehmen Sie den oder nicht, wenn der nix iss, können Sie den gegen einen anderen Hund umtauschen. Er wußte nichts über Pepino und ich sollte Ihn am nächsten Tag holen, weil 1 Stunde vor Feierabend, das ist Ihm jetzt zu viel mit dem Schreibkram. Am nächsten Tag wurden mir keine Fragen gestellt.

Eine Woche später stand die Vorsizende des Tierschutzvereines vor meiner Tür, Sie durchleuchtete mich gründlich. Sie übernahm nur Kontrollen der spanischen Hunde und regte sich über das Tierheim auf. Ich erfuhr, das Pepino aus Spanien stammt und sein Alter und bekam die Adresse der Tierschützerin aus Spanien, wir schrieben uns dann auch und ich erfuhr mehr über Pepino und bekam Fotos.

In den letzten Jahren hat sich viel in dem Tierheim getan, das kann man jetzt sehr empfehlen.
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
Original von christianeadler:

>

Was ich etwas zwiespältig sehe, sind die Anforderungen an die zukünftigen HH. Natürlich sollte immer ein möglichst guter Platz gesucht werden, besonders wenn es in einem Tierheim zuviele Interessenten gibt, wie es Meerestaucher beschreibt. Ich persönlich kenne allerdings nur überfüllte Tierheime, die also alles andere als ideale Haltungsbedingungen bieten.

hallo Christiane,

das war von mir eher ironisch gemeint. erinnere mich noch an den tag: besuchszeit, wochenende, großstadt. ausser uns und der besagten family war sonst niemand da. dieses tierheim hat auch noch ein paar kandidaten auf der webseite, die da auch schon jahrelang drinhocken. keine ahnung ob sich wirklich keiner für die interessiert, oder ob die alle an der 120%-Perfekt-Regel gescheitert sind...(sprich: immer zuhause, garten, 200 jahre hundeerfahrung oder was auch immer...)
ich denke auch dass ein hund es wirklich vorziehen würde mal 4 stunden alleine zu sein, anstatt ständig hinter gittern zu hocken und dass man es dann von Seiten des Tierheims wirklich übertreiben kann. schade eigentlich.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
nero-bruno
  • Forenwelpe
Beiträge: 54
+ 1
Ja, ich muss Euch leider recht geben, in manchen TH scheint das Wohl des Tieres nicht viel zu zählen und die Verhältnisse sind oft nicht besser als im Ausland.
Hier wäre vielleicht der Deutsche Tierschutzbund gefragt, einheitliche mindest Anforderungen für TH und deren Personal aufzustellen.
Natürlich hat nicht jedes TH die gleichen Mittel aber die Mitarbeiter sollten zumindest wissen was sie tun, und das nach Möglichkeit zum Wohl des Tieres.
Viel Leid könnte den Tieren durch fachgerechte Aufklärung „vor der Vermittlung“ erspart werden.
Und oft ist es für das Tier besser unter nicht „100%“ Verhältnissen in einer Familie zu leben als schlecht in einem TH.

nero bruno nero-bruno
Zuletzt geändert am 06.05.2012 12:53 Uhr
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
Obwohl ich sonst ein Gegner von zuviel Bürokratie bin, würde ich mich an dieser Stelle auch über mehr Kontrolle freuen. Bei uns gibt es z. B. ein Tierheim, gegen das schon seit mehreren Jahren das Veterinäramt wegen der Haltungsbedingungen ermittelt. In dem Fall läuft es darauf hinaus, daß die Leiterin soooo tierlieb ist, daß sie wirklich jedes noch so kranke und behinderte Tier am Leben erhalten möchte (extrem hohe Tierarztkosten) und sich, so war jedenfalls mein Gefühl bei unseren Begegnungen, nicht von ihren Schützlingen trennen kann. Es ist ihr einfach kein Interessent gut genug. So leben die Hunde in Riesenrudeln und die Katzen in Notunterkünften aus Tierliebe.

Wobei ich bei aller Kritik an den Tierheimen es natürlich am schlimmsten finde, daß ein Staat, in dem Tierschutz im Grundgesetz verankert ist, sich finanziell dafür in keiner Weise einsetzt. Vielleicht sollte man mal die ausgesetzten Hunde und verwilderten Katzen im Rathaus einquartieren. Eine Menge Tierheime wären sicherlich in einem viel besseren Zustand, wenn sie sich nicht aus Spenden finanzieren müßten.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
Zuletzt geändert am 06.05.2012 15:18 Uhr
Karol
  • Forenwelpe
Beiträge: 50
Also, von unseren TH bin ich auch nicht grad begeitstert. Mein Mann seine Tante wurde mal ne junge JRT Hündin (ca. 4 Jahre alt) angedreht. Seine Tante über 80 Jahre alt, kaum Hundeerfahrung, seber nicht mehr so gut zu Fuß und die Hündin natürlich sehr lauffreudig, verspielt, nicht erzogen, wurde von den Vorbesitzern nur an der Hundehütte festgebunden mit einer Eisenkette und wurde nur getreten und geschlagen. Meiner meinung nach hätten die Tierpfleger erst mit der Hündin arbeiten müssen, bevor die Hündin vermittelt wird. Die Hündin ist dann wieder ins TH gelandet, nun ist sie wieder vermittelt, nach einem halben Jahr. Ich hoffe, für immer.
Dann war ich mit meiner Mutter selber mal da,bevor ich Tinka hatte und wahr auf der suche nach einen neuen Hund. Hab mir dann mal das Katzenhaus angeguckt, das Katzenhaus war meiner meinung nach viel zu klein.
Natürlich hab ich da auch kein Hund gefunden, zu diesen zeitpunkt hatten sie nur große Hunde da.
Na ja, kurz darauf kam ja unsere Prinzessin zu uns und das ist schon übern Jahr her. Und wir bereuen keine Sekunde und möchten sie auch nicht mehr missen. Sie ist einfach nur ein "Schatz".
LG. Karola und Tinka
http://www.adventskalender-fuer.de/228976-karola-1d5ac54f448a.html
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